Kapitel 2 - Teil 2

Außerhalb der Stadt unterwegs
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LaBerg
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Re: Kapitel 2

Beitrag von LaBerg »

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Bidjan
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Auch wenn Bidjan durchaus froh war, dass der Kampf zu ende war und das Wesen tot im See versunken war, so war Evonas Frage durchaus berechtigt.
"Wir hatten Sorge, dass das Wesen im See unseren Pferden irgendwie gefährlich werden könnte, da es sie so sehr in die Flucht geschlagen hat", meinte Bidjan, wobei es seiner Meinung nach keine wirklich gute Erklärung war.
Bidjan hatte gerade ausgesprochen als Rymel mit den eingefangenen Pferden zurückkehrte.
"Im See war ein seltsames, gepanzertes Wesen verborgen, welches wir soeben aufgeschreckt und getötet haben", beantwortete Bidjan die Frage von Rymel.
Viele Grüße
LaBerg
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vojka
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Re: Kapitel 2

Beitrag von vojka »

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Rymel
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Fassungslos sah Rymel seine Begleiter an. „Ihr... ihr habt einfach so ein unschuldiges Wesen getötet? Sind wir eurer Meinung nach nicht schon genug von Tod und Verderb umgeben, so dass wir uns noch zusätzlich damit besudeln müssen?“, wollte er fassungslos wissen. Er verstand ihr Verhalten nicht. Das Wesen hätte sicherlich niemandem etwas getan, auch wenn das nun niemand mehr sagen konnte, aber für ihn stand fest, dass dieses Wesen, was immer es war umsonst gestorben war.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 2

Beitrag von Cassiopeia »

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Liara
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Liara fühlte sich mehr als unwohl. Sie blickte auf ihre Hände, Rymel hatte Recht, es war wirklich ein unnötiger Tod gewesen.
"Ich habe mich bedroht gefühlt", sagte sie leise, auch wenn das keine Ausrede war. Sie fühlte sich schrecklich und wollte nur noch weg von diesem Ort. Vielleicht war er verflucht? Sie war doch sonst nicht so grausam?! "Ich verstehe das nicht", murmelte sie. "Ich verstehe das nicht, wie konnte das passieren?"
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Ayrina
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Re: Kapitel 2

Beitrag von Ayrina »

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Evona
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Rymel hatte Recht, doch das änderte nun auch nichts mehr.
"Wir sollten uns einen anderen Rastplatz suchen", meinte sie schließlich.
"Das Wasