Auf dem Meer - 06. Mai 1530
- Tjeika
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Auf der India
Mittag
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Kara hatte Nekele hinterher gesehen. Sie hatte sehr wohl gesehen, was ihr durch den Kopf gegangen war, war es doch sehr offensichtlich gewesen.
"Wir müssen es schaffen, also werden wir es auch schaffen", sagte sie mit fester Stimme und nickte Nekele zu.
Sie mussten einfach, es blieb ihnen ja gar keine anderer Wahl!
Auf der India
Mittag
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Kara hatte Nekele hinterher gesehen. Sie hatte sehr wohl gesehen, was ihr durch den Kopf gegangen war, war es doch sehr offensichtlich gewesen.
"Wir müssen es schaffen, also werden wir es auch schaffen", sagte sie mit fester Stimme und nickte Nekele zu.
Sie mussten einfach, es blieb ihnen ja gar keine anderer Wahl!
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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- Ayrina
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Auf der India
Mittag
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Der Schweiß rann ihm in Strömen über den Rücken. Seit fast ein Drittel der besatzung krank oder tot unter Deck lag, war zu viel Arbeit für zu wenig Leute da. Doch keiner beschwerte sich. Sie alle wussten, dass sie das bessere Los gezogen hatten. Bedrohlich wie ein Damoklesschwert hing die Krankheit über jedem und John spürte die Anspannung fast körperlich. Schon lange wurde nicht mehr gesungen oder gelacht. Die India verwandelte sich mehr und mehr in ein Geisterschiff.
Sich den Schweiß von der Stirn wischend trat er an Deck, griff nach einem Wasserkrug und leerte ihn fast in einem Zug. Kara stand am Steuer, während Nekele sich wieder auf den Weg unter Deck machte. John versuchte, ihr aufmunternd zuzulächeln, doch es misslang ihm jämmerlich. Seufzend trat er zu Kara und sah auf das Meer und den Himmel.
"Wir sind bald in Frankreich", sagte John mit ausdrucksloser Stimme.
"Können wir es wirklich verantworten, dort anzulegen?"
Auf der India
Mittag
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Der Schweiß rann ihm in Strömen über den Rücken. Seit fast ein Drittel der besatzung krank oder tot unter Deck lag, war zu viel Arbeit für zu wenig Leute da. Doch keiner beschwerte sich. Sie alle wussten, dass sie das bessere Los gezogen hatten. Bedrohlich wie ein Damoklesschwert hing die Krankheit über jedem und John spürte die Anspannung fast körperlich. Schon lange wurde nicht mehr gesungen oder gelacht. Die India verwandelte sich mehr und mehr in ein Geisterschiff.
Sich den Schweiß von der Stirn wischend trat er an Deck, griff nach einem Wasserkrug und leerte ihn fast in einem Zug. Kara stand am Steuer, während Nekele sich wieder auf den Weg unter Deck machte. John versuchte, ihr aufmunternd zuzulächeln, doch es misslang ihm jämmerlich. Seufzend trat er zu Kara und sah auf das Meer und den Himmel.
"Wir sind bald in Frankreich", sagte John mit ausdrucksloser Stimme.
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Auf der India
Mittag
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"Haben wir eine Wahl?", antwortete Kara mit bitterer Stimme.
Sie hatte sich nicht zu John umgewandt, als dieser zu ihr getreten war. Sie hatte schon genug anderes Sorgen, als sich jetzt auch noch damit auseinander zu setzen.
"Wir werden mit einem Beiboot anlegen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Es ist so schon hoch genug", sagte sie und seufzte.
Auf der India
Mittag
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"Haben wir eine Wahl?", antwortete Kara mit bitterer Stimme.
Sie hatte sich nicht zu John umgewandt, als dieser zu ihr getreten war. Sie hatte schon genug anderes Sorgen, als sich jetzt auch noch damit auseinander zu setzen.
"Wir werden mit einem Beiboot anlegen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Es ist so schon hoch genug", sagte sie und seufzte.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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- Ayrina
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Mittag
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John nickte, auch wenn Kara es nicht sehen konnte.
"Ich weiß nicht, ob es richtig ist, Alisa an Bord zu holen. Es könnte ihr Todesurteil sein", sagte er leise und sah an Kara vorbei zum horizont. Vielleicht konnte die Ärztin helfen. Vielleicht konnte sie einige retten. Doch genauso gut konnte sie der Krankheit zum Opfer fallen und John würde sich das nie verzeihen.
Auf der India
Mittag
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John nickte, auch wenn Kara es nicht sehen konnte.
"Ich weiß nicht, ob es richtig ist, Alisa an Bord zu holen. Es könnte ihr Todesurteil sein", sagte er leise und sah an Kara vorbei zum horizont. Vielleicht konnte die Ärztin helfen. Vielleicht konnte sie einige retten. Doch genauso gut konnte sie der Krankheit zum Opfer fallen und John würde sich das nie verzeihen.
- Siria
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Auf der India
Mittag
Nekele hatte leise die Tür zum Quarantänezimmer geöffnet. Auch wenn sie es vermeiden sollte, sich hier unnötig lange aufzuhalten, sie wollte die Männer nicht alleine lassen. Sie wollte für sie da sein. Leider konnte sie noch immer nicht richtig lesen, sonst hätte sie sich ein Buch genommen und sich so die Zeit vertrieben. Jetzt setzte sie sich still in eine Ecke, lauschte den Schlafenden oder machte die Wickel neu.
