Tränen der Nacht [HP] 8/21

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Cassiopeia
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Tränen der Nacht [HP] 8/21

Beitrag von Cassiopeia »

Disclaimer: Ich erkläre, dass weder die Charaktere, noch die Orte oder Handlungen mir gehören, sondern einzig J.K. Rowling und ihren Verlagen. Ich schreibe diese Fanfiction aus Spaß an der Freude und nicht, um damit Geld zu verdienen.

Autorin: Cassiopeia
Kapitelanzahl: 21
Genre: Drama
Altersfreigabe: ab 16 Jahren, meist jedoch darunter…

Inhaltsangabe: Harry fällt im letzten Kampf, alles, was Ginny noch hält, ist ihre Tochter Cathryn. Doch eines Tages steht Draco Malfoy bei Ginny vor der Tür mit äußerst unangenehmen Nachrichten. Plötzlich muss Ginny kämpfen - um ihre Tochter, Harrys Erbe und schließlich auch ihre Liebe. [Ginny/Harry] [Harry/Draco (leicht)] [Draco/Ginny]

Anmerkung: diese FF wurde 2005 geschrieben, lange bevor ein Ende der HP-Bücher in Sicht war. Vieles ist daher anders, als man es aus den Büchern kennt. Die Kapitel sind oft nicht sehr lang, bei weitem keine Destiny-Länge *g* Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

Liebste Grüße,
Cas


1. Das Ende


Schreie hallten über die Ebene, Flüche wurden hin und her geschleudert, die Anzahl der Toten war unermesslich. Es war grauenvoll, wo man auch hinsah, traf man auf am Boden liegende Leichen, zum Teil bis zur Unkenntnis verstümmelt. Und doch, noch kämpften sie, noch immer prallten die Fronten der ungleichen Gegner aufeinander.

Doch ihre Anzahl schrumpfte, die Gegner gewannen mehr und mehr die Oberhand. Einige aus den eigenen Reihen waren bereits geflüchtet. Doch wenn der Kampf so ausginge, wie es im Moment den Anschein hatte, würde der Dunkle Lord sie finden und sie grauenvoll hinrichten.

Die Schlacht war schon längst keine Schlacht mehr, es war ein Gemetzel, das die Todesser unter ihren Gegnern veranstalteten.

Viele waren bereits gefallen: Hermine, die gemeinsam mit Ron bis zu ihrem letzten Atemzug bitter und tapfer gekämpft hatte und viele Todesser mit in den Tod gerissen hatten. Neville, welcher mit Harry zusammen als Auror ausgebildet worden war. Minerva McGonagall, die nach dem Tode Dumbledores die Leitung des Orden übernommen hatte. Selbst sein Riesenblut hatte Rubeus Hagrid nicht schützen könne, auch er lag dort auf der Ebene als einer von hunderten.

„Ich bin hier, Ron!“, rief Harry verzweifelt, als er Rons Rufe hörte, irgendwo aus dem Rauch der unzähligen Feuer, die überall brannten. „RON?!“

Panisch lief er in die Richtung, aus der Rons Rufe gekommen waren.

„Ron, komm, steh auf, bitte!“ Ängstlich blickte er sich um, jeden Moment konnte wieder ein Todesser hinter ihm auftauchen.

„Harry, ich - ich kann nicht - “

„Natürlich kannst du, Ron, ich weiß, dass du es schaffst! Bitte, lass mich nicht auch noch allein!“
Da erst merkte er, dass mit Ron irgendetwas nicht stimmte.. plötzlich riss er vor Schrecken die Augen auf.
Ron hatte keine Beine mehr. Dort, wo eigentlich die Oberschenkel ansetzten sollten, waren nur zwei blutende Stümpfe, die aus dem Rumpf ragten.

„Ron, nein!“

„Es tut mir leid, Harry. Bitte, du musst weiter kämpfen!“, sagte Ron mit schmerzverzerrtem Gesicht.

