Viel Spaß,
eure Cas
Hauchdünn
Ist die Wand, die mich schützt.
Wie aus Glas
So durchschaubar
Und verletzlich.
Eine Erschütterung und
Alles läge in Scherben,
Was ich mir so mühevoll
Aufrecht erhalte.
Und so taste ich weiter
Durch unbekanntes Dunkel
Immer in der Hoffnung,
Nirgendwo anzustoßen
Und erneut
Zu zerbrechen.
Hinter Glas
Ich bin wie eine Glasscheibe
Mal durchsichtig, mal klar
Lasse die Sonnenstrahlen hinein
Die mein Herz erwärmen.
Dann wieder bin ich trübes Milchglas
Alles wie in Nebel getaucht
Die Welt um mich herum unscharf,
nur verschwommene Umrisse.
Manchmal bin ich jedoch wie Spiegelglas
Innen dunkel, beinahe schwarz
Lasse nach aussen alles abprallen
Werfe es zurück, statt es hinein zu lassen.
Doch wenn die Augen die Spiegel der Seele sind,
was sehen dann andere in mir?
*
Meine Seele wohnt in einem Glas.
Mal durchsichtig, mal klar
Um alle Farben der Welt einzufangen.
Mal wie Milchglas, trüb und träge
Alles hinter Nebel verschleiert,
unscharfe Umrisse, nicht erkennbar.
Dann wieder ist das Glas getönt
Wenn alles dunkel und grau erscheint,
leblos.
Manchmal versteckt sie sich hinter Spiegelglas
Undurchlässig nach innen
Alles andere ausschliessend
Um nicht noch mehr zu zerbrechen.
Sprünge, Risse und Kratzer
Gibt es schon zu viele.
Es hängt nur vom Blickwinkel ab
Ob ich zerbrochen oder ganz erscheine.
Doch wenn die Augen die Spiegel der Seele sind,
was sehen dann andere von mir?