Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
- Tjeika
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- Abwesend: Sonnabend - Montag
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
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Lene Månström
WG in Stockholm, Schweden
22:11 Uhr, Freitag, 11.09.2010
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Lene grinste vor sich her, während sie auf den internen Seiten der Planungsgruppe für das nächste Scandinavian Summerstorm Festival surfte. Es waren schon die ersten 12 000 Karten verkauft, dabei war das letzte Festival gerade einmal anderthalb Monate her. Es war schon faszinierend, wie schnell aus so einer fixen Idee so ein relativ großes Festival werden konnte. Und Lene konnte wahrlich nicht von sich behaupten, dass sie sonderlich traurig über diese Entwicklung war. Doch für heute, so beschloss sie in jenen Sekunden, war genug der Arbeit getan, immerhin hatte sie gerade die Ausschreibung für die freien Mitarbeiter für nächstes Jahr ins Netz gestellt. Sie hoffte, dass sie einige der Techniker und Bauarbeiter vom diesjährigen Festival wieder gewinnen konnte, die sie noch einmal zusätzlich persönlich angeschrieben hatte. Sicher, es waren nicht alle, die dieses Jahr mitgearbeitet hatten, die eine Email bekommen hatten. Doch die, mit deren Arbeit sie besonders zufrieden war, hatten nun eine Mail in ihrem Postfach. Und Lene konnte die Antworten gar nicht erst erwarten. Doch bevor sie zu nervös werden konnte, hatte sie den Rechner ausgeschaltet. Es brachte eh nichts, heute noch Antworten zu erwarten.
Gerade war sie auf dem Weg in die Küche gewesen, als eine Eule an ihr Fenster klopfte. Stirnrunzelnd begab sie sich zum Fenster. Schon lange hatte ihr niemand mehr eine Eule geschrieben, immerhin arbeitete sie in der Welt der Muggel und hatte nur wenige Freunde aus der Welt der Zauberer und Hexen. Brendan war da, Arvid, ihr Bruder. Das war es aber fast auch schon. Und mit den beiden hielt sie anderweitig Kontakt, als über Eulen. Neugierig öffnete sie das Fenster und ließ das Tier in ihr Zimmer, ehe sie ihm einen Keks gab - leider hatte sie keine Eulenkekse, so dass es mit einem gewöhnlichen Butterkeks vorlieb nehmen musste - und dann den Brief abband.
iebe Lene,
ich weiß nicht wirklich, wie ich diesen Brief beginnen soll. Ob ich ihn wirklich schreiben soll. Falls du ihn doch in den Händen hältst, hoffe ich, dass du ihn überhaupt liest.
Wahrscheinlich habe ich gar kein Recht, ihn zu schreiben, nach neun langen Jahren in denen ich mich nicht gemeldet habe. Dich nicht einmal habe wissen lassen, ob ich noch lebe…
Aus diesem Grund schreibe ich dir nun. Du sollst wissen, dass ich noch lebe, dass ich jeden deiner Briefe gelesen habe, auch wenn ich sie nie beantwortet habe, obwohl du so sehr um Antworten gebeten hattest.
Glaube bitte nicht, dass ich dich im Moment meines Weggangs vergessen habe oder du mir nichts mehr bedeutet hast. Im Gegenteil, auch wenn solch eine Beteuerung nach so langer Zeit wohl nur von geringer Bedeutung ist. Die Wahrheit ist, dass ich Angst um dich hatte – weil ich dich liebte. Ich hatte panische Angst, durch meine eigene Dummheit die Mörder meiner Eltern zu dir zu führen, wenn ich dir schriebe. Ich musste abtauchen und dich in schmerzlicher Ungewissheit zurück lassen. Es tut mir unendlich leid und wäre ich im Besitz eines Zeitumkehrers, ich würde ihn nutzen und mich selbst daran hindern, dir so weh zu tun…
Erst jetzt, nach neun Jahren, sehe ich einen kleinen Lichtstreifen. Und ich weiß, dass ich dir die Antwort schuldig geblieben bin, bis heute.
Ich weiß, dass es keine Entschuldigung für mein Verhalten gibt. Aber falls du noch immer Antworten möchtest, bin ich bereit, sie dir zu geben – auf alle deine Fragen.
Ich habe wohl kaum ein Recht, um Verzeihung zu bitten, daher kann ich nur hoffen, dass du es eines Tages, vielleicht, tun kannst.
In Liebe,
Leev
Noch dreimal las Lene den Brief, konnte nicht fassen, was sie da gerade vor sich hatte. Von wem sie diesen Brief bekommen hatte. Irgendwie war auf einmal alles unglaublich unwirklich, nicht real. Niemals im Leben hätte die Schwedin damit gerechnet, jemals noch auch nur ein winziges Lebenszeichen von Leevke zu erhalten. Nein, das war in der Tat überraschend. Und Lene wusste nicht so recht, ob sie es gut oder schlecht finden sollte, nach verdammten neun Jahren einen Brief von der Person zu erhalten, die sie damals über alles geliebt hatte - und die sie fallengelassen hatte, wie eine heiße Kartoffel. Jahrelang hatte sie ihr geschrieben, beinahe schon um eine Antwort gebettelt. Und niemals eine erhalten. Und dann hatte sie angefangen, damit abzuschließen. Und heute, hier, nach neun Jahren, war der Brief nun, den sie sich immer so sehr ersehnt hatte. Nun, wo sie damit begonnen hatte - oder hatte sie damit sogar schon abgeschlossen? - endgültig einen Strich unter das Kapitel Leevke zu ziehen.
Lene hatte ihren Kopf in ihre Hand gelegt, während sie die so lange ersehnten Zeilen ein fünftes - oder war es gar schon das sechste Mal? - las. Und sie wusste, so falsch sie es auch fand, dass sie Leevke antworten würde. Heute noch. Jetzt sogar. So setzte sie sich an ihren Schreibtisch und zog einen Bogen Druckerpapier aus dem Drucker, der an ihrem Laptop angeschlossen war. Pergament und Feder hatte sie schon lange nicht mehr in den Händen gehalten, mal einmal von diesem Brief hier gänzlich abgesehen, von dem sie immer noch nicht wusste, was sie davon halten sollte. Ein Kugelschreiber war auch schnell gefunden und so begann sie letztlich zu schreiben. Sieben Versuche und eine Stunde später hatte sie die Antwort dann auch endlich fertig. Gut war, dass einer ihrer Mitbewohnerinnen auch eine Hexe war, die eine Eule besaß. Dieser band sie ihre Antwort letztlich um und schickte sie an Leevke.
