Kapitel 3

Die Geschichte
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vojka
in memoriam
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Re: Kapitel 3

Beitrag von vojka »

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Namid
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Namid sah kurz zu Toyan, sah dessen entsetzten Blick und folgte diesem. Schnell holte sie einen neuen Pfeil aus ihrem Köcher, setzte ihn in Flammen und schoss. Keine zwei Sekunden später war schon der nächste im Anschlag. Aber diese Raks wurden immer mehr und sie wusste, alleine würde sie es nicht schaffen, vor allem da ihre Kräfte immer mehr schwanden, aber sie gab nicht auf, schoss einen brennenden Pfeil nach dem anderen ab um ihnen einen ungehinderten Weg zur Brücke zu bahnen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Tjeika
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Tjeika »

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Shaya Zarin
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Shaya hatte bei Namids Bemerkung nur mit dem Kopf geschüttelt. Als würde sie nicht dazu in der Lage sein, präzise zu werfen. So gab sie nicht viel auf die Einwände der Feuermagierin und zielte, kaum, dass all die vielen Raks auf sie beide zuhielten, auf eine kleine Gruppe, wobei sie sich Mühe gab, die Brücke oder irgendein anderes tragendes Element nicht zu treffen. Und dann warf sie, duckte sich und hielt sich die Ohren zu - eine alte Angewohnheit, denn eigentlich waren die Tränke nicht stark genug, dass sie ihnen aus dieser Entfernung noch ernsthaften Schaden würden zufügen können.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Ayrina
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Ayrina »

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Narea
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Unwillkürlich duckte Narea sich, als Shayas Geschoss explodierte. Einer der Raks jaulte unter Schmerzen auf und sein Todesstöhnen mischte sich unter das Jaulen der von Namids Feuerpfeilen getroffenen Wesen. Doch alles, was sie bekamen, war ein klein wenig Zeit. Sie hatten keine Chance. Mit jedem Wimpernschlag schienen mehr von ihnen auf sie zuzuströmen und noch waren sie ein ganzes Stück von der Brücke entfernt.
Und wir wissen noch nicht einmal, ob die Brücke unsere Rettung ist, dachte Narea bitter.
Immerhin konnten sie sie dort nicht mehr einkreisen und das war zumindest ein kleiner Vorteil.
Langsam zeigten die Bemühungen Erfolg und eine Lücke tat sich im Kreis der Rak auf. Narea sah die Brücke und zögerte keine Sekunde.
"Los!", rief sie den anderen zu und rannte zu dem einzigen Ausweg, der sich ihnen bot.
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Cassiopeia »

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Toyan Kerim
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Irgendwie schien alles sehr schnell zu gehen, fast gleichzeitig abzulaufen und zugleich geschah es für Toyan wie in Zeitlupe. Als wären all seine Sinne geschärft, als würde er alles, was um ihn herum geschah, mit vielfach erhöhter Präzision wahr nehmen.
Nun war ihm bewusst, wieso es hier kaum Leben gab. Hier war das Reich der Rak und niemand, der ihnen entkam, kehrte freiwillig hierher zurück.
Als er Nareas Ruf hörte, stürzte auch er los, konnte nur hoffen, dass auch die anderen schnell genug waren.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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Katastropholy
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Katastropholy »

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Revan
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Es waren zu viele, und nur Shaya und Namid konnten wirklich etwas ausrichten. Sobald er eines dieser Monster niedergestreckt hatte und sich einem anderen zuwendete, bewegte sich sein erstes Opfer nach kurzer Zeit wieder und er hatte genau die gleichen Probleme wie vorher. Direkt neben ihm schlug einer von Namids Brandpfeilen ein, welchen er mit einer kurzen Handbewegung seiner eigentlichen Bestimmung zuführte, bevor sich Ghorals Zügel wie von Geisterhand strafften und er sich rasch in Richtung Brücke aufmachte.
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

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Tjeika
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Tjeika »

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Shaya Zarin
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Shaya wartete wirklich bis zum allerletzten Augenblick, ehe auch sie sich aufmachte, zu der Brücke zu gelangen. Sie hatte solange, wie nur irgend möglich versucht, den anderen die nötige Deckung zu geben und sie musste ehrlich zugeben, dass Namid ihre Sache wirklich gut machte. Alleine hätte keiner von ihnen beiden es auch nur ansatzweise geschafft. So ungerne sie das sich selbst gegenüber zugab: Namid war mehr als nur eine Hilfe gewesen. Doch Shaya würde sich hüten, es der Feuermagierin zu gestehen.
Kaum an der Brücke angekommen, erhöhte Shaya ihr Tempo, rannte, so schnell sie konnte, über die Brücke. Doch dann, eine bekannte Stimme - oder war es nur, dass sie die Gegenwart verspürte von jener Person, die sie mehr als alles andere in der Welt verachtete?
"Mutter", murmelte sie, als sie sich umgewandt hatte - gerade einmal die Hälfte der Brücke hatte sie hinter sich lassen können.
Keine Raks waren es, die sie sah, was sie eigentlich erwartet hatte. Nein, ihre Mutter, leibhaftig, lebendig, stand dort. An ihrer Seite ein Dämon, der ihren grausamsten Albträumen entsprungen schien.
"Mein Kind", sprach ihre Mutter mit fester, kalter Stimme, die eines Eisberges Konkurrenz hätte machen können und die Gegenwart des Dämonen schien ihr überhaupt gar nichts auszumachen.
Erst jetzt, da ihre Mutter ihre Stimme erhoben hatte, bemerkte sie den blutgetränkten Dolch, den die Frau in ihrer Hand hielt. Und Shaya konnte den Blick nicht abwenden, schien wie gefesselt. Als gäbe es nichts anderes mehr auf der Welt, was von Belang wäre.
"Mein Weg ist auch der Deine, wehre dich nicht länger, die Blutmagie ist dein Schicksal, es wird geschehen!", waren die unterkühlten Worte von Shayas Mutter, einer Drohung weniger gleich, denn eines Versprechens.
Ein eiskalter Schauer lief Shaya über den Rücken, doch den Blick konnte sie noch immer nicht von dem Dolch, welcher in des Mutters Blut getränkt worden schien, abwenden.
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Jerzon
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Jerzon »