„Nein, Ron, ich kann das nicht ohne dich!“ Harry war den Tränen nahe. Er sah, wie Ron immer schwächer wurde, er musste sich zu ihm herunter beugen, um ihn in dem Getose der Schlacht zu verstehen.

„Doch Harry, ich weiß, dass du es kannst! Du wirst den Arsch besiegen! Bitte, du musst an dich glauben! Du bist der Junge, der lebt! Und das wirst - wirst du auch weiterhin tun, verstanden?!“

Harry konnte nichts sagen, seine Kehle war wie zugeschnürt. Ron, sein bester Freund, einer der besten Auroren, die er kannte, war nun ebenfalls Opfer von Lord Voldemort geworden. Wie so viele.
„Harry bitte, du musst es mir versprechen, ja? Bitte!“ Rons Stimme klang immer abgehackter, er hatte Mühe zu atmen.

„Okay, Ron, ich verspreche es!“, sagte er schnell. Er hatte sich inzwischen neben seinen Freund gekniet, hielt seinen zitternden Kopf.

„U - und Harry? Versprich mir, dass du auf Ginny aufpasst, ja? Dass du sie nicht verlässt.“ Harry und Ginny waren seit gut zwei Jahren zusammen. Zu diesem Moment lag sie auf der Entbindungsstation des St. Mungo Krankenhaus und brachte ihr gemeinsames Kind zur Welt. Harry schmerzte der Gedanke. Er schluckte hart.

„Ich werde sie nicht verlassen, niemals“, konnte er nur sagen. Da spürte er, wie der Körper seines besten Freundes immer schlaffer wurde, bis das letzte bisschen Leben aus seinem Körper gewichen war. Harry blieb noch eine ganze Weile bei ihm sitzen, den Kopf auf seinen Schoß gebettet.

„Oh, Potter trauert um seine Lieben! Doch da hast du dir leider die absolut falsche Zeit ausgesucht, mein Guter!“
Mit Tränen in den Augen schaute Harry sich um. Vor ihm stand kein anderer sonst als Voldemort persönlich. Sofort waren seine Gedanken wieder klar.

„Also, wenn du dir wünschst, ich werde dich genauso betrauern, hast du dich leider getäuscht, Tom. Auf das du niemals Ruhe findest!“ Mit den Worten schleuderte er ihm ein gewaltiges Avada Kedavra entgegen.
Zur selben Zeit kamen eben diese Worte aus dem Mund des Dunklen Lords.

Doch ihre Zauberstäbe verbanden sich nicht, wie einst beim Ende des Trimagischen Turniers. Die Flüche gingen einige Zentimeter aneinander vorbei, trafen ihre Gegner direkt ins Herz. Nebeneinander sackten sie zu Boden.

Harry Potter und Voldemort hatten sich in einem Schlag gegenseitig vernichtet.
Zuletzt geändert von Cassiopeia am Mi 16. Dez 2009, 17:22, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Tränen der Nacht [HP] 1/21

Beitrag von vojka »

*Schluck*

Ohman....

Ähm....

Ja....

Wie fang ich am besten an....

Oh....

Hey Süße,

ha, ich habe einen Anfang geschafft. puh.

*Nerven aufsammel*

*Räusper* Also es war ja nicht sehr lang, aber das war nicht schlimm, denn wenn es länger gewesen wäre, wären meine Nerven nun sicherlich im Nirvana. Puh... *tiefdurchatme* Ich mein, dass Harry stirbt war ja schon vorher klar, ich mein, sonst wäre die Inhaltsangabe ja nicht so gewesen *lach* Was ich aber viel grausamer fand, war, was du mit Ron gemacht hast. Ohman, *schluck* Ich hoffe ich bekomme dieses Bild wieder aus meinem Kopf heraus.

