Magic-Gemeinschaftsroman

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
Benutzeravatar
Spikor
Beiträge: 2892
Registriert: Di 14. Feb 2017, 19:58
Kampf um Choma: Réigam
Abwesend: Derzeit auf Langzeit-Pause
Wohnort: Coburg

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otac hörte den Lärm hinter sich und auch der Mann drehte sich um. Das kam vom Tisch der Füchsin! Sie hatte mit der Trapperin einen Kampf angefangen, und es war ein Magierduell! Schutzschild gegen Bestie. Otac konnte immer noch den Schutzzauber auf sich spüren, also war es vermutlich eine Aura. Wie lange sie wohl halten mochte? Jedenfalls schätze er, dass die Aura wohl von der Füchsin gekommen war, das passte zu ihrem Schild. Er blickte wieder zurück zum Mann, der wütend aussah und schimpfte: "Herrgottnochmal, kannst du nicht warten, bis wir den Pelz an eine ruhige Stelle gebracht haben?" Nichtsdestotrotz zog auch er seine Axt, blieb aber stehen und sammelte offensichtlich Mana. Das gab nun auch für Otac den Ausschlag, sich bereit zu machen. Auch er begann, auf die Zauberkraft zurückzugreifen, und entschied sich für die grüne Variante, weil er damit schneller losschlagen konnte. Außerdem war er durch den Schild der Füchsin ja noch abgesichert, obwohl er nicht wusste, wie mächtig die Aura war. Sicherheitshalber trat er deshalb etwas zurück zwischen die Tische. Dabei fiel ihm auf, dass die Stühle alle leer waren. In der Anpannung hatte er nicht darauf geachtet, aber alle anderen Leute im Lokal beeilten sich mächtig, den Kämpfern Platz zu machen. Niemand wollte aus Versehen zwischen die Fronten geraten, und da der Trapper die Tür blockierte, konnte auch niemand fliehen. Also drückten sich die Leute an die Wand und unter die Tische.

Otac war jetzt soweit und beschwor eine Leonidenkriegerin aus den Urwäldern einer fremden Welt. Sie erschien vor ihm mit ihrem schwarz gefleckten gelben Fell, ihrem ledernen Lendenschurz und dem Messingschmuck, vor allem den großen Ohrringen, von denen sie mehrere an jedem Ohr trug. In der linken Hand hatte sie ein martialisch aussehendes Krumschwert, und sie ging sofort in Angriffsposition. Otac gab ihr einen Wink, sich zuerst um die Frau zu kümmern, da er hoffte, der Mann würde noch eine Weile brauchen, bis er soweit war. Während die Kriegerin sich mit einem lauten Fauchen in Bewegung setzte, blickte ihr Meister zum Trapper an der Tür hinüber - gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, dass er einen Fehler gemacht hatte. Der Mann war offenbar auch fertig und zeigte mit dem Finger auf den Katzenforscher, und ein kleiner Feuerball schoss aus der Handfläche und flog so schnell auf ihn zu, dass Otac nicht mehr rechtzeitig wegkam und den Treffer einstecken musste. Die Aura, die ihn umgab, glomm kurz auf und erlosch dann. Sie hatte ihn vor Schaden bewahrt, war jetzt aber aufgebraucht.
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
(Gina Ruck-Paquét)
Benutzeravatar
Odin
Beiträge: 5120
Registriert: Sa 11. Feb 2017, 20:54
Aftermath: Sake, Rigger
Einherjer: Bjørn
AE.I: Ernst Albert Herum
Ascalon: Kirjava, Oftar
Scyta: Martin Lansing
Wohnort: Hameln

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Als die Bestie auf sie zukam, hatte sie eigentlich vorgehabt, ihrem Illusionsschild den Angriff abfangen zu lassen, obwohl er dabei drauf gehen könnte. Da sah Fay, dass sich eine Katzenkriegerin gegen die Bestie stellte. Sie musste gleich an den Leoniden denken, der wohl nicht gegangen war. Sie brauchte aber zu viel Konzentration, um nachsehen zu können. Deshalb beschränkte sie sich darauf, ihren Schild als zusätzlichen Blocker aufzustellen.
Nachdem beide Kreaturen, die Bestie wie auch die Katzenkriegerin, sich gegenseitig ausgelöscht haben, und wie Kerzen ihr "Leben" ließen, lächelte Fay grimmig, hob ihre Hand und tauchte so den ganzen Raum in ein weißes Licht. Dazu erschuf sie noch eine große Echse, die mit ihrem Kopf an der Decke streifte, dabei zwar widerstandsfähig, aber harmlos aussah.

