Das Schwarze Auge – Goldener Käfig
- Eine Kurzgeschichte -
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Es war an einem dieser lauen Sommerabende, an dem diese Geschichte beginnen soll. Die Grillen zirpten, rot glühte die Praiosscheibe am Firmament, das Madamal trotzte ihr immer mehr Raum ab. Swafnirs Gewässer waren ruhig, nur sanfte Böen wirbelten das Meer auf. Die seichten Wellen brachen sich leise an der Küste Thorwals.
Bald schon sollte es soweit sein, bald schon war ihre Zeit gekommen. Nur noch wenige Minuten musste sie warten, dann konnte sie beginnen. Ihr allnächtlicher Streifzug durch die reich geschmückten Villen von Thorwal Stadt würde sicher wieder reiche Beute bringen, wie er es jede Nacht tat. In der Grotte nahe der Hauptstadt sammelten sich Schätze von ungeahntem Wert. Doch Svea hatte nicht vor, sich an ihrer Beute zu bereichern, wie es die meisten Einbrecher taten. Nein, sie verabscheute sogar die Bezeichnung Einbrecher. Vielmehr sah sie sich als Hüterin der Gerechtigkeit. Tagsüber ging sie einer ebenso gewöhnlichen Betätigung nach, wie es jeder anständige Thorwaler tat. Nichts Außergewöhnliches, eine einfache Fischverkäuferin war sie. Sie hatte auch – zumindest was ihren Beruf anbetraf – keine besonderen oder gehobenen Ansprüche. Vielleicht, eines Tages, wollte sie selbst zur See fahren, selbst ihre Ware fangen. Doch dieser Traum war noch weit entfernt.
Doch gleich würde sie ihre wahre Berufung ausleben. Den Reichen das nehmen, was sie so sehr von jedem anderen Bürger dieses Landes unterschied. So viele Bettler waren in den Straßen Thorwals unterwegs. Sie hatten wahrlich ein besseres Leben verdient. Und während der Adel und die Neureichen sich in ihrem Luxus suhlten, verhungerten kleine Kinder auf der Straße, derer sich niemand annahm. Nun, niemand außer Svea.
Den ganzen Abend schon hatte sie das neu erbaute Haus am Rande der Stadt ausspioniert, wie sie es die ganze letzte Woche über schon getan hatte. Sie hatte sich die Gewohnheiten der Bewohner eingeprägt und wusste, dass sie am heutigen Abend bei einer anderen reichen Familie eingeladen waren. Es hatte schon seine Vorteile, wenn der beste Freund für die Reichen in diesem Viertel als Gärtner arbeitete. Arve wusste von ihren nächtlichen Unternehmungen, ja, half ihr sogar gelegentlich, indem er ihr Hinweise gab und sich soweit es seine Zeit zuließ, um die Straßenkinder kümmterte. Doch sich selbst an den Unternehmungen zu beteiligen, direkt und nicht nur indirekt, das kam für ihn nicht in Frage.
Endlich war es Nacht, es konnte beginnen...
Den ganzen Abend schon ging es ihm schlecht. Schreckliche Bauchschmerzen plagten ihn, ein nicht enden wollendes Schwindelgefühl hatte Besitz von ihm ergriffen. Wahrlich, er war nicht undankbar für diese Umstände, war er doch auf diese Weise nicht gezwungen, seine Schwester zu den Frenjarsons zu begleiten, einer neureichen Familie, die sich auf ihr Geld viel zu viel einbildete. Ebenso, wie seine eigene Familie. Er verabscheute dieses Leben und doch schien es ihm keine Möglichkeit zu geben, aus ihm zu entfliehen. Wenn es doch nur einen Ausweg gäbe.
Klirr!