Das erste Kapitel war nicht schlecht, es war sogar gut, nur ziemlich ähm nervenaufreibend. Ich bin nun gespannt, wie es weiter geht, vorallem endlich mal eine Story von dir, wo ich noch nichts kenne *lach* obwohl ich sie jederzeit hätte lesen können *grins* Irgendwie hab ich es nur immer wieder vergessen *Ich böses Mädchen*

Knuff, denke immer daran, fleißig weiter posten, aber bitte nicht mehr als ein Chap am Tag, wenn es so weiter geht, denn das vertragen meine Nerven nicht.

:knuff:

Hab dich lieb

Deine Süße
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Tränen der Nacht [HP] 1/21

Beitrag von Cassiopeia »

*lach* Hey meine Süße :knuff:

Lieben Dank für dein Review! Ich weiß, der Anfang ist sehr hart, vielleicht das härteste der Story. Aber ich danke dir, dass du es gelesen hast und auch reviewt hast, das freut mich gerade total *knutsch* auch,wenn ich dich sprachlos gemacht habe *g*

Ich hoffe, du findest deine Nerven bald wieder, mag ja nicht Schuld daran sein, dass du sie verlierst :red:

Ich hab dich auch lieb,
deine Süße
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Re: Tränen der Nacht [HP] 1/21

Beitrag von Cassiopeia »

2. Leben und Tod

„HARRY!“

Ginny lag mittlerweile in den Presswehen und schrie den Namen ihres Geliebten bei jeder Wehe, die sie bildlich durchs Zimmer fliegen ließ vor Schmerz. Doch bei diesem Schrei war etwas anders. Sie konnte nicht genau sagen, was es war, doch sie hatte das Gefühl, als fiele der Teil von ihr, der Harry mit jeder Faser tief in sich aufgenommen hatte, plötzlich in tiefe Dunkelheit.

Doch sie hatte keine Zeit, sich darüber zu wundern was dieses eigenartige, dumpfe Gefühl zu bedeuten hatte, da überrollte sie schon die nächste Wehe, die sie erneut aufschreien ließ. Die Schmerzen waren beinahe unerträglich, sie hatte das Gefühl, ihr ganzer Körper wolle zerspringen, sie wollte sich am liebsten in Luft auflösen, wenn nur diese Schmerzen aufhörten.

„Gut so, Ginny, das machst du ganz toll, super! Jetzt nur nicht aufhören, hörst du? Pressen, Ginny, pressen! Der Kopf ist schon fast da - ich kann ihn sehen - los, noch ein kleines Stückchen - und noch ein bisschen – “ Das war Luna, die ihrer besten Freundin bei der Geburt als Hebamme beistand. Ginny hatte es fast geschafft, doch Luna merkte, wie sie immer müder wurde... auch hatte sie vor einigen Sekunden einen Gesichtsausdruck bei ihr gesehen, der nicht nur von den körperlichen Schmerzen her zu rühren schien.

Sie wusste, auch Ginnys Bruder Ron war auf dem Schlachtfeld, niemand konnte sagen, ob und wann er zurück kehren würde. Die Gedanken der Zaubererwelt waren auf Harry Potter gerichtet, dem es als einziger gelingen sollte, den Dunklen Lord zu besiegen. Ob er es geschafft hatte, ob er überhaupt noch lebte, vermochte keiner zu sagen. Die meisten Berichterstatter waren geflohen oder hatten selbst zur Waffe greifen müssen, um nicht auch Teil des Grauens zu werden, von dem sie stündlich berichteten. Man könnte meinen, der Kampf dauerte schon tage-, oder wochenlang, dabei waren es noch nicht einmal 24 Stunden.

In eben solchen Stunden hatte Ginny Weasley die schwere Aufgabe, ihr Kind zur Welt zu bringen. Ein Kind, von dem sie nie wusste, ob es seinen Vater je sehen würde. Sicher, sie wollte nicht gleich das Schlimmste annehmen, aber die Gedanken tief in ihrem Inneren ließen sich nicht so leicht zurück drängen.

Noch eine letzte Kraftanstrengung, dann war es vorbei. Ginny realisierte erst, dass sie aufhören konnte zu pressen, als sie einen dünnen Schrei vernahm. Der erste Laut ihres neugeboren Kindes.
„Herzlichen Glückwunsch Ginny, du hast eine Tochter“, sagte Luna sanft, während sie das winzige Etwas genauer ansah, ob auch alles so war, wie es sein sollte. Schließlich wickelte sie die Kleine in eine kleine Decke und legte sie in Ginnys Arme.

Ginny konnte ihr Glück kaum fassen. Eine unglaubliche Welle der Erleichterung, die fast schon an Erlösung grenzte, überschwemmte sie und Freudentränen liefen ihr über die Wangen, als sie endlich ihre Tochter im Arm halten durfte.
Verzückt spielte sie mit den kleinen Fingern, die immer wieder in die Luft griffen und schließlich ihren Zeigefinger umfassten. Die Kleine war an ihrer Brust sofort ruhig geworden und Ginny sah verklärt zu, wie sie immer mehr in den Schlaf fiel, bis sie schließlich ruhig schlummerte.

„Ginny?“, fragte Luna leise. „Ich habe ihr ein Bett geholt, es soll neben deinem stehen. Aber jetzt musst du sie leider kurz aus deinen Armen lassen, damit wir euch waschen können.“

Ginny schniefte noch die letzten Tränen weg, nickte dann aber Luna zu und erlaubte ihr, ihre Tochter schließlich in das Bettchen neben sie zu legen. Wie friedlich sie doch aussah, nichts wusste sie von all dem Unheil auf der Welt. Ginny konnte den Blick nicht von ihr wenden, es war ihr, als habe sie noch nie so etwas Schönes gesehen. Das sie dieses kleine Wunder sozusagen "produziert" hatte, ließ sie leicht lächeln.
Doch als sie an die andere Person dachte, die bei der Entstehung dieses kleinen Wesens beteiligt gewesen war, trat ein trauriger Ausdruck in ihr Gesicht.
Dann erinnerte sie sich wieder an das seltsame Gefühl, dass sie mitten bei der Geburt verspürt hatte. Und ja - es war immer noch da. Diese… Leere, wenn sie an Harry dachte.
Da wusste sie es, ohne Zweifel: Harry Potter, die Hoffnung der gesamten Welt, war tot.

„Nein!“, rief sie laut aus, Verzweiflung stand in ihren Augen. Davon wachte ihr Kind auf, fing ebenfalls an zu weinen. Luna nahm die Kleine behutsam auf den Arm und legte sie Ginny wieder in die Arme, die ihr Kind sofort an sich drückte.
„Nein...“, schluchzte sie immer wieder.

„Ginny? Was - was ist denn passiert?“, fragte Luna vorsichtig. Sie wusste, Ginny hatte große Angst um Harry, um so Schlimmer war, dass sie in diesen schweren Stunden getrennt waren. „Ginny, was hast du? Komm, sag es mir.“ Behutsam streichelte sie den arm ihrer Freundin, die am ganzen Körper zitterte. Vor Erschöpfung, vielleicht vor Angst.

Ginny hatte es gerade so weit beruhigt, um zu einer Antwort anzusetzen, als die Tür des Zimmers aufgerissen wurde.

„Hey, was machen Sie hier?! Sofort raus hier, Sie –„, Luna wollte den Fremden sofort der Türe verweisen, als dieser ihr das Wort abschnitt.
„Harry Potter hat Du-weißt-schon-wen besiegt!“

Ginny setzt sich auf, so gut es ihr möglich war. Vielleicht war ja doch alles gut gegangen?
Aber schon die nächsten Worte machten alles zunichte.

„Doch hat ihn der Dunkle Lord mit in den Tod gerissen.“

Und schon war der fremde Mann aus dem Zimmer verschwunden und stürmte in die nächsten Zimmer.

„Oh nein!“, murmelte Luna nur und beugte sich über Ginny, die wie erstarrt in ihrem Bett saß und unbewusst immer wieder über den Kopf ihrer kleinen Tochter strich.
„Ginny? Du... du hast es gespürt, nicht wahr?“

Langsam nickte Ginny und nur ein leises „Ja“ kam über ihre Lippen.

Langsam ließ sie sich zurücksinken und ließ zu, dass Luna ihr ihre Tochter, die bereits wieder eingeschlafen war, aus den Armen nahm. Plötzlich brach eine nie gekannte Müdigkeit über sie herein und sie fiel von einer Sekunde auf die Andere in einen beinahe komaähnlichen Schlaf.

Besorgt sah Luna ihre beste Freundin an. Sie wusste, Ginny liebte Harry sehr. Sie hatte sehr wohl gemerkt, wie sie immer ernster geworden war in der letzten Zeit, als täglich neue Schreckensmeldungen über den Krieg zu hören waren. Sie kannte das Los Harrys und hätte den beiden so gern geholfen.

Doch Ginny und Harry hatten sich ihre eigen kleine Welt geschaffen, eine Welt, in der sie glücklich sein konnten um für ein paar Stunden den Wirren des Krieges zu entkommen.
Nun war Harry tot. Er hatte den mächtigsten Zauberer aller Zeiten hingerichtet und war dabei selbst gerichtet worden. Was das erst für Ginny bedeuten musste, wollte und konnte sie sich gar nicht ausmalen, aber sie schwor sich, alles in ihrer Kraft stehende zu tun, damit es ihr und der Kleinen gut ging.
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Re: Tränen der Nacht [HP] 1/21

Beitrag von Tjeika »

Ui... ui.... holla... heftig... blutig... hart... bitter...

Das sind so die Worte, die mir zu diesem Kapitel einfallen. Was mir gerade auffällt, dass dieses Kapitel durchaus auch als Oneshot stehen könnte... wegen dem Ende... aber andererseits wird man dann schon neugierig, was aus Ginny und dem Baby wird.
Ich kann dir leider nicht sagen, ob ich dabei bleiben werde, immerhin bin ich kein großer Ginny Fan und Draco kann ich auch so überhaupt nicht ausstehen. Ich werde dann mal das nächste Kapitel abwarten... und dann entscheiden ;)

Das hier war gut. Es war sehr gut. Es drückt all die Schrecken des Krieges aus, so grausam, so hart. Der Tod hat mir oft gefehlt in anderen FFs. Dort wurde dann meist nicht gestorben und es gab ein Friede Freude Eierkuchen Ende. Fand ich meist nicht so passend und gut, denn so ist der Krieg nicht.

Du hast es sehr gut getroffen und ich bin sehr gespannt, wie es hier weitergeht!
:knuff: Ria
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Re: Tränen der Nacht [HP] 2/21

Beitrag von Cassiopeia »

Hey Ria :knuff:

Ich danke dir für den Review - es bezieht sich nur auf das erste Kapitel, oder? Weil wir glaube ich beinahe gleichzeitig gepostet haben *lach*
Stimmt, der Krieg ist grausam und daher finde ich soclhe Friede-Freude-Eierkuchen-Enden meist auch total fehl am Platze. Oder es wird dann direkt aufgehört. Aber was kommt danach? Das wird oft vergessen, als wenn dann alles wieder Alltag wäre.. *seufz*
Klar, du musst nicht dabei bleiben, ich zwinge ja niemanden^^. Lasse mich einfach überraschen *grins*

danke dir :knuff:
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Re: Tränen der Nacht [HP] 2/21

Beitrag von Tjeika »

Huhu,

ja, in der Tat, das Review war nur für das erste Kapitel, also bekommst du nun eines für das Zweite ;)
Und dieses war nicht weniger heftig, wenn auch auf eine gänzlich andere Weise. Ich finde es sehr schön, wenn auch leicht esoterisch angehaucht, aber das ist in Ordnung, es gibt ja auch Zauberer ;) , dass Ginny spüren konnte, was geschehen war.
Ich weiß gar nicht, was ich weiter sagen soll, außer, dass ich immer noch gespannt bin, wie es nun weiter geht, was nun mit Ginny, ihrer Tochter und Luna, die hier wohl eine größere Rolle zu haben scheint, was mir im Übrigen gefällt, geschehen wird...

:knuff: Ria
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Re: Tränen der Nacht [HP] 2/21

Beitrag von Cassiopeia »

Lieben Dank :knuff: ich weiß gerade leider gar nicht mehr zu sagen, als viel Spaß und entschudige den holprigen Schreibstil :red:

3. Erwachen

Stille umgab ihn. War er nicht vor wenigen Sekunden noch in mitten einer Schlacht gewesen? Einer Schlacht voller Flüche und schreiender Verwundeter? Doch nun hörte er nichts mehr davon. Wie war das möglich? Wo war er?
Die Augen noch immer geschlossen, dachte er angestrengt nach, was in den letzten Minuten passiert war..
Plötzlich durchzuckte es seinen ganzen Körper: Ron! Er hatte seinen besten Freund bis zu dessen letzten Atemzügen begleitet. Und dann? Er konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, was danach passiert war.
Sollte er sich trauen, die Augen zu öffnen? Vorsichtig blinzelte er, öffnete sie gerade so weit um festzustellen, ob es um ihn herum hell oder dunkel war.
Dunkel.
Sehr gut, dachte Harry sich und öffnete die Augen noch einen Spalt breit. Schummriges Licht empfing ihn, er konnte jedoch nichts außergewöhnliches ausmachen. Schließlich machte er die Augen ganz auf. Und erschrak fürchterlich.

„Ron! Was zum Teufel machst du hier? Du - du - bist tot! Ich meine – “ Entsetzt hatte er sich aufgesetzt und war schrittweise von Ron weggerobbt.

„Ich weiß. Und du bist es auch, Harry.“

„Was?! Nein! Das - das kann nicht sein! Ich – “ Ungläubig starrte er erst Ron einige Sekunden an, um dann auf die Idee zu kommen, sich selbst zu betrachten.

Er war durchsichtig! Nicht ganz, der Hintergrund verschwamm ein wenig, aber er war eindeutig nicht mehr der Harry, der er vorher war! Sein Blick fiel auf eine Gestalt nicht weit von ihm entfernt. Hätte er noch einen Körper gehabt, wäre er wohl kreidebleich geworden.

„Aaahh! Ron, Nein, sag dass das nicht wahr ist! Das - das bin ja ich!“

„Das ist dein Körper, ja. Du sitzt hier vor mir. Du bist jetzt ein Geist, Harry. Genau wie ich und all die anderen Toten.“

Harry hörte gar nicht richtig zu, seine Augen waren starr auf das Bild, welches sich ihm darbot, gerichtet. Er - nein, sein Körper - lag dort mit ausgestrecktem Zauberstab auf dem Boden, die Lippen leicht geöffnet, als habe er noch etwas sagen wollen. Neben ihm lag - in etwa der gleichen Position, nur andersherum - Lord Voldemort. Bei seinem Anblick keuchte Harry entsetzt auf.

„Ist er - auch tot?“, fragte er unsicher.

„Sieht ganz so aus, ihr habt euch gegenseitig umgebracht. Du hast es vollbracht, Junge. Du hast Du-Weißt-Schon-Wen umgebracht!“ Ron strahlte ihn an.

„Aber – “, Harry schaute sich ängstlich um, „Müsste er dann nicht auch hier irgendwo sein?“

„Nein. Ich hab euren Kampf mit angesehen, ich glaube, du hast so etwas gesagt wie, dass er niemals Ruhe finden soll.“

„Ich hab ihn - verflucht?!“, stieß Harry ungläubig hervor. „Und - jetzt?“

„Jetzt kann er weder ein Geist werden, noch kann er sterben - er ist in der Schattenwelt, wo er seinem eigenen Verstand ausgesetzt ist, der ihn zermürben wird.“

„Aha“, sagte Harry nur ungläubig, ohne seine Augen abzuwenden.

Eine Weile sagte keiner von ihnen etwas. Schließlich wandte Harry seine Augen mit einem Ruck ab.

„Warum kann ich mich nicht erinnern, mit ihm gekämpft zu haben? Ich weiß nur noch, wie ich bei dir saß und dann - dann ist alles weg.“

Ron überlegte. „Es könnte sein, dass das mit dem Avada Kedavra zusammen hängt. Ich habe schon von anderen gehört, dass man dann manchmal nicht mehr weiß, was in letzten Minuten vor dem Tod passiert ist.“
„Aha“, sagte Harry wieder. „Sag Ron, woher weißt du das alles? Du bist doch nur wenige Augenblicke vor mir gestorben!“ Diese Satzformulierung hatte etwas makaberes an sich, aber anders konnte er es nicht ausdrücken.

„Ich - ähm“, Ron wusste nicht, wie er es Harry beibringen sollte, ohne diesen noch mehr zu verschrecken.

„Ron? Wie lange bin ich schon tot?!“

Ron holte tief Luft, bevor er antwortete: „Zwei Tage, Harry.“

Spätestens jetzt wäre Harry wohl ohnmächtig geworden, hätte er noch einen Körper besessen. Er war bereits seit zwei Tagen tot?! Wie konnte das sein? Warum war er dann erst jetzt "aufgewacht"? Panik stieg in ihm auf. Verwirrt blickte er um sich. Und hätte wohl zum dritten mal innerhalb weniger Minuten einen Herzinfarkt bekommen, wäre er kein Geist gewesen.

Ron und er waren nicht allein. Um sie herum waren hunderte, tausende von Geistern! Einige hatten bereits bemerkt, dass Harry zu sich gekommen war und bildeten einen neugierigen Kreis um die beiden. Langsam erhob er sich, immer noch einen äußerst verwirrten Ausdruck im Gesicht. Plötzlich sprach jemand zu ihm.

„HARRY! Bei Merlin, du hast es geschafft! Ich wusste, dass du es packst, Junge!“ Und aus dem Kreis der Umstehenden trat eine riesengroße Person heraus, die Harry sogleich an sich drückte, dass ihm wohl unter normalen Umständen die Luft weggeblieben wäre.

„HAGRID!“, rief Harry, erfreut den Halbriesen wieder zu sehen. Schüchtern löste er sich aus dessen Umarmung.

Eine ältere Person mit einem strengen Zopf und genauso strengen Gesichtszügen trat auf ihn zu. „Mr. Potter, wir sind stolz auf Sie! Sie haben es tatsächlich geschafft, Voldemort zu besiegen. Ich soll Ihnen von Professor Dumbledore die besten Glückwünsche überbringen, er wird Sie bald besuchen kommen.“

Fassungslos starrte Harry seine ehemalige Hauslehrerin an. „Äh - ja - danke, Professor McGonagall“, murmelte er verlegen, während er immer noch ihre Hand schüttelte. Plötzlich legten alle auf einmal los, alle wollten sie ihn umarmen und beglückwünschen.

Harry spürte, wie er sich immer unwohler zu fühlen begann. Er mochte es nicht, im Mittelpunkt zu stehen, hatte es noch nie gemocht. All diese Leute hatten im Grunde nichts anderes von ihm erwartet. Er war der Retter der Zaubererwelt gewesen von dem Tag an, als der Todesfluch auf den Dunklen Lord zurück geschleudert worden war. Er war ihr Held gewesen mit der Aufgabe, eben jenen Lord zu besiegen, ohne, dass er auch nur die kleinste Chance gehabt hatte.
Doch nun hatte er es geschafft. Er hatte ihn besiegt, Lord Voldemort alias Tom Riddle, der das Leben von Millionen zu einem Alptraum gemacht hatte. Ohne es zu wollen, begann etwas wie Stolz ihn zu erfüllen.

„Hallo Harry“, sagte plötzlich eine leise Stimme neben ihm. Er drehte sich um und sah direkt in Hermines Augen. Glücklich fiel er ihr in die Arme.

„Hermine! Du lebst!“ Gedanklich schlug er mit seinem Kopf gegen eine Steinwand. „Nein, äh, ich meine - es ist nur so schön, dich weder zu sehen!“

„Schon gut, Harry“, lachte sie. „Ich freu ich auch, dich wieder zu sehen!“

„Hrm, Harry?“, hörte er eine schüchterne Stimme hinter sich.

„Neville?!“

„Du hast es geschafft, Mann!“, sagte Neville nur, bevor er ihn in eine feste Umarmung zog.

„Ja, sieht so aus“, konnte Harry nur sagen. Er fühlte, wie die Gefühle ihn zu übermannen drohten, es war einfach unglaublich. Alle waren sie wieder hier und gratulierten ihm.

Nein, nicht alle. Jemand ganz entscheidendes fehlte.
Harrys Gesichtszüge entgleisten, als er an Ginny dachte. Er hatte doch versprochen, auf sie aufzupassen! Und jetzt war er selber tot!
Verzweifelt schaute er sich zu Ron um, der Hermine verliebt ansah. Als er Harrys Blick bemerkte, fragte er besorgt: „Harry, was hast du?“

„Ginny“, flüsterte er nur. „Ich habe Ginny allein gelassen.“
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Re: Tränen der Nacht [HP] 3/21

Beitrag von Tjeika »

Huhu,

das ist ja mal ein interessantes Kapitel. Diese Sichtweise zu wählen, ist selten. Ich finde es gut, dass man auch mal die Sichtweise der Toten lesen kann.
Mich würde aber auch mal interessieren, warum Harry zwei volle Tage zum Aufwachen benötigt hat. Ist das bei jedenm so? Hängt das mit dem Todesfluch zusammen?
Sehr witzig fand ich, dass Harry Voldemort bis in alle Ewigkeit verflucht hat, wie es aussieht. Das verschafft doch ein wenig Genugtuung :D
Nun bin ich aber mal gespannt, wie es weiter geht!

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Re: Tränen der Nacht [HP] 3/21

Beitrag von vojka »

Hey Süße,

endlich lese ich weiter *grins*

zu Chap 2:
Ohman wieder schaffst du es so wunderbar die Gefühle aller beteiligten in wenige Worte zu fassen. Erst der Schmerz Ginnys, der nur von der Geburt herrührt, dann der Schmerz, der zusätzlich aus dem inneren kommt und ihre Verbindung zu Harry ist und dann die Gefühle als ihr bewusst wird, dass das Gefühl, dass Harry tot ist, nicht getäuscht hat. Den Mann der da so in das Zimmer geplatzt ist, hätte ich am liebsten erschlagen, der ging ja mal so gar nicht *seufz* Nun bin ich auf das nächste Chap gespannt, denn das werde ich gleich im Anschluss lesen, wenn es schon da ist. Ich hoffe nur, dass das meine Nerven mit machen.

Chap 3:

Irgendwie war dieses Chap ja schon ähm recht kitschig, aber es war auch super schön, noch mal „alle“ zu hören, wenn auch nur kurz und als Geister. Ich muss gestehen ich weiß nicht was ich groß schreiben soll, mir fällt nicht wirklich etwas ein, viel lieber würde ich sofort weiter lesen (was ich ja reintheoretisch könnte, aber nicht will, da ich es hier machen möchte), aber dass kann ich nicht. So bleibt mir nur zu sagen. Ich bin gespannt, was dein jüngeres Hirn noch so für Ideen hatte und wie du diese umgesetzt hast und freue mich auf die folgenden Kapitel.

Hab dich lieb.

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