Kapitel 3
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- Kampf um Choma: Revan
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Re: Kapitel 3
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Revan
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Revan hörte Toyans Ausführungen aufmerksam zu und schwieg nach dessen Ende und Namids kurzem Einwurf eine Weile, während das brennende Holzscheit unschlüssig um sein Gesicht kreiste. „Diese Geschichte bringt man euch hier also bei. Sehr interessant, in der Tat. Erst einmal möchte ich meine Wertschätzung darüber ausdrücken, dass Du Deine Doktrin mit mir teilst, wenngleich ich das Ende und den Unwillen darüber zu diskutieren schon ein wenig verstörend finde.“ Was ja eigentlich nur belegt, dass euer Glauben daran wohl doch nicht so unerschütterlich ist, wie ihr es euch wünscht.
„Du sagst, ich wäre hier falsch, wenn ich nur nach meinen Regeln und meiner Überzeugung leben kann, legst mir aber gleichzeitig nahe mich den hier herrschenden unterzuordnen? Lasst mich euch eines versichern. Das werde ich genauso wenig tun, wie ihr an meiner Stelle von euren Prinzipien und Überzeugungen abrücken würdet.“
Mit diesem Satz flog das Scheit mit einer solchen Wucht zurück in das Feuer, dass eine wahre Funkensäule darüber emporstieg. Unbemerkt von den anderen löste sich im gleichen Moment ein kleines, verkohltes Holzstück aus dem glimmenden Haufen und schlitterte vor die Füße Namids, während Revan in einer resignierenden Geste die Hände hob und seine Ansprache fortsetzte.
„Diese Weltanschauung ist tiefer verwurzelt, als ich dachte, vielleicht war es für diese Art von Weckruf doch noch ein wenig zu früh. Ich kann euch nur die Tür zu einer anderen Wahrheit aufstoßen, hindurchgehen müsst ihr schon selbst. Aber solange ihr eine solche panische Angst davor habt, dass das, was ihr dort finden könntet, nicht das ist, was ihr erwartet habt, werde ich mich in der Frage der Weltanschauung bedeckt halten, solange ihr es auch tut. Wer allerdings das Bedürfnis oder den Mut hat, auch die andere Seite der Medallie einmal zu betrachten, ist mir jederzeit willkommen, sei es Magier, Sine oder Jäger. Nur eine Sichtweise kann auf die Dauer doch etwas fade sein.“
Nach diesen Worten straffte er seinen Rücken und sah Toyan in die Augen. „Dies ist also mein Angebot. Keine unaufgeforderten Weltanschauungsdiskussionen von beiden Seiten bis zum Erreichen unseres gemeinsamen Zieles. Ein anderes wird es nicht geben.“
Während seiner letzten Sätze begann das Kohlestückchen vor Namids Füssen zu tanzen und schrieb in Windeseile mit geschwungener Schrift "Freiheit ist eine Lüge" in den staubigen Boden, bevor es auf die breitere Seite kippte, den eben geschriebenen Satz unkenntlich machte und das Leben in ihm erlosch.
Revan
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Revan hörte Toyans Ausführungen aufmerksam zu und schwieg nach dessen Ende und Namids kurzem Einwurf eine Weile, während das brennende Holzscheit unschlüssig um sein Gesicht kreiste. „Diese Geschichte bringt man euch hier also bei. Sehr interessant, in der Tat. Erst einmal möchte ich meine Wertschätzung darüber ausdrücken, dass Du Deine Doktrin mit mir teilst, wenngleich ich das Ende und den Unwillen darüber zu diskutieren schon ein wenig verstörend finde.“ Was ja eigentlich nur belegt, dass euer Glauben daran wohl doch nicht so unerschütterlich ist, wie ihr es euch wünscht.
„Du sagst, ich wäre hier falsch, wenn ich nur nach meinen Regeln und meiner Überzeugung leben kann, legst mir aber gleichzeitig nahe mich den hier herrschenden unterzuordnen? Lasst mich euch eines versichern. Das werde ich genauso wenig tun, wie ihr an meiner Stelle von euren Prinzipien und Überzeugungen abrücken würdet.“
Mit diesem Satz flog das Scheit mit einer solchen Wucht zurück in das Feuer, dass eine wahre Funkensäule darüber emporstieg. Unbemerkt von den anderen löste sich im gleichen Moment ein kleines, verkohltes Holzstück aus dem glimmenden Haufen und schlitterte vor die Füße Namids, während Revan in einer resignierenden Geste die Hände hob und seine Ansprache fortsetzte.
