Leinen Los! - Ableger
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Wieder seufzte Kara.
"Du hast gut reden", sagte sie leise und stand auf.
Sie wollte nicht weiter über diese Angelegenheit sprechen, doch eines brannte ihr noch auf der Seele.
"Wie ist es, wenn man eine Mutter hat?", fragte sie neugierig und ehrlich und drehte sich dabei wieder zu John herum.
Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Wieder seufzte Kara.
"Du hast gut reden", sagte sie leise und stand auf.
Sie wollte nicht weiter über diese Angelegenheit sprechen, doch eines brannte ihr noch auf der Seele.
"Wie ist es, wenn man eine Mutter hat?", fragte sie neugierig und ehrlich und drehte sich dabei wieder zu John herum.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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- Ayrina
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Mit Kara zu sprechen glich mehr und mehr dem Steuern eines Schiffes durch stürmische See. Immer wieder tauchten Klippen auf und Böen änderten unvermutet die Richtung.
"Ich..."
Er brauchte einen Moment um sich zu sammeln.
"Ich schätze, keine Mutter zu haben ist manchmal angenehmer, als eine zu haben, die einen verachtet", sagte er bitter. Dabei hatte seine Mutter ihn früher geliebt. Genau so lange, bis er begann, sich für seine Ahnen und die Piraterie zu interessieren. Schlagartig hatte die Liebe sich in Verachtung und Missbilligung gewandelt. Und sie hatte es ihn spüren lassen. Überaus deutlich.
Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Mit Kara zu sprechen glich mehr und mehr dem Steuern eines Schiffes durch stürmische See. Immer wieder tauchten Klippen auf und Böen änderten unvermutet die Richtung.
"Ich..."
Er brauchte einen Moment um sich zu sammeln.
"Ich schätze, keine Mutter zu haben ist manchmal angenehmer, als eine zu haben, die einen verachtet", sagte er bitter. Dabei hatte seine Mutter ihn früher geliebt. Genau so lange, bis er begann, sich für seine Ahnen und die Piraterie zu interessieren. Schlagartig hatte die Liebe sich in Verachtung und Missbilligung gewandelt. Und sie hatte es ihn spüren lassen. Überaus deutlich.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Fettnapf, nein Fetttonne!
"Tut mir leid", sagte sie leise und ehrlich und blickte John in die Augen.
"Ich wollte nicht...", begann sie unsicher, unterbrach sich aber selbst, um sich ein wenig zu sammeln.
"Es tut mir leid", beendete sie ihren Satz mehr oder weniger und drehte sich auf dem Ansatz um.
Es war nun wahrlich nicht ihre Absicht gewesen, in alten Wunden zu stochern. Sie hätte solche sensiblen Themen besser außen vor lassen sollen. Immerhin kannte sie John kaum, wie konnte sie da nur auf die Idee kommen, solch private Dinge zu erfragen?
Schnell rannte sie Richtung Steuerrad. Dort gab es sicher etwas sinnvolles für sie zu tun.
Kara wich John den gesamten restlichen Tag aus. Es war ihr unangenehm, dass sie ihn in eine solch prekäre Lage gebracht hatte.
Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Fettnapf, nein Fetttonne!
"Tut mir leid", sagte sie leise und ehrlich und blickte John in die Augen.
"Ich wollte nicht...", begann sie unsicher, unterbrach sich aber selbst, um sich ein wenig zu sammeln.
"Es tut mir leid", beendete sie ihren Satz mehr oder weniger und drehte sich auf dem Ansatz um.
Es war nun wahrlich nicht ihre Absicht gewesen, in alten Wunden zu stochern. Sie hätte solche sensiblen Themen besser außen vor lassen sollen. Immerhin kannte sie John kaum, wie konnte sie da nur auf die Idee kommen, solch private Dinge zu erfragen?
Schnell rannte sie Richtung Steuerrad. Dort gab es sicher etwas sinnvolles für sie zu tun.
Kara wich John den gesamten restlichen Tag aus. Es war ihr unangenehm, dass sie ihn in eine solch prekäre Lage gebracht hatte.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Vor Lübeck
4. Juli 1517, Morgen
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Böe. Welle. Klippe. Gesunken.
Großartig, John, schalt er sich. Er hätte es auch ein wenig anders formulieren können. Aber was seine Familie anging, zumindest seine Eltern, reagierte er gereizt und er vermied dieses Thema so gut es ging. Seufzend erhob er sich und brachte endlich das Segel ins Lager, ehe er sich mit den Seilen ans entgegengesetzte Ende des Schiffes verzog und versuchte, so viel Platz wie möglich zwischen sich und Kara zu bringen. Verbissen arbeitete er an den Seilen und immer wieder hörte er die Stimmen seiner Eltern. Höhnisch, vorwurfsvoll, verachtend. Seine Hände krallten sich fest um die Seile und vermutlich waren sie noch nie so geflissentlich geflickt worden, wie an diesem Tag. Genau rechtzeitig für den Sturm, der sich an diesem Abend ankündigte.
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Böe. Welle. Klippe. Gesunken.
Großartig, John, schalt er sich. Er hätte es auch ein wenig anders formulieren können. Aber was seine Familie anging, zumindest seine Eltern, reagierte er gereizt und er vermied dieses Thema so gut es ging. Seufzend erhob er sich und brachte endlich das Segel ins Lager, ehe er sich mit den Seilen ans entgegengesetzte Ende des Schiffes verzog und versuchte, so viel Platz wie möglich zwischen sich und Kara zu bringen. Verbissen arbeitete er an den Seilen und immer wieder hörte er die Stimmen seiner Eltern. Höhnisch, vorwurfsvoll, verachtend. Seine Hände krallten sich fest um die Seile und vermutlich waren sie noch nie so geflissentlich geflickt worden, wie an diesem Tag. Genau rechtzeitig für den Sturm, der sich an diesem Abend ankündigte.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Kara hatte hier und da ein wenig ausgeholfen, immer darauf achtend, so weit, wie es nur irgend möglich war, von John entfernt zu arbeiten. Sie wollte ihn heute nicht mehr sehen. Es war ihr einfach zu unangenehm. Doch sie wusste, dass sie früher oder später wieder mit ihm reden musste. Solch ein Schiff war nicht gerade groß. Sich da aus dem Weg zu gehen war nahezu ein hoffnungsloses Unterfangen. Und Kara war dies mehr als nur bewusst, war sie doch hier auf der India groß geworden. Verstecken würde so oder so nichts nutzen. Irgendwie mussten sie ja doch wieder miteinander auskommen. Kara hoffte bloß, dass sie John nicht zu nahe getreten war, dass er nie wieder auch nur ein einziges Wort mit ihr wechseln würde. Es tat ihr ehrlich leid.
Der Abend war über der Nordsee hereingebrochen und Kara saß mit Kharecha und der Mannschaft wieder an der großen Tafel in den Mannschaftsunterkünften. Wie jeden Abend. John saß neben ihr, doch bisher hatte sie es erfolgreich vermieden, ihn auch nur anzusehen, geschweige denn, mit ihm zu sprechen.
Doch plötzlich verstummten die Gespräche. Das Schiff taumelte bedenklich, die Öllampfen flackerten, einige Dinge, die auf dem Tisch platziert waren, fielen von ebendiesem. Der angekündigte Sturm war da. Ein jeder ließ fallen, was er in den Händen hielt. Die Arbeit rief.
"Es geht los", murmelte Stian und brach damit die Stille, die, abgesehen von einvernehmlichen Stühlerücken, eben gerade vorgeherrscht hatte.
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Kara hatte hier und da ein wenig ausgeholfen, immer darauf achtend, so weit, wie es nur irgend möglich war, von John entfernt zu arbeiten. Sie wollte ihn heute nicht mehr sehen. Es war ihr einfach zu unangenehm. Doch sie wusste, dass sie früher oder später wieder mit ihm reden musste. Solch ein Schiff war nicht gerade groß. Sich da aus dem Weg zu gehen war nahezu ein hoffnungsloses Unterfangen. Und Kara war dies mehr als nur bewusst, war sie doch hier auf der India groß geworden. Verstecken würde so oder so nichts nutzen. Irgendwie mussten sie ja doch wieder miteinander auskommen. Kara hoffte bloß, dass sie John nicht zu nahe getreten war, dass er nie wieder auch nur ein einziges Wort mit ihr wechseln würde. Es tat ihr ehrlich leid.
Der Abend war über der Nordsee hereingebrochen und Kara saß mit Kharecha und der Mannschaft wieder an der großen Tafel in den Mannschaftsunterkünften. Wie jeden Abend. John saß neben ihr, doch bisher hatte sie es erfolgreich vermieden, ihn auch nur anzusehen, geschweige denn, mit ihm zu sprechen.
Doch plötzlich verstummten die Gespräche. Das Schiff taumelte bedenklich, die Öllampfen flackerten, einige Dinge, die auf dem Tisch platziert waren, fielen von ebendiesem. Der angekündigte Sturm war da. Ein jeder ließ fallen, was er in den Händen hielt. Die Arbeit rief.