Thor war schneller auf den Beinen, als dass es sein Schädel für gut befand. Erst, als er sich einige Sekunden an der Wand abgestützt hatte, konnte er wieder klar sehen. Dieses verdammte Schwindelgefühl, warum musste es immer zu solch ungünstigen Zeiten kommen? So schnell es seine körperliche Verfassung zuließ, versuchte er, zum Ursprungsort des Klirrens zu gelangen. Doch kaum hatte er die Wohnstube erreicht, machte er kehrt, begab sich schnellen Schrittes zurück zur Küche. Ein kleines Messer nahm er aus eine der Schublade, legte es jedoch schnell wieder beiseite, um ein etwas größeres Messer aus dem Messerblock zu nehmen. Einige Sekunden lang starrte er es an, während er es in seinen Händen drehte und wendete, ehe er auch dieses zurück zu seinem Ursprungsort steckte und ein größeres Messer aus dem Block nahm. Ja, dies entsprach eher seinen Vorstellungen. Er konnte die Geräusche nicht genau einordnen, die der Einbrecher in der Wohnstube machte, doch es klang in seinen Augen ganz und gar nicht gesund und wenn ihn seine Ohren nicht täuschten, war dort nun alles verwüstet. Seine Schwester würde sicher ihn selbst dafür verantwortlich machen, so, wie er sie kannte. Seufzend rannte er in die Stube zurück, wo der Einbrecher noch immer zugange war – den Geräuschen nach zu urteilen.
Verdammt, nun blieb wahrlich nicht mehr viel Zeit. Schnell musste sie dieses viel zu große Haus verlassen. Der Hüne mit dem Messer in seiner Hand war sicher nicht zum Scherzen aufgelegt, auch wenn Svea Phex solch einen Scherz sicherlich zutrauen würde. Sie musste hier raus und das schnell. Die meisten Schätze hatte Svea schon in ihrem großen Beutel verstaut, so dass es nun nur noch um die Schnelligkeit ging. Wenigstens musste sie nichts zurücklassen. Nur wenige Sekunden waren vergangen, ehe Svea das aufgebrochene Fenster erreichte. Mit viel Geschick dauerte es wieder nur wenige Sekunden, ehe sie unter dem sanften Schein des Madamals über das ansonsten nicht beleuchtete Grundstück lief. Wieder einmal war sie froh, dass sie die typisch schwarze Kleidung eines Einbrechers trug. Und auch die schwarze Stoffmaskierung war bei diesen Lichtverhältnissen für sie eher vorteilhaft. So schnell ihre Beine sie trugen rannte sie zu der Umzäunung des Grundstück, welche glücklicherweise nicht sehr hoch gebaut war. Es brauchte nur einen Versuch und sie war hinübergesprungen. Jetzt nur noch ein Gebüsch finden, in dem sie verharren und sich verstecken konnte, solange sie weiterverfolgt wurde, und es wäre geschafft. Doch als sie einen Blick hinter sich warf, sah sie, dass sie noch immer verfolgt wurde. Der blonde Hüne war noch immer hinter sie her und noch immer hatte er dieses – in Sveas Augen, viel zu große – Messer in seiner Rechten. So blieb Svea nichts anderes, als weiter zu rennen, solange, bis der Verfolger schließlich aufgab. Für gewöhnlich dauerte es nicht lange, ehe dies der Fall war.
Doch dieser Mann schien wahrlich hartnäckig. Auch nach fünfzehn Minuten, in denen Svea nun schon rennend durch die Gassen Thorwals geirrt war, immer wieder Haken schlagend, immer dunklere Gassen wählend, blieb ihr der Hüne weiterhin auf den Fersen. Was hatte sie nur genommen, das so wichtig für ihn war?
Doch endlich, nach gefühlten Stunden, konnte sie ihn nicht mehr hinter sich sehen.
Thor sah es ein, es hatte keinen Zweck. Die Einbrecherin war einfach zu schnell, als dass er sie hätte einholen können. Er musste sie auf andere Wege fangen. Nicht, dass er sonderlich an ihrer Beute interessiert war, hatte sie doch nur die wertvollen Dinge genommen – und wertvolle Dinge hatten ihn noch nie interessiert. Es war mehr die Abwechslung, die diese Jagd ihm bot. Es war sein eigenes kleines Abenteuer, endlich war er einmal ein gewöhnlicher Mensch, endlich konnte er sich wie jeder andere verhalten. Endlich kam er raus aus seinem goldenen Käfig.
Wo er sie also nicht verfolgen konnte, ohne auch seine letzten noch verbliebenen Kräfte aufzubrauchen, bedurfte es einer List. Er ahnte allmählich, wo ihr Weg sie hinverschlug. Immer größere Kreise hatte sie in den Gassen geschlagen, immer weiter nach außen war sie gerannt. Sie musste aus der Stadt hinaus wollen, anders konnte er sich ihre Wege wahrlich nicht erklären. Richtung Meer, soviel stand fest. Und nun blieb ihm nur noch munteres raten, wo genau sie denn hinwollte. Doch schnell fiel ihm ein, dass es nur die Grotten sein konnten. Nur die Grotten konnten ihr Ziel sein. Sollte sie tatsächlich eine Berufsverbrecherin sein, wie er es an ihrer Professionalität erkannt hatte, so musste sie ihre Beute an irgendeinem Ort lagern. Die Grotten waren dafür bestens geeignet, kam doch kaum jemand an ihnen vorbei – zumindest nicht an den höher gelegenen. Sie waren weniger das Ziel Reisender, kostete es doch eine Menge Kraft und Energie, zu ihnen hinauf zu gelangen.
Sein Ziel stand fest und mit ebensolchem festen Schritt ging er Richtung Grotten...
Svea war so froh, endlich ihren schützenden Hafen, die Grotten erreicht zu haben. Noch immer außer Atem von dem steilen Aufstieg, riss sie sich die Maskierung vom Gesicht, immerhin wollte sie die Kinder nicht erschrecken. Sie hörte das Gemurmel und das Lachen schon vom Eingang aus und ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht. Ja, all die Mühe lohnte sich wirklich, wenn sie das Kinderlachen als Belohnung bekam. Siebenundzwanzig Kinder waren es nun schon, die sie und Arve derzeit versorgten. Schnell hatte es sich unter den Straßenkindern herumgesprochen, dass es Menschen gab, die bereit waren, für sie zu sorgen. Und dankbar waren sie alle. Was gab es dankbareres, als ein Kinderlachen. Schnellen Schrittes ging sie tiefer in die Grotte hinein. Nur sanfter Fackelschein erhellte den Weg, wie auch die Haupthöhle, die vor Menschen fast zu platzen drohte. Sicher, sie taten es gerne und würden es für noch viel mehr Kinder tun, doch der Platz ging ihnen allmählich aus.
„Svea, da bist du ja endlich“, schallte es ihr auch schon entgegen, kaum hatte sie die Haupthöhle betreten. Kleine Kinderhände umschlangen ihre Hüften. Drei Kinder hatten sie in ihre Arme geschlossen.
„Wir haben uns schon gesorgt“, sprach Arve lächelnd und sein Gesichtsausdruck sprach Bände vor Erleichterung.
„Ich wurde ein wenig aufgehalten“, erwiderte Svea lächelnd, ohne den Blick von den Kindern zu nehmen, die sie noch immer in Beschlag genommen hatten.
„Ich habe euch etwas Fisch mitgebracht“, flüsterte sie leise an die Kinder gewandt.
Jeden Tag brachte sie ihnen Fisch mit. Soviel sie von den Resten ihres Verkaufsstandes tragen konnte. Sie konnte wahrlich froh sein, dass immer etwas über blieb und dass es immer genug für alle war. Einmal in der Woche kauften sie und Arve auch Früchte ein, doch mehr konnten sie sich wahrlich nicht leisten, so groß war Sveas nächtliche Ausbeute nun auch wieder nicht, dass sie siebenundzwanzig hungrige Mäuler mit Luxusnahrungsmitteln stopfen konnten. Von ihren ersten Beutezügen hatten sie den Kindern neue Kleidung gekauft, hatten Lehrmittel besorgt. Immer, wenn Svea auf Beutezug war, unterrichtete Arve sie, so dass die Kinder zumindest Grundbildung genießen konnten, was ihnen sonst auf der Straße verwehrt bleiben würde. Und ohne Bildung sah die Zukunft nun einmal sehr finster aus.
