Auf dem Meer - 17. Mai 1530
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Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Zwei Tage waren vergangen, seit dem Tod von Thies. In diesen zwei Tagen hatte Nekele kaum gegessen, kaum geschlafen und kaum gesprochen.
Auch jetzt stand sie gedankenverloren an der Rehling und starrte hinaus. Tod gehörte dazu, aber es tat so unheimlich weh. Schweren Herzens raffte sie sich auf, schließlich mußte hier gearbeitet werden, und sie konnte sich da nicht entziehen. Es tat gut, dass die Sonne schien, auch wenn kaum ein Lüftchen wehte. Aber so war Zeit, die Segel zu reparieren. Daher setzte sich Nekele schweigend zu den Anderen, die ebenfalls am Flicken waren.
Vormittag
Zwei Tage waren vergangen, seit dem Tod von Thies. In diesen zwei Tagen hatte Nekele kaum gegessen, kaum geschlafen und kaum gesprochen.
Auch jetzt stand sie gedankenverloren an der Rehling und starrte hinaus. Tod gehörte dazu, aber es tat so unheimlich weh. Schweren Herzens raffte sie sich auf, schließlich mußte hier gearbeitet werden, und sie konnte sich da nicht entziehen. Es tat gut, dass die Sonne schien, auch wenn kaum ein Lüftchen wehte. Aber so war Zeit, die Segel zu reparieren. Daher setzte sich Nekele schweigend zu den Anderen, die ebenfalls am Flicken waren.
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Seit sie ihren ersten Maat vor zwei Tagen verloren hatten, war die Stimmung auf der India gedrückt. Es war ungewöhnlich still, Nekele hatte sich zurück gezogen, Klaas sah sie kaum noch, weder bei den Mahlzeiten noch bei den Arbeiten auf dem Schiff. Es schien sie schwer zu treffen, offenbar war das Verhältnis zwischen ihr und Thies besonders gewesen, was ihn nur noch trauriger machte.
Auch nun stand sie alleine an der Reling und sah mit leerem Blick aufs Meer hinaus, während er mit einigen anderen die Segel reparierte. Eine stumpfsinnige Arbeit, doch sie musste gemacht werden und da bot es sich heute an, wo doch kaum ein Wind wehte.
Er war fast überrascht, als Nekele sich zu ihnen setzte und ebenfalls zu flicken begann. Er hatte das Bedürfnis, sie anzusprechen und zu fragen, wie es ihr ginge, doch so ganz traute er sich nicht, das wäre vermutlich auch die falsche Frage an sie.
"Wissen wir schon, wie lange wir noch auf See bleiben werden?", fragte er sie schließlich leise in dem Versuch, ein wenig Konversation zu beginnen.
Vormittag
Seit sie ihren ersten Maat vor zwei Tagen verloren hatten, war die Stimmung auf der India gedrückt. Es war ungewöhnlich still, Nekele hatte sich zurück gezogen, Klaas sah sie kaum noch, weder bei den Mahlzeiten noch bei den Arbeiten auf dem Schiff. Es schien sie schwer zu treffen, offenbar war das Verhältnis zwischen ihr und Thies besonders gewesen, was ihn nur noch trauriger machte.
Auch nun stand sie alleine an der Reling und sah mit leerem Blick aufs Meer hinaus, während er mit einigen anderen die Segel reparierte. Eine stumpfsinnige Arbeit, doch sie musste gemacht werden und da bot es sich heute an, wo doch kaum ein Wind wehte.
Er war fast überrascht, als Nekele sich zu ihnen setzte und ebenfalls zu flicken begann. Er hatte das Bedürfnis, sie anzusprechen und zu fragen, wie es ihr ginge, doch so ganz traute er sich nicht, das wäre vermutlich auch die falsche Frage an sie.
"Wissen wir schon, wie lange wir noch auf See bleiben werden?", fragte er sie schließlich leise in dem Versuch, ein wenig Konversation zu beginnen.