Hallo Leevke,
ich muss gestehen, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich mich über deinen Brief freuen soll oder nicht. Lange, viel zu lange habe ich darauf gewartet, dass du endlich ein Lebenszeichen von dir gibst. Doch niemals kam eine Antwort auf meine vielen Briefe. All die Jahre habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe, dass du einfach so, ohnen einen Ton zu sagen, verschwunden bist. Dein Abschiedsbrief war auch nicht sonderlich aufschlussreich. Doch heute, nach neun Jahren, weiß ich nicht, ob ich überhaupt noch eine Antwort auf all meine Fragen haben möchte. Ich bin froh, dass du lebst. Und ein Teil von mir möchte auch heute noch wissen, was genau damals geschehen ist. Doch ein weitaus größerer Teil hat längst mit dir abgeschlossen. Ob ich dir jemals verzeihen kann, weiß ich nicht. Du hast mir damals wirklich sehr wehgetan, und das mir einzugestehen, du kennst mich, war nicht leicht.
Wenn du mir wirklich Antworten geben kannst, die mich zufriedenstellen, dann bin ich sehr gespannt darauf. Doch irgendwie bezweifle ich, dass ich jemals wieder etwas von dir hören werde. All die Jahre hast du nicht geschrieben, was sollte sich geändert haben?
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg. Und viel Erfolg bei dem, was du dir vorgenommen hast.
MfG Lene
Lene Månström
WG in Stockholm, Schweden
22:11 Uhr, Freitag, 11.09.2010
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Lene grinste vor sich her, während sie auf den internen Seiten der Planungsgruppe für das nächste Scandinavian Summerstorm Festival surfte. Es waren schon die ersten 12 000 Karten verkauft, dabei war das letzte Festival gerade einmal anderthalb Monate her. Es war schon faszinierend, wie schnell aus so einer fixen Idee so ein relativ großes Festival werden konnte. Und Lene konnte wahrlich nicht von sich behaupten, dass sie sonderlich traurig über diese Entwicklung war. Doch für heute, so beschloss sie in jenen Sekunden, war genug der Arbeit getan, immerhin hatte sie gerade die Ausschreibung für die freien Mitarbeiter für nächstes Jahr ins Netz gestellt. Sie hoffte, dass sie einige der Techniker und Bauarbeiter vom diesjährigen Festival wieder gewinnen konnte, die sie noch einmal zusätzlich persönlich angeschrieben hatte. Sicher, es waren nicht alle, die dieses Jahr mitgearbeitet hatten, die eine Email bekommen hatten. Doch die, mit deren Arbeit sie besonders zufrieden war, hatten nun eine Mail in ihrem Postfach. Und Lene konnte die Antworten gar nicht erst erwarten. Doch bevor sie zu nervös werden konnte, hatte sie den Rechner ausgeschaltet. Es brachte eh nichts, heute noch Antworten zu erwarten.
Gerade war sie auf dem Weg in die Küche gewesen, als eine Eule an ihr Fenster klopfte. Stirnrunzelnd begab sie sich zum Fenster. Schon lange hatte ihr niemand mehr eine Eule geschrieben, immerhin arbeitete sie in der Welt der Muggel und hatte nur wenige Freunde aus der Welt der Zauberer und Hexen. Brendan war da, Arvid, ihr Bruder. Das war es aber fast auch schon. Und mit den beiden hielt sie anderweitig Kontakt, als über Eulen. Neugierig öffnete sie das Fenster und ließ das Tier in ihr Zimmer, ehe sie ihm einen Keks gab - leider hatte sie keine Eulenkekse, so dass es mit einem gewöhnlichen Butterkeks vorlieb nehmen musste - und dann den Brief abband.
iebe Lene,
ich weiß nicht wirklich, wie ich diesen Brief beginnen soll. Ob ich ihn wirklich schreiben soll. Falls du ihn doch in den Händen hältst, hoffe ich, dass du ihn überhaupt liest.
Wahrscheinlich habe ich gar kein Recht, ihn zu schreiben, nach neun langen Jahren in denen ich mich nicht gemeldet habe. Dich nicht einmal habe wissen lassen, ob ich noch lebe…
Aus diesem Grund schreibe ich dir nun. Du sollst wissen, dass ich noch lebe, dass ich jeden deiner Briefe gelesen habe, auch wenn ich sie nie beantwortet habe, obwohl du so sehr um Antworten gebeten hattest.
Glaube bitte nicht, dass ich dich im Moment meines Weggangs vergessen habe oder du mir nichts mehr bedeutet hast. Im Gegenteil, auch wenn solch eine Beteuerung nach so langer Zeit wohl nur von geringer Bedeutung ist. Die Wahrheit ist, dass ich Angst um dich hatte – weil ich dich liebte. Ich hatte panische Angst, durch meine eigene Dummheit die Mörder meiner Eltern zu dir zu führen, wenn ich dir schriebe. Ich musste abtauchen und dich in schmerzlicher Ungewissheit zurück lassen. Es tut mir unendlich leid und wäre ich im Besitz eines Zeitumkehrers, ich würde ihn nutzen und mich selbst daran hindern, dir so weh zu tun…
Erst jetzt, nach neun Jahren, sehe ich einen kleinen Lichtstreifen. Und ich weiß, dass ich dir die Antwort schuldig geblieben bin, bis heute.
Ich weiß, dass es keine Entschuldigung für mein Verhalten gibt. Aber falls du noch immer Antworten möchtest, bin ich bereit, sie dir zu geben – auf alle deine Fragen.
Ich habe wohl kaum ein Recht, um Verzeihung zu bitten, daher kann ich nur hoffen, dass du es eines Tages, vielleicht, tun kannst.