Die Frau schickte ein Feuerelementar auf Fay zu und die Echse trat dazwischen. Kurz bevor das Elementar die Echse erreichte, blitzte es kurz auf und das Elementar wurde größer und schneller. Fassungslos musste Fay erleben, wie die Echse bei einem zweiten Schlag verging. Allerdings wurde damit das Elementar förmlich zerquetscht und löste sich ebenfalls in Rauch auf. Allerdings sah die Frau ebenfalls dumm aus der Wäsche, als der Schild plötzlich auf sie zuflog, und mit der Schildfläche, aber nicht mit den Stacheln, die Frau selbst zu Boden schlug.

"Die Stärke einer Kreatur ist so gut wie irrelevant!", keuchte sie.
"So ist es", entgegnete Fay mit einem harten Lächeln. "Es kommt nur noch darauf an, wieviel eine Kreatur aushalten kann."

Jetzt sah Fay zu Otac und dem Mann hinüber, um zu sehen, wie diese reagierten.
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
Benutzeravatar
Spikor
Beiträge: 2892
Registriert: Di 14. Feb 2017, 19:58
Kampf um Choma: Réigam
Abwesend: Derzeit auf Langzeit-Pause
Wohnort: Coburg

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otacs Schild war weg, und aus irgendeinem Grund erledigten sich seine Kriegerin und die Bestie auch gegenseitig. Eigentlich hatte er vorgehabt, sich erstmal aufzubauen... Verärgert beschwor er eine neue Kriegerin und ließ sie wieder Stellung gegen die Trapperin beziehen. Gleichzeitig griff Otac jetzt auch auf weißes Mana zurück, was seiner Kriegerin zusätzliche Stärke verlieh. Allerdings hatte er nun keine Reserven mehr gegen den Mann frei. Aus diesem Grund hörte Otac nun mit weiteren Zaubern erst einmal auf und brachte sich mit einem Sprung hinter die Bar in Deckung, falls der Kerl nochmal versuchen sollte, ihn zu schocken. Der Mann schien aber etwas anderes im Sinn zu haben, denn er zog nun auch seine Axt und verfolgte Otac.

'Hervorragend! Wenn ich eines zu schätzen weiß, dann Magier, die sich nicht zu schade für einfache Handarbeit sind', knurrte der Leonide und befahl seiner Kriegerin, von der Frau abzulassen und sich zwischen ihren Herrn und den Axtkämpfer zu stellen. Eigentlich hatte er vorgehabt, die Trapperin schnell zusammen mit der Füchsin in die Zange zu nehmen und auszuschalten, bevor der Mann sich fertig aufgebaut hatte, aber der vorschnelle "Tod" seiner ersten Kriegerin hatte das vereitelt. Nun musste die Füchsin sehen, wie sie selber klar kam, denn eine zwiete Chance darauf gab es offenbar nicht, der Freund der Trapperin hatte keine Lust, ihnen diese Gelegenheit zu geben.

Um den Axtkämpfer aufzuhalten, parrierte die Katzenkriegerin den Axthieb des Mannes mit ihrem Krummsäbel. Der Mann hielt sich aber nicht mit einem langen Duell auf, sondern entschied sich, wieder seinen Schockzauber einzusetzen, diesmal aber auf die Kriegerin. Diesmal konnte er Otac damit aber nicht überraschen. Der Forscher war vorbereitet und nutze das weiße Mana, um seiner Kämpferin etwas mehr Kraft zu geben, sodass sie den Schock überlebte.
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
(Gina Ruck-Paquét)
Benutzeravatar
Odin
Beiträge: 5120
Registriert: Sa 11. Feb 2017, 20:54
Aftermath: Sake, Rigger
Einherjer: Bjørn
AE.I: Ernst Albert Herum
Ascalon: Kirjava, Oftar
Scyta: Martin Lansing
Wohnort: Hameln

