Hamburg, 25.04. 1530
- Tjeika
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Innerlich kochend entriss Kara John die Flasche Rum und nahm einen tiefen, kräftigen Schluck daraus, ehe sie die Flasche wieder mit einem heftigen Knall, der vermuten lassen konnte, sie würde gleich zerbrechen, auf den Tisch zurück beförderte.
Sie war wütend. Wütend darüber, dass ausgerechnet John ihr nun ihre Rache an Misson streitig machen wollte. Und sie war noch nie sonderlich gut darin gewesen, ihre Gefühle zu verbergen - zumindest nicht die Destruktiven.
"Darüber reden wir noch", zischte sie beinahe schon und machte damit deutlich, dass sie heute nun wahrlich nicht in der Stimmung war, sich mit ihm über dieses Thema zu streiten.
Der Tag war so schon hart genug gewesen, als dass sie jetzt auch noch einen Streit mit demjenigen riskieren wollte, den sie soviele Jahre lang nicht mehr gesehen hatte.
"Was hast du eigentlich gemacht, nachdem du von der India gegangen bist", sprach sie, nach einem tiefen Seufzer, um ihre Wut unter Kontrolle zu bringen.
Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Innerlich kochend entriss Kara John die Flasche Rum und nahm einen tiefen, kräftigen Schluck daraus, ehe sie die Flasche wieder mit einem heftigen Knall, der vermuten lassen konnte, sie würde gleich zerbrechen, auf den Tisch zurück beförderte.
Sie war wütend. Wütend darüber, dass ausgerechnet John ihr nun ihre Rache an Misson streitig machen wollte. Und sie war noch nie sonderlich gut darin gewesen, ihre Gefühle zu verbergen - zumindest nicht die Destruktiven.
"Darüber reden wir noch", zischte sie beinahe schon und machte damit deutlich, dass sie heute nun wahrlich nicht in der Stimmung war, sich mit ihm über dieses Thema zu streiten.
Der Tag war so schon hart genug gewesen, als dass sie jetzt auch noch einen Streit mit demjenigen riskieren wollte, den sie soviele Jahre lang nicht mehr gesehen hatte.
"Was hast du eigentlich gemacht, nachdem du von der India gegangen bist", sprach sie, nach einem tiefen Seufzer, um ihre Wut unter Kontrolle zu bringen.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
// The Big Lebowski \\
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- Ayrina
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
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John lehnte sich ein wenig zurück. Mit Kara streiten war das letzte, was er wollte, doch zu sehen, dass sie noch immer so aufbrausend reagierte, wie damals, entlockte ihm fast ein leichtes Schmunzeln.
"Ich habe auf verschiedenen Schiffen angeheuert und bin schließlich auf der Celebrator gelandet. Dort blieb ich dann auch und wurde irgendwann zum ersten Maat und schließlich zum Kapitän."
Er lächelte leicht und seine Augen funkelten ein wenig.
"Sie ist ein großartiges Schiff, Kara. Etwas kleiner, als die India, aber unglaublich schnell. Dort Kapitän zu sein war eine Ehre, die ich mir nie erträumt hatte. Und sie sollte auch nur wenige Jahre andauern", schloss er und zuckte ein wenig mit den Schultern.
"Misson lockte uns in einen Hinterhalt. Wir hatten keine Chance. Tja, und jetzt bin ich hier."
Er sah sie wieder an und grinste ein wenig.
"Erstaunlich, welche Wege das Schicksal geht, findest du nicht?"
Auf der India
Abend
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John lehnte sich ein wenig zurück. Mit Kara streiten war das letzte, was er wollte, doch zu sehen, dass sie noch immer so aufbrausend reagierte, wie damals, entlockte ihm fast ein leichtes Schmunzeln.
"Ich habe auf verschiedenen Schiffen angeheuert und bin schließlich auf der Celebrator gelandet. Dort blieb ich dann auch und wurde irgendwann zum ersten Maat und schließlich zum Kapitän."
Er lächelte leicht und seine Augen funkelten ein wenig.