„Diese Weltanschauung ist tiefer verwurzelt, als ich dachte, vielleicht war es für diese Art von Weckruf doch noch ein wenig zu früh. Ich kann euch nur die Tür zu einer anderen Wahrheit aufstoßen, hindurchgehen müsst ihr schon selbst. Aber solange ihr eine solche panische Angst davor habt, dass das, was ihr dort finden könntet, nicht das ist, was ihr erwartet habt, werde ich mich in der Frage der Weltanschauung bedeckt halten, solange ihr es auch tut. Wer allerdings das Bedürfnis oder den Mut hat, auch die andere Seite der Medallie einmal zu betrachten, ist mir jederzeit willkommen, sei es Magier, Sine oder Jäger. Nur eine Sichtweise kann auf die Dauer doch etwas fade sein.“
Nach diesen Worten straffte er seinen Rücken und sah Toyan in die Augen. „Dies ist also mein Angebot. Keine unaufgeforderten Weltanschauungsdiskussionen von beiden Seiten bis zum Erreichen unseres gemeinsamen Zieles. Ein anderes wird es nicht geben.“
Während seiner letzten Sätze begann das Kohlestückchen vor Namids Füssen zu tanzen und schrieb in Windeseile mit geschwungener Schrift "Freiheit ist eine Lüge" in den staubigen Boden, bevor es auf die breitere Seite kippte, den eben geschriebenen Satz unkenntlich machte und das Leben in ihm erlosch.
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
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Re: Kapitel 3
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Namid
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Namid sah mit hochgezogener Augenbraue zu dem verkohlten Holzstück, welches Revan zu ihren Füßen hatte fliegen lassen und sah den Mann fragend an, aber dieser richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf Toyan, so musste sie warten, bis sie erfahren würde, was der Psychokinet wieder zu ihr sah. Dann sah sie aus dem Augenwinkel wie das Stück Kohle sich wieder bewegte und sah nach unten. Als sie die Worte las, musste sie schmunzeln. War sie das nicht sowieso? Egal ob jetzt bei den Sine oder den Magiern? Immerhin schwebte immer noch die Gefahr der Nekromanten über ihnen und solange diese nicht beseitigt wäre, wäre keiner von ihnen je frei. Und selbst danach war es noch nicht sicher, nicht solange Sine und Magier sich bekämpften, sich nicht nebeneinander zumindest akzeptierten, aber dies hatte Revan in diesem Moment wohl nicht gemeint, aber sie meinte zumindest zu verstehen, was dieser gemeint hatte. Und so sah sie ihm nur in die Augen und hoffte er würde die stumme Zustimmung in ihnen lesen können.
Namid
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Namid sah mit hochgezogener Augenbraue zu dem verkohlten Holzstück, welches Revan zu ihren Füßen hatte fliegen lassen und sah den Mann fragend an, aber dieser richtete seine ganze Aufmerksamkeit auf Toyan, so musste sie warten, bis sie erfahren würde, was der Psychokinet wieder zu ihr sah. Dann sah sie aus dem Augenwinkel wie das Stück Kohle sich wieder bewegte und sah nach unten. Als sie die Worte las, musste sie schmunzeln. War sie das nicht sowieso? Egal ob jetzt bei den Sine oder den Magiern? Immerhin schwebte immer noch die Gefahr der Nekromanten über ihnen und solange diese nicht beseitigt wäre, wäre keiner von ihnen je frei. Und selbst danach war es noch nicht sicher, nicht solange Sine und Magier sich bekämpften, sich nicht nebeneinander zumindest akzeptierten, aber dies hatte Revan in diesem Moment wohl nicht gemeint, aber sie meinte zumindest zu verstehen, was dieser gemeint hatte. Und so sah sie ihm nur in die Augen und hoffte er würde die stumme Zustimmung in ihnen lesen können.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Kapitel 3
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Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Toyan hörte Revan zu und seufzte innerlich. Die andere Seite der Medaille? Die Bruderschaft war doch genau daraus entstanden, eine Freiheitsbewegung aus der Knechtschaft der Magier, bis sie den Spieß umgedreht hatten und nun gnadenlos gegen eben jene vorgingen. Die Nekromanten bildeten eine dritte Front, die einst die Sine im Freiheitskampf unterstützt hatten und dann von beiden Seiten vertrieben worden waren.
Im Grunde war die Weltanschauung Revans plausibel. Doch ebenso war jene, die er selbst hielt, die die Menschen auf dem Festland seit Jahrhunderten kannten, plausibel. Die Menschen richteten sich nun einmal danach, in welchen Werten und Normen sie aufgewachsen waren. Aber innerhalb dieser Gruppe sollten diese Grenzen aufgehoben sein, das hatten sie sich einst auf der Meria geschworen. Ungeachtet es Hintergrundes hatten sie ein gemeinsames Ziel und Toyan hoffte sehr, dass auch Revan dieses Ziel mit verfolgte.
Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Toyan hörte Revan zu und seufzte innerlich. Die andere Seite der Medaille? Die Bruderschaft war doch genau daraus entstanden, eine Freiheitsbewegung aus der Knechtschaft der Magier, bis sie den Spieß umgedreht hatten und nun gnadenlos gegen eben jene vorgingen. Die Nekromanten bildeten eine dritte Front, die einst die Sine im Freiheitskampf unterstützt hatten und dann von beiden Seiten vertrieben worden waren.
Im Grunde war die Weltanschauung Revans plausibel. Doch ebenso war jene, die er selbst hielt, die die Menschen auf dem Festland seit Jahrhunderten kannten, plausibel. Die Menschen richteten sich nun einmal danach, in welchen Werten und Normen sie aufgewachsen waren. Aber innerhalb dieser Gruppe sollten diese Grenzen aufgehoben sein, das hatten sie sich einst auf der Meria geschworen. Ungeachtet es Hintergrundes hatten sie ein gemeinsames Ziel und Toyan hoffte sehr, dass auch Revan dieses Ziel mit verfolgte.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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Re: Kapitel 3
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Shaya Zarin
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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"Ich wünsche Euch, Revan, dass Euch Euer Stolz noch einmal auf die Füße fällt und Ihr so tief fallt, dass Ihr einmal merkt, wie es ist, das Ende der Nahrungskette darzustellen", sagte Shaya mit scharf schneidender Stimme.
"Die andere Seite der Medaille ist genau das, was früher einmal war. Wir haben die Sine unterdrückt und aus ihrer Knechtschaft sind sie auferstanden, sich ein besseres Leben zu erkämpfen. Das haben sie hier mit Erfolg getan. Und wenn ich ehrlich bin, dann kann ich es ihnen nicht verdenken. Niemand verdient ein Leben in Knechtschaft", fügte Shaya hinzu.
Shaya schüttelte den Kopf. Revan war wohl ein hoffnungsloser Fall.
"Ich warte draußen bis wir aufbrechen", meinte sie dann und wandt sich ab, das Haus zu verlassen.
Shaya Zarin
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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"Ich wünsche Euch, Revan, dass Euch Euer Stolz noch einmal auf die Füße fällt und Ihr so tief fallt, dass Ihr einmal merkt, wie es ist, das Ende der Nahrungskette darzustellen", sagte Shaya mit scharf schneidender Stimme.
"Die andere Seite der Medaille ist genau das, was früher einmal war. Wir haben die Sine unterdrückt und aus ihrer Knechtschaft sind sie auferstanden, sich ein besseres Leben zu erkämpfen. Das haben sie hier mit Erfolg getan. Und wenn ich ehrlich bin, dann kann ich es ihnen nicht verdenken. Niemand verdient ein Leben in Knechtschaft", fügte Shaya hinzu.
Shaya schüttelte den Kopf. Revan war wohl ein hoffnungsloser Fall.
"Ich warte draußen bis wir aufbrechen", meinte sie dann und wandt sich ab, das Haus zu verlassen.
"Hören Sie, Sir, folgendes... Es geht um meinen Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat..."
// The Big Lebowski \\
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- Kampf um Choma: Revan
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Re: Kapitel 3
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Revan
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Wir sind zur Zeit das Ende der Nahrungkette, irgendwann wirst Du das auch verstehen.
Mit diesen Gedanken sah Revan Shaya hinterher. "Ganz recht. Niemand verdient ein Leben in Knechtschaft, auch wir nicht." schenkte er der Tür, in der sie verschwunden war, ein bedauerndes Lächeln, wandte sich dann aber wieder Toyan zu.
"Wie es scheint, hat sie ihre Entscheidung bereits getroffen. Eine Stimme gegen einen Waffenstillstand. Wie steht es mit dem Rest?"
Revan
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Wir sind zur Zeit das Ende der Nahrungkette, irgendwann wirst Du das auch verstehen.
Mit diesen Gedanken sah Revan Shaya hinterher. "Ganz recht. Niemand verdient ein Leben in Knechtschaft, auch wir nicht." schenkte er der Tür, in der sie verschwunden war, ein bedauerndes Lächeln, wandte sich dann aber wieder Toyan zu.
"Wie es scheint, hat sie ihre Entscheidung bereits getroffen. Eine Stimme gegen einen Waffenstillstand. Wie steht es mit dem Rest?"
