Lübeck, 03. 04. 1530

Die Geschichte
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Lares
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Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Lares »

Ort: Beneckes Kontor, Lübeck
Zeit: 03.04.1530


Der Händler war sauer. So eben kam seine Schnigge zurück, die im Hafen von Stettin Fassbier einkaufen sollte. Lübecks Bürgermeister und Eldermann hatte für Ende April ein Stadtfest angekündigt und Benecke hatte seine Chance gesehen, mit dem Bier, welche er liefern wollte einen guten Coup zu landen.
Doch soeben hatte er die Fässer - 100 an der Zahl - eigenhändig kontrolliert, und der Kapitän der Schnigge hatte sich WASSER, stinkendes, verfaultes Wasser andrehen lassen.
Benecke hatte den Mann kurzerhand gefeuert, auch wenn er gute Lust gehabt hätte ihn zu töten.
Er saß nun über seinen Büchern und rechnete. Das war ein Verlust von fast 6000 Goldstücken gewesen...
Die musste er irgendwie wieder reinbekommen... aber wie?
...Lykanthropie...
...ist der Glaubem sich in ein Raubtier, speziell in einen Wolf zu verwandeln...
...der Legende nach trug der Werwolf, wenn er als Mensch in Erscheinung trat, seine Wolfshaut innen...
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Tjeika
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Tjeika »

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Ort: Am Hafen
Zeit: Mittags
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Linnea lief den Kai entlang, ohne wirklich etwas von ihrer Umgebung mitzubekommen. Es war ein regnerischer Tag und ihre Kammerfrau hatte alle Mühe, mit ihr Schritt zu halten - sie war auch nicht mehr die Jüngste.
Erst, als sie endgültig an Land angekommen waren, verlangsamte Linnea ihre Schritte. Geradewegs auf ein Vordach hielt sie zu. Und auch erst jetzt widmete sie ihrer Umwelt die Aufmerksamkeit, die sie ihr vorher verwehrt hatte. Es war eine schöne Stadt, fand die junge Adlige. Die Farben und Formen der deutschen Architektur waren tatsächlich so kunstvoll, wie es die Leute in ihrer Heimat immer berichteten.
Sie würden sicherlich sehr bald abgeholt werden von dem persönlichen Diener ihres Gatten. Eigentlich hätte er schon längst hier sein sollen. Wo er nur blieb?
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

// The Big Lebowski \\
Greyback

Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Greyback »

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Ort: Am Hafen
Zeit: Mittags
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Schlechtes Wetter, Wenig Menschen - und wenn, dann eillig und schlecht gelaunt. Ein schlechter Tag für einen Spielmann - zudem es den Saiten der Geige absolut nicht guttat.

"Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen,
der eiskalten Winde raues Gesicht.
Wir sind schon der Meere so viele gezogen
Und dennoch sank unsre Fahne nicht."
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Tjeika
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Tjeika »

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Ort: Am Hafen
Zeit: Mittags
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Wieder hörte sie jenes Lied, welches auf dem Schiff, auf dem sie hierher gereist war, schon immer und immer wieder gesungen wurde. Doch diesmal klang es wahrlich besser. Sie blickte sich um und konnte den Ursprung der Musik sogleich sehen. Ein Spielmann stand im Regen und sang sein Lied. Er konnte es wirklich besser, als die Seeleute. Ihrer Kammerfrau bedeutete sie zu folgen. Wenn sie schon warten musste, dann wollte sie die Zeit wenigstens sinnvoll nutzen, ein wenig genießen.
Ihre Kammerfrau seufzte, als sie wieder in den Regen hinaus traten, doch Linnea war es dieses Mal egal. Es war nun wirklich ein schönes Lied.
"Nun hab' dich nicht so", murmelte sie der alten Frau zu.
Dann traten sie vor den Geiger.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Greyback

Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Greyback »

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Ort: Am Hafen
Zeit: Mittags
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"Das Schiff gleitet stolz durch die schäumenden Wogen,
es strafft der Wind unsre Segel mit Macht.
Seht ihr hoch oben die Fahne sich wenden,
die blutrote Fahne? Ihr Seeleut habt acht! "

Er sang weiter, während eine junge Frau vor ihn trat. Sie war sehr gut gekleidet, wahrscheinlich aus gehobenen Hause. Die ältere Dame, die sie begleitete machte auch eher den Eindruck einer ihr untergebenen Dienerin als ihrer Mutter. Als sie direkt vor ihm stand, schaute er in ihr durchaus ansehnliches Gesicht, spielte einen kunstvollen Tonbogen und verstummte dann. Sie hatte unwahrscheinlich tiefe, klare blaue Augen.
Zuletzt geändert von Greyback am Sa 10. Okt 2009, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Siria
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Siria »

Am Hafen
Mittags
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Das war also Lübeck. Es roch anders als Stralsund, die Menschen redeten anders… das sollte nun ihre neue Heimat werden?
Ein alter Freund ihres verstorbenen Freundes hatte ihr eine Adresse gegeben, von einer Unterkunft in einer, wie er meinte “nicht gerade noblen Gegend”. Nekele wusste genau was er meinte, aber es war ihr egal. Sie braucht nichts weiter, als ein Dach über den Kopf.

