Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Therapistin
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:26 Uhr

Er fühlte sich wie ein Eindringling und doch konnte Brendan sich nicht rühren. Nun hockte er hier vor Leevke, wollte sie trösten, sie in den Arm nehmen und wusste doch, es würde ihr nicht helfen, nicht einmal ansatzweise. Traurig schüttelte er den Kopf und sah sie an, wie sie zerbrochen auf dem Sofa saß, die Beine angezogen, Lene neben sich und doch war ihm nur zu bewusst, dass die beiden nicht weiter voneinander entfernt hätten sein können wie jetzt.
Er konnte das Verhalten der Schwedin verstehen, durchaus, er wusste nicht, ob er nicht an ihrer Stelle womöglich genauso reagiert hätte. Und tat er es nicht in gewisser Weise jetzt, indem er einfach nur hier vor Leevke hockte und sich nicht in der Lage fühlte, sie fest zu halten?
Er seufzte unhörbar. Hatte er bis vor einem Moment noch überlegt, ob er nicht einfach gehen sollte, so konnte er es jetzt nicht, konnte sich nicht einmal bewegen, nach all dem, was er gehört hatte.
Eine Ewigkeit lang, so schien es ihm, sah er Leevke einfach nur an, die Hand auf dem Sofa neben ihrem Fuß liegen, bis er sich aufraffte, Vivi bittend ansah und sich dann neben Leevke setzte, als die ehemalige Ravenclaw bereitwillig Platz machte. Stumm legte er der Holländerin einen Arm um die Schultern, strich vorsichtig über ihren Arm. Noch einmal blickte er zu Lene. Mittlerweile war er sich nicht mehr sicher, ob es so eine gute Idee gewesen war, dass sie tatsächlich mitgekommen war – auch wenn sie beide nun ihre Antworten auf die Fragen hatten, die sie sich jahrelang gestellt hatten.
Über Leevkes Kopf hinweg sah er die Schwedin fragend an, als diese sprach, ehe sein Blick erneut zu Leevke wanderte, besorgt, wie diese reagieren würde – wenn sie denn überhaupt reagierte.
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Ernst Ferstl
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:28 Uhr

Unsicher sah Leevke Lene an, ehe sie sich daran einnerte, dass sie nun vielleicht etwas sagen sollte.
"Ich weiß", sagte sie und senkte den Blick, dass Lene Zeit brauchte, stand außer Frage, ebenso, wie sie selbst Zeit brauchte.
"Aber ich... ich danke dir, dass du da warst, das... bedeutet mir sehr viel", sagte sie leise und riskierte einen weiteren Blick zu der Schwedin. Ein Frage, eine letzte Frage brannte ihr auf der Zunge, aber sie wusste nicht, ob es an ihr war, diese überhaupt zu stellen.
"Werden... werden wir uns wieder sehen?", hauchte sie leise, sah Lene hoffnungsvoll an und zugleich entschuldigend, so anmaßend zu sein, dass ausgerechnet sie diese Frage stellte.
Nebenbei krallte sie sich in Brendans Pullover und hoffte, er würde ihr Halt geben, würde vielleicht sogar bei ihr bleiben, nur diese Nacht...
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Tjeika
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Tjeika »

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Lene Månström
Färöer Inseln, Vivis Haus
01:30 Uhr, Samstag, 12.09.2010
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Vorsichtig nickte Lene, blickte Leevke direkt in die Augen und war einmal mehr versucht in eben jenen zu versinken. Doch ihr Verstand war viel zu klar, viel zu anwesend, als dass das geschehen konnte und so seufzte die Schwedin nur und widerstand dem Drang, den Blick zu senken.
"Wir werden uns wiedersehen", betonte sie noch einmal, weniger leise, fest entschlosses dieses Mal.
"Melde dich bei mir, wenn du soweit bist", sprach sie dann und legte für einen Augenblick ihre Hand auf Leevkes, strich kurz mit dem Daumen über ihren Handrücken.
"Es liegt an dir, wann", fügte sie hinzu und stand dann auf, nahm die Hand eher widerwillig von Leevkes.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:31 Uhr

Bei Lenes Worten spürte Leevke erneut Tränen in ihren Augen - Tränen der Erleichterung.
"Danke", schniefte sie, hatte nicht die Kraft, ebenfalls aufzustehen und Lene eventuell zu verabschieden. Als Lene schließlich ihre Hand von Leevkes nahm, nahm eine unergründliche Leere von Leevke Besitz, doch zugleich war da unendliche Erleichtung. Es war geschafft.
"Bis bald", wisperte sie und sah Lene an, während sie gegen Brendan sank, den Blick jedoch nicht von Lene nahm, bis diese aus dem Zimmer verschwunden war.
"Kannst du... bleiben? Heute Nacht? Bitte", bat sie Brendan leise, sie konnte jetzt nicht allein sein und sie wollte Vivi nicht schon wieder den Schlaf rauben.