"Sie ist ein großartiges Schiff, Kara. Etwas kleiner, als die India, aber unglaublich schnell. Dort Kapitän zu sein war eine Ehre, die ich mir nie erträumt hatte. Und sie sollte auch nur wenige Jahre andauern", schloss er und zuckte ein wenig mit den Schultern.
"Misson lockte uns in einen Hinterhalt. Wir hatten keine Chance. Tja, und jetzt bin ich hier."
Er sah sie wieder an und grinste ein wenig.
"Erstaunlich, welche Wege das Schicksal geht, findest du nicht?"
Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
***************
Franz war unendlich erleichter als Linnea, Humbert und der kleine Franz den Raum verließen. Auch wenn er sich, kaum, dass die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte, er sich wünschte sie würden zurück kommen. Er hatte Angst vor dem Gespräch, Angst, dass er Hass in Tessies Blick sehen würde, wenn er aufsah, weshalb er seinen Blick auch weiterhin gesenkt hielt. Ja, sie war mit ihm gegangen, aber er hatte ihr auch keine Zeit zum Überlegen gelassen, hatte sie bedrängt. Er merkte gar nicht wie ihm langsam Tränen die Wangen hinunter liefen, aber wenn er es bemerkt hätte, wäre es ihm auch egal gewesen. "Es tut mir leid, dass ich dich im Stich gelassen habe", flüsterte er tonlos.
Auf der India
Abend
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Franz war unendlich erleichter als Linnea, Humbert und der kleine Franz den Raum verließen. Auch wenn er sich, kaum, dass die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte, er sich wünschte sie würden zurück kommen. Er hatte Angst vor dem Gespräch, Angst, dass er Hass in Tessies Blick sehen würde, wenn er aufsah, weshalb er seinen Blick auch weiterhin gesenkt hielt. Ja, sie war mit ihm gegangen, aber er hatte ihr auch keine Zeit zum Überlegen gelassen, hatte sie bedrängt. Er merkte gar nicht wie ihm langsam Tränen die Wangen hinunter liefen, aber wenn er es bemerkt hätte, wäre es ihm auch egal gewesen. "Es tut mir leid, dass ich dich im Stich gelassen habe", flüsterte er tonlos.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Tjeika
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Kara stockte inmitten ihrer Bewegung.
Die Celebrator...
Alles, was John danach gesagt hatte, hatte sie gar nicht mehr mitbekommen.
Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie sie vor etwas mehr als einem Jahr hatte sinken sehen. Die Mannschaft war von Missons Männern einst gefangen genommen worde, das hatte sich herumgesprochen. Doch sie hatte niemals erwartet, dass John es gewesen war, der als Kapitän dafür am meisten hatte büßen müssen, indem er dem Massaker an seiner Mannschaft hatte beiwohnen müssen.
Und ein Jahr später, als ein paar mutige Mannen die Celebrator aus seinen Fängen hatten befreien können, war die Rache Missons in Gestalt von neuartigen Kanonen wieder auf das Schiff zurückgekehrt. Die Hilfe, die die India, besonders Kharecha der Mannschaft hatte bieten wollen, kam zu spät und hatte auch einigen Männer der India das Leben gekostet.
"Eines der finstersten Kapitel der Geschichte war der Tag, an dem die Celebrator sank", sagte sie mit belegter Stimme.
====================
Tessie
Auf der India / am Hafen
Abend
====================
Tessie seufzte tief, ehe sie sich erhob, um zu Franz zu gehen. Seine Worte waren ehrlich und seine Tränen rührten sie. Es schien ihm wirklich leid zu tun. Und in Tessie rührte sich nun auch etwas. Lange Zeit hatte sie ihm nicht verzeihen können, doch nun, wo sie ihren Bruder so sah, wie er da schuldbewusst gen Boden blickte, konnte sie ihm nicht wirklich böse sein.
"All die Jahre habe ich mich immer und immer wieder gefragt, was ich falsch gemacht habe, dass du mich zurückgelassen hast. Doch nun weiß ich, dass es weder deine noch meine Schuld war", sprach sie und legte eine Hand auf seinen Arm.
"Wir waren jung, beide. Und ich denke, ich war viel zu jung, als dass ich da draußen überlebt hätte."
Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Kara stockte inmitten ihrer Bewegung.
Die Celebrator...
Alles, was John danach gesagt hatte, hatte sie gar nicht mehr mitbekommen.
Sie erinnerte sich noch gut daran, wie sie sie vor etwas mehr als einem Jahr hatte sinken sehen. Die Mannschaft war von Missons Männern einst gefangen genommen worde, das hatte sich herumgesprochen. Doch sie hatte niemals erwartet, dass John es gewesen war, der als Kapitän dafür am meisten hatte büßen müssen, indem er dem Massaker an seiner Mannschaft hatte beiwohnen müssen.
Und ein Jahr später, als ein paar mutige Mannen die Celebrator aus seinen Fängen hatten befreien können, war die Rache Missons in Gestalt von neuartigen Kanonen wieder auf das Schiff zurückgekehrt. Die Hilfe, die die India, besonders Kharecha der Mannschaft hatte bieten wollen, kam zu spät und hatte auch einigen Männer der India das Leben gekostet.
"Eines der finstersten Kapitel der Geschichte war der Tag, an dem die Celebrator sank", sagte sie mit belegter Stimme.
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Tessie
Auf der India / am Hafen
Abend
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Tessie seufzte tief, ehe sie sich erhob, um zu Franz zu gehen. Seine Worte waren ehrlich und seine Tränen rührten sie. Es schien ihm wirklich leid zu tun. Und in Tessie rührte sich nun auch etwas. Lange Zeit hatte sie ihm nicht verzeihen können, doch nun, wo sie ihren Bruder so sah, wie er da schuldbewusst gen Boden blickte, konnte sie ihm nicht wirklich böse sein.
"All die Jahre habe ich mich immer und immer wieder gefragt, was ich falsch gemacht habe, dass du mich zurückgelassen hast. Doch nun weiß ich, dass es weder deine noch meine Schuld war", sprach sie und legte eine Hand auf seinen Arm.
"Wir waren jung, beide. Und ich denke, ich war viel zu jung, als dass ich da draußen überlebt hätte."
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
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Schüchtern sah Franz auf. "Ja wir waren jung, aber es war kein Grund dich zurück zu lassen. Ich hätte es zumindest versuchen müssen dich mitzunehmen. Aber als Vater mir sagte, dass er eine Frau gefunden habe, die ich heiraten sollte, da ist etwas in mir durchgebrannt. Ich hatte Angst und in meiner Angst habe ich das vergessen, was ich am meisten liebe - Dich", er sprach weiterhin leise, als habe er Angst wenn er lauter sprechen würde, würde ihm die Stimme ganz versagen, aber er wusste, er musste ihr das erzählen, sie hatte ein Recht darauf zu erfahren, was damals passiert war. "Ich hab Vater gesagt, dass ich sie nicht heiraten werde und wenn es die Königin irgendeines Landes wäre, dass ich nur die Frau heiraten wolle die ich liebe. Er hat nur gelacht und mir ins Gesicht geschlagen und gemeint, ich werde ihm schon noch gehorchen. Er wollte mich einsperren, aber irgendwie habe ich es geschafft mich los zu reißen und bin gelaufen, ich weiß nicht wielange, da mir Vater und auch ein paar seiner Männer hinterher sind. Aber ich war schneller oder hatte mehr Ausdauer, ich weiß es nicht, aber ich bin ihnen irgendwie entkommen. All die Jahre habe ich an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir geht und habe mir geschworen, dich eines Tages nachzuholen, aber erst heute hat sich die Möglichkeit ergeben, denn alleine hätte ich es nicht geschafft."
Auf der India
Abend
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Schüchtern sah Franz auf. "Ja wir waren jung, aber es war kein Grund dich zurück zu lassen. Ich hätte es zumindest versuchen müssen dich mitzunehmen. Aber als Vater mir sagte, dass er eine Frau gefunden habe, die ich heiraten sollte, da ist etwas in mir durchgebrannt. Ich hatte Angst und in meiner Angst habe ich das vergessen, was ich am meisten liebe - Dich", er sprach weiterhin leise, als habe er Angst wenn er lauter sprechen würde, würde ihm die Stimme ganz versagen, aber er wusste, er musste ihr das erzählen, sie hatte ein Recht darauf zu erfahren, was damals passiert war. "Ich hab Vater gesagt, dass ich sie nicht heiraten werde und wenn es die Königin irgendeines Landes wäre, dass ich nur die Frau heiraten wolle die ich liebe. Er hat nur gelacht und mir ins Gesicht geschlagen und gemeint, ich werde ihm schon noch gehorchen. Er wollte mich einsperren, aber irgendwie habe ich es geschafft mich los zu reißen und bin gelaufen, ich weiß nicht wielange, da mir Vater und auch ein paar seiner Männer hinterher sind. Aber ich war schneller oder hatte mehr Ausdauer, ich weiß es nicht, aber ich bin ihnen irgendwie entkommen. All die Jahre habe ich an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir geht und habe mir geschworen, dich eines Tages nachzuholen, aber erst heute hat sich die Möglichkeit ergeben, denn alleine hätte ich es nicht geschafft."
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Ayrina
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
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John wurde bleich und einen Moment sah er Kara schweigend an. Die Celebrator gesunken? Das konnte unmöglich sein. Allein der Gedanke, dieses Schiff zurückzuholen, sich zu rächen und wieder Kapitän der Celebrator zu sein hatte ihn die letzten Jahre am Leben erhalten. Seine Finger schlossen sich so fest um die Rumflasche, dass die Knöchel weiß hervortraten. Obwohl er noch immer in Karas Richtung blickte, sah er sie nicht mehr. Immer wieder hallten ihre Worte in seinem Kopf wieder. Die Celebrator war gesunken.
Mit einem Aufschrei warf er schließlich die Rumflasche an die Wand und stand auf. Schwer atmend ging er zu dem Fenster der Kajüte und sah auf das dunkle Wasser hinaus. Was sollte er jetzt tun? Plötzlich war er jeglichen Zieles beraubt.
Ich bin gestrandet, dachte er bitter.
"Wann?", fragte er mit tonloser Stimme, ohne den Blick vom Meer abzuwenden.
Auf der India
Abend
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John wurde bleich und einen Moment sah er Kara schweigend an. Die Celebrator gesunken? Das konnte unmöglich sein. Allein der Gedanke, dieses Schiff zurückzuholen, sich zu rächen und wieder Kapitän der Celebrator zu sein hatte ihn die letzten Jahre am Leben erhalten. Seine Finger schlossen sich so fest um die Rumflasche, dass die Knöchel weiß hervortraten. Obwohl er noch immer in Karas Richtung blickte, sah er sie nicht mehr. Immer wieder hallten ihre Worte in seinem Kopf wieder. Die Celebrator war gesunken.
Mit einem Aufschrei warf er schließlich die Rumflasche an die Wand und stand auf. Schwer atmend ging er zu dem Fenster der Kajüte und sah auf das dunkle Wasser hinaus. Was sollte er jetzt tun? Plötzlich war er jeglichen Zieles beraubt.
Ich bin gestrandet, dachte er bitter.
"Wann?", fragte er mit tonloser Stimme, ohne den Blick vom Meer abzuwenden.
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Als John die Flasche an die Wand geworfen hatte, war Kara zusammengezuckt. Sie hatte nicht gedacht, dass John davon noch nichts gehört hatte. Gerade in einem solchen Gefängnis, wie dem von Hamburg, sprachen sich solche Neuigkeiten doch sehr schnell herum. Hatte sich denn keiner der Gefangenen getraut, John zu erzählen, was geschehen war?
Die Glasscherben lagen auf der Erde und glichen im Schein der Öllampen eher Diamenten denn Scherben. Sie brachen das Licht und wirkten auf Kara, als wären sie der größte Schatz auf Erden und nicht ein Zeichen purer Verzweiflung. Die Reste des Rums versickerten in dem dunklen Holz, doch eine kleine Pfütze blieb bestehen, wanderte durch den leichten Wellengang der India einige Zentimeter nach rechts, dann wieder einige Zentimeter nach Links.
