Biarritz - 11. Mai 1530

Die Geschichte
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Rachel
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Rachel »

Ivory Lancaster
Auf der India
Morgen
~~~~~~~~~~~~~

Als Ivory wieder an Bord der India war, erblickte sie Mannschaftsmitglieder, die sie noch nicht kannte. Sie sah Nekele, was sie irgendwie beruhigte, denn sie wusste bereits, dass diese ihr eine Chance geben würde, doch als sie ihrem Wink folgte, wurde sie einem Mann namens Klaas vorgestellt. Er sah sie mit einem höflichen Blick an, nicht missmutig oder genervt davon, dass er ihr helfen sollte.
"Ivory", stellte sie sich ihm nochmal persönlich vor. "Freut mich. Was soll ich tun?" Sie fürchtete sich davor, dass er ihr einfach eine Arbeit aufdrücken würde, die sie noch nie getan hatte, doch als sie erfuhr, dass es um das Tauflicken ging, atmete sie erleichtert auf. Es war eine Weile her, seit sie es das letzte Mal getan hatte, doch sie würde nicht viel Zeit brauchen, um wieder reinzukommen. Dennoch ließ folgte sie Klaas bereitwillig und wartete auf seine Anweisungen.
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Therapistin
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Vormittag

Freundlich lächelte Klaas Ivory zu, als diese zu ihm und Nekele kam. Sie schien ein wenig besorgt ob der Arbeit, die sie verrichten sollte, doch als er ihr erklärte, dass sie mit ihm zusammen die Taue flicken sollte, schien sie erleichtert, wie er erfreut fest stellte.
"Hast du das schon einmal gemacht?", fragte er beiläufig und griff zu einem weiteren Tau, um ihr zu zeigen, was sie genau zu tun hatte. "Im Grunde ist es nicht allzu schwierig, das hat man schnell raus."
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Ernst Ferstl
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Tjeika
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Tjeika »

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Am Hafen, l'ancre
Vormittag
==============

Kara legte den Kopf nachdenklich ein wenig schief. Sie war sich nicht ganz sicher. Einerseits brauchten sie wirklich dringend Männer, sehr dringend sogar und andererseits würde diese Sprachbarriere, da war sich Kara mehr als sicher, irgendwann ein gravierendes Problem werden.
"Wir probieren es bis zum Einlaufen in den nächsten Hafen, dann sehen wir weiter", beschloss sie schließlich.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Rachel
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Rachel »

Ivory Lancaster
Auf der India
Morgen
~~~~~~~~~~~~~

Ivory lehnte sich gegen einen Mast und sah Klaas zu, der ein Tau zur Hand nahm.
"Ja, ich habe das schon ein paar Mal gemacht, ist aber eine Weile her.", erklärte sie mit einem entschuldigenden Lächeln. Klaas' Frage war nicht so bohrend wie die der anderen, weshalb sie sie ihm ohne zu zögern beantwortete.
Pflichtbewusst nahm sie ein Tau zur Hand und suchte nach nicht mehr intakten Stellen. Sie legte sich ein Ende über den Unterarm und beobachtete dann Klaas' Vorgehensweise.
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Therapistin
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Vormittag

"Wenn du das schon einmal gemacht hast, sollte es dir im Grunde nicht allzu schwer fallen", meinte Klaas und drehte sich so, dass Ivory ihm zusehen konnte. "Am besten schaust du einmal zu und probierst es dann selber, ich werde aufpassen", sagte er zwinkernd und begann – nun wesentlich langsamer, als noch zuvor – das Tau zu flicken, kontrollierte immer wieder die entsprechenden Stellen und versuchte jeden Handgriff sorgfältig zu erklären, um es Ivory leichter zu machen.
Schließlich überprüfte er noch einmal das gesamte Tau, ehe er es weglegte und sich zu Ivory umdrehte. "Gut, nun probier es einmal, du kannst jederzeit fragen", sagte er und lächelte ihr aufmunternd zu.
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Ernst Ferstl
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Rachel
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Rachel »

Ivory Lancaster
Auf der India
Morgen
~~~~~~~~~~~~~

Ivory war verwirrt von so viel Freundlichkeit, die sie nicht gewohnt war, ließ es sich aber nicht anmerken. Konzentriert beobachtete sie Klaas, dann machte sie sich selbst an die Arbeit. Sie konnte sich tatsächlich noch an fast alles erinnern, und als er ihr sagte, dass sie an der Reihe war, spürte sie kaum mehr Aufregung. Sie legte das kontrollierte Ende des Taus in einer Schlaufe über ihre Schulter, damit es ihr nicht im Weg war, und wenn sie eine inkorrekte Stelle fand, dann flickte sie diese mit sorgfältigen Handgriffen. Sie hätte es noch schneller machen können, wollte aber lieber sorgfältig arbeiten. Schließlich hatte Ivory die entsprechenden Stellen repariert und legte das Tau auf den Planken ab. Erleichtert atmetete sie auf, froh darüber, noch immer die alten Techniken zu beherrschen. Aber sie wusste auch, dass es auf einem Schiff noch viel mehr zu tun gab.
Sie lächelte Klaas vage an. "Das war nicht so schwer. Danke für die Hilfe." Ihre Stimme klang etwas ruppig, da sie nicht so recht wusste, wie sie sich in Klaas' Gegenwart verhalten sollte. Normalerweise hatte sie mit Männern nicht viel zu tun, schon gar nicht als Teil einer Mannschaft. Aber immerhin schien er keine grundsätzliche Abneigung gegen sie zu haben, was im Zweifelsfall recht nützlich sein konnte.
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Ayrina
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Ayrina »

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John Mors
Am Hafen, l'ancre
Vormittag
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John gab Karas Zusage mit mehr als gemischten Gefühlen an Antonio weiter und ahnte, dass die Dolmetscherarbeit vermutlich an Alisa und ihm hängenbleiben würde. Mit einem zufriedenen Lächeln wandte der Italiener sich ab, nachdem John ihm erklärt hatte, wann er sich wo einzufinden hatte.
Inzwischen hatte sich eine kleine Gruppe von Männern um ihren Tisch versammelt und John musterte sie.
"Scheint, als wären mehr Männer auf der Suche nach Anstellung, als ich zu hoffen gewagt hatte", murmelte er leise an Kara gewandt. Dann beugte er sich zu ihr, so dass sein Mund nah an ihrem Ohr war.
"Das sollte es uns ermöglichen, ein klein wenig wählerischer zu sein."
Er zwinkerte ihr zu, ehe er sich wieder zurücklehnte und darauf wartete, dass der nächste an ihren Tisch trat.
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Therapistin
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Vormittag

So ganz schien Ivory ihm nicht zu vertrauen, doch das vage Lächeln, das sie ihm geschenkt hatte, war immerhin ein Anfang. Und dafür, dass sie sich gerade einmal ein paar Minuten kannten, war es wohl schon mehr, als er erwarten durfte.
"Gerne", sagte er lächelnd und nickte ihr zu, ehe er ihr ein weiteres Tau in die Hand drückte, zugucken würde nicht nötig sein, das, was er gerade gesehen hatte, sah gut aus und auch das Ergebnis überzeugte ihn. Er selbst griff ebenfalls wieder nach einem der Taue und begann es sorgfältig zu flicken und immer wieder zu überprüfen, nur gelegentlich warf er einen Blick zur Seite.
"Wie lange ist es her, dass du auf einem Schiff warst?", fragte er beiläufig, ihre Hände wirkten nicht so, als wären sie die harte Arbeit auf See gewöhnt...
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Tjeika
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Tjeika »

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Am Hafen, l'ancre
Vormittag
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Für einen winzigen Augenblick vergaß Kara, wo sie sich derzeit befand - und dass sie durchaus in Gesellschaft war. Johns Atem, den sie an ihrem Ohr verspürte, schien sie vollkommen aus dem Konzept zu bringen. So sehr, dass sie sich schlagartig daran erinnerte, warum genau sie ihm in den letzten Wochen eigentlich aus dem Weg gegangen war. Aus gutem, sehr gutem Grund, wie sie wieder einmal seufzend feststellte, als sie für einen Augenblick die Augen schloss, um wieder zur Besinnung zu kommen. Immerhin gab es hier durchaus wichtigere Dinge, als die Auseinandersetzung mit ihren Gefühlen, die sie so sehr verdammte.
"Das halte ich für einen guten Plan", sagte sie abgeklärter, als es beabsichtigt war, als sie die Augen wieder geöffnet hatte.
Schnell wandt sie sich wieder den Interessenten zu. Ein Bursche trat nun zu ihnen an den Tisch. Blondes Haar lugte unter seiner Mütze hervor, die er nun respektvoll absetzte. Kara deutete mit ihrer Hand auf den Stuhl, der ihr gegenüber stand und der Bursche setzte sich nickend.
"Wie heißt du?", fragte sie wie selbstverständlich auf Deutsch.
Sie hatte beschlossen, dass ein Problemkind, damit war der Italiener von eben gemeint, genug war. Die restliche Mannschaft sollte sie verstehen, sonst würde es nur unnötig kompliziert werden.
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Ayrina
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Re: Biarritz - 11. Mai 1530

Beitrag von Ayrina »

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John Mors
Am Hafen, l'ancre
Vormittag
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"Nicolas", antwortete der Junge mit starkem, britischen Akzent und ein Lächeln teilte Johns Lippen. Ein Landsmann. Er musterte den Jungen genauer. Er war keine zwanzig Jahre alt und wirkte eher hager als kräftig. doch seine Hände waren voller Schwielen und sein Blick entschlossen.
Vermutlich noch viel zu lernen, aber vielversprechend, dachte John und nickte kaum merklich in Karas Richtung. Ihm gefiel der Junge.
"Ich fahre seit drei Jahren zur See und", er beugte sich ein wenig weiter nach vorn und seine Augen leuchteten, "es wäre mir eine Ehre auf dem Schiff einer Kharecha zu segeln."
Er hatte den Namen aufgeschnappt, als Kara ihn dem Franzosen genannt hatte und wirkte mehr als eifrig, sich ihrer Mannschaft anzuschließen. Johns Grinsen wurde breiter. der Junge gefiel ihm immer besser.
sein Deutsch war gut, wenn auch von einem starken Akzent durchzogen und zumindest die Sprachbarriere würde kein Problem darstellen.
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