Kjell Djurhuus
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:33 Uhr

Kjell stand zögernd auf und geleitete Lene zur Haustür.
"Danke, dass du geblieben bist", sagte er mit einem müden Lächeln. "Komm gut nach Hause, ja? Und vielleicht findest du zumindest noch ein wenig Schlaf", meinte er, auch wenn er es bezweifelte. Lene sah nicht wirklich aus, als würde sie jetzt an Schlaf denken.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Tjeika »

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Lene Månström
Färöer Inseln, Vivis Haus
01:35 Uhr, Samstag, 12.09.2010
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"Ich habe zu danken", sagte Lene ehrlich, auch wenn sie so dermaßen neben der Spur wirken musste, wie sie sich auch fühlte.
"Wir sehen uns, euch ebenfalls eine gute Nacht", wünschte sie Kjell dann und machte sich auf den Heimweg.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Therapistin
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:33 Uhr

"Natürlich bleibe ich", sagte er leise und lächelte, während er Leevke an sich drückte, einen Arm noch immer um ihre Schulter gelegt und sanft über ihren Arm streichend, die andere Hand an ihrem Kopf. Kurz sah er zu Vivi, ob es in Ordnung war, doch er wollte Leevke jetzt nicht alleine lassen. Nicht jetzt, wo er gerade erst erfahren hatte, dass sie wieder zurück war, was ihr widerfahren war.
"Ich bleibe solange du willst", murmelte er und schloss kurz die Augen, als müsste er noch einmal begreifen, dass sie tatsächlich hier war und er sie festhielt. Er würde später noch einen Patronus zu Kara schicken, damit sie sich keine Sorgen machte – die sie sich zwar ohnehin machen würde, doch das war er ihr schuldig.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:34 Uhr

"Danke", wisperte sie, sie war plötzlich nur noch unglaublich müde. Jetzt, wo die Anspannung wie riesige Brocken von ihr abfiel, war sie nur noch kraftlos und leer. Zu aufwühlend und unglaublich war das, was heute passiert war. Erst Brendan und dann auch noch Lene und schließlich hatte sie nach Jahren des Schweigens endlich geredet.
Es war unfassbar und sie wusste, dass sie einige Tage brauchen würde, um es überhaupt zu begreifen. Doch im Moment drehte sich eher alles in ihr und um sie herum. So legte sie sich einfach auf Brendans Schoß und schloss die Augen, sie wollte nur noch schlafen und morgen früh noch wissen, dass dies alles kein Traum gewesen war...
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:35 Uhr

Das Lächeln, welches sich auf seine Lippen geschlichen hatte, wollte nicht mehr verschwinden, auch wenn es ihm fast absurd vorkam. Doch nun, da er Leevkes Geschichte kannte, jetzt, da er sie im Arm hielt – beziehungsweise sie auf seinem Schoß lag – da konnte er ihr nicht böse sein, dass sie damals einfach verschwinden war. Er war einfach glücklich, dass sie wieder da war, das war der einzige Gedanke, der im Moment in seinem Kopf kreiste.
Sachte strich er Leevke eine Strähne hinter das Ohr, streichelte über ihre Haare und betrachtete sie einen Augenblick lang, als wollte er noch einmal sicher gehen, dass sie da war. Und vermutlich würde er dies die ganze Nacht über tun, doch solange sie wirklich noch da war, tat er es gerne.
Ein wenig umständlich zog er seinen Zauberstab hervor und schickte seinen Patronus mit einer Nachricht zu sich nach Hause. Dann blickte er dankbar zu Vivi und Kjell, der gerade wieder zur Tür herein kam. Er war unendlich froh, dass die beiden die Holländerin aufgenommen hatten, ihr halfen, so gut sie konnten und für sie da waren.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Vivien Marie Djuurhus
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:38 Uhr

Auch Vivi lächelte, als Leevke sich schließlich auf Brendans Schoß legte und seufzte erleichtert auf. Der Abend war gut gegangen, auch wenn jetzt alle mehr als müde waren und der Ausflug nach Italien morgen vermutlich nicht statt finden würde. Aber das würden sie morgen entscheiden, je nach dem, wie es Leevke ging.
"Wir sollten alle ins Bett", meinte sie schließlich und stand auf.
Fragend sah sie Brendan an. "Kannst du sie tragen? Weil ich glaube, sie schläft schon halb", meinte sie und betrachtete die anscheinend wirklich bereits schlafende Leevke, die nun vollkommen erschöpft war.
"Und du kannst natürlich gerne bleiben, sie schläft in dem großen Gästezimmer", erklärte sie und sehnte sich nach ihrem eigenen Bett, einer Umarmung von Kjell und tiefem Schlaf...
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Färöer Inseln, Vivis Haus
Samstag, 12.09.2010
01:40 Uhr

Erst als Vivi ihn direkt ansprach, sah er von Leevkes Gesicht auf, nickte schließlich und blickte dann erneut hinab, wo die Holländerin sich halb zusammen gerollt hatte und tatsächlich bereits zu schlafen schien, wie er lächeln feststellte.
"Sicher", murmelte er, legte einen Arm in Leevkes Kniekehlen, den anderen schlang er von unten um ihre Schultern und hob sie schließlich hoch, während er aufstand. Ihr Kopf sank an seine Brust, für einen Moment krallten sich ihre Hände in seinen Pullover.
"Schh, ist gut", murmelte er und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn, ehe er sich langsam auf den Weg machte. An der Tür blieb er noch einmal stehen und drehte sich zu Vivi um, die sich in Kjells Arme geflüchtet hatte und Brendan so müde erschien, wie es auch Leevke offenbar war. "Danke", sagte er leise und lächelte. Er war ihr und Kjell wirklich dankbar, unendlich dankbar, dass sie für Leevke da gewesen waren – es noch immer waren. "Schlaft gut." Mit diesen Worten machte er sich vorsichtig auf den Weg hinauf ins Gästezimmer.
Es dauerte einen Moment, bis er jenes erreichte, doch schließlich schloss er die Tür hinter sich, indem er sie mit dem Rücken sachte zuschob, ehe er zum Bett ging. Etwas umständlich warf er die Decke zurück und legte Leevke vorsichtig auf die Matratze. Einen Augenblick beobachtete er sie einfach, dann zog er seine Schuhe aus und legte sich neben sie, er würde sie heute Nacht nicht alleine lassen...
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Ernst Ferstl
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