"Es geht los", murmelte Stian und brach damit die Stille, die, abgesehen von einvernehmlichen Stühlerücken, eben gerade vorgeherrscht hatte.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Wie bei jedem Sturm schien sich die Elektrizität der Luft auf die Mannschaft zu übertragen. Eine schier greifbare Spannung lag in der Luft und die Nerven lagen blank. Es war nicht Johns erster Sturm, doch der tiefschwarze Himmel verhieß nichts Gutes. Es würde heftig werden. Ausgesprochen heftig. Der Wind zerrte an seinen Haaren, während er über die India lief und ein letztes Mal die Seile überprüfte. Alles war fest und sicher vertaut. Dann durchschnitt der erste Blitz den schwarzen Horizont und schon eine Sekunde später ließ ein ohrenbetäubender Donner die India erbeben. Die Segel spannten in dem stärker werdenden Wind und mit einem kurzen Blick stellte John fest, das Andres und Stian beide am Steuer standen, um die India auf Kurs zu halten.
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Wie bei jedem Sturm schien sich die Elektrizität der Luft auf die Mannschaft zu übertragen. Eine schier greifbare Spannung lag in der Luft und die Nerven lagen blank. Es war nicht Johns erster Sturm, doch der tiefschwarze Himmel verhieß nichts Gutes. Es würde heftig werden. Ausgesprochen heftig. Der Wind zerrte an seinen Haaren, während er über die India lief und ein letztes Mal die Seile überprüfte. Alles war fest und sicher vertaut. Dann durchschnitt der erste Blitz den schwarzen Horizont und schon eine Sekunde später ließ ein ohrenbetäubender Donner die India erbeben. Die Segel spannten in dem stärker werdenden Wind und mit einem kurzen Blick stellte John fest, das Andres und Stian beide am Steuer standen, um die India auf Kurs zu halten.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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4. Juli 1517, Abend
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Ein jeder hielt sich fest, wo er nur konnte. Was man auch nur zu fassen bekam und auch nur halbwegs stabil schien, diente als Sicherung. Die Seile waren noch einmal kontrolliert worden und Kharecha war zu Stian und Andres ans Steuer getreten, die selbst, als sie zu zweit waren, noch allzu starke Schwierigkeiten damit gehabt hatten, das Steuer unter Kontrolle zu halten. Und selbst mit Kharechas Hilfe schien es nicht viel leichter zu werden. Kara hatte selten vor Dingen hier draußen auf der weiten See Angst, doch solche starken Stürme gehörten definitiv dazu.
"Wir müssen die Segel verstärken", murmelte sie, als ihr Blick auf eben jene fiel.
"Sie werden gleich reißen", fügte sie hinzu.
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Ein jeder hielt sich fest, wo er nur konnte. Was man auch nur zu fassen bekam und auch nur halbwegs stabil schien, diente als Sicherung. Die Seile waren noch einmal kontrolliert worden und Kharecha war zu Stian und Andres ans Steuer getreten, die selbst, als sie zu zweit waren, noch allzu starke Schwierigkeiten damit gehabt hatten, das Steuer unter Kontrolle zu halten. Und selbst mit Kharechas Hilfe schien es nicht viel leichter zu werden. Kara hatte selten vor Dingen hier draußen auf der weiten See Angst, doch solche starken Stürme gehörten definitiv dazu.
"Wir müssen die Segel verstärken", murmelte sie, als ihr Blick auf eben jene fiel.
"Sie werden gleich reißen", fügte sie hinzu.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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John folgte Karas Blick und seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Die Seile waren aufs Äußerste gespannt und John fragte sich, ob es nicht besser gewesen wäre, die Segel vor dem Sturm einzuholen. Doch dafür war es jetzt zu spät. Er nickte Kara bestätigend zu, schnappte sich ein Seil und begann, den schwankenden Mast nach oben zu klettern. Wenn die Seile rissen, würden sie sich in tödliche Geschosse verwandeln. Das durfte auf keinen Fall geschehen. Ganz davon abgesehen, dass das Segel danach endgültig verloren wäre. Er hoffte nur, dass Kara ihm nicht folgen würde. Er slebst brauchte schon all seine Kraft, sich in dem Sturm an dem Mast festzuhalten. Noch dazu kam, dass es in Strömen zu regnen begann und das Wasser das Holz rutschig und schwer greifbar machte.
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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John folgte Karas Blick und seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Die Seile waren aufs Äußerste gespannt und John fragte sich, ob es nicht besser gewesen wäre, die Segel vor dem Sturm einzuholen. Doch dafür war es jetzt zu spät. Er nickte Kara bestätigend zu, schnappte sich ein Seil und begann, den schwankenden Mast nach oben zu klettern. Wenn die Seile rissen, würden sie sich in tödliche Geschosse verwandeln. Das durfte auf keinen Fall geschehen. Ganz davon abgesehen, dass das Segel danach endgültig verloren wäre. Er hoffte nur, dass Kara ihm nicht folgen würde. Er slebst brauchte schon all seine Kraft, sich in dem Sturm an dem Mast festzuhalten. Noch dazu kam, dass es in Strömen zu regnen begann und das Wasser das Holz rutschig und schwer greifbar machte.