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Ernst Ferstl
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Nekele hörte die Frage, irgendwo weit entfernt, bevor sie merkte, dass sie wohl an sie gerichtet war. Sie blickte auf und sah das fragende Gesicht von Klaas.
Sei überlegte kurz, wie seine Frage gelautet hatte. Doch wenn sie ehrlich war, hatte sie keine Antwort parat. Sie wußte es einfach nicht.
"Ich..", sie mußte sich räuspern. "Ich weiß es leider nicht. Bei der Flaute, schwer zu sagen. Wenn wir glück haben, treffen wir auf ein weiteres Schiff, welches wir entern können, wäre nicht schlecht. Ich gehe aber davon aus, dass wir noch zwei Tage unterwegs sein werden, bevor wir den nächsten Hafen anlaufen, um die Ware wieder loszuwerden."
Es war anstrengend für Nekele, zu reden, ihre Stimme war sehr monoton, nichts von der fröhlichen Nekele war vorhanden.
"Wie war das, du kommst aus Frankreich, oder?", fragte sie. Sie hatte bisher noch nicht so viel mit Klaas zu tun gehabt.
Vormittag
Nekele hörte die Frage, irgendwo weit entfernt, bevor sie merkte, dass sie wohl an sie gerichtet war. Sie blickte auf und sah das fragende Gesicht von Klaas.
Sei überlegte kurz, wie seine Frage gelautet hatte. Doch wenn sie ehrlich war, hatte sie keine Antwort parat. Sie wußte es einfach nicht.
"Ich..", sie mußte sich räuspern. "Ich weiß es leider nicht. Bei der Flaute, schwer zu sagen. Wenn wir glück haben, treffen wir auf ein weiteres Schiff, welches wir entern können, wäre nicht schlecht. Ich gehe aber davon aus, dass wir noch zwei Tage unterwegs sein werden, bevor wir den nächsten Hafen anlaufen, um die Ware wieder loszuwerden."
Es war anstrengend für Nekele, zu reden, ihre Stimme war sehr monoton, nichts von der fröhlichen Nekele war vorhanden.
"Wie war das, du kommst aus Frankreich, oder?", fragte sie. Sie hatte bisher noch nicht so viel mit Klaas zu tun gehabt.
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Sie schien mit ihren Gedanken ganz weit weg zu sein. Beinahe hatte Klaas Angst, dass sie im nächsten Moment umkippte, sie war so blass, sah so schwach aus, wirkte abwesend, als habe sie seine Frage kaum verstanden. Und ihre Stimme verriet, dass sie in den letzten Tagen kaum gesprochen hatte, wie er traurig feststellte.
"Dann ist die Zeit auf jeden Fall absehbar", meinte er zuversichtlich. Es wurde Zeit, dass sie wieder Land sahen, ein wenig auf festem Boden laufen konnten, die Traurigkeit auf der India war regelrecht greifbar und machte die Mannschaft gereizt.
"Zum Teil", sagte er und blickte kurz zum Segel in seiner Hand, ehe er wieder zu Nekele aufsah. "Meine Mutter war Deutsche, kam aber nach Frankreich, wo sie meinen Vater kennen lernte." Er zuckte mit den Schultern und lächelte dann. "Ich will mich nicht beklagen, ich mag die französische Küste wesentlich lieber als das raue, deutsche Wasser."
Vormittag
Sie schien mit ihren Gedanken ganz weit weg zu sein. Beinahe hatte Klaas Angst, dass sie im nächsten Moment umkippte, sie war so blass, sah so schwach aus, wirkte abwesend, als habe sie seine Frage kaum verstanden. Und ihre Stimme verriet, dass sie in den letzten Tagen kaum gesprochen hatte, wie er traurig feststellte.
"Dann ist die Zeit auf jeden Fall absehbar", meinte er zuversichtlich. Es wurde Zeit, dass sie wieder Land sahen, ein wenig auf festem Boden laufen konnten, die Traurigkeit auf der India war regelrecht greifbar und machte die Mannschaft gereizt.