In Liebe,
Leev
Noch dreimal las Lene den Brief, konnte nicht fassen, was sie da gerade vor sich hatte. Von wem sie diesen Brief bekommen hatte. Irgendwie war auf einmal alles unglaublich unwirklich, nicht real. Niemals im Leben hätte die Schwedin damit gerechnet, jemals noch auch nur ein winziges Lebenszeichen von Leevke zu erhalten. Nein, das war in der Tat überraschend. Und Lene wusste nicht so recht, ob sie es gut oder schlecht finden sollte, nach verdammten neun Jahren einen Brief von der Person zu erhalten, die sie damals über alles geliebt hatte - und die sie fallengelassen hatte, wie eine heiße Kartoffel. Jahrelang hatte sie ihr geschrieben, beinahe schon um eine Antwort gebettelt. Und niemals eine erhalten. Und dann hatte sie angefangen, damit abzuschließen. Und heute, hier, nach neun Jahren, war der Brief nun, den sie sich immer so sehr ersehnt hatte. Nun, wo sie damit begonnen hatte - oder hatte sie damit sogar schon abgeschlossen? - endgültig einen Strich unter das Kapitel Leevke zu ziehen.
Lene hatte ihren Kopf in ihre Hand gelegt, während sie die so lange ersehnten Zeilen ein fünftes - oder war es gar schon das sechste Mal? - las. Und sie wusste, so falsch sie es auch fand, dass sie Leevke antworten würde. Heute noch. Jetzt sogar. So setzte sie sich an ihren Schreibtisch und zog einen Bogen Druckerpapier aus dem Drucker, der an ihrem Laptop angeschlossen war. Pergament und Feder hatte sie schon lange nicht mehr in den Händen gehalten, mal einmal von diesem Brief hier gänzlich abgesehen, von dem sie immer noch nicht wusste, was sie davon halten sollte. Ein Kugelschreiber war auch schnell gefunden und so begann sie letztlich zu schreiben. Sieben Versuche und eine Stunde später hatte sie die Antwort dann auch endlich fertig. Gut war, dass einer ihrer Mitbewohnerinnen auch eine Hexe war, die eine Eule besaß. Dieser band sie ihre Antwort letztlich um und schickte sie an Leevke.
Hallo Leevke,
ich muss gestehen, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich mich über deinen Brief freuen soll oder nicht. Lange, viel zu lange habe ich darauf gewartet, dass du endlich ein Lebenszeichen von dir gibst. Doch niemals kam eine Antwort auf meine vielen Briefe. All die Jahre habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe, dass du einfach so, ohnen einen Ton zu sagen, verschwunden bist. Dein Abschiedsbrief war auch nicht sonderlich aufschlussreich. Doch heute, nach neun Jahren, weiß ich nicht, ob ich überhaupt noch eine Antwort auf all meine Fragen haben möchte. Ich bin froh, dass du lebst. Und ein Teil von mir möchte auch heute noch wissen, was genau damals geschehen ist. Doch ein weitaus größerer Teil hat längst mit dir abgeschlossen. Ob ich dir jemals verzeihen kann, weiß ich nicht. Du hast mir damals wirklich sehr wehgetan, und das mir einzugestehen, du kennst mich, war nicht leicht.
Wenn du mir wirklich Antworten geben kannst, die mich zufriedenstellen, dann bin ich sehr gespannt darauf. Doch irgendwie bezweifle ich, dass ich jemals wieder etwas von dir hören werde. All die Jahre hast du nicht geschrieben, was sollte sich geändert haben?
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg. Und viel Erfolg bei dem, was du dir vorgenommen hast.
MfG Lene
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
// The Big Lebowski \\
// The Big Lebowski \\
- Cassiopeia
- Co-Leitung
- Beiträge: 48323
- Registriert: Mi 25. Nov 2009, 02:28
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- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
- Scyta: Jester Rogue
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:05 Uhr
Leevke merkte, wie ihre Hände kalt wurden, schuldbewusst sah sie Vivi an. "Natürlich bist du meine Freundin, Vivi!", sagte sie und trat einen Schritt auf sie zu, ehe sie verlegen inne hielt.
"Und ich... ich möchte dir erklären, warum... das alles passiert ist." Ihr Atem war etwas zittrig und Leevke wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Es war plötzlich alles auf einmal. Die Therapie, die Briefe, die Gedanken an Lene und Brendan, ihre Vergangenheit.
Sie fühlte sich grausam, dass sie es erst jetzt tat, wo sie die Briefe an Brendan und Lene bereits geschrieben hatte. Und wenn sie es Vivi jetzt erzählte, hatte sie Angst, dass es wirkte, als tat sie es nur, um ihr Gewissen zu erleichtern. Aber das stimmte absolut nicht! Ihr Magen krampfte sich zusammen, konnte sie es nicht einmal richtig machen?
"Ich möchte es dir wirklich erklären und zwar, weil du es bist, ich hoffe, das glaubst du mir", flüsterte sie unsicher und sah Vivi bittend an, ihr war plötzlich unendich kalt und die Milch auf dem Herd war vergessen...
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:05 Uhr
Leevke merkte, wie ihre Hände kalt wurden, schuldbewusst sah sie Vivi an. "Natürlich bist du meine Freundin, Vivi!", sagte sie und trat einen Schritt auf sie zu, ehe sie verlegen inne hielt.
"Und ich... ich möchte dir erklären, warum... das alles passiert ist." Ihr Atem war etwas zittrig und Leevke wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Es war plötzlich alles auf einmal. Die Therapie, die Briefe, die Gedanken an Lene und Brendan, ihre Vergangenheit.
Sie fühlte sich grausam, dass sie es erst jetzt tat, wo sie die Briefe an Brendan und Lene bereits geschrieben hatte. Und wenn sie es Vivi jetzt erzählte, hatte sie Angst, dass es wirkte, als tat sie es nur, um ihr Gewissen zu erleichtern. Aber das stimmte absolut nicht! Ihr Magen krampfte sich zusammen, konnte sie es nicht einmal richtig machen?