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George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
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Re: Kapitel 3
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Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Toyan seufzte und zwang sich, einmal bewusst durchzuatmen, ehe er sich an Revan wandte.
"Wenn die Bedingung lautet, keine weitere Provokation von beiden Seiten, nehme ich ihn an. Zumindest bis zum Gespräch in der Scheune, von dem wir noch nicht wissen, was uns erwartet."
Er nickte Revan knapp zu, mehr konnte er nun nicht dazu sagen. Sie hatten ihm ihren Standpunkt deutlich gemacht und Toyan hoffte sehr, dass es nicht zum Bruch kam und auch Shaya sich wieder beruhigte.
Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Toyan seufzte und zwang sich, einmal bewusst durchzuatmen, ehe er sich an Revan wandte.
"Wenn die Bedingung lautet, keine weitere Provokation von beiden Seiten, nehme ich ihn an. Zumindest bis zum Gespräch in der Scheune, von dem wir noch nicht wissen, was uns erwartet."
Er nickte Revan knapp zu, mehr konnte er nun nicht dazu sagen. Sie hatten ihm ihren Standpunkt deutlich gemacht und Toyan hoffte sehr, dass es nicht zum Bruch kam und auch Shaya sich wieder beruhigte.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Kapitel 3
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Namid
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Namid sah Shaya einen Moment hinterher, ehe sie sich an Revan wandte und nickte. Sie würde sich diesem Waffenstillstand bestimmt nicht entgegenstellen.
Namid
29. April 143. Jahr des Lichtes, Abend
Therona, Seyîn
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Namid sah Shaya einen Moment hinterher, ehe sie sich an Revan wandte und nickte. Sie würde sich diesem Waffenstillstand bestimmt nicht entgegenstellen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Kapitel 3
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Narea
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Die Stimmung war angespannt und Narea musste sich konzentrieren, um von all den Spannungen und der unterdrückten Wut nicht völlig aus dem Konzept gebracht zu werden. Die Sonne war bereits vor einigen Stunden untergegangen, ehe die kleine Gruppe schweigend aufbrach. Die Straßen der kleinen Stadt waren wie ausgestorben und einige Wolken zogen am Himmel entlang, verdeckten hin und wieder die schmale Mondsichel und nahmen den fünf schweigenden gestalten beinahe jedes Licht.
Das erwartete Unwetter war ausgeblieben und noch immer war die Luft drückend und unangenehm trocken.
Narea hatte sich, obwohl es für April recht warm war, den Umhang eng um die Schultern gezogen. Sie wusste nicht genau, was sie jetzt erwarten würde, doch inzwischen war sie sich sicher, dass es Gilean war, auf den sie treffen würden.
Keiner sprach während sie sich auf den Weg zum Lagerhaus machten, in das der Fremde sie bestellt hatte. Als sie vor dem Tor standen streckte Narea ihre Gefühle aus und sah kurz prüfend zu Shaya, ehe sie anklopfte.
Keine zwei Sekunden wurde die Tür einen Spalt geöffnet und die Gruppe hereingebten.
Sverian stand neben der Tür und am anderen Ende der Halle standen drei Männer, die in ein leises Gespräch vertieft schienen.
"Gilean erwartet Euch", flüsterte Sverian und nickte zu den Männern.
Narea
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Die Stimmung war angespannt und Narea musste sich konzentrieren, um von all den Spannungen und der unterdrückten Wut nicht völlig aus dem Konzept gebracht zu werden. Die Sonne war bereits vor einigen Stunden untergegangen, ehe die kleine Gruppe schweigend aufbrach. Die Straßen der kleinen Stadt waren wie ausgestorben und einige Wolken zogen am Himmel entlang, verdeckten hin und wieder die schmale Mondsichel und nahmen den fünf schweigenden gestalten beinahe jedes Licht.
Das erwartete Unwetter war ausgeblieben und noch immer war die Luft drückend und unangenehm trocken.
Narea hatte sich, obwohl es für April recht warm war, den Umhang eng um die Schultern gezogen. Sie wusste nicht genau, was sie jetzt erwarten würde, doch inzwischen war sie sich sicher, dass es Gilean war, auf den sie treffen würden.
Keiner sprach während sie sich auf den Weg zum Lagerhaus machten, in das der Fremde sie bestellt hatte. Als sie vor dem Tor standen streckte Narea ihre Gefühle aus und sah kurz prüfend zu Shaya, ehe sie anklopfte.
Keine zwei Sekunden wurde die Tür einen Spalt geöffnet und die Gruppe hereingebten.
Sverian stand neben der Tür und am anderen Ende der Halle standen drei Männer, die in ein leises Gespräch vertieft schienen.