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Fay lächelte wieder, als sie sah, dass sich der Leonide selbt zu helfen weiß. Sie drehte sich wieder zu der Frau um, die noch immer zauderte. Selbst angreifen bringt für sie nichts. Zum einen werden ihre Hiebe verlangsamt und zum anderen ist da ja noch dieser Schild. Und ein anderer Angriff?
'Nun', dachte sich Fay. 'Damit muss sie erstmal klar kommen, dass eine Kreatur jetzt so stark wie widerstandsfähig ist.'

Sie beschwor eine weitere Echse. Wie die, die sie vohin hatte.
'Jetzt bleibt der Dinosaurier aber länger da', dachte sie sich und ließ ihn nochmal aufglimmen, wodurch er schärfer auf die Frau einblickte.

Die Frau beschwor dagegen nur zwei kleinere Kreaturen, die Goblins darstellten und angriffslustig zu Fay rüberschielten. Der eine legte sich gleich wieder schlafen. Aus der Luft über ihm sprangen zwei weitere Goblins hervor. Außerdem stellte die Frau noch zwei Standarten auf, die die Brust aller Goblins zum schwellen brachte.

"Du kannst dich noch so sehr hinter deinem Schild verstecken. Aber wir wollen doch mal sehen, wie du dich gegen eine Übermacht verteidigen willst", lachte die Trapperin.
"Ich würde sagen, deine Goblins sind dafür noch ein wenig zu schwach auf der Brust." Sie lachte. "Du hast noch einiges nicht verstanden."
'Das ist mit ziemlicher Sicherheit kein Planeswalker. Oder zumindest ein völliger Neuling.'
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
Benutzeravatar
Spikor
Beiträge: 2892
Registriert: Di 14. Feb 2017, 19:58
Kampf um Choma: Réigam
Abwesend: Derzeit auf Langzeit-Pause
Wohnort: Coburg

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otac konzentrierte sich ganz auf seinen Gegner, das andere Duell bekam er nicht wirklich mit. Seine Kriegerin hatte ihn beschützt, aber Otac wollte gerne eine Rückversicherung haben für den Fall, dass sein Gegner weitere Tricks anwenden würde. Er erweiterte seine Manabasis noch mehr und rief eine zweite Kreatur zu Hilfe, ein großes Tier - natürlich ebenfalls eine Katze - das eine mächtige Mähne hatte und so laut brüllte, dass die Gläser im Regal hinter der Bar klirrten. Der große Löwe mit dem goldenen Fell gesellte sich zu der Katzenkriegerin mit ihrem Krummsäbel, aber Otac wollte sie noch nicht angreifen lassen, sondern weitere Kämpfer zu Hilfe rufen, bis er sich stark genug fühlte. Vor allem musste er etwas Mana offen halten, um die Kriegerin wieder zu stärken, falls der Mann sie erneut schocken sollte. Leider fiel dem Forscher gerade nichts besseres ein, wie er sie dauerhaft dagegen absichern könnte.

Immerhin verzichtete sein Gegner auch darauf, gleich wieder mit der Axt anzugreifen. Der große Löwe sah ja auch respekteinflößend aus. Otac entspannte sich fast ein bisschen, als er sah, dass seine Abwehr den Gegner zurückhielt. Doch sogleich bereute er diesen Fehler, denn offensichtlich hatte er sich zu früh gefreut. Der Trapper lächelte nämlich auch, und zwar noch viel breiter als Otac. Was hatte er nur vor? Bevor Otac sich einen Reim darauf machen konnte, sprang sein Löwe plötzlich gegen die Leonidenkriegerin und zerriss sie ind er Luft. Mit einem Kreischen löste sie sich in grünlichen Dunst auf. Der Löwe, dessen Augen kurz rot geglüht hatten, schaute nun wieder normal und sehr überrascht aus der Wäsche. Fast etwas ratlos blickte er zu Otac, und der blickte genauso ratlos zurück.

'Hervorragend... ein Kontrollmagier!', ächtze Otac in Gedanken. Er überlegte, ob er die Kriegerin hätte verstärken sollen. 'Nein, dann wären nur beide verschwunden, und so habe ich wenigstens noch den Löwen', entschied er grimmig. 'Aber dafür wirst du bezahlen, Freundchen, das verspreche ich dir!'
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
(Gina Ruck-Paquét)
Benutzeravatar
Odin
Beiträge: 5120
Registriert: Sa 11. Feb 2017, 20:54
Aftermath: Sake, Rigger
Einherjer: Bjørn
AE.I: Ernst Albert Herum
Ascalon: Kirjava, Oftar
Scyta: Martin Lansing
Wohnort: Hameln

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Fay frohlockte, während sie den Schild jetzt gegen den Goblin preschen ließ, der die anderen Goblins herbeigeholt hatte. Denn zu groß wollte sie diese Übermacht auch nicht werden lassen.
Sie beobachtete, wie er mit voller Breitseite gegen diesen Goblin prallte.
Als er verging, dachte sie sich: 'Sie hat nur noch drei Goblins. Alle sind stärker geworden, aber nicht Widerstandsfähiger. Auch wenn es noch mehr wären, könnten sie mir nichts anhaben. Es würde den Kampf nur in die Länge ziehen.
Dann ließ sie den Dinosaurier auf die Frau losstürmen, die mit einem Satz von ihrem Platz sprang und auszuweichen versuchte, was ihr nicht wirklich gelang. Sie stürzte hin und rollte stöhnend über den Boden, als der Dinosaurier gegen sie rannte.
Zum Schluss legte sie noch einen Ring um sich, der Angriffe auf sie weiter bestrafen würde. Aus dem Boden wuchsen um den Tisch auf dem sie stand, als ob es Bambusgestänge wären, eine Reihe Speere, die nach außen geneigt waren. Außerdem beschwor sie noch eine fliegende Wand aus Schwertern, die alle auf die Goblins und die Frau gerichtet waren.

Die Frau rappelte sich auf, besah diese Verteidigung und lachte höhnisch, aber, wie Fay vermutete, um sie aus der Reserve zu locken:
"Hast du so viel Angst, dass du dich vor mir verstecken musst?"
Fay hob ruhig ihren Hut auf und setzte ihn au ihren Kopf. "Wenn man bedenkt, dass Sie hier als einziges Schaden eingefangen haben, würde ich mir das Lachen verkneifen."
"Dann wollen wir mal sehen."
Ihre Augen glühten rot, während sich Schild, Dinosaurier und Schwerter umdrehten.
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
Benutzeravatar
Spikor
Beiträge: 2892
Registriert: Di 14. Feb 2017, 19:58
Kampf um Choma: Réigam
Abwesend: Derzeit auf Langzeit-Pause
Wohnort: Coburg

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Otac konzentrierte sich weiter nur auf den Trapper und öffnete sich noch mehr für Mana. Er wollte seinen Löwen vor einer Übernahme schützen, aber dazu hatte er noch nicht genug Enerige. Also ließ er ihn erstmal angreifen, um den Gegner unter Druck zu setzen. Dieser wehrte sich mit seiner Axt, aber zu schwach, der Löwe erwischte ihn trotzdem. Die Erscheinung der Raubkatze fügte dem Mann einige üble Kratzer zu, aber er konnte sich von ihr lösen.

Inzwischen stand Otac aber vor einem Problem: Wenn sein Feind den Löwen nochmal übernehmen würde, könnte er ihn auf Otac selbst loslassen, und dann würde er seine eigene Medizin kosten müssen. Er brauchte etwas, um den Löwen zu stoppen, falls er wieder die Kontrolle über ihn verlieren sollte. Noch eine Kriegerin? Das wäre dann schon die dritte und bislang hatten sie alle nicht viel ausrichten können. Aber Otac wollte auch nichts, was seinen eigenen Löwen vernichten könnte, denn dann hätte er ja kein Mittel mehr gegen den Trapper gehabt. Hastig ging er seine Optionen durch. Da waren noch die kleineren Wächterlöwen, aber durch die Verzauberung, die das andere Kämpferpaar über den ganzen Raum gelegt hatte, würden die zu gefährlich für seine wichtigste Kreatur werden.

