Nach Süden

Die Geschichte
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silverbullet
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Re: Nach Süden

Beitrag von silverbullet »

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Monra
Dorf Fjallbrann
Sommer 3340
Abend
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Monra hörte aufmerksam zu, dann meinte sie: "Es wird mir eine Freude sein, nach einer Beratung mit meinen Auftraggebern zu Euch zurück zu kehren." Dann ergriff sie die Hand Ragnors und schüttelte diese mit festem Druck.
Nun musste sie nur noch Oftar finden, damit er die Kunde zum Fürsten brachte, dass sie eine Übereinkunft getroffen hatte. Entweder würde sie dann ins Lager zurückkehren müssen, oder aber selbst einen Vertrag aufsetzen, der von den Ratsherren unterschrieben werden sollte. Waren erst die ersten Soldaten in der Ortschaft, konnte sie endlich die Korruption aufdecken und die Festnahme von Ragnor und seinen Schergen veranlassen. Und eine juckende Wahnvorstellung in dem Hirn dieses... Rückständigen einpflanzen.
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Cassiopeia
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Re: Nach Süden

Beitrag von Cassiopeia »

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Haakan / Sheon / NPC
Dorf Fjallbrann
Sommer 3340
Abend
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Haakan schloss genießend die Augen. Das Gefühl tiefer Liebe und Dankbarkeit erfüllte ihn und wurde beinahe unerträglich. Er erlaubte sich nicht oft zu fühlen. Alakti hatte ihn in dieser Hinsicht mehr als gerettet.
Er drehte sich langsam zu ihr um und strich mit Zeigefinger und Daumen über ihre Schläfen hinab.
"Niemand außer dir hätte das geschafft. Du wirst uns in diese neue Freiheit führen, als Fürstin und Kommandantin und sie werden dir folgen. So viele Jahre und Jahrzehnte und ich hoffe, es folgen noch mindestens genau so viele Jahre bis Jahrhunderte. Wir haben noch so viel vor."

Oftar war derzeit mit Brean unterwegs in gänzlich anderen Gefilden der Stadt - jenen, die am unteren Ende der sozialen Hierarchie standen, die es selbst im kleinen Ort Fjallbrann gab. Sie besaßen keine Münze um sich ein Bier, und sei es noch so schlecht, in der Taverne zu kaufen. Sie lebten von dem, was die Straße hergab und das war meist kaum mehr als Abfall.
Gefangen an einem Ort, dem sie nicht entkommen konnten, da es weit und breit keine andere Zuflucht gab. Einige waren tatsächlich bereits gegangen, zogen ein Leben in der Wildnis vor statt der erbärmlichen Existenz außerhalb jeder sozialer Raster.
Brean war zutiefst entsetzt über diesen Umstand. In einem Rudel gab es eine Hierarchie, doch niemand wurde je so ausgegrenzt und vergessen. Sie hielten zusammen und wenn es hart auf hart kam, klärte der Leitwolf den Konflikt persönlich. Danach gab es entweder ein Leben weniger oder ein Rudelmitglied voller Reue. Niemals würde er jemanden seines Rudels derart wertlos behandeln wie es diese Menschen mit den Ärmsten ihresgleichen taten.
Was Brean beinahe unerträglich fand, war der Gestank der Menschen und ihrem Unrat. Er hatte niemanden hier gesehen oder gerochen, der wie er war. Sheon würde enttäuscht sein.
Oftar hingegen war ein Künstler der Verwandlung und Anpassung, die Brean sehr bewunderte. Als dieser sich schließlich auf den Weg machte, als kleiner Leuchtkäfer Monra zu finden, blieb Brean zurück, weiter durch unbekannte Gassen wandernd, um sich jeden Winkel einzuprägen.

Ragnor setzte ein schmeichelndes Lächeln auf.
"Dann beehrt uns doch zu einem Geschäftsfrühstück im Rat-Haus morgen zur zweiten Stunde nach Sonnenaufgang. Wir haben frisches Brot, Eier, Braten, Malzbier... wenn Euer Herr weitere Speisen bevorzugt, lasst es uns wissen."
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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