"Zum Teil", sagte er und blickte kurz zum Segel in seiner Hand, ehe er wieder zu Nekele aufsah. "Meine Mutter war Deutsche, kam aber nach Frankreich, wo sie meinen Vater kennen lernte." Er zuckte mit den Schultern und lächelte dann. "Ich will mich nicht beklagen, ich mag die französische Küste wesentlich lieber als das raue, deutsche Wasser."
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Nekele lächelte kurz. "Ja, das deutsche Essen ist nicht immer besonders, allerdings, ich weiß auch gar nicht, wie andere Länder so kochen. Ich meine, wir haben auch immer nur einen deutschen Smutje an Bord gehabt. Da gabs kein anderes Essen hier.", sprach sie noch immer mit monotoner Stimme, aber die Unterhaltung brachte etwas Ablenkung.
"Und wie lange bist du schon auf See?", fragte sie Klaas weiter, ohne von ihrer Arbeit aufzublicken.
Vormittag
Nekele lächelte kurz. "Ja, das deutsche Essen ist nicht immer besonders, allerdings, ich weiß auch gar nicht, wie andere Länder so kochen. Ich meine, wir haben auch immer nur einen deutschen Smutje an Bord gehabt. Da gabs kein anderes Essen hier.", sprach sie noch immer mit monotoner Stimme, aber die Unterhaltung brachte etwas Ablenkung.
"Und wie lange bist du schon auf See?", fragte sie Klaas weiter, ohne von ihrer Arbeit aufzublicken.
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Einige Tage waren nun schon vergangen und Kara hatte immernoch das Gefühl, als hätte sie den Boden unter den Füßen vollständig verloren. Thies Tod war ein Schock für sie gewesen - für sie alle, für die gesamte Mannschaft der India. Doch Kara war besonders betroffen und sie wusste, dass es Nekele dabei nicht sonderlich anders erging. Die Kapitänin stand am Steuer und war doch nicht gänzlich bei der Sache. Gedankenverloren blickte sie in die weite Ferne, auf die See hinaus und hoffte stets, Thies würde neben ihr erscheinen, ihr sagen, dass alles gut werden würde. Doch das würde nicht geschehen, nie wieder. Eine leise Träne fand den Weg ihre Wangen hinab, Kara schmeckte das Salz auf ihren Lippen gar nicht, bemerkte nichts davon.
Vormittag
Einige Tage waren nun schon vergangen und Kara hatte immernoch das Gefühl, als hätte sie den Boden unter den Füßen vollständig verloren. Thies Tod war ein Schock für sie gewesen - für sie alle, für die gesamte Mannschaft der India. Doch Kara war besonders betroffen und sie wusste, dass es Nekele dabei nicht sonderlich anders erging. Die Kapitänin stand am Steuer und war doch nicht gänzlich bei der Sache. Gedankenverloren blickte sie in die weite Ferne, auf die See hinaus und hoffte stets, Thies würde neben ihr erscheinen, ihr sagen, dass alles gut werden würde. Doch das würde nicht geschehen, nie wieder. Eine leise Träne fand den Weg ihre Wangen hinab, Kara schmeckte das Salz auf ihren Lippen gar nicht, bemerkte nichts davon.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
// The Big Lebowski \\
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
"Das deutsche Essen ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, da gebe ich dir Recht", meinte Klaas lächelnd und versuchte das Gespräch am Laufen zu halten, was gar nicht so einfach war, Nekele schien ihm etwas abwesend. Nur zu verständlich, wie er fand, es war immer schwierig, wenn man ein Mannschaftsmitglied verlor und wenn es dann jemand war, der einen besonderen Platz bei einem selbst eingenommen hatte, wie es scheinbar bei Thies und Nekele der Fall gewesen war, wurde es noch schwieriger. "Aber man gewöhnt sich eben dran, wenn man nichts anderes hat, bleibt einem ja ohnehin nichts anderes übrig." Er hob seinen Blick von dem Segel in seinen Händen und lächelte Nekele zu, wollte sie so gerne irgendwie aufmuntern, doch sie sah stur auf ihre Arbeit.
