Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

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Siria
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag

Thyra nickte und legte ihre Hand auf Ingas Arm. "Natürich fahre ich auch alleine zurück. Ich bräuchte nur eure Hilfe, ein Schiff für mich zu finden. Solange würde ich euch bitten, mich nicht alleine zu lassen." gab sie zu.
Sie blickte wieder auf Lýsir. "Aber warum liebt er jemand anderes, wenn er zu dir sagt, dass er dich liebt? Es klang sehr ehrlich", sprach sie verwundert zu Inga. "Hat er dir gesagt, dass er jemand anderes liebt?"
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Tjeika
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag
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"Natürlich bringe ich dich sicher in den Hafen", sagte Inga, wie selbstverständlich und das war es für sie auch!
Ihr lag viel daran, dass Thyra sicher nach Hause kam. Sie wollte sich weder länger um sie Sorgen noch wollte sie, dass ihr noch mehr Übel widerfuhr!
"Ach... Lýsir sieht in mir seine Verlobte, die vor einigen Jahren starb, nachdem sie in die Sklaverei verkauft wurde", versuchte Inga zu erklären.
"Ich denke, er projeziert seine Gefühle für Aradis auf mich", fügte sie leise hinzu, wieder senkte sie traurig ihren Blick.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Siria
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

Thyra
In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag

Thyra war Inga sehr dankbar, dass sie sie in einen Hafen bringen würden, damit sie nach Hause fahren konnte. Vielleicht würde sie in ein paar Jahren noch mal aufbrechen, aber jetzt hatte sie zunächst genug.
"Oh", war ihre Antwort auf Ingas Erklärung. "Bist du dir da sicher?" dann überlegte sie. "Sag mal Inga, kanntet ihr euch schon vorher? Ich war doch nur zwei Nächte weg." sie war verwundert. War sie vorher so blind gewesen und hatte nichts mitbekommen?
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag
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"Nein", lachte Inga da und sie konnte gar nicht anders, als zu lachen, wenn sie daran dachte, dass erst Thyras Entführung dafür gesorgt hatte, dass sie und Lýsir sich nähergekommen waren, auch wenn Inga sich jetzt gar nicht mehr so sicher war, ob das wirklich gut gewesen war.
Immerhin hatte Inga sich irgendwie nur ins eigene Fleisch geschnitten. Sie hatte jemanden gefunden, den sie liebte, der sie jedoch nur unglücklich machte. Nicht, dass er das bewusst tat, das glaubte Inga wahrlich nicht, sie konnte und wollte nicht glauben, dass Lýsir sie absichtlich verletzte.
"Weißt du, ich denke, es war Liebe auf den ersten Blick. Ich weiß, dass das alles sehr schnell ging. Und ich denke, auch das ist ein Grund, warum ich davon ausgehe, dass er in mir nur Aradis sieht. Er liebt nicht mich, er liebt die Person, die er in mir sieht", sprach Inga nachdenklich.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

Thyra
In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag

Thyra staunte, so schnell konnte dies also gehen.
"Du solltest mit ihm reden. Was ist, wenn er wirklich dich liebt, du ihn aber abweist, weil du denkst, er liebt noch seine verstorbene Verlobte? Es wäre doch schade, wenn du oder ihr alles wegwerfen würdet." Thyra konnte es noch immer nicht ganz fassen, was Inga ihr erzählt hatte. Das war alles sehr verwirrend.
"Meinst du, wir könnten hier bleiben und uns verstecken bis heute Abend? Oder wollen wir weiter ziehen?"
Thyra war müde und sie hätte sich, trotz der ganzen Aufregung gerne ein wenig hingelegt. Aber vielleicht waren sie noch zu nahe am Ort. Sie konnte dies gerade nicht einschätzen.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag
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"Bleiben wir hier. Ich rede mit ihm", seufzte sie und öffnete die Türe nun ganz.
Noch einmal nickte sie Thyra zu, dankbar lächelnd ob ihres Rates und erleichter ob der Tatsache, dass sie es heil überstanden hatte, dass sie lebte und weitestgehend unverletzt war. Sie hatte Recht, sie musste mit Lýsir reden. So trat sie aus der Scheune, die Thyra hinter ihr schloss, wohl als Zeichen, dass sie ihnen die Zeit lassen würde, wofür Inga ihr sehr dankbar war. Seufzend setzte sie sich neben Lýsir auf den Stein. Doch ansehen konnte sie ihn nicht. So sehr es ihr auch danach verlangte. Sie hatte Angst, was sie in seinem Blick erkennen könnte.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag

Lýsir hatte seine Wunde so gut es ging versorgt und ein frisches Hemd angezogen. Er hatte die Frauen reden gehört, hatte jedoch nicht verstanden worum es ging und wollte es im Grunde auch nicht wissen. Er machte sich Sorgen.
Als Inga herauskam, jedoch nicht Thyra war er verwundert. Inga setzte sich neben ihn, doch sagte nicht. Er verstand nichts mehr.
"Ist mit Thyra alles in Ordnung?" fragte er besorgt.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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09. März 768, Vormittag
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"Es geht ihr gut. So gut es jemandem in dieser Situation eben gehen kann", sagte Inga mit belegter Stimme.
Dann seufzte sie, nahm allen ihren Mut zusammen und blickte zu Lýsir. Wie sehr sie ihn doch liebte, seinen Anblick, seine Nähe.
"Aber deswegen bin ich gerade nicht hier", sprach sie leise und senkte ihren Blick ein wenig, der nun auf seine Hand fiel.
Wie gerne sie sie doch ergreifen würde, doch das konnte sie nicht. Vorher brauchte sie Klarheit und dazu musste Lýsir ehrlich zu sich selbst und auch zu ihr sein.
"Es geht um etwas anderes", begann sie leise und musste erneut allen ihren Mut zusammennehmen, so etwas hatte sie noch niemals zuvor erlebt.
"Ich habe Angst, Lýsir. Angst davor, dass nicht ich es bin, die du in mir siehst", sprach sie leise, sehr leise, vorsichtig beinahe und hoffte, er verstand.
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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Vormittag

Entsetzt blickte Lýsir Inga an. Wen sollte er sonst... Aradis?
Lýsir seufzte und verstand. Er zögerte kurz. Sah er Aradis in Inga? Er hatte sich darüber keine Gedanken gemacht, doch nun, als Inga es ansprach mußte er darüber nachdenken. Er blickte Inga an und in diesem Augenblick wußte er ganz sicher, dass er nicht Aradis in Inga sah. Sie war anders als Aradis es war. Ja, er hatte die gleichen Ängst um sie, aber nur, weil er Inga liebte.
Er stand auf und setzte sich vor sie: "Inga", sprach er sanft. "Ich liebe dich, nicht Aradis. Aradis ist tot und dessen bin ich mir bewußt. Sie wird immer einen Platz in meinem Herzen haben, aber das ist nichts im Vergleich zu dem, welchen Platz du einnimmst. Du hast mich zum Leben erweckt, du gibst mir so viel. Ich liebe allein dich, Inga. Ja, ich habe die gleichen Ängst um dich, wie ich sie um Aradis hatte. Ich hatte Angst davor, dass ich alles noch mal erleben müßte. Ich weiß nicht, ob ich dies ein weiteres Mal so überstanden hätte. Aber es ist nicht Aradis die ich gerade liebe, sondern Inga. Eine wundervolle Frau, so stark und gleichzeitig so sanft. Ich habe solche Angst, dich zu verlieren. Du gibst meinem Leben wieder einen Sinn. Ich möchte mit dir Leben, möchte ein neues Leben anfangen, ich möchte wieder richtig Leben. In den letzten zwei Tagen und Nächten hast du mir einen Vorgeschmack dessen gegeben, wie es ist mit dir zusammen zu sein und ich möchte es nicht mehr missen. Ich bin in dieses Land gekommen, um Rache zu nehmen. Doch nun ist alles anders. In meinem Herzen ist so viel Liebe, dass ich diese Rache nicht mehr brauche, denn ich brauche nur dich."
Er sah Inga fast flehend an. Er wollte sie nicht verlieren, wie sollte er ihr nur klar machen, dass er sie liebte? Wie?
Er hatte vorsichtig seine Hand auf ihre gelegt und gehofft, Inga würde sie nicht wegziehen.
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Inga brauchte einige Sekunden, um zu verarbeiten, was Lýsir ihr da gerade gesagt hatte. Sie spürte seine Hand, die sanft auf der Ihren lag. Und dann seufzte sie, hob vorsichtig den Blick, suchte Lýsirs. Sie musste in seine Augen sehen. Sie musste sich davon überzeugen, dass sein Blick die gleiche Sprache sprach, wie es seine Worte getan hatten. Und dann sah sie es - oder hoffte sie es nur, zu sehen? - sie sah, dass er aufrichtig war. Inga ließ sich zu Lýsir auf den Boden gleiten, blickte ihn noch eine Sekunde lang an und dann legte sie ihren Kopf an seine Schulter.
"Es tut mir leid", murmelte sie leise und sie hoffte, dass er verstehen konnte, warum sie solche Gedanken gehabt hatte.
Und sie waren immer noch da. Doch nun wusste Inga, dass es Zeit brauchen würde, sie würde sehen müssen, was geschähe. Sie würde abwarten müssen. Und sie würde die Geduld aufbringen müssen, immerhin liebte sie ihn. Über alles. Und sie konnte sich kaum mehr vorstellen, wie es war, ohne ihn zu sein.
"Ich will nicht ohne dich sein", flüsterte sie an seine Brust.
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