„Was habt ihr denn heute feines gelernt?“, fragte sie und siebenundzwanzig Kinderstimmen antworteten in einem Gewirr aus Lauten und Buchstaben, welches Svea nun wahrlich nicht deuten konnte.
„Nicht alle auf einmal“, lachte sie und setzte sich, als die drei Kinder endlich von ihr abgelassen hatten.
Kinder, es waren Kinder und Thor wurde alles klar. Diese Frau war nicht verabscheuungswürdig, sie war nicht, wie all die anderen Einbrecher. Sie war anders, hatte andere Ziele, wollte sich nicht selbst bereichern, wie es all die anderen wollten. All dies tat sie nur für die Kinder. Es waren so viele in dieser viel zu kleinen Grotte, dass Thor sie in all dem Gewirr nicht einmal zählen konnte.
Noch immer hielt er sich versteckt hinter einem Felsen am Grotteneingang und nun wusste er nicht mehr, was er tun sollte. Er war hergekommen, um die Frau zu stellen, sie der Gerichtsbarkeit zu übergeben, doch nun, nun sah er über seinem Vorhaben nur noch ein riesengroßes „Falsch“ stehen. Ja, es war tatsächlich falsch, sie zu verraten. Zu gut verstand er ihre Beweggründe. Zu gut...
„Wer bist du denn?“, überraschte ihn eine Kinderstimme und schlagartig wurde es still in der Grotte. Keine zwei Sekunden dauerte es, und schon stand die Einbrecherin – nun demaskiert – und ein braunhaariger junger Mann vor ihm. Thor war nicht einmal geistesgegenwärtig genug gewesen, in der kurzen Zeit das viel zu große Küchenmesser zu ziehen.
„Ach, verdammt“, sprach die Einbrecherung und stampfte wütend mit dem Fuß auf den Boden.
Der Braunhaarige blickte sie fragend an, während sie nur seufzte: „Ich sagte doch, dass ich aufgehalten wurde.“
Wahrlich, dies schien nicht ihre Nacht zu sein. Der Hüne hatte sie tatsächlich bis zu ihrem Versteck verfolgt. Wie hatte sie nur so nachlässig sein können, wie hatte sie ihm nur ihr Versteck zeigen können. Direkt hierher hatte sie ihn wohl geführt. Sie verdammte sich in jenen Sekunden wahrlich selbst.
„Geht“, sagte sie und Arve nahm einige Kinder an die Hand, um mit ihnen zurück in die Haupthöhle zu gehen.
„Ihr wollt mich und nicht die Kinder. Tragen wir es draußen aus, sie müssen es nicht sehen, ihre Augen sind viel zu jung“, sprach sie mit fester Stimme.
Doch von nun an lief alles, wie sie es beim besten Willen nicht erwartet hätte. Der Hüne, statt sie nach draußen zu geleiten, schüttelte nur den Kopf und blickte zu Boden.
„Ihr tut das für die Kinder, nicht wahr“, sagte er leise, immer noch nichts als seine Schuhe anblickend.
„Nur für die Kinder“, war ihre leise, überraschte Antwort.
„Dann habe ich hier nichts mehr zu erledigen“, damit blickte er auf, ihr direkt in die Augen und nickte noch einmal, um seine Aussage zu bestätigen.
Svea war sprachlos. Mehr noch, überrascht war sie. Von einem Mann seines Standes hätte sie vieles erwartet, doch nicht, dass er sie und die Kinder einfach unbehelligt ließ, nachdem sie sein Haus ausgeraubt hatte, seine wertvollsten Besitztümer gestohlen hatte. Sie war angenehm überrascht, in der Tat.
„Danke“, kam es schließlich über ihre Lippen, leise und sanft und ehrlich.