"Gilean erwartet Euch", flüsterte Sverian und nickte zu den Männern.
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Re: Kapitel 3
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Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Toyan hoffte sehr, dass es wirklich keine Falle war, sie hatten nur kleinere Handwaffen dabei und waren noch recht lädiert, wenn man es so ausdrücken wollte. Ein Kampf käme daher ziemlich ungelegen.
Doch sein Griff um den Schwertknauf lockerte sich, als er erst Sverian und dann Gilean erkannte, Erleichterung stieg in ihm auf.
"Valo sei dank", murmelte er und trat vor um Gilean zu begrüßen, doch seine beiden Begleiter kannte er nicht.
Toyan Kerim
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Toyan hoffte sehr, dass es wirklich keine Falle war, sie hatten nur kleinere Handwaffen dabei und waren noch recht lädiert, wenn man es so ausdrücken wollte. Ein Kampf käme daher ziemlich ungelegen.
Doch sein Griff um den Schwertknauf lockerte sich, als er erst Sverian und dann Gilean erkannte, Erleichterung stieg in ihm auf.
"Valo sei dank", murmelte er und trat vor um Gilean zu begrüßen, doch seine beiden Begleiter kannte er nicht.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
- Erzähler
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Re: Kapitel 3
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Gilean Krynn (Berater von Merus)
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Gilean war sehr gespannt, Sverian hatte ihm nervös berichtet, dass er die beiden Frauen getroffen hatte, die ihm zugesagt hatten. Aber ob wirklich jemand kommen würde - und hoffentlich niemand, der unerwünscht war - daran wagte er noch nicht ganz zu hoffen.
Als sich schließlich doch die Tür öffnete, drehte er sich erwartungsvoll um und erkannte sechs Personen im Eingang. Sverian schloss hinter ihnen die Tür und Gilean wandte sich von seinem Gesprächspartner, mit dem er eine Karte diskutiert hatte, ab.
"Drei von Euch kenne ich", sagte er halb erstaunt, halb misstrauisch, halb freundlich. "Willkommen, ich bin froh, dass Ihr Sverians Einladung gefolgt seid." Er nickte Toyan, Narea und Shaya zu und freute sich, dass sie noch immer beisammen waren.
"Einer fehlt, dafür sind drei Neue dabei, wie ich sehe. Setzen wir uns doch, dann können wir einander vorstellen, im Stehen spricht es sich so unbequem."
Er fagte sich, was mit Iyad geschehen war, aber dass die zwei Männer und die Frau dabei waren, ließ in ihm zumindest eine kleine Hoffnung auf Erfolg keimen. Auch, wenn sie noch mehr Gefahr bedeuten konnten.
"Darf ich erfahren, wer Ihr seid und wie Ihr zu der Gruppe gekommen seid?", wollte er denn von den drei Fremden wissen und sah sie gespannt an.
Gilean Krynn (Berater von Merus)
29. April 143. Jahr des Lichtes, Nacht
Therona, Seyîn
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Gilean war sehr gespannt, Sverian hatte ihm nervös berichtet, dass er die beiden Frauen getroffen hatte, die ihm zugesagt hatten. Aber ob wirklich jemand kommen würde - und hoffentlich niemand, der unerwünscht war - daran wagte er noch nicht ganz zu hoffen.
Als sich schließlich doch die Tür öffnete, drehte er sich erwartungsvoll um und erkannte sechs Personen im Eingang. Sverian schloss hinter ihnen die Tür und Gilean wandte sich von seinem Gesprächspartner, mit dem er eine Karte diskutiert hatte, ab.
"Drei von Euch kenne ich", sagte er halb erstaunt, halb misstrauisch, halb freundlich. "Willkommen, ich bin froh, dass Ihr Sverians Einladung gefolgt seid." Er nickte Toyan, Narea und Shaya zu und freute sich, dass sie noch immer beisammen waren.
"Einer fehlt, dafür sind drei Neue dabei, wie ich sehe. Setzen wir uns doch, dann können wir einander vorstellen, im Stehen spricht es sich so unbequem."
Er fagte sich, was mit Iyad geschehen war, aber dass die zwei Männer und die Frau dabei waren, ließ in ihm zumindest eine kleine Hoffnung auf Erfolg keimen. Auch, wenn sie noch mehr Gefahr bedeuten konnten.
"Darf ich erfahren, wer Ihr seid und wie Ihr zu der Gruppe gekommen seid?", wollte er denn von den drei Fremden wissen und sah sie gespannt an.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) - Der kleine Prinz
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) - Der kleine Prinz