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Ohanzee
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Ohanzee hielt für einen Atemzug inne, dann setzte er seine Fuß auf die Brücke. Die Bewegungen der Rak wurden langsamer und kamen vor der Brücke zum stehen. Auf seine Begleiter achtete der ehemalige Wächter nicht mehr. Er konnte seinen Blick nicht von den Rak abwenden. Ihre Augen glühten, sie schiene ihn zu durchbohren.
Mit einem Mal lösten sich drei Gestalten aus der Masse und kamen langsam auf Ohanzee zu. Er war mittlerweile mitten auf der Brücke stehen geblieben. Je näher die drei Rak kamen desto mehr verblasste das glühen in ihren Augen und wich etwas menschlichem. Einen Augenblick lang glaubte Ohanzee ein Lächeln auf den Mäulern erkennen zu können. Ihre Formen schiene jetzt zu zerfließen und sich neu zu bilden. Der Wächter zwang sich seinem Instinkt nicht nachzugeben, er blieb stehen und beobachtete wie sich die Formen der drei immer wieder verändern und immer mehr die Gestalt dreier Menschen annahmen.
Ohanzee glaubte seine Augen nicht zu trauen, als er erkannt wer da vor ihm stand. Es waren Lenmana, Nadua und Yoskolo. Seine Frau und seine beiden Kinder. Ihr Haut war fahl und bleich und sie sahen ihn aus leeren Augen an, als sie weiter auf Ohanzee zukamen. Die Blicke die ihn trafen, ließen Ihn erschaudern. Es fehlte jede Spur von Freundlichkeit und Wärme, nur Feindseligkeit strahlten sie aus.
Jetzt machte Ohanzee doch einen Schritt rückwärts. Die Frau zog mit einem mal ein Dolch und richtete ihn mit einem eiskalten Lächeln auf Ohanzee. Wie versteinert blieb er stehen, was sollte er tun? Die drei Wesen konnten nicht seine Familie sein und doch wehrte sich alles in ihm seine Waffe gegen sie zu erheben.
Erst als das was seine Frau darstellte mit dem Dolch nach ihm stach, konnte er seine Starre überwinden. Noch während er auswich zog er sein Schwert und hielt es am ausgestreckten Arm, seiner frau entgegen.
"So Long, and Thanks for All the Fish"

>>The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy<<


- "Wer seid ihr?"
- "Wir sind die drei heiligen Könige"
- "Was??!"
- "Wir sind drei Weise aus dem Morgenland."
- "Und dann schleicht ihr Morgens um zwei Uhr in einem Kuhstall herum, als hättet ihr nichts besseres zu tun?! Was soll denn daran weise sein?"
>>Das Leben des Brian<<
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Cassiopeia »

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Toyan Kerim
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Toyan beeilte sich, über die Brücke zu kommen, doch irgendwie schienen seine Beine immer langsamer zu werden. Schließlich waren sie schwer wie Blei und eine undeutbare Enge schloss sich um sein Herz. Angstvoll sah er sich um, doch da waren weder die Mitglieder seine Gruppe, noch die Rak, die sie zuvor noch angegriffen hatten.
Er sah Männer in weiß, Bannpriester der Bruderschaft. Drei von ihnen hielten einen Frau gefangen, bei deren Anblick Toyan jede Farbe aus dem Gesicht wich.
"Nein!", rief er, als er seine Mutter erkannte, die im nächsten Augenblick Shayas Gesicht trug. Ein Gesicht, von Schmerzen gezeichnet, der Mund zu einem stummen Schrei geöffnet.
"Nein!", rief Toyan und fiel auf die Knie, alles in ihm zog sich zusammen und wurde von tausend Schwertern durchbohrt. "Lasst sie los... bei Valo, lasst sie los...", flehte er, als er mit ansehen musste, wie die Dolche der Männer ihre grausamen Spuren hinterließen.
Die Schreie hallten grausam in seinen Ohren wider, bis er voller Entsetzen gestammelte Worte hörte.
"...Thyn... er ist in Thyn, unterwegs... mit anderen... Magiern..."
Erstarrt blickte er die Frau, die nun wieder mehr seiner Mutter ähnelte, an. Sie hatte ihn verraten, nun würden sie ihn finden.
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Ayrina
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Ayrina »