Kara wagte es nicht, zu John zu blicken.
"Vor einem Jahr erreichte uns die Kunde, dass einige deiner Männer sich aus Missons Gefangenschaft hatten befreien können. Die wenigen, die überlebt hatten. Sie kaperten des Nachts die Celebrator aus dem Hafen hier in Hamburg. Wir waren gerade in Rostock und auch wir hatten schon damals noch eine durchaus hohe Rechnung mit Misson offen. Vor sieben Jahren hat er beinahe die gesamte Mannschaft ausgelöscht. Andres kam dabei ums Leben. Ich wurde gefangen genommen und...", an dieser Stelle stockte Kara kurz, konnte nicht weiter erzählen, was damals wirklich geschehen war.
"Für uns war dies die perfekte Gelegenheit uns an Misson zu rächen. Wir wussten, dass er versuchen würde, den Aufstand blutig niederzuschlagen, dass er die Celebrator verfolgen würde. Doch wir kamen zu spät. Und auch wir verloren einige Männer in jener Nacht."
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Tessie
Auf der India / am Hafen
Abend
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Tessie legte ihre Hand auf Franz'.
"Bitte hör auf, dich mit Selbstvorwürfen zu quälen. Es ist Geschichte. Es ist vergangen und keiner von uns kann je ändern, was damals geschehen. Es ist so passiert und wir müssen beide damit leben. Doch was bringt es, uns nun gegenseitig an die Gurgel zu gehen? Warum sollte ich dich für etwas strafen, was du heute Nacht wieder gut gemacht hast? Ich bin dir zutiefst dankbar, dass du uns beide da rausgeholt hast. Und nur das Jetzt zählt", sprach Tessie und seufzte lächelnd.
"Er heißt Franz", sagte sie weiter.
Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Als John die Flasche an die Wand geworfen hatte, war Kara zusammengezuckt. Sie hatte nicht gedacht, dass John davon noch nichts gehört hatte. Gerade in einem solchen Gefängnis, wie dem von Hamburg, sprachen sich solche Neuigkeiten doch sehr schnell herum. Hatte sich denn keiner der Gefangenen getraut, John zu erzählen, was geschehen war?
Die Glasscherben lagen auf der Erde und glichen im Schein der Öllampen eher Diamenten denn Scherben. Sie brachen das Licht und wirkten auf Kara, als wären sie der größte Schatz auf Erden und nicht ein Zeichen purer Verzweiflung. Die Reste des Rums versickerten in dem dunklen Holz, doch eine kleine Pfütze blieb bestehen, wanderte durch den leichten Wellengang der India einige Zentimeter nach rechts, dann wieder einige Zentimeter nach Links.
Kara wagte es nicht, zu John zu blicken.
"Vor einem Jahr erreichte uns die Kunde, dass einige deiner Männer sich aus Missons Gefangenschaft hatten befreien können. Die wenigen, die überlebt hatten. Sie kaperten des Nachts die Celebrator aus dem Hafen hier in Hamburg. Wir waren gerade in Rostock und auch wir hatten schon damals noch eine durchaus hohe Rechnung mit Misson offen. Vor sieben Jahren hat er beinahe die gesamte Mannschaft ausgelöscht. Andres kam dabei ums Leben. Ich wurde gefangen genommen und...", an dieser Stelle stockte Kara kurz, konnte nicht weiter erzählen, was damals wirklich geschehen war.
"Für uns war dies die perfekte Gelegenheit uns an Misson zu rächen. Wir wussten, dass er versuchen würde, den Aufstand blutig niederzuschlagen, dass er die Celebrator verfolgen würde. Doch wir kamen zu spät. Und auch wir verloren einige Männer in jener Nacht."
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Tessie
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Tessie legte ihre Hand auf Franz'.
