Magic-Gemeinschaftsroman

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Spikor
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otac sah sich das Bild nochmal genauer an. Die Idee mit dem Kleidungsstil war nicht schlecht. Der Weltenwanderer trug eine Art Morgenmantel, der vorne mit einem Gürtel zugebunden war - zugebunden, nicht zugeschnallt, wie Otac auffiel. Eine Art Kimono. Aber so etwas gab es auf mehreren Welten, das sagte nicht viel aus. Die Art des Stoffes konnte man aus dem Bild nicht ablesen. Blieb noch das Muster: Viele, ganz kleine und ganz engmaschig ineinander verwobene Rauten anstelle von normalen Längsstreifen. Das war ziemlich detailliert und sicherleich eine Heidenarbeit gewesen, also ein edler Stoff mit viel Handarbeit. Der Fremde kleidete sich gerne vornehm und luxuriös. Er konnte dieses Kleidungsstück irgendwo auf seinen Reisen aufgegabelt haben, aber es wäre immerhin ein Anhaltspunkt. Wer machte solche Webarbeiten?

Otac kratzte sich am Kopf und ging in Gedanken die Welten durch, die er kannte. Die Nomaden von Xu'tluc machten etwas Ähnliches, aber bei ihnen waren die Rauten nicht so fein - vermutlich, weil sie nur relativ groben Stoff besaßen. Dann kam Otac ein Einfall - dieser Fremde war ja am ganzen Körper mit Fell bedeckt, er würde also Kleidung tragen, da auf Fell angenehm war. Solche Kleidung musste ziemlich fein gewebt sein, damit sie das Fell nicht bei jeder Bewegung sträubte und verhedderte. Er blickte Azeera an: "War der Stoff seiner Kleidung glatt? Und glänzte er leicht im Licht?" - "Ja", antwortete sie ihm verwundert, "Woher wissen Sie das?" - "Weil er ein Fell hat wie ich - grober Stoff verzottelt und verfilzt das Fell, und das Muster ist eine sehr feine Webarbeit, also ist das Kleidungsstück teuer, er kann es sich leisten oder hat es gestohlen, ganz egal, aber wenn er an so gute Werbarbeiten kommt, kommt er auch eine eine gute Stoffqualität." Er richtete seinen Blick auf Fay: "Seide. Er trägt Seide, und zwar ganz fein gemusterte. Er muss also mal auf einer Welt gewesen sein, die solche Muster auf Seidenstoffe webt, oder stickt, oder was auch immer, ich weiß nicht, ich bin ja kein Schneider." Er verzettelte sich kurz, fasste sich aber wieder und erklärte dann: "So etwas gibt es auf Jín Hudié! Das Muster ist zwar nicht von dort, aber er kann es ja in Auftrag gegeben haben. Ich kenne Jín Hudié, die haben dort eine große Bibliothek, in die auch Weltenwanderer kommen. Ich habe in ihren Schriftrollen schon nach Informationen für meine Forschungsarbeit gesucht."
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Odin
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Fay lächelte froh. Sie fand es immer aufregend, wenn eine Spur zur Lüftung eines Geheimnisses aufgedeckt wurde. Es lag ihr nur nicht, allzu viel Denkarbeit zu leisten.
"Dann haben wir auf jeden Fall schon mal ein Ziel: Jín Hudié. Aber..."
"Was, 'aber'? Damit sind wir doch schon einen großen Schritt weiter", freute sich Azeela.
"Ich habe noch mal an das gesamte Problem gedacht. Dass wir das Artefakt finden sollen, was Ihrer Familie und Ihren Freunden die Seele geraubt hat."
"Ja, dass war das ursprüngliche Problem", meinte Azeera verwirrt.
"Nun, ich bin kein besonders guter Analyst oder so. Ich hatte nur schon etwas häufiger mit den Seelenlosen zu tun. Vor allem, da der Turmbau seit damals schon weit fortgeschritten sein sollte. Ich würde mir gerne mal ansehen, wie das Ergebnis dieses Artefaktes aussieht. Außerdem kann der Baustil vom Turm auch etwas über den Weltenwanderer sagen. Wir könnten damit seiner Herkunft auf die Schliche kommen."
Azeela wurde wieder ernst: "Ach so meinen Sie das."
"Wie weit ist denn der Weg dorthin?", wollte Fay wissen.
"Wir sind dann schon ein paar Tage unterwegs", antwortete Azeela.
Fay blickt zu Otac. "Was meinen Sie dazu? Trauen Sie mir, dass wir dorthin gehen? Ich würde auch dafür sorgen, dass wir nicht angegriffen würden, falls diese Seelenlosen feindseelig sein sollten."
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Spikor
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otac brauchte einen Moment, um Fays Worte, v.a. das "trauen", zu enträtseln. Scheinbar drückte ihr Volk sich in bestimmten Dingen anders aus, als er es gewohnt war. Aber er verstand schon die Richtung, hoffte er zumindest. Der Leonide meinte dazu: "Nun, da die Seelenlosen Azeeras Leute sind, wollen wir sie nicht verletzen, falls sie uns angreifen. Ich keine kaum Zauber, die einen Angriff verhindern können, also soll es mir Recht sein, wenn Sie es versuchen. Aber falls es nicht klappt, werde ich meine Magie einsetzen müssen, und dann dürfen Ihre Zauber meine Kreaturen nicht sabotieren, also seien Sie bereit, ihre Magie zurückzufahren, wenn offensichtlich wird, dass sie nicht genügt."

In Gedanken ging er den Plan durch - ein paar Tage mit Fay und Azeera auf dieser fremden Welt unterwegs sein, das könnte gefährlich sein, musste es aber nicht. Katzen würde er dabei wohl nicht finden, aber vielleicht andere interessante Dinge. Die Frage war, ob er es riskieren sollte, mit den beiden zu reisen, schließlich kannte er beide nicht. Andererseits sah er keinen Weg, wie er das Rätsel um das merkwürdige Artefakt und den fremden Weltenwanderer lösen sollte, ohne diesen Weg zu gehen. Also entschied er sich für das Unternehmen und fragte Azeera: "Wir werden Vorräte für die Reise brauchen, die müssen wir noch besorgen. Gehen wir zu Fuß oder sollen wir ein Transportmittel benutzen? Müssen wir mit Widerstand durch Ihre Leute rechnen?"

Azeera zögerte, weil er so viele Fragen auf einmal gestellt hatte, aber dann antwortete sie, so gut sie konnte: "Es sind 3 Tage zu Fuß, ein Transportmittel würde ich nicht nehmen, es wäre sowieso nur für die erste Hälfte der Strecke gut und würde kaum Zeit sparen, da die Straßen nicht sonderlich gut sind. Vorräte kann ich hier auf dem Markt besorgen, am besten gehen wir nachher zusammen hin, dann können Sie sagen, was sie brauchen. Als ich versuchte, meine Leute zu befreien, haben sie nichts gegen mich unternommen, und auch der Zauberer, den ich angeheuert hatte, wurde nicht angegriffen. Es ist eher so, dass sie stumpfsinnig ihre Arbeit machen und auf nichts anderes reagieren. Ich weiß aber nicht, ob sie den Turm verteidigen würden, dem habe ich mich aus Angst nicht genähert."
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Fay nickte. Dass Otac skeptisch war, konnte sie verstehen. Und da könnte sie noch so viel sagen, wie sie wollte, und würde nichts ändern. Dass müsste sich erst durch die Tat zeigen. Allerdings kommen sie ja erst in 3 Tagen an. Da ist es zu früh, etwas zu unternehmen.

Sie nahm ihren Kampfstab und stand auf. "Gehen wir. Sagen Sie mir, wo es zum Markt geht, Azeera. Wir kommen durch die Menge wohl schneller, wenn ich vorgehe und ihr euch dicht hinter mir haltet."
Damit spielte sie auf die Eigenschaft an, dass sich anderes ihr nicht groß nähern konnte, wenn Sie es nicht gestattete. Damit würde sie wie ein Pflug durch die Menge draußen kommen.

Sie ging zur Tür und sah hinaus. Die Menge hatte sich nicht verflüchtigt. Wenn sie nicht helfen könnte, würden sie schon einen Tag brauchen, um aus der Stadt zu kommen.
Azeera kam hinter sie und blickte ebenfalls raus. "Zum Glück ist es nicht so weit zum Markt."

Von hinten kam die Stimme des Wirtes: "Und beehren Sie uns nie wieder!"
Fay blickte zurück, der Wirt war aber in Deckung gegangen und nicht zu sehen, weswegen Fay schmunzelte, deswegen nach unten blickte, damit ihr Schmunzeln nicht gesehen werden konnte, aber nichts sagte.
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Niemand belästigte sie, als sie auf den Markt gingen, und nachdem sie um ein paar Straßenecken gebogen waren, erweckten sie auch keine besondere Aufmerksamkeit mehr. Sie deckten sich mit Vorräten ein machten sich noch am gleichen Tag auf den Weg zu Azeeras Dorf. Die Reise verlief so, wie Azeera vorher gesagt hatte - 3 Tage wandern durch ein harmloses, aber beschwerliches und langweiliges Land. Die Klimazone war gemäßigt und das Wetter wechselhaft, so dass es weder zu heiß noch zu kalt wurde, aber einmal regnete es fast den ganzen Tag und die beiden Fellträger waren wenig erfreut darüber, auch wenn ihre Kleidung einiges abhielt. Sonderlich gefährlich war es nicht, dafür waren sie noch zu nahe an der großen Stadt. Weder Räuber noch Raubtiere traten auf, auch nachts nicht, und sie mussten ohnehin nur einmal im Freien kampieren, das war in der letzten Nacht, als sie die Hauptstraßen schon verlassen hatten. Ansonsten gab es Gasthöfe, die man nutzen konnte. Bei der Übernachtung im Freien hielten sie abwechselnd Wache und ließen das Lagerfeuer nicht ausgehen, und niemand behelligte sie. Schließlich näherten sie sich ihrem Ziel.


Kapitel 2


Die Landschaft war im Laufe des letzten Reisetages immer hügeliger geworden, und viele dieser Hügel waren mit Laubbäumen bewaldet, deren Blätter beständig im Wind raschelten. Der Weg - schon lange nicht mehr als ein Feldweg - wand sich zwischen diesen Hügeln hindurch. Wann immer er einen Bach kreuzte, standen dort ein paar Hütten, deren Ansammlung sich als Dorf bezeichnete und deren Bewohner an den Ufern der Bäche Felder aus dem Boden gekratzt hatten. Auf den Auwiesen weidete kleineres Vieh in der Größe von Schafen oder Ziegen, aber alles in allem wirkte die Gegen eher arm. Allerdings waren die Bewohner dieser Dörfer nicht von Azeeras Art und sie betonte mehrmals, dass es in ihrem Dorf nicht so schlimm aussah. Otac dachte still bei sich, dass das vielleicht der Grund sein mochte, warum der fremde Weltenwanderer sich gerade Azeeras Heimat für seinen Überfall ausgesucht hatte.
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Den Nachmittag führte die drei der Weg durch einen Wald. Dieser war ziemlicht licht und hatte wenig Unterholz, weswegen sich Fay keine Sorgen wegen eines Hinterhalt machte.
"Hinter dem Wald ist ein Hügel. Von dort aus geht es nur noch abwärts bis zum Dorf", meinte Azeera. Kurz darauf kam schon der Hügel in Sicht.
Als sie dann den Wald hinter sich hatten, konnten sie die Spitze des Turmes sehen.
"Auch wenn man bedenkt, dass sie mehrere Jahre an dem Turm gearbeitet haben, bin ich beeindruckt, wie weit der Bau schon ist. Sie haben sich alle Mühe gegeben", meinte Fay. "Es gab für sie ja auch nichts anderes mehr."
"Trotzdem sind sie noch nicht fertig", meinte Azeera.
"Ja. Es sieht aber so aus, als würde es nicht mehr lange dauern. Ein paar Wochen höchstens", entgegnete Fay.
Während des Gesprächs sind sie weiter gegangen. Und standen schließlich auf der Hügelkuppe.
Azeera hatte sich schon gefreut, wieder mal zuhause zu sein, obwohl ihre Freunde und Verwandte sie nicht erkennen dürfen. Als sie aber auf der Hügelkuppe standen, rief sie aus: "Oh nein."
Fay blickte runter. Azeeras Dorf lag in einem Talkessel und wurde von mehreren Hügeln umgeben. Zumindest das, was von dem Dorf noch übrig ist. Bis auf den Turm, der einige Meter abseits stand, standen nur noch zwei größere Hütten. Der Rest ist wahrscheinlich zerlegt worden, um Material für den Bau zu liefern.
Fay verglich den Baustil von den Hütten und dem Turm. Während die Hütten aber eher grob und nach praktischen Gesichtspunkten gebaut worden waren, war der Turm fast filigran. Entweder war es ein anderer Stil oder die Erbauer hatten eine nicht so praktische Sichtweise darauf.
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Wenn Otac gekonnt hätte, hätte er gepfiffen, um seine Überraschung auf diese Weise mitzuteilen. So aber schlug der Leonide unwillig mit dem Schwanz wie eine Kuh, die Fliegen vertrieb. "Nicht mehr lange, und es gibt kein Dorf mehr, das wir noch befreien könnten", grummelte er. "Die haben sich tatsächlich nur noch um den Turm gekümmert und ansonsten bloß gemacht, was nötig war, um gerade so nicht zu sterben. Das zeigt, dass sie für den Weltenwanderer nur Werkzeuge sind, mehr nicht. Er interessiert sich nicht dafür, was aus ihnen wird." Unten im Tal sah man Azeeras Leute herumlaufen und allerlei Tätigkeiten ausüben, die hauptsächlich mit dem Turmbau zu tun hatten. Ein paar standen auch auf Feldern oder brachten Brennholz, aber das waren fast nur die Kinder und die Alten, alle anderen bauten entweder direkt am Turm oder waren damit beschäftigt, Bauteile herzustellen oder heran zu schaffen. Ganz kleine Kinder waren nicht zu sehen. Offenbar hatten die Dorfbewohner auch die Fortpflanzung komplett eingestellt, um sich ganz dem Turmbau widmen zu können.

Otac warf nun einen näheren Blick auf den Turm selbst. Der Turm hatte eine relativ breite Basis und wurde dann in mehreren Ebenen immer schmaler. Es sah aus, also ob in 4 Stockwerken übereinander jeweils eine Art Terrasse um den Turm führte, und dann, ab dem 5. Stockwerk, ging es nur noch ganz schmal und gerade nach oben. "In den unteren 4 Etagen scheint es einiges an Platz zu geben, dort sind vermutlich Wohn- und Vorratsräume. Aber alles darüber scheint nur noch ein schmales Treppenhaus zu sein, vermutlich für eine Wendeltreppe, mehr dürfte da kaum hinein passen. Aus irgendeinem Grund will der gute Mann hoch hinaus mit dem Ding. Aber schön aussehen soll es bitteschön auch noch - der ganze Turm ist überall verziert mit diesen merkwürdigen Schnörkeln. Diesen Stil kenne ich nicht, und v.a. ist er rund und verwickelt, ganz anders als das Muster auf seiner Kleidung." Der Wissenschaftler kratzte sich am Kinn, dann fragte er Azeera: "Und du weißt wirklich nicht, wie es innen im Turm ausshieht?" - "Nein", antwortete sie, "ich habe ja schon gesagt, dass ich mich nicht hinein getraut habe." Otac bohrte nach: "Und haben sie irgendwelche Möbel oder so hinein geschleppt?" - "Nicht, solange ich dabei war", bekam er als Antwort. "Na schön", grummelte der Leonide, "dann werden wir uns das mal näher ansehen müssen. Sollen wir noch irgendetwas vorbereiten oder gehen wir einfach direkt hinunter?"
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

"Warte noch einen kleinen Moment", meinte Fay zu Otac.
Sie hatte schon seit mehreren Stunden Mana gesammelt und wirkte jetzt auf Otac und Azeera eine Aura.
"So, wenn jetzt etwas ungewollt in eure Nähe kommt, dann wird es entweder abgestoßen oder zumindest stark verlangsamt. Ihr könnt also durch eine dichte Menge einfach durchgehen, weil euch jeder ausweicht. Und wenn ihr dennoch angegriffen werdet, dann könnt ihr immernoch reagieren. Wenn der Gegenstand oder die Person aber mit eurer Einwilligung in eure Nähe kommt, dann funktioniert das ohne Probleme."
"Ist es das, womit du uns in der Stadt durch die Menge gebracht hast? Und den Axthieb verlangsamt hast?"
"Genau. Bei euch bleibt dieser Schild aber nicht dauerhaft. Spätestens morgen früh seid ihr wieder ungeschützt", erklärte Fay und wechselte dann das Thema: "Und nun können wir gehen."

Obwohl sie sicher sein konnten, dass sie auf dem Weg nach unten gesehen wurden, reagierte niemand auf sie. Sie wurden nicht als Bedrohung eingeschätzt. Auf dem Talboden angekommen, oder selbst zwischen den Hütten, änderte sich daran nichts.
Fay warf einen Blick in die Hütten und sah sehr viele improvisierte Schlafplätze und eine kleine Küche darin.
"Sieht so aus, als ob alle in diesen beiden Hütten untergebracht wurden", meinte sie. "Möbel sind Mangelware. Zum Einrichtungsstil kann man also nichts sagen."
Als dann aber ein Bewohner vorbeiging, ohne auf sie zu achten, konnten sie auf seiner leicht roten Haut ein schwarzes Muster auf seiner Stirn sehen.
"Das war damals auch nicht vorhanden", meinte Azeera.
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

"Ich hatte auch eher die Einrichtung des Turmes gemeint... sie könnte uns Aufschluss über den Weltenwanderer geben, und darüber, was er mit dem Turm vorhat. Will er darin wohnen oder wozu soll das Ding gut sein?", murmelte Otac etwas geistesabwesend auf Fays Hinweis zu den Möbeln in den Hütten, während er sich die Stirnmale der Leute anschaute. Die Neugier des Wissenschaftlers kam durch und als er erkannte, dass die Dorfbewohner ihn völlig ignorierten, ging er ganz nahe an einen Mann heran, der eine großen Mauerstein zur Baustelle trug. Der Mann war wegen des schweren Steins sehr langsam, und Otac ging ganz nah neben ihm her und glotze ihm ganz ungeniert auf die Stirn - der Mann reagierte nicht!

Otac war sich gar nicht bewusst, dass er das Muster laut beschrieb, so als wenn er einem Schreiber etwas für eine wissenschaftliche Abhandlung diktieren würde. Er erklärte: "Es ist ein Dreieck, gleichseitig, würde ich sagen, aber natürlich kann ich es gerade nicht nachmessen. Die Spitze zeigt nach oben. Im Inneren des Dreiecks befindet sich ein Kreis, der es soweit ausfüllt, wie es möglich ist, ohne das Dreieck zu verlassen. Er berührt die Linien des Dreiecks also auf ihren Mittelpunkten. Und innen im Kreis befindet sich ein fünfzackiger Stern, den jeder Magier kennt, ein klassisches Pentagramm, mit der Spitze nach unten. Die Linen des Pentagramms sind durchgezogen und bilden somit ganz im Inneren der Figur noch ein gleichmäßiges Fünfeck. Der Mittelpunkt dieses Fünfecks ist als Punkt markiert. Zumindest scheint es der Mittelpunkt zu sein, wie gesagt kann ich es im Moment schlecht nachmessen. Das Ganze scheint nicht aufgemalt zu sein, es wirkt eher so, als ob sich die Farbe unter der Haut befindet - eine Tätowierung? Oder ist das da einfach hingezaubert worden?"

Er lehnte sich wieder zurück und blickte seine beiden Begleiterinnen an. Man sah ihm an, dass er sich keinen Reim darauf machen konnte. Natürlich hatte er ein oder zwei Theorien, aber mehr als reine Spekulation waren die erst einmal nicht.
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Re: Magic-Gemeinschaftsroman

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Fay lächelte. "Jetzt wissen wir aber, wie die Möbel von hier aussehen. Möbel im Turm, die völlig anders aussehen, müssen also extra für den Turm hergestellt worden sein."
Während Otac das Mal auf der Stirn beschrieb, schaute sie Azeera an, ob es ihr bekannt vorkam. Anschließend fragte Fay sie: "Du scheinst das nicht zu kennen, oder?"
Azeera stimmte zu: "Das ist richtig. Diese Male sind mir unbekannt. Selbst damals, als ich den Zauberer angeheuert hatte, ist mir keines aufgefallen."
"Hmm", machte Fay. "Dann war dieser Planeswalker zwischendurch wahrscheinlich hier. Bloß warum hat er diese Markierungen angebracht? Ist das einfach so was wie ein Brandzeichen, das einem sagen soll, dass sie ihm gehören? Oder haben sie eine andere Funktion?."
Dann wandte sie sich an Otac.
"Haben Sie vielleicht einen Zauber in petto, der das untersuchen könnte, Otac? Ich habe leider keinen."

Währenddessen ging sie noch weiter zur Baustelle. Als sie die Tür aufmachen wollte, öffnete sie sich von innen und ein paar weitere Seelenlose wollten den Turm verlassen. Fay stand im Weg. Statt dass sie ganz einfach auswichen, was nicht möglich wahr, gingen sie einfach weiter, wurden aber verlangsamt. Diese Seelenlosen, ein Mann und drei Frauen, hatten ebenfalls dieses Zeichen auf der Stirn.
Fay schritt zur Seite, verhinderte dabei aber, dass sich die Tür wieder schließt. Als diese vier vorbei waren, kam noch eine Frau, deren Mal ein klein wenig anders aussah.
"Huch?", sagte Fay. "Bei ihr ist noch ein Strahlenkranz um das Dreieck. Ist das dann eine Vorarbeiterin?"
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