Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Siria
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen

Lýsir schluckte. Er war froh, dass Inga an seiner Seite war, alte Erinnerungen wurden wach. Doch die mußte er ausblenden. Plötzlich kamen ihnen 2 Männer entgegen. Lýsir riss Inga mit sich. Es war nicht gut, wenn diese Inga sehen würden. Was würde geschehen, wenn sie diese erkennen würden. Sie duckten sich hinter Kisten. Vielleicht würden sie etwas erzählen, was ihnen helfen könnte. Sie mußten Thyra finden und sie nach hause bringen.
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Tjeika
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen
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"Wir können uns nicht ewig verstecken", gab Inga zu bedenken, nachdem sich der Schock gelegt hatte, darüber, dass Lýsir sie so plötzlich hinter die Kisten gezerrt hatte, hinter denen sie nun saßen und vorsichtig auf den schlammigen Weg blickte.
Noch immer hielt Lýsir Inga nahe bei sich und Inga meinte, dass irgendetwas nicht stimmte. Doch was genau es war, das konnte sie nicht erahnen.
"Ist alles in Ordnung?", fragte sie leise, als sie ihren überaus besorgten Blick von der Straße abwandt und Lýsirs suchte.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."

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Siria
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen

Lýsir antwortete nicht. Er durfte die Situationen nicht vergleichen. Er blickte Inga ins Gesicht, doch er sah eher durch sie hindurch. Erst als er seine Hand auf ihre Wange legte, konnte er ihr richtig in die Augen blicken, aber dennoch nicht antworten.
"Wir sollten den Männern folgen. Sie waren auf dem Schiff. Vielleicht bringen sie uns irgendwo hin, wo auch Thyra sein könnte."
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Tjeika
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen
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Begreifen erfasste Inga, als sie Lýsirs Hand auf ihrer Wange verspürte, als sein durchdringender Blick den Ihren traf. Kurz seufzte sie, dann nickte sie und letztlich konnte sie seinem Blick kaum mehr standhalten. Da war etwas in Inga, dass litt. Teils mit Lýsir, dieser Teil verstand ihn, doch teils auch, weil er eben immer noch an damals erinnert wurde, wie es Inga schien. Und irgendwie schmerzte es, dass seine Verlobte immer noch eine so große Rolle in Lýsirs Leben zu spielen schien. Und sie würde es wohl auch immer. Dass Aradis irgendwann keine Rolle mehr spielen würde, bezweifelte Inga doch sehr.
"Ja, verfolgen wir sie", sagte sie mit belegter Stimme und schnell wandt sie ihren Blick wieder den Männern zu.
Bald waren diese hinter einer Hauswand verschwunden, in eine Seitenstraße eingebogen, die vom Hafen wegführte. Und sie schienen es eilig zu haben. Noch einmal blickte sie sich auf der Straße um, ehe sie beschloss, dass sie besser jetzt folgen sollten, solange die Spur noch heiß war und hinter den Kisten auftauchte.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen

Lýsir harderte mit sich selber. Er durfte nichts vergleichen. Inga war da und er würde sie nicht verlieren. Er hatte Angst um sie. Sie liefen los, den zwei Männern hinterher. So klein der Ort auch war, so verwinkelt war er auch. Sie mussten aufpassen, die Männer nicht zu verlieren und doch nicht zu auffällig zu sein. Sie waren Fremde und das sah man ihnen an, dazu Inga als Frau. Er ließ ihre Hand nicht los, hatte Angst er könnte sie verlieren.
Dann verschwanden die Männer in einem Haus. Viele Stimmen waren aus ihm oder dem Hof dahinter zu vernehmen.
Wie sollten sie weiter vorgehen. Sie mußten eine Chance finden, mehr zu sehen, denn einfach hineingehen wäre zu gefährlich gewesen.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen
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Inga wagte es noch immer nicht, Lýsir anzublicken. Finstere Gedanken hatten sich in ihr breit gemacht. Sah er in ihr nur einen Ersatz von Aradis? Sah er in ihr Aradis?
"Das Fenster", sprach sie daher nur leise, ohne zu Lýsir zu blicken und deutete auf eben jenes.
Sie mussten mehr sehen können, ohne selbst allzu sehr aufzufallen. Langsamen Schrittes und darauf bedacht, dass man sie nicht beobachtete, schlich Inga auf das Grundstück, langsam über die Beete, an das Fenster heran. Noch war sie geduckt, noch konnte sie nicht hereinblicken.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen

Lýsir schlich hinter Inga zum Fenster. Vorsichtig richtete er sich auf, um hinein blicken zu können. Was er sah, ließ sein Herz fast stillstehen. Sieben Frauen standen in einer Reihe. Nur leicht bekleidet, Angst stand in ihren Gesichtern. Unter ihnen war Thyra. Er hockte sich wieder hin. Das konnte nicht wahr sein, was sollten sie tun? In dem Raum waren viele Männer, sie konnten nicht einfach hinein gehen und Thyra herausholen. Aber sie konnten sie dort nicht lassen. Wenn sie diesen Raum mit jemanden verließ, war sie womöglich verloren. Lýsir blickte zu Inga.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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09. März 768, Morgen
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Nun konnte Inga nicht anders. Sie musste zu Lýsir blicken. Sie selbst hatte es kaum gewagt, durch das Fenster zu blicken und es ihm überlassen. Sie selbst hatte in der Zeit darauf geachtet, dass sie nicht beobachtet und damit vielleicht auch erwischt worden waren. So blickte sie nun gespannt in Lýsirs Antlitz und was sie darin erkannte, sorgte sie sehr.
"Was ist...", mehr brachte Inga nicht zustande.
Ein furchtbares Gefühl machte sich in Ingas Magengegend breit.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Siria »

In einem Ort nahe des Dnjepr
09. März 768, Morgen

"Thyra." war das Einzige, was Lýsir herausbrachte. Er rückte näher zu Inga.
"Wir müssen uns schnell überlegen, wie wir sie herausbekommen. Ist sie erstmal hier weg, dann ist es wahrscheinlich zu spät für sie." flüsterte er Inga zu. Er hatte nach ihrer Hand gegriffen. Die Aussichten waren schlecht.
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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Beitrag von Tjeika »

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Inga schloss die Augen, als Lýsir ihre Hand ergriffen hatte. Dass Thyra hier war, war schon schwierig genug, sie konnte nun nicht auch noch damit umgehen, was Lýsir in ihr womöglich sah. Zunächst einmal mussten sie Thyra hier herausholen. Danach konnte sie immer noch überlegen, wie sie diese andere Angelegenheit für sich selbst bewertete. So entzog sie Lýsir beinahe schon sanft ihre Hand und Bedauern lag in ihrem Blick, ohne, dass sie es beabsichtigt hatte. Doch was sie fühlte, konnte sie nun einmal nicht ändern. So wandt sie jenen Blick schnell wieder von Lýsir ab und dem Haus, vor dem sie hockten, zu.
"Vielleicht sollten wir demjenigen auflauern, der sie letztlich ersteht. Da stehen unsere Chancen höher, sie lebend herauszubekommen. Hier haben wir keine Chance", schlug Inga dann mit Bitterkeit in der Stimme vor und seufzte tief.
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