"Seit etwa sieben Jahren", beantwortete er ihre Frage und überlegte, hatte er solch ein Gespräch nicht schon an seinem ersten Tag auf der India mit ihr geführt? Doch das war egal, solange er sie nur irgendwie ablenken konnte, würde er diese Frage auch noch fünfmal beantworten. "Seitdem war ich nie länger als zwei Wochen an Land." Er zuckte mit den Schultern. "Das Landleben liegt mir einfach nicht mehr." Er hob den Blick wieder und sah sie aufmerksam an, wie sie weiter arbeitete, ohne auch nur einmal aufzusehen. "Du verbringst wohl auch nicht viel Zeit an Land, oder? Du scheinst wie geboren für ein Leben auf See."
Vormittag
"Das deutsche Essen ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, da gebe ich dir Recht", meinte Klaas lächelnd und versuchte das Gespräch am Laufen zu halten, was gar nicht so einfach war, Nekele schien ihm etwas abwesend. Nur zu verständlich, wie er fand, es war immer schwierig, wenn man ein Mannschaftsmitglied verlor und wenn es dann jemand war, der einen besonderen Platz bei einem selbst eingenommen hatte, wie es scheinbar bei Thies und Nekele der Fall gewesen war, wurde es noch schwieriger. "Aber man gewöhnt sich eben dran, wenn man nichts anderes hat, bleibt einem ja ohnehin nichts anderes übrig." Er hob seinen Blick von dem Segel in seinen Händen und lächelte Nekele zu, wollte sie so gerne irgendwie aufmuntern, doch sie sah stur auf ihre Arbeit.
"Seit etwa sieben Jahren", beantwortete er ihre Frage und überlegte, hatte er solch ein Gespräch nicht schon an seinem ersten Tag auf der India mit ihr geführt? Doch das war egal, solange er sie nur irgendwie ablenken konnte, würde er diese Frage auch noch fünfmal beantworten. "Seitdem war ich nie länger als zwei Wochen an Land." Er zuckte mit den Schultern. "Das Landleben liegt mir einfach nicht mehr." Er hob den Blick wieder und sah sie aufmerksam an, wie sie weiter arbeitete, ohne auch nur einmal aufzusehen. "Du verbringst wohl auch nicht viel Zeit an Land, oder? Du scheinst wie geboren für ein Leben auf See."
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Nekele blickte auf. "Oh, ich glaube, du hattest mir das bereits erzählt. Es tut mir leid, ich... ich bin wohl noch ein wenig durcheinander.", sagte sie seufzend.
Ihr Blick wanderte von Klaas aufs Meer hinaus. "Ja, ich kann mir nichts anderes vorstellen, als auf See zu sein. Ich halte es nie lange an Land aus. Das Leben an Bord ist meistens zu schön" Sie seufzte erneut, blickte dann wieder auf das Segel. "Sieht gut aus. Wir sind ja gleich fertig. Auch auf die Gefahr hin, dich das schon mal gefragt zu haben, wo würdest du am Liebsten mal hinreisen?"
Vormittag
Nekele blickte auf. "Oh, ich glaube, du hattest mir das bereits erzählt. Es tut mir leid, ich... ich bin wohl noch ein wenig durcheinander.", sagte sie seufzend.
Ihr Blick wanderte von Klaas aufs Meer hinaus. "Ja, ich kann mir nichts anderes vorstellen, als auf See zu sein. Ich halte es nie lange an Land aus. Das Leben an Bord ist meistens zu schön" Sie seufzte erneut, blickte dann wieder auf das Segel. "Sieht gut aus. Wir sind ja gleich fertig. Auch auf die Gefahr hin, dich das schon mal gefragt zu haben, wo würdest du am Liebsten mal hinreisen?"
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Re: Auf dem Meer - 17. Mai 1530
Auf der India
Vormittag
Er unterdrückte ein leises Seufzen, er hatte Nekele keinesfalls ein blödes Gefühl geben wollen, weil sie nicht daran gedacht hatte, dass sie solch ein Gespräch an seinem ersten Tag auf der India schon geführt hatten. Immerhin konnte er sie nur zu gut verstehen, ihm war es nicht anders gegangen.