"Bitte hör auf, dich mit Selbstvorwürfen zu quälen. Es ist Geschichte. Es ist vergangen und keiner von uns kann je ändern, was damals geschehen. Es ist so passiert und wir müssen beide damit leben. Doch was bringt es, uns nun gegenseitig an die Gurgel zu gehen? Warum sollte ich dich für etwas strafen, was du heute Nacht wieder gut gemacht hast? Ich bin dir zutiefst dankbar, dass du uns beide da rausgeholt hast. Und nur das Jetzt zählt", sprach Tessie und seufzte lächelnd.
"Er heißt Franz", sagte sie weiter.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
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John hatte Kara, die Hand an die Wand gestützt und den Blick starr auf das Meer gerichtet, schweigend zugehört. Es war alles noch schlimmer, als er erwartet hatte und für einen kurzen Moment schloss er die Augen, ehe er seine Schultern straffte und sich wieder zu Kara umwandte. Er lächelte, doch es erreichte seine Augen nicht. Sein Blick war dunkel.
"Ich bin euch dankbar, dass ihr meinen Männern helfen wolltet", sagte er leise und seiner Stimme hörte man nur zu deutlich an, wie schwer er sich kontrollieren konnte. Langsam ging er zu seinem Stuhl zurück und setzte sich wieder. Kurz vergrub er das Gesicht in den Händen, ehe er wieder aufsah und kurz in Richtung der zerbrochenen Flasche nickte.
"Entschuldige bitte", sagte er leise.
Auf der India
Abend
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John hatte Kara, die Hand an die Wand gestützt und den Blick starr auf das Meer gerichtet, schweigend zugehört. Es war alles noch schlimmer, als er erwartet hatte und für einen kurzen Moment schloss er die Augen, ehe er seine Schultern straffte und sich wieder zu Kara umwandte. Er lächelte, doch es erreichte seine Augen nicht. Sein Blick war dunkel.
"Ich bin euch dankbar, dass ihr meinen Männern helfen wolltet", sagte er leise und seiner Stimme hörte man nur zu deutlich an, wie schwer er sich kontrollieren konnte. Langsam ging er zu seinem Stuhl zurück und setzte sich wieder. Kurz vergrub er das Gesicht in den Händen, ehe er wieder aufsah und kurz in Richtung der zerbrochenen Flasche nickte.
"Entschuldige bitte", sagte er leise.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Auf der India
Abend
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Franz seufzte und blickte auf, direkt in ihre Augen, die so blau wie das Meer am Tage waren. "Womit hab ich solch eine wundervolle kleine Schwester wie dich nur verdient?", fragte er tonlos, zögerte einen Moment, doch dann zog er sie in seine Arme. Es tat gut, sie nach all den Jahren endlich wieder umarmen zu können. Waren sie es doch, die sich in ihrer Kindheit gegenseitig den Halt, die Wärme und Liebe gegeben hatte, die man normalerweise von seinen Eltern bekommen sollte. "Warum hast du ihn nach mit benannt? Du musst mich doch gehasst haben", sprach er leise. Das war etwas was er nicht verstehen konnte, seit er wusste, wie sein kleiner Neffe hieß.
Auf der India
Abend
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Franz seufzte und blickte auf, direkt in ihre Augen, die so blau wie das Meer am Tage waren. "Womit hab ich solch eine wundervolle kleine Schwester wie dich nur verdient?", fragte er tonlos, zögerte einen Moment, doch dann zog er sie in seine Arme. Es tat gut, sie nach all den Jahren endlich wieder umarmen zu können. Waren sie es doch, die sich in ihrer Kindheit gegenseitig den Halt, die Wärme und Liebe gegeben hatte, die man normalerweise von seinen Eltern bekommen sollte. "Warum hast du ihn nach mit benannt? Du musst mich doch gehasst haben", sprach er leise. Das war etwas was er nicht verstehen konnte, seit er wusste, wie sein kleiner Neffe hieß.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Hamburg, 25.04. 1530
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Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Kara seufzte und blickte wieder zu den Scherben, die am Boden zu kleben schienen, als stünden sie für das schlimmste Drama im Leben eines Piraten. Ja, in gewisser Weise waren die Scherben ein Sinnbild für das, was nun auch in John zerbrochen sein musste. Kara konnte sich kaum vorstellen, wie es war, sein Schiff zu verlieren. Und wenn sie ehrlich war, dann wollte sie es auch gar nicht wissen. Alleine der Gedanke daran, dass die India eines Tages sinken könnte, sorgte dafür, dass Kara ein eiskalter Schauer über ihren Rücken lief.