Wieder nickte er nur, wand sich dann zum gehen um, doch nach wenigen Schritten drehte er sich noch einmal zu Svea um: „Das ist das Mindeste, was ich tun kann.“
Sein Leben hatte sich gewendet. Schlagartig und ohne, dass er es hatte kommen sehen. Die ganze Nacht über hatte er nicht geschlafen, hatte nicht schlafen können. Zu aufgewühlt war er gewesen. Stattdessen hatte er die Spuren der Einbrecherin seiner Stube beseitigt, auf dass seine Schwester nicht merken würde, dass all ihr geliebtes Geld verschwunden war, all ihre geliebten Schätze. Er würde ihr neue kaufen, sofern das möglich war. Das, was nicht zu ersetzen war, würde er unter „verlegt“ verbuchen, sollte sie danach suchen. Es würde ihr nicht weiter auffallen, verlegte sie doch des Öfteren ihre Habe.
Der Tagesanbruch war schneller gekommen, als er es erwartet hatte, doch es war ihm recht. Er hatte genug zu tun, genug vor. Endlich hatte er ein Ziel gefunden. Besser hätte die Wendung in seinem Leben nicht kommen können. Das Ziel, welches er sich gesetzt hatte, hieß „Helfen“. Und das würde er tun, so gut er konnte. Den Armen helfen, vielleicht in einer der Traviatempel aushelfen, die den Armen regelmäßig eine warme Suppe bot. Spenden würde er auch, das war er den Leuten schuldig.
Wie lange hatte er doch mit verschlossenen Augen die Welt betrachtet, viel zu lange. Sein goldener Käfig schien ihn nun weniger einzuengen, vielmehr bot er ihm nun die Möglichkeiten, die anderen verwehrt blieb.
So schlenderte er schon bei Aufgang der Praiosscheibe durch die Stadt, am Hafen entlang, beobachtete die Fischhändler, wie sie ihre Stände aufbauten. Schlenderte durch den Fischmarkt, besah sich weniger die Ware, als sein eigenes Leben. Immer wieder tauchte die Einbrecherin vor seinem geistigen Auge auf. Für ihn war sie mittlerweile fast schon so etwas, wie eine Heldin geworden, schadete es den Familien doch kaum, was sie für die Kinder nahm. Und er würde nie das glückliche Lachen der Kinder vergessen, dass nur durch sie so strahlend wirken konnte. Ja, sie stand fast schon leibhaftig vor ihm. Doch, dieser Gesichtsausdruck...
Nein, dies war nun keine Einbildung mehr, es war Realität. Sie stand wahrlich vor ihm, hinter einem der Stände. Und dieser geschockte Gesichtsausdruck beunruhigte ihn. Er wollte nicht, dass sie geschockt war, wenn sie ihn sah, er wollte, dass sie ihn in guter Erinnerung behielt.
„Was kann ich Ihnen anbieten, werter Herr?“, sagte sie mit tonloser Stimme, nachdem sie sich geräuspert hatte.
„Ihr könnt mir wohl nichts anbieten, was ich nicht schon hätte... oder hatte. Jedoch, vielleicht kann ich Euch etwas anbieten“, sagte er, während er um den Stand herum, vor sie trat.
Fragend sah sie ihn an, nun weniger geschockt und starrend als zuvor.
„Und was könnte das sein?“, fragte sie schließlich auch mit hochgezogener Augenbraue.
„Meine Unterstützung“, war seine Antwort, die er ihr mit einem Lächeln auf den Lippen gab.
Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände, erst war es Verwunderung, dann Überraschung und dann nahm allmählich die Freude überhand, ehe sie ihm lachend einen Kuss auf die Wange drückte. Sein Verstand setzte fortan aus, so dass er ohne zu überlegen ihr Gesicht in seine Hände nahm, sie sanft auf den Mund küsste, um kurz darauf in ihre vor Schock geweiteten Augen zu blicken.
„Ihr habt mir das Leben gerettet, ihm wieder einen Sinn gegeben. Ich wüsste nicht, wie ich Euch sonst danken sollte“, sprach er sanft und leise und ihr Blick wurde weich, als er sie erneut küsste.