Wütend blickte der Leonide sich um. Wenn nur diese verfluchte Verzauberung nicht wäre! Aber selbst wenn er sie loswerden könnte, hatte er nicht genug Mana, um dies UND die Wächterlöwen zu wirken. Es half nichts, er brauchte mehr Zeit. Und wie sollte er die kriegen? Glücklicherweise war Otac kein Kämpfer, sondern ein Forscher. Er setzte gerne auf unkonventionelle Lösungen, auch wenn er selten welche fand. Diesmal fand er aber eine, und zwar in Gestalt eines Fensters, das hinaus auf die Straße ging. Er nahm Anlauf und hechtete hinaus, seinen Löwen drinnen mit dem Feind zurücklassend. Hier draußen auf offener Straße wirkte die Verzauberung nicht. Er bereitete sich darauf vor, die Wächterlöwen zu rufen, sobald er wieder zu Atem gekommen wäre.
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
(Gina Ruck-Paquét)
Benutzeravatar
Odin
Beiträge: 5120
Registriert: Sa 11. Feb 2017, 20:54
Aftermath: Sake, Rigger
Einherjer: Bjørn
AE.I: Ernst Albert Herum
Ascalon: Kirjava, Oftar
Scyta: Martin Lansing
Wohnort: Hameln

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

'Verdammt!', dachte Fay blass werdend. Was habe ich denn jetzt noch als Schutz? Nur noch den Ring aus Speeren und meinen persönlichen Schutz. Hoffen wir mal, dass er ausreicht.
Die Frau befahl dem Dinosaurier, der als einziges von Fay übernommenen Kreaturen angreifen konnte, und den Goblins den Angriff. Allerdings setzten sie sich nicht in Bewegung.
"Was soll das? Greift endlich an!", schrie die Frau.
"Hast du immer noch nicht begriffen, was das für ein Schutz ist, den ich da habe? Du hast doch selbst gemerkt, dass es anstrengend wird, mich anzugreifen. Mit Magie ist das nur wenig anders. Du musst Mana aufwenden, wenn du mich angreifen willst. Aber anscheinend hast du schon deinen ganzen Manavorrat verbraucht, um meine Kreaturen zu erbeuten."

Die Frau wurde ebenfalls blass. Die übernommenen Kreaturen würden gleich wieder zu Fay zurückkehren. Aber sie muss doch etwas mit ihnen machen können.
Das einzige, was sie machen konnte, war, den Schild auf Fay zu jagen. Andere Optionen hatte sie nicht. Daher ließ sie den Schild auf Fay los. Diese duckte sich etwas nach vorne. Den Treffer von dem Schild konnte sie nicht verhindern. Sie konnte nur verhindern, vom Tisch gestoßen zu werden.
Und tatsächlich schwankte sie nur wenig, als sie von dem Schild getroffen wurde. Danach drehten sich ihre Kreaturen wieder um.

"Willst du nicht lieber aufgeben und hier verschwinden? Oder soll ich doch noch einmal angreifen? Was ist dir lieber?", meinte Fay, die das Ende der Frau vorhersah.
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
Benutzeravatar
Spikor
Beiträge: 2892
Registriert: Di 14. Feb 2017, 19:58
Kampf um Choma: Réigam
Abwesend: Derzeit auf Langzeit-Pause
Wohnort: Coburg

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Spikor »

Nach Otacs Hechtsprung durch das Fenster fand sich sein Gegner alleine mit dem Löwen im Raum wieder. Da das Tier aber keinen Angriffsbefehl erhalten hatte, stand es nur herum und schnüffelte an einem Teller Suppe, der einsam auf einem Tisch stehengeblieben war, nachdem die Leute, die zuvor dort gesessen hatten, in die hintersten Ecken des Raumes geflüchtet waren. Dem Gesichtsausdruck des Löwen nach zu urteilen mochte nicht einmal er das Essen in dieser Kaschemme! Der Trapper nutzte die Atempause, trat neben seine Gefährtin und sagte zu ihr: "So, jetz' hast du's geschafft - der Pelz is' abgehaun! Und bloß, weil du nich warten konntest! Lass die Olle in Ruhe un' komm, bevor noch die Stadtwache auftaucht!"

Unwillig starrte die Frau ihren Begleiter an. "Aber die hat sich doch eingemischt! Hast du nicht gemerkt, dass sie der Katze 'nen Schutzzauber verpasst hat?" "Na und?", entgegnete der Mann wütend, "wir wären doch sowieso mit ihm woanders hin gegangen. Und wenn sie uns nachgegangen wär, hätt'n wir sie doch in 'ne Falle lockn können oder so. War jedenfalls Blödsinn, hier in'ner Kneipe 'ne Schlägerei anzufang'n. Los, komm' jetzt! Wir krieg'n die Pelze 'n Andermal!" Missmutig verzzog die Frau das Gesicht, aber sie musste zugeben, dass ihr hier die Optionen ausgingen. Wütend funkelte sie Fay an: "Aber das sag ich dir, Miststück, das wirst du noch bereuen! Dein Pelz kommt vor mein Bett, und das ist ein Versprechen!" Dann wandten sich beide ab und verließen eilig das Lokal.

Draußen auf der Straße hatte Otacs Sprung aus dem Fenster eine kleine Ansammlung an Schaulustigen verursacht, aber da der Leonide bislang auf weitere Zauber verzichtet und nur noch mehr Mana angesammelt hatte, war er von den unkundigen Leuten nicht als Magier oder gar Weltenwanderer erkannt worden. Ob in der Zuschaueransammlung vielleicht auch Zauberkundige herumstanden, die seine Natur wahrnehmenkonnten, wusste der Forscher freilich nicht. Als er das gegnerische Pärchen auf die Straße treten sah, machte er sich zur Verteidigung bereit, aber er Mann packte die Frau an der Schulter und zog sie mit sich weg. Sie verschwanden unter den Schaulustigen.
Oben auf dem Kopf sind zwei spitze Ohren angebracht.
Damit hört sie weg, wenn man sie ruft.
(Gina Ruck-Paquét)
Benutzeravatar
Odin
Beiträge: 5120
Registriert: Sa 11. Feb 2017, 20:54
Aftermath: Sake, Rigger
Einherjer: Bjørn
AE.I: Ernst Albert Herum
Ascalon: Kirjava, Oftar
Scyta: Martin Lansing
Wohnort: Hameln

Re: Magic-Gemeinschaftsroman

Beitrag von Odin »

Fay schmunzelte bei dem Versprechen der Frau, sagte aber nichts, als sie und der Mann aus dem Lokal verschwanden. Sie ging an ein Fenster, dasselbe, durch das der Leonide gehechtet war, und beobachtete, wie die beiden in der Menge verschwanden.
"Sie können wieder reinkommen", sagte sie zu dem Leoniden, der direkt neben dem Fenster stand. "Aber dieses Mal würde ich die Tür nehmen."

Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte sie sich um und ging zu ihrem Tisch zurück. Dabei beendete sie die Zauber und ihre Kreaturen verschwanden, wie auch die Goblins verschwunden waren, als die Frau weggegangen war, und auch der Ring von Speeren um den Tisch.
Auf dem Tisch standen noch der Teller Suppe und ihr Bier. Der Rest der Suppe war jetzt kalt. Sie hatte ja sowieso nicht besonders geschmeckt. Aber sie trank den letzten Schluck Bier aus, dass wider erwarten ziemlich gut war.

Als sie wieder an ihrem Tisch Platz genommen hatte, als wenn nichts passiert wäre, kam eine andere Person an ihren Tisch, blieb jedoch still.
Fay blickte auf und sah einer anderen Frau ins Gesicht. Sie war kein Mensch. aber was war sie? Sie hatte eine violette Haut und der Kopf war mit Hörnern bewehrt. Fay hatte so jemanden noch nie gesehen. Die Frau lächelte Fay mit offenem Gesicht an.
"Ja?", fragte Fay. "Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?"
Wo Detektivbüro und Bastelecke zusammenkommen.
Antworten

Zurück zu „Offenes Rollenspieleforum“