"Ist schon in Ordnung. Es ist nur Rum", sagte sie und winkte ab.
Dann blickte sie zu John, öffnete den Mund, um zu sprechen, schloss ihn dann aber wieder, ehe sie nach einigen Zögern schließlich den Mut fand, jene Frage zu stellen, die ihr nun schon seit zwölf Jahren auf den Lippen brannte, sie verfolgt und gequält hatte.
"Warum bist du gegangen?"
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Tessie
Auf der India / am Hafen
Abend
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Tessie war froh, endlich, nach all den beinahe schon qualvollen Jahren, wie die Wärme und Nähe ihres Bruders zu fühlen. Es tat einfach nur gut und es war, als wäre nicht ein einziger Tag vergangen, seit damals, als diese Nähe noch präsent in ihrem Leben gewesen war. Bevor Franz gegangen war.
Kurz seufzte sie, ehe sie sich aus der Umarmung löste, eine Hand an seinem Oberarm belassend.
"Ich habe dich all die Jahre sehr vermissst. Natürlich habe ich dir Vorwürfe gemacht, natürlich habe ich mich immer und immer wieder tagein tagaus gefragt, was ich falsch gemacht hatte, dass du mich zurückgelassen hast. Doch schließlich bin ich an dem Tag seiner Geburt zu der Erkenntnis gelangt, dass es ihn nicht geben würde, wenn du mich mitgenommen hast. Und ich war dir dankbar, dass ich diesen Tag erleben durfte. Ich war dankbar dafür, dass Gott mir diesen Sohn, den ich genauso sehr liebe, wie ich dich liebe, geschenkt hat!"
Kara
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Kara seufzte und blickte wieder zu den Scherben, die am Boden zu kleben schienen, als stünden sie für das schlimmste Drama im Leben eines Piraten. Ja, in gewisser Weise waren die Scherben ein Sinnbild für das, was nun auch in John zerbrochen sein musste. Kara konnte sich kaum vorstellen, wie es war, sein Schiff zu verlieren. Und wenn sie ehrlich war, dann wollte sie es auch gar nicht wissen. Alleine der Gedanke daran, dass die India eines Tages sinken könnte, sorgte dafür, dass Kara ein eiskalter Schauer über ihren Rücken lief.
"Ist schon in Ordnung. Es ist nur Rum", sagte sie und winkte ab.
Dann blickte sie zu John, öffnete den Mund, um zu sprechen, schloss ihn dann aber wieder, ehe sie nach einigen Zögern schließlich den Mut fand, jene Frage zu stellen, die ihr nun schon seit zwölf Jahren auf den Lippen brannte, sie verfolgt und gequält hatte.
"Warum bist du gegangen?"
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Tessie
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Tessie war froh, endlich, nach all den beinahe schon qualvollen Jahren, wie die Wärme und Nähe ihres Bruders zu fühlen. Es tat einfach nur gut und es war, als wäre nicht ein einziger Tag vergangen, seit damals, als diese Nähe noch präsent in ihrem Leben gewesen war. Bevor Franz gegangen war.
Kurz seufzte sie, ehe sie sich aus der Umarmung löste, eine Hand an seinem Oberarm belassend.
"Ich habe dich all die Jahre sehr vermissst. Natürlich habe ich dir Vorwürfe gemacht, natürlich habe ich mich immer und immer wieder tagein tagaus gefragt, was ich falsch gemacht hatte, dass du mich zurückgelassen hast. Doch schließlich bin ich an dem Tag seiner Geburt zu der Erkenntnis gelangt, dass es ihn nicht geben würde, wenn du mich mitgenommen hast. Und ich war dir dankbar, dass ich diesen Tag erleben durfte. Ich war dankbar dafür, dass Gott mir diesen Sohn, den ich genauso sehr liebe, wie ich dich liebe, geschenkt hat!"
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