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Kara folgte nach Johns Nicken auf dem Anderen Mast hinauf. Es blieb nichts anderes über, als die Segel zu verstärken. Entweder die Segel oder die Seile würden sonst früher oder später reißen. Und so sehr, wie sich der Sturm die letzten Sekunden aufgebläht hatte, war es wohl eher früher, als später.
Es war nicht leicht, hier hinauf zu kommen, doch es ging irgendwie. Kara war übervorsichtig, wie es ihr ihr Vater immer eingebleut hatte. Der Wind zerrte an ihrem Haar und er zehrte erheblich an ihrer Kraft. Doch Kara war, zumindest ihrer Überzeugung nach, geübt genug, um das hier zu schaffen.
Die entsetzten Blicke von Kharecha, Andres, Stian und den Anderen bekam sie gar nicht mit. Zu konzentriert war sie bei der Sache!
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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Kara folgte nach Johns Nicken auf dem Anderen Mast hinauf. Es blieb nichts anderes über, als die Segel zu verstärken. Entweder die Segel oder die Seile würden sonst früher oder später reißen. Und so sehr, wie sich der Sturm die letzten Sekunden aufgebläht hatte, war es wohl eher früher, als später.
Es war nicht leicht, hier hinauf zu kommen, doch es ging irgendwie. Kara war übervorsichtig, wie es ihr ihr Vater immer eingebleut hatte. Der Wind zerrte an ihrem Haar und er zehrte erheblich an ihrer Kraft. Doch Kara war, zumindest ihrer Überzeugung nach, geübt genug, um das hier zu schaffen.
Die entsetzten Blicke von Kharecha, Andres, Stian und den Anderen bekam sie gar nicht mit. Zu konzentriert war sie bei der Sache!
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Re: Leinen Los! - Ableger
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Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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John fädelte unter erheblicher Mühe, die Seile durch die Laschen und zog sie fest. Mehr als einmal wäre er dabei fast abgerutscht, doch er hielt sich mit Mühe und Not fest. Als er zufällig zu dem anderen Mast sah und Kara dort erblickte, wurde ihm schlecht. Wie verrückt war dieses Mädchen eigentlich? Doch noch ehe er etwas sagen konnte, erfasste eine heftige Böe die India und schleuderte sie zur Seite. John klammerte sich an die Seil und spürte, wie das Schiff sich nach backbord neigte. Fassungslos und mit aussetzendem Herzen sah er, wie Kara an dem anderen Mast den Halt verlor und mit einem Schrei, den der Sturm verschluckte, in die See stürzte.
"Nein!", schrie John und auch die anderen schienen irgendetwas zu rufen.
"Thomas, ein Seil!", schrie John dem Jungen zu, der an der Reling stand und Kara am nächsten war. Noch während er das rief, kletterte er so schnell er konnte nach unten und eilte zu ihnen. Thomas hatte inzwischen ein Seil um die Reling geknotet und John riss es ihm aus der Hand. Noch während er es sich um die Hüfte band, schwang er sich über die Reling und sprang kopfüber in das sturmgepeitschte Meer. Er betete zu Gott, dass er Kara noch rechtzeitig erreichen konnte, ehe sie zu weit abgetrieben wurde.
Nordsee, auf der India
4. Juli 1517, Abend
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John fädelte unter erheblicher Mühe, die Seile durch die Laschen und zog sie fest. Mehr als einmal wäre er dabei fast abgerutscht, doch er hielt sich mit Mühe und Not fest. Als er zufällig zu dem anderen Mast sah und Kara dort erblickte, wurde ihm schlecht. Wie verrückt war dieses Mädchen eigentlich? Doch noch ehe er etwas sagen konnte, erfasste eine heftige Böe die India und schleuderte sie zur Seite. John klammerte sich an die Seil und spürte, wie das Schiff sich nach backbord neigte. Fassungslos und mit aussetzendem Herzen sah er, wie Kara an dem anderen Mast den Halt verlor und mit einem Schrei, den der Sturm verschluckte, in die See stürzte.
"Nein!", schrie John und auch die anderen schienen irgendetwas zu rufen.
"Thomas, ein Seil!", schrie John dem Jungen zu, der an der Reling stand und Kara am nächsten war. Noch während er das rief, kletterte er so schnell er konnte nach unten und eilte zu ihnen. Thomas hatte inzwischen ein Seil um die Reling geknotet und John riss es ihm aus der Hand. Noch während er es sich um die Hüfte band, schwang er sich über die Reling und sprang kopfüber in das sturmgepeitschte Meer. Er betete zu Gott, dass er Kara noch rechtzeitig erreichen konnte, ehe sie zu weit abgetrieben wurde.