Mittag
Nekele hatte leise die Tür zum Quarantänezimmer geöffnet. Auch wenn sie es vermeiden sollte, sich hier unnötig lange aufzuhalten, sie wollte die Männer nicht alleine lassen. Sie wollte für sie da sein. Leider konnte sie noch immer nicht richtig lesen, sonst hätte sie sich ein Buch genommen und sich so die Zeit vertrieben. Jetzt setzte sie sich still in eine Ecke, lauschte den Schlafenden oder machte die Wickel neu.
Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben. Kurt Tucholsky
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Kara seufzte. Natürlich hatte John Recht. Natürlich war auch dies ein weiteres Risiko.
"Wenn wir es nicht tun, wenn wir dieses Risiko nicht eingehen, ist es unser Todesurteil", sagte Kara leise.
Dann wandt sie sich langsam zu John herum. Er sah genauso geschafft aus, wie Kara sich fühlte.
"Wenn dir dein Leben lieb ist, dann kehre nicht an Bord der India zurück", sagte sie dann leise, so dass nur John es hören konnte.
Auf der India
Mittag
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Kara seufzte. Natürlich hatte John Recht. Natürlich war auch dies ein weiteres Risiko.
"Wenn wir es nicht tun, wenn wir dieses Risiko nicht eingehen, ist es unser Todesurteil", sagte Kara leise.
Dann wandt sie sich langsam zu John herum. Er sah genauso geschafft aus, wie Kara sich fühlte.
"Wenn dir dein Leben lieb ist, dann kehre nicht an Bord der India zurück", sagte sie dann leise, so dass nur John es hören konnte.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Auf der India
Mittag
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Blinzelnd wachte Franz auf, als er spürte, wie ihn jemand berührte. Es tat weh, seine Haut war mittlerweile vom hohen Fieber so empfindlich, dass jede noch so kleine Berührung Schmerzen verursachte. Ein leises Stöhnen entwich seinen Lippen. Wieder öffnete er seine Augen, welche er kurz schmerzhaft zusammen gepresst hatte und wollte sehen, wer da bei ihm war, auch wenn er sich denken konnte, wer es war, aber er wollte sie sehen, wollte sich ihr wunderschönes Gesicht einprägen, aber er konnte sie nicht wirklich erkennen, seine Augen brannten, er sah lediglich verschwommen, so schloss er sie wieder entkräftet.
"Nekele, bist du das?", flüsterte er kraftlos, auch wenn er die Antwort schon kannte, wollte aber ihre Stimme hören, wenn es ihm schon nicht vergönnt war ihr liebliches Antlitz zu sehen.
Auf der India
Mittag
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Blinzelnd wachte Franz auf, als er spürte, wie ihn jemand berührte. Es tat weh, seine Haut war mittlerweile vom hohen Fieber so empfindlich, dass jede noch so kleine Berührung Schmerzen verursachte. Ein leises Stöhnen entwich seinen Lippen. Wieder öffnete er seine Augen, welche er kurz schmerzhaft zusammen gepresst hatte und wollte sehen, wer da bei ihm war, auch wenn er sich denken konnte, wer es war, aber er wollte sie sehen, wollte sich ihr wunderschönes Gesicht einprägen, aber er konnte sie nicht wirklich erkennen, seine Augen brannten, er sah lediglich verschwommen, so schloss er sie wieder entkräftet.
"Nekele, bist du das?", flüsterte er kraftlos, auch wenn er die Antwort schon kannte, wollte aber ihre Stimme hören, wenn es ihm schon nicht vergönnt war ihr liebliches Antlitz zu sehen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Siria
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Auf der India
Mittag
Vorsichtig streichelte sie über Franz Wange. "Ja, ich bins." sprach sie flüsternd zu Franz. "Kann ich dir etwas Gutes tun?"
Mittag
Vorsichtig streichelte sie über Franz Wange. "Ja, ich bins." sprach sie flüsternd zu Franz. "Kann ich dir etwas Gutes tun?"
Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben. Kurt Tucholsky
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
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Auf der India
Mittag
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Franz lächelte leicht. Es war schön Nekeles etwas kühle Hand, an seiner erhitzten Wange zu fühlen, auch wenn es leicht weh tat, trotzdem schmiegte er sich fast in diese Berührung hinein.
"Du tust schon alles, was ich brauche, sei einfach da, lass mich deine Stimme hören", sagte er und versuchte sie anzusehen, aber wieder konnte er sie nur unscharf erkennen, nicht klar sehen und es schmerzte ihn in seiner Brust.
Auf der India
Mittag
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Franz lächelte leicht. Es war schön Nekeles etwas kühle Hand, an seiner erhitzten Wange zu fühlen, auch wenn es leicht weh tat, trotzdem schmiegte er sich fast in diese Berührung hinein.
"Du tust schon alles, was ich brauche, sei einfach da, lass mich deine Stimme hören", sagte er und versuchte sie anzusehen, aber wieder konnte er sie nur unscharf erkennen, nicht klar sehen und es schmerzte ihn in seiner Brust.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Auf der India
Mittag
Nekele war froh, dass es in dem Zimmer nicht so hell war, denn sie errötete etwas. Aber wahrscheinlich sagte Franz dies nur, weil er Fieber hatte und daher erwiederte sie nichts direkt darauf.
Lächelnd legte sie ein kaltes Tuch auf seine Stirn, was sollte sie ihm nur erzählen?
"Wir erreichen bald Frankreich, Hilfe ist also nicht mehr weit!"
Mittag
Nekele war froh, dass es in dem Zimmer nicht so hell war, denn sie errötete etwas. Aber wahrscheinlich sagte Franz dies nur, weil er Fieber hatte und daher erwiederte sie nichts direkt darauf.
Lächelnd legte sie ein kaltes Tuch auf seine Stirn, was sollte sie ihm nur erzählen?
"Wir erreichen bald Frankreich, Hilfe ist also nicht mehr weit!"
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