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Narea
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Sie rannten auf die Brücke und das Holz knarrte unter ihren Füßen.
Panisch warf sie einen Blick zurück zu den Rak und stellte erleichtert fest, dass sie am Rande der Brücke verharrten.
"Sie folgen uns nicht!", rief Narea den anderen zu und sie alle verharrten. Schwer atmend beobachteten sie die Rak, die reglos vor der Brücke standen.
"Das ist alles deine Schuld!", warf Shaya ihr plötzlich mit vor Wut funkelnden Augen vor.
"Was?", konnte Narea nur stammeln.
"Shaya hat Recht!", pflichtete Toyan ihr bei.
"Ohne dich wäre es gar nicht erst soweit gekommen."
"Aber..."
"Mit ein wenig mehr Schattenstern hättte ich sie aufhalten können! Aber du musstest es ja für ein paar alberne Schuldgefühle deinerseits verschwenden!", schimpfte Namid und getroffen sah Narea von einem zum anderen.
"Ich..."
"Seit dem Beginn unseres Auftrags bringst du alles in Gefahr!", fuhr Shaya unbeirrt fort.
"Du beschwörst irgendwelche Dämonen mit einem Blutmagier und verschwendest nicht einen Gedanken an die Konsequenzen. Deinetwegen ist eine ganze Mannschaft ausgelöscht worden und wir alle in Lebensgefahr gebracht worden!"
"Aber...", versuchte Narea sich erneut zu rechtfertigen, doch Ohanzee ließ sie nicht aussprechen.
"Wenn wir scheitern, und das wird immer wahrscheinlicher, ist es allein deine Schuld!"
"Nein..."
"Du bringst allen Menschen in deiner Umgebung nur Unglück!", griff Revan die Vorwürfe auf.
"Schon damals, als deine Mutter deinetwegen verdurstet ist. Wenn sie gewusst hätte, wofür sie ihr Leben gibt, sie hätte es nicht getan!"
Narea sackte in die Knie.
"Hört auf", flehte sie tonlos.
"Was ist? Verträgst du die Wahrheit nicht?", schleuderte Shaya ihr entgegen. Sie kam näher und der Blick ihrer Augen war eiskalt.
"Genausogut hättest du Nalahr persönlich die Hand reichen können!"
Narea schluchzte leise. Sie hatten ja Recht. So sehr sie sich auch hatte einzureden versucht, es wäre anders, sie wusste doch, dass es so war. Und nun hatten auch die anderen es erkannt.
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Kampf um Choma: Revan
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Re: Kapitel 3

Beitrag von Katastropholy »

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Revan
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
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Er hatte es fast geschafft, er betrat die Brücke beinahe unbehelligt von den Rak, fast in Sicherheit. Doch etwas stimmte nicht. Es dauerte einen Moment bis er realisierte, dass sich Ghorals Zügel aus seiner geistigen Umklammerung entfernt hatten und sich einfach nicht mehr einfangen ließen. Er wirbelte herum und sah, dass die Monster die Gruppe fast eingekreist hatten, mitsamt Namid und seinem Pferd. Aber das konnte doch nicht sein? Wie war das möglich? Aber darum musste er sich später Gedanken machen.
Revan fixierte einen großen Stein außerhalb des Kessels und versuchte ihm seinen Willen aufzudrängen, doch es passierte nichts. Er konnte ihn nicht mit seinen Gedanken umfassen, sie stachen durch ihn hindurch wie durch eine Fata Morgana. „Völlig unmöglich...“ murmelte er besorgt, während er die letzten Schutzwände fallen ließ und sich nun mit aller verfügbaren Macht auf den Felsen konzentrierte. Nichts.
Der Kreis hatte sich um die restlichen Gefährten bereits so eng zusammengezogen, dass sie sich mit allem wehren mussten, was ihnen gerade zur Verfügung stand. Zwei der Rak nahmen plötzlich Anlauf, sprangen hoch, rissen Namid vom Pferd und schleiften sie davon. Fast im gleichen Moment wurden Shaya und Narea bewusstlos geschlagen und unter den antürmenden Rak begraben.
Revan unternahm einen letzten verzweifelten Versuch und konzentrierte alle seine Kräfte, bis sich ein metallischer Geruch in seine Nase schlich, vergebens. Nichts rührte sich. Sogar seine Beine versagten ihm den Dienst, während er hilflos zusehen musste, wie nun auch Toyan und Ohanzee zu Boden gerissen wurden. „Das darf nicht sein... das kann nicht sein...“ fiel er auf seine Knie und starrte auf seine Hände. „Ich... kann nicht... kann nichts tun...“ stammelte er mit gerunzelter Stirn, während die anderen um Hilfe rufend um einen Felsvorsprung gezogen wurden, dem sicheren Tod entgegen.
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George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
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