"An Bord hat man seine Gewohnheiten, man kann beinahe alles tun und lassen, was man will, solange man bloß seine Aufgaben erledigt", sagte er und kontrollierte das Segel. Man ist zwar an das Schiff gebunden, aber man hat dennoch Freiheiten, die einem an Land irgendwie... abhanden kommen." Irgendwie war das ziemlich schwer zu erklären, fand er, aber vielleicht verstand sie ja trotzdem, was er damit meinte.
"Ich weiß nicht", überlegte er laut und legte den Kopf leicht schief, während er den Stoff sachte durch seine Hände gleiten ließ, um eventuell noch kaputte Stelle zu entdecken. "Ich würde gerne einmal wieder ins Mittelmeer. Aber mich würde auch der neue Kontinent weit im Westen interessieren." Er sah von dem Stoff auf und lächelte. "Wohin würdest du gerne reisen? Als Seefahrer steht uns die ganze Welt offen."
Vormittag
Er unterdrückte ein leises Seufzen, er hatte Nekele keinesfalls ein blödes Gefühl geben wollen, weil sie nicht daran gedacht hatte, dass sie solch ein Gespräch an seinem ersten Tag auf der India schon geführt hatten. Immerhin konnte er sie nur zu gut verstehen, ihm war es nicht anders gegangen.
"An Bord hat man seine Gewohnheiten, man kann beinahe alles tun und lassen, was man will, solange man bloß seine Aufgaben erledigt", sagte er und kontrollierte das Segel. Man ist zwar an das Schiff gebunden, aber man hat dennoch Freiheiten, die einem an Land irgendwie... abhanden kommen." Irgendwie war das ziemlich schwer zu erklären, fand er, aber vielleicht verstand sie ja trotzdem, was er damit meinte.
"Ich weiß nicht", überlegte er laut und legte den Kopf leicht schief, während er den Stoff sachte durch seine Hände gleiten ließ, um eventuell noch kaputte Stelle zu entdecken. "Ich würde gerne einmal wieder ins Mittelmeer. Aber mich würde auch der neue Kontinent weit im Westen interessieren." Er sah von dem Stoff auf und lächelte. "Wohin würdest du gerne reisen? Als Seefahrer steht uns die ganze Welt offen."
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- Klaue der Goldenen Schildkröte: Huỳnh Luân Ngọc
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Auf der India
Vormittag
Das Meer war weit, so weit, wie Karas Blick reichte und noch viel weiter. Und es war tief, mindestens so tief, wie ihre Trauer um Thies. Doch Kara wusste, dass sie diese Trauer überwinden musste, mit seinem Tod leben musste. Und dass das Leben weitergehen musste, hier, hier auf der India. Die Mannschaft baute auf sie und sie baute auf die Mannschaft. Und sie brauchte einen neuen ersten Maat.
Karas Blick wanderte über das Deck, auch wenn sie schon längst wusste, wer es werden sollte.
"John soll herkommen", sagte sie zu einem Burschen, der gerade das Deck schrubbte und jener sprang auch sogleich auf und lief los.
Vormittag
Das Meer war weit, so weit, wie Karas Blick reichte und noch viel weiter. Und es war tief, mindestens so tief, wie ihre Trauer um Thies. Doch Kara wusste, dass sie diese Trauer überwinden musste, mit seinem Tod leben musste. Und dass das Leben weitergehen musste, hier, hier auf der India. Die Mannschaft baute auf sie und sie baute auf die Mannschaft. Und sie brauchte einen neuen ersten Maat.
Karas Blick wanderte über das Deck, auch wenn sie schon längst wusste, wer es werden sollte.
"John soll herkommen", sagte sie zu einem Burschen, der gerade das Deck schrubbte und jener sprang auch sogleich auf und lief los.
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// The Big Lebowski \\
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