"Ich möchte es dir wirklich erklären und zwar, weil du es bist, ich hoffe, das glaubst du mir", flüsterte sie unsicher und sah Vivi bittend an, ihr war plötzlich unendich kalt und die Milch auf dem Herd war vergessen...
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:07 Uhr
Vivi trat den letzten Schritt auf Leevke zu und nahm sie einfach schweigend in den Arm. Klammerte sich fast an ihr fest, wie es Leevke auch bei ihr tat. "Ich weiß, dass du es wegen mir tun würdest", flüsterte sie am Hals ihrer Freundin. "Aber ich möchte nicht, dass du es mir jetzt erzählst, wenn es dir dabei schlecht geht. Ich kann warten Leev, bitte dränge dich nicht selbst", sagte sie und streichelte der Holländerin über den Rücken und versuchte sie, aber auch sich selbst dadurch zu beruhigen.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:07 Uhr
Vivi trat den letzten Schritt auf Leevke zu und nahm sie einfach schweigend in den Arm. Klammerte sich fast an ihr fest, wie es Leevke auch bei ihr tat. "Ich weiß, dass du es wegen mir tun würdest", flüsterte sie am Hals ihrer Freundin. "Aber ich möchte nicht, dass du es mir jetzt erzählst, wenn es dir dabei schlecht geht. Ich kann warten Leev, bitte dränge dich nicht selbst", sagte sie und streichelte der Holländerin über den Rücken und versuchte sie, aber auch sich selbst dadurch zu beruhigen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:08 Uhr
Leevke klammerte sich an Vivi fest und atmete tief ein und wieder aus, während sie Vivis Hand auf ihrem Rücken spürte.
Sie seufzte und ließ ihren Kopf die Schulter ihrer Freundin sinken. "Es ist nur so... ich weiß doch auch nicht, ob ich es überhaupt erzählen kann. Ich hab... es noch nie wirklich erzählt, nicht einmal Nathan wusste alles. Aber ich... ich möchte es, wirklich... es ist mir wirklich, dass du es weißt, ich möchte endlich... endlich in dem Chaos aufräumen, was sich die letzten Jahre angestaut hat. Ich möchte nicht nur die Tränke hinter mir lassen, sondern auch den Rest, irgendwie. Aber ich hab Angst... was ist, wenn es zu spät ist? Wenn es niemand mehr hören möchte, wenn sie mich vergessen haben, ein neues Leben ohne mich?"
Kurz verkrampfte sie sich etwas, als sie sich Lene vorstellte mit eine fremden Frau in den Armen, glücklich in ihrem Leben nach Hogwarts, welches sie sich ohne Leevke aufgebaut hatte. Es war ihr gutes Recht, die Zeit war nicht stehen geblieben, für niemanden. Und doch wünschte Leevke, dass genau das der Fall war, dass es noch immer wie damals war, als sie ihren letzten Tag in Hogwarts hinter sich gebracht hatten.
Aber sie konnte kaum erwarten, dass ihre Freunde auf sie gewartet hatten. Vor allem nicht Lene, die weit mehr als nur eine Freundin gewesen war. Sie war ihre Freundin gewesen und eben jene Freundin hatte ohne sie weiter leben müssen... was hatte sie für ein Recht, sich dort nun nach all der Zeit wieder einzumischen?
Noch immer hielt sie sich an Vivi fest, war sich nicht sicher, ob ihre Beine sie allein tragen würden.
"Ich... würde mich freuen, wenn ich es dir erzählen darf", wisperte sie, hoffte, dass Vivi ihr wirklich zuhören wollte und nicht nur um endlich zu wissen, warum sie sie überhaupt aufgenommen hatte...
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:08 Uhr
Leevke klammerte sich an Vivi fest und atmete tief ein und wieder aus, während sie Vivis Hand auf ihrem Rücken spürte.
Sie seufzte und ließ ihren Kopf die Schulter ihrer Freundin sinken. "Es ist nur so... ich weiß doch auch nicht, ob ich es überhaupt erzählen kann. Ich hab... es noch nie wirklich erzählt, nicht einmal Nathan wusste alles. Aber ich... ich möchte es, wirklich... es ist mir wirklich, dass du es weißt, ich möchte endlich... endlich in dem Chaos aufräumen, was sich die letzten Jahre angestaut hat. Ich möchte nicht nur die Tränke hinter mir lassen, sondern auch den Rest, irgendwie. Aber ich hab Angst... was ist, wenn es zu spät ist? Wenn es niemand mehr hören möchte, wenn sie mich vergessen haben, ein neues Leben ohne mich?"
Kurz verkrampfte sie sich etwas, als sie sich Lene vorstellte mit eine fremden Frau in den Armen, glücklich in ihrem Leben nach Hogwarts, welches sie sich ohne Leevke aufgebaut hatte. Es war ihr gutes Recht, die Zeit war nicht stehen geblieben, für niemanden. Und doch wünschte Leevke, dass genau das der Fall war, dass es noch immer wie damals war, als sie ihren letzten Tag in Hogwarts hinter sich gebracht hatten.
Aber sie konnte kaum erwarten, dass ihre Freunde auf sie gewartet hatten. Vor allem nicht Lene, die weit mehr als nur eine Freundin gewesen war. Sie war ihre Freundin gewesen und eben jene Freundin hatte ohne sie weiter leben müssen... was hatte sie für ein Recht, sich dort nun nach all der Zeit wieder einzumischen?
Noch immer hielt sie sich an Vivi fest, war sich nicht sicher, ob ihre Beine sie allein tragen würden.
"Ich... würde mich freuen, wenn ich es dir erzählen darf", wisperte sie, hoffte, dass Vivi ihr wirklich zuhören wollte und nicht nur um endlich zu wissen, warum sie sie überhaupt aufgenommen hatte...
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:10 Uhr
"Ich kann dir nicht sagen wie sie reagieren werden, was passiert, da kannst du nur warten und hoffen", sagte Vivi leise und löste sich etwas von ihr um ihr in die Augen zu sehen. "Und ich würde sehr gerne hören was in den letzten Jahren bei dir passiert ist", sagte sie und dirigierte ihre Freundin zu den Küchenstühlen und drückte sie auf einen der Stühle und schnupperte. Erschrocken sah sie zum Herd, wo die Milch, welche Leevke aufgesetzt hatte, übergekocht und angebrannt war.