Aber hier am Hafen zu sein, dass war schon fast Heimat. Der Geruch von alten Fisch, Holz, die Rufe… und die Musik. Sie mußte schmunzeln. Die Lieder waren auch hier die Selben.

Da sie nun ein Mal am Hafen war, wollte sie die Gelegenheit nutzen, um nach Arbeit zu fragen. Sie wusste, dass dies als Frau grundsätzlich schwerer war am Hafen eine Arbeit zu bekommen, aber sie sah auch noch sehr mager und mitgenommen aus. Aber sie wollte die Hoffnung nicht gleich aufgeben. Schließlich war es ihr egal, ob legale oder illegale Arbeit, Hauptsache war, sie konnte auf ein Schiff.

Doch schon nach einer halben Stunde wurde ihr klar, dass es ein sehr schweres Unterfangen werden würde. Die Männer lachten über sie, glaubten ihr nicht, dass sie fähig war, auf einem Schiff auch härtete Arbeit zu leisten.

Wieder hörte sie Musik und sie folgte den Klängen. Ein Mann spielte und sang und eine sehr gut aussehende junge Frau stand vor ihm.
Mhh, leichte Beute, ich könnte auch mal wieder ein wenig stehlen, obwohl nein. Die nächsten 3 Wochen komme ich auch so über die Runden. Aber sie trägt doch etwas viel.
Nekele ging noch ein Stück näher. Doch dann hörte der Mann auf zu spielen. Nun war es mehr als ungünstig zuzuschlagen. Aber sie hatte Zeit.
Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben. Kurt Tucholsky
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Tjeika
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Tjeika »

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Ort: Am Hafen
Zeit: Mittags
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Linnea begann zu klatschen und wie auf Kommando tat es ihr ihre Kammerfrau nach. Linnea versuchte sich für einen Augenblick an ihren Namen zu erinnern, doch ihre Aufmerksamkeit glitt schnell wieder zu dem Spielmann.
"Warum hört ihr auf zu spielen? Stören wir Euch, wenn wir so nahe an euch dranstehen?", fragte sie leise und tat sogleich einen Schritt zurück
Sie wollte so gerne noch ein weiteres Lied hören. Es war bei weitem ein schönerer Zeitvertreib, als sie es auf dem Schiff gehabt hatte. So langweilig war es dort gewesen, niemand, der sich mit ihr hatte unterhalten wollen - was mitunter auch an einer ihr nicht bekannten Anweisung ihres Vaters oder Gatten hatte liegen können. Sie hoffte wahrlich, dass der Diener ihres Gatten noch ein wenig auf sich warten lassen würde.
"Spielt uns noch ein Lied", forderte sie den Spielmann lächelnd auf.
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Greyback

Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Greyback »

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Zeit: Mittags
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Er musste unwillkürlich grinsen, als die junge Frau einen Schritt zurück trat. So symphatisch sie ihm auch war, er musste daran denken, dass dies wahrscheinlich die einzige Gelegenheit war, heute an etwas Geld zu kommen. Also verneigte er sich tief vor der Dame, deutete dezent auf das vor ihm liegende und bereits mit einigen wenigen Münzen gespickte Tuch und begann erneut zu spielen.

"Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln,
wir jagen sie weit auf das endlose Meer.
Wir stürzen an Deck und wir kämpfen wie Löwen,
unser der Sieg, viel Feinde, viel Ehr!"
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Tjeika »

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Oh, natürlich, wie hatte sie das nur vergessen können?
Natürlich spielte der Spielmann nicht nur zu seinem Vergnügen an solch einem regnerischen Tag. So bedeutete sie ihrer Kammerfrau, an deren Name sie sich partout nicht erinnern konnte, einige Münzen in das Tuch zu legen. Natürlich gehorchte sie sofort, so lange, wie sie unter ihrer Mutter gedient hatte, war das kein Wunder. Sie hatte ihre Dienerinnen nie sonderlich gut behandelt, besonders nicht, wenn sie nicht gehorchten. Linnea war das nur recht, immerhin ersparte sie sich so einigen Ärger.
Auch jenes Lied war wieder sonderbar schön, so dass sich ein träumerischer Ausdruck auf das Gesicht der Adligen schlich. Ja, sie liebte die Musik des einfachen Volkes, das hatte sie schon immer getan.
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Siria
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Re: Lübeck, 03. 04. 1530

Beitrag von Siria »

Am Hafen
Mittags
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Er spielt wieder, jetzt wäre eine gute Gelegenheit. Ich könnte sie ausrauben, die Frau, die hilflos hinter der Dame steht, hält ihr Täschchen nicht sonderlich fest.
Wenn der gute Spielmann sie noch genügend ablenkt... ich würde auch teilen, ganz nach Piratenkodex.

Nekele ging mit größerem Abstand zu der kleinen Gruppe. Sie blickte sich aufmerksam um. Sie kannte die Gegend nicht und somit auch keine guten Fluchtwege. Es war doch sehr riskant. Zu riskant? Sie hatte noch gut 10 m Abstand und stand so, dass sie den Spielmann sehen konnte, aber die Dame zu ihr mit dem Rücken stand.
Ich sollte noch kurz warten. Sicher ist sicher.
Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben. Kurt Tucholsky
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