Sie trat an den Herd, nahm den Topf hinunter und schwang ihren Zauberstab und schon war der Schaden beseitigt und machte sich nun selbst daran einen Kakao zu machen. "Oder möchtest du lieber eine heiße Milch mit Honig? Die beruhigt", wollte sie wissen und holte ein paar Kekse aus dem Schrank die sie in eine Schüssel tat. Irgendwie hatte sie Hunger.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:10 Uhr
"Ich kann dir nicht sagen wie sie reagieren werden, was passiert, da kannst du nur warten und hoffen", sagte Vivi leise und löste sich etwas von ihr um ihr in die Augen zu sehen. "Und ich würde sehr gerne hören was in den letzten Jahren bei dir passiert ist", sagte sie und dirigierte ihre Freundin zu den Küchenstühlen und drückte sie auf einen der Stühle und schnupperte. Erschrocken sah sie zum Herd, wo die Milch, welche Leevke aufgesetzt hatte, übergekocht und angebrannt war.
Sie trat an den Herd, nahm den Topf hinunter und schwang ihren Zauberstab und schon war der Schaden beseitigt und machte sich nun selbst daran einen Kakao zu machen. "Oder möchtest du lieber eine heiße Milch mit Honig? Die beruhigt", wollte sie wissen und holte ein paar Kekse aus dem Schrank die sie in eine Schüssel tat. Irgendwie hatte sie Hunger.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Cassiopeia
- Co-Leitung
- Beiträge: 48323
- Registriert: Mi 25. Nov 2009, 02:28
- Einherjer: Askil, Mingus
- Klaue der Goldenen Schildkröte: Nhâm
- AE.I: Senai, Joye
- Ascalon: Khori, Haakan
- Das Erbe der Götter: Liara, Elaina, Karim, Sinaya, Milima
- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
- Scyta: Jester Rogue
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:12 Uhr
Leevke sank auf dem Stuhl etwas in sich zusammen, schüttete jedoch den Kopf, als Vivi sie nach einer heißen Milch mit Honig fragte. "Nein, eine heiße Schokolade wäre jetzt genau das Richtige", sagte sie leise und beobachtete etwas neidisch Vivis Zauberstabbewegungen. Unsicher biss sie sich auf die Lippe, sollte sie Vivi fragen, wann sie ihren eigenen Zauberstab wieder bekam? Aber vielleicht war es dafür noch zu früh...
"Danke", murmelte sie, als Vivi ihr schließlich eine dampfende Tasse hin stellte. In Gedanken verloren drehte sie sie in ihren Händen, blickte fest auf den Dampf, der emporstieg und sog den süßen Geruch auf. Vorsichtig nahm sie einen kleinen Schluck, der ihr fast die Zunge verbrannte. Doch das war nun unwichtig.
Sie sah Vivi einen Moment an, schluckte kurz und versuchte, die richtigen Worte zu finden. Sie saß mit dem Rücken zum Fenster, so war sie nicht versucht, die ganze Zeit hinaus zu starren und auf einen eventuellen Brief zu warten, auf den sie so hoffte. Von Lene oder Brendan...
"Ich war kurz vor Ende unseres siebten Schuljahres in Amsterdam, ich weiß heute gar nicht mehr genau, warum. Aber ich erfuhr dort etwas, was mich die Tage danach nicht mehr los gelassen hat. Du weißt, dass ich seit es passiert war wissen wollte, wer meine Eltern warum getötet hatte. Und in jenen letzten Tagen der siebten Klasse stand ich so dicht vor der Antwort. Ich hatte niemals geplant, danach nie wieder zurück zu kehren. So schrieb ich Lene einen Abschiedsbrief, ich wollte bald zurück sein, sobald ich die Anworten auf meine Fragen hatte. Aber... es lief anders und zurück gekehrt bin ich erst jetzt, neun Jahre später."
Sie atmete kurz tief durch und nahm einen tiefen Schluck von ihrer Schokolade. Und dann erzählte sie. Von ihrem Vater, der Firma, den Tests von Tränken. Den Opfern, den Muggeln. Und jenen, die Rache wollten... und jene, die ihr vermeintlich helfen wollten und sie dabei im Grunde immer weiter mit hinein zogen. Von Blutproben, die sie für die Tränke gegeben hatte, damit sie nachts wieder schlafen konnte, von Tagen, an denen sie wie in einem Delirium gewesen war - und schließlich von Nathan, der ihr helfen wollte. Doch sie war noch nicht so weit gewesen - erst Nathans Tod hatte sie insofern aufgerüttelt, dass ihr schlagartig klar wurde, dass es so nicht weiter gehen konnte.
"Und dann habe ich eines Tages den Brief an dich geschrieben, weil ich allein einfach nicht mehr konnte", endete sie, die Hände um die Tasse verkrampft und Tränen in den Augen, als ihre Stimme brach.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:12 Uhr
Leevke sank auf dem Stuhl etwas in sich zusammen, schüttete jedoch den Kopf, als Vivi sie nach einer heißen Milch mit Honig fragte. "Nein, eine heiße Schokolade wäre jetzt genau das Richtige", sagte sie leise und beobachtete etwas neidisch Vivis Zauberstabbewegungen. Unsicher biss sie sich auf die Lippe, sollte sie Vivi fragen, wann sie ihren eigenen Zauberstab wieder bekam? Aber vielleicht war es dafür noch zu früh...
"Danke", murmelte sie, als Vivi ihr schließlich eine dampfende Tasse hin stellte. In Gedanken verloren drehte sie sie in ihren Händen, blickte fest auf den Dampf, der emporstieg und sog den süßen Geruch auf. Vorsichtig nahm sie einen kleinen Schluck, der ihr fast die Zunge verbrannte. Doch das war nun unwichtig.
Sie sah Vivi einen Moment an, schluckte kurz und versuchte, die richtigen Worte zu finden. Sie saß mit dem Rücken zum Fenster, so war sie nicht versucht, die ganze Zeit hinaus zu starren und auf einen eventuellen Brief zu warten, auf den sie so hoffte. Von Lene oder Brendan...
"Ich war kurz vor Ende unseres siebten Schuljahres in Amsterdam, ich weiß heute gar nicht mehr genau, warum. Aber ich erfuhr dort etwas, was mich die Tage danach nicht mehr los gelassen hat. Du weißt, dass ich seit es passiert war wissen wollte, wer meine Eltern warum getötet hatte. Und in jenen letzten Tagen der siebten Klasse stand ich so dicht vor der Antwort. Ich hatte niemals geplant, danach nie wieder zurück zu kehren. So schrieb ich Lene einen Abschiedsbrief, ich wollte bald zurück sein, sobald ich die Anworten auf meine Fragen hatte. Aber... es lief anders und zurück gekehrt bin ich erst jetzt, neun Jahre später."
Sie atmete kurz tief durch und nahm einen tiefen Schluck von ihrer Schokolade. Und dann erzählte sie. Von ihrem Vater, der Firma, den Tests von Tränken. Den Opfern, den Muggeln. Und jenen, die Rache wollten... und jene, die ihr vermeintlich helfen wollten und sie dabei im Grunde immer weiter mit hinein zogen. Von Blutproben, die sie für die Tränke gegeben hatte, damit sie nachts wieder schlafen konnte, von Tagen, an denen sie wie in einem Delirium gewesen war - und schließlich von Nathan, der ihr helfen wollte. Doch sie war noch nicht so weit gewesen - erst Nathans Tod hatte sie insofern aufgerüttelt, dass ihr schlagartig klar wurde, dass es so nicht weiter gehen konnte.
"Und dann habe ich eines Tages den Brief an dich geschrieben, weil ich allein einfach nicht mehr konnte", endete sie, die Hände um die Tasse verkrampft und Tränen in den Augen, als ihre Stimme brach.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
- Therapistin
- Beiträge: 15807
- Registriert: Mo 19. Okt 2009, 17:13
- Abwesend: fraglich...
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Brendan Steward
England / Brendans Haus
Freitag, 11.09.2010
22:12 Uhr
"Na, wie lange brauchst du noch?", fragte eine Stimme hinter ihm, zwei Arme legten sich um seine Brust und ein Kopf legte sich vertrauensvoll auf Brendans Schulter, als er die Feder beiseite legte. Für einen Augenblick schloss er die Augen und lehnte sich nach hinten, strich über die Hände, die ihn hielten, ehe er sich ein wenig zur Seite drehte, um Kara ansehen zu können.
"Ich fürchte, das dauert noch ein wenig", meinte er und seufzte leise. Er war gerade dabei, einen Einsatz für die kommende Woche zu planen, der erste große, den er leiten würde und da wollte er, dass alles perfekt vorbereitet war und wenn dies bedeutete, dass er in der heutigen Nacht nicht schlief.
Kara schüttelte nur den Kopf, gab ihm einen zärtlichen Kuss und ging dann zur Tür. "Mach nicht zu lange", sagte sie schmunzelnd, auch wenn sie – genauso wie Brendan selbst – wohl wusste, dass er nicht eher schlafen gehen würde, bis er fertig war.
Er sah ihr noch einen Moment hinterher, dann wandte er sich erneut den Karten, Büchern und Pergamenten vor sich zu. Nachdenklich griff er nach seiner Kaffeetasse und trank einen Schluck, als er ein Klopfen am Fenster vernahm. Irritiert sah er auf, wer schickte ihm denn um diese Zeit noch Eulen? Oder war etwas passiert? Hastig stand er auf, öffnete das Fenster und ließ den Vogel herein.
"Nanu, was machst du denn hier?", fragte er verdutzt, als er Vivis Falken erkannte. Für gewöhnlich kommunizierten sie anders, auch wenn er sich immer wieder freute, wenn er einen Brief von ihr bekam. Schnell band er den Brief vom Bein des Falken und öffnete ihn.
Am Anfang war er verwirrt, das war weder Vivis Schrift, noch ihre Art zu schreiben und doch kam es ihm so bekannt vor, obwohl er es nun schon seit vielen Jahren nicht mehr gelesen hatte. Leevke. Ein Brief von Leevke?! Fassungslos starrte er das Pergament an, las die Zeilen wieder und wieder und wusste doch nicht, was er denken, geschweige denn, was er tun sollte.
Ich wohne zur Zeit bei Vivi... Bei Vivi? Wie lange schon? Schon länger und wenn ja, warum erfuhr er das erst jetzt? Tausend Fragen tauchten in seinem Kopf auf, aber auch eine wichtige Erkenntnis, die ihn erleichtert aufatmen und sogar ein wenig lächelnd ließ. Sie war noch da. Sie lebte noch, etwas, von dem er nicht mehr immer ausgegangen war, als sie sich nicht mehr gemeldet hatte.
Nun blieb jedoch die Frage, was tat er jetzt? Ihr schreiben? Direkt zu Vivi apparieren? Aber wenn er störte...
Er biss sich auf die Lippen, er wollte tatsächlich wissen, was in den letzten Jahren mit ihr war, wo sie gesteckt hatte, wieso sie sich nicht gemeldet hatte. In Gedanken klopfte er mit den Knöcheln auf seinen Schreibtisch, der Blick von einer Ecke der Holzplatte zur anderen wandernd, bis ihm etwas ins Auge fiel, wonach er im nächsten Augenblick griff. Den Hörer in der Hand wählte er Vivis Nummer, atmete noch einmal tief durch und hielt sich den Hörer ans Ohr.
England / Brendans Haus
Freitag, 11.09.2010
22:12 Uhr
"Na, wie lange brauchst du noch?", fragte eine Stimme hinter ihm, zwei Arme legten sich um seine Brust und ein Kopf legte sich vertrauensvoll auf Brendans Schulter, als er die Feder beiseite legte. Für einen Augenblick schloss er die Augen und lehnte sich nach hinten, strich über die Hände, die ihn hielten, ehe er sich ein wenig zur Seite drehte, um Kara ansehen zu können.
"Ich fürchte, das dauert noch ein wenig", meinte er und seufzte leise. Er war gerade dabei, einen Einsatz für die kommende Woche zu planen, der erste große, den er leiten würde und da wollte er, dass alles perfekt vorbereitet war und wenn dies bedeutete, dass er in der heutigen Nacht nicht schlief.
Kara schüttelte nur den Kopf, gab ihm einen zärtlichen Kuss und ging dann zur Tür. "Mach nicht zu lange", sagte sie schmunzelnd, auch wenn sie – genauso wie Brendan selbst – wohl wusste, dass er nicht eher schlafen gehen würde, bis er fertig war.
Er sah ihr noch einen Moment hinterher, dann wandte er sich erneut den Karten, Büchern und Pergamenten vor sich zu. Nachdenklich griff er nach seiner Kaffeetasse und trank einen Schluck, als er ein Klopfen am Fenster vernahm. Irritiert sah er auf, wer schickte ihm denn um diese Zeit noch Eulen? Oder war etwas passiert? Hastig stand er auf, öffnete das Fenster und ließ den Vogel herein.
"Nanu, was machst du denn hier?", fragte er verdutzt, als er Vivis Falken erkannte. Für gewöhnlich kommunizierten sie anders, auch wenn er sich immer wieder freute, wenn er einen Brief von ihr bekam. Schnell band er den Brief vom Bein des Falken und öffnete ihn.
Am Anfang war er verwirrt, das war weder Vivis Schrift, noch ihre Art zu schreiben und doch kam es ihm so bekannt vor, obwohl er es nun schon seit vielen Jahren nicht mehr gelesen hatte. Leevke. Ein Brief von Leevke?! Fassungslos starrte er das Pergament an, las die Zeilen wieder und wieder und wusste doch nicht, was er denken, geschweige denn, was er tun sollte.
Ich wohne zur Zeit bei Vivi... Bei Vivi? Wie lange schon? Schon länger und wenn ja, warum erfuhr er das erst jetzt? Tausend Fragen tauchten in seinem Kopf auf, aber auch eine wichtige Erkenntnis, die ihn erleichtert aufatmen und sogar ein wenig lächelnd ließ. Sie war noch da. Sie lebte noch, etwas, von dem er nicht mehr immer ausgegangen war, als sie sich nicht mehr gemeldet hatte.
Nun blieb jedoch die Frage, was tat er jetzt? Ihr schreiben? Direkt zu Vivi apparieren? Aber wenn er störte...
Er biss sich auf die Lippen, er wollte tatsächlich wissen, was in den letzten Jahren mit ihr war, wo sie gesteckt hatte, wieso sie sich nicht gemeldet hatte. In Gedanken klopfte er mit den Knöcheln auf seinen Schreibtisch, der Blick von einer Ecke der Holzplatte zur anderen wandernd, bis ihm etwas ins Auge fiel, wonach er im nächsten Augenblick griff. Den Hörer in der Hand wählte er Vivis Nummer, atmete noch einmal tief durch und hielt sich den Hörer ans Ohr.
Jeder Schatten ist auch ein Wegweiser zum Licht.
Ernst Ferstl
Ernst Ferstl
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:19 Uhr
Aufmerksam hörte sie Leevke zu, unterbrach sie aber nicht. Vorsichtig nahm sie nach einer Weile die Hand ihrer Freundin und strich mit dem Daumen über ihren Handrücken.
"Es tut mir leid, was mit deinen Eltern passiert ist", sagte sie leise und sah Leevke mitfühlend an. "Ich werde dir helfen, Leev, auch was diese Männer angeht. Ich bin sehr froh, dass du mir geschrieben hast, das war sehr mutig von dir. Der erste Schritt nach vorn und ich weiß, dass du weitere in diese Richtung gehen kannst."
Plötzlich hörte sie das Telefon klingeln und war irritiert, wer zu dieser Zeit noch anrufen mochte. Doch sie kümmerte sich nicht darum, Kjell war schließlich auch noch da.
"Ich bin für dich da und werde es auch weiterhin sein", sagte sie freundlich, auch wenn sie ob der Geschichte, die Leevke ihr erzählt hatte, hart schlucken musste.
Es herrschte eine Weile eine angenehme Stille, in welcher beide Frauen ihren Gedanken nach hingen, da niemand wirklich wusste, was sie sagen sollte. Auch Vivi nicht, da sie das Gefühl hatte, alles bereits schon einmal gesagt zu haben. Auf einal jedoch stand Kjell in der Küche.
"Vivi? Es ist für dich", sagte er und hielt den Höhrer in ihre Richtung, den er dann auf den Telefontisch ablegte.
Irritiert drehte sie sich zu ihrem Mann um und schüttelte den Kopf. "Ich rufe zurück", sagte sie leicht entschuldigend, Leevke war nun wichtiger.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:19 Uhr
Aufmerksam hörte sie Leevke zu, unterbrach sie aber nicht. Vorsichtig nahm sie nach einer Weile die Hand ihrer Freundin und strich mit dem Daumen über ihren Handrücken.
"Es tut mir leid, was mit deinen Eltern passiert ist", sagte sie leise und sah Leevke mitfühlend an. "Ich werde dir helfen, Leev, auch was diese Männer angeht. Ich bin sehr froh, dass du mir geschrieben hast, das war sehr mutig von dir. Der erste Schritt nach vorn und ich weiß, dass du weitere in diese Richtung gehen kannst."
Plötzlich hörte sie das Telefon klingeln und war irritiert, wer zu dieser Zeit noch anrufen mochte. Doch sie kümmerte sich nicht darum, Kjell war schließlich auch noch da.
"Ich bin für dich da und werde es auch weiterhin sein", sagte sie freundlich, auch wenn sie ob der Geschichte, die Leevke ihr erzählt hatte, hart schlucken musste.
Es herrschte eine Weile eine angenehme Stille, in welcher beide Frauen ihren Gedanken nach hingen, da niemand wirklich wusste, was sie sagen sollte. Auch Vivi nicht, da sie das Gefühl hatte, alles bereits schon einmal gesagt zu haben. Auf einal jedoch stand Kjell in der Küche.
"Vivi? Es ist für dich", sagte er und hielt den Höhrer in ihre Richtung, den er dann auf den Telefontisch ablegte.
Irritiert drehte sie sich zu ihrem Mann um und schüttelte den Kopf. "Ich rufe zurück", sagte sie leicht entschuldigend, Leevke war nun wichtiger.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:21 Uhr
Leevke zitterte auf ihrem Stuhl, dass Vivi ihre Hand hielt, bemerkte sie kaum. Die Bilder der letzten Jahre rasten ihr nur so durch den Kopf, sie konnte sie einfach nicht abstellen. Aber genau das musste sie tun, wenn sie neu anfangen wollte. Irgendwie.
Als das Telefon klingelte, zuckte sie zusammen und sah sich erschrocken um. Dann erkannte sie, was es war und beruhigte sich - versuchte es zumindest. Sie hörte, wie Kjell leise mit jemandem sprach und dann eine erwartungsvolle Stille.
"Vivi? Es ist für dich", sagte er, Leevke sah auf. Aus irgendeinem Grund klopfte ihr Herz auf einmal schneller.
Als Vivi ablehnte, schüttelte Leevke den Kopf.
"Los, geh ran. Dann weißt du zumindest, wer es war und wie dringend es ist, vielleicht klärt es sich auch in zwei Minuten. Die komme ich ohne dich aus, ehrlich", sagte sie und sah Vivi beinahe bittend an.
"Geh schon, Vivi. Ich versuche in der Zeit, meine Gedanken ein klein wenig zu ordnen, also geh ruhig ans Telefon, dann weißt du zumindest, wer was von dir möchte." Ermunternd nickte sie in Richtung des Telefons, obwohl ihr eigentlich überhaupt nicht nach ermunternd Zumute war. Eigentlich war ihr nach überhaupt nichts Zumute... sie war nur unendlich dankbar, dass Vivi ihr wirklich zugehört hatte. Das musste sie ihr dringend sagen...
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:21 Uhr
Leevke zitterte auf ihrem Stuhl, dass Vivi ihre Hand hielt, bemerkte sie kaum. Die Bilder der letzten Jahre rasten ihr nur so durch den Kopf, sie konnte sie einfach nicht abstellen. Aber genau das musste sie tun, wenn sie neu anfangen wollte. Irgendwie.
Als das Telefon klingelte, zuckte sie zusammen und sah sich erschrocken um. Dann erkannte sie, was es war und beruhigte sich - versuchte es zumindest. Sie hörte, wie Kjell leise mit jemandem sprach und dann eine erwartungsvolle Stille.
"Vivi? Es ist für dich", sagte er, Leevke sah auf. Aus irgendeinem Grund klopfte ihr Herz auf einmal schneller.
Als Vivi ablehnte, schüttelte Leevke den Kopf.
"Los, geh ran. Dann weißt du zumindest, wer es war und wie dringend es ist, vielleicht klärt es sich auch in zwei Minuten. Die komme ich ohne dich aus, ehrlich", sagte sie und sah Vivi beinahe bittend an.
"Geh schon, Vivi. Ich versuche in der Zeit, meine Gedanken ein klein wenig zu ordnen, also geh ruhig ans Telefon, dann weißt du zumindest, wer was von dir möchte." Ermunternd nickte sie in Richtung des Telefons, obwohl ihr eigentlich überhaupt nicht nach ermunternd Zumute war. Eigentlich war ihr nach überhaupt nichts Zumute... sie war nur unendlich dankbar, dass Vivi ihr wirklich zugehört hatte. Das musste sie ihr dringend sagen...
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:23 Uhr
Vivi fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken Leevke jetzt allein zu lassen. Die junge Frau zitterte am ganzen Körper und es ging ihr offensichtlich sehr schlecht, aber wenn sie allein sein wollte, wollte Vivi ihren Wunsch auch respektieren. "Aber du sagst bescheid, wenn du mich brauchst, egal ob ich noch am Telefonieren bin", sagte sie und erhob sich, drückte Vivi noch einmal und ging in ihr Büro wo das Telefon stand. Unterwegs sagte ihr Kjell noch leise, so dass Leevke es nicht hören konnte, wer am Telefon war und Vivi bat ihn ebenso leise, ein Auge auf Leevke zu haben. Erst dann nahm sie den Hörer und zog gleichzeitig ihren Zauberstab um den Raum abhörsicher zu machen. Sie wollte nicht, dass Leevke vielleicht mitbekam, wie Brendan reagierte, denn das wäre nicht gut, wenn die Reaktion nichtso ausfiel, wie Vivies sich erhoffte.
"Hey Brendan, was verschafft mir das späte Vergnügen? Ich hoffe bei dir und Kara ist alles in Ordnung?", wollte sie wissen und wartete auf eine Antwort. Sie setzte sich auf ihren Stuhl vom Schreibtisch und spielte nervös mit einem Füller, der dort lag.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:23 Uhr
Vivi fühlte sich nicht wohl bei dem Gedanken Leevke jetzt allein zu lassen. Die junge Frau zitterte am ganzen Körper und es ging ihr offensichtlich sehr schlecht, aber wenn sie allein sein wollte, wollte Vivi ihren Wunsch auch respektieren. "Aber du sagst bescheid, wenn du mich brauchst, egal ob ich noch am Telefonieren bin", sagte sie und erhob sich, drückte Vivi noch einmal und ging in ihr Büro wo das Telefon stand. Unterwegs sagte ihr Kjell noch leise, so dass Leevke es nicht hören konnte, wer am Telefon war und Vivi bat ihn ebenso leise, ein Auge auf Leevke zu haben. Erst dann nahm sie den Hörer und zog gleichzeitig ihren Zauberstab um den Raum abhörsicher zu machen. Sie wollte nicht, dass Leevke vielleicht mitbekam, wie Brendan reagierte, denn das wäre nicht gut, wenn die Reaktion nichtso ausfiel, wie Vivies sich erhoffte.
"Hey Brendan, was verschafft mir das späte Vergnügen? Ich hoffe bei dir und Kara ist alles in Ordnung?", wollte sie wissen und wartete auf eine Antwort. Sie setzte sich auf ihren Stuhl vom Schreibtisch und spielte nervös mit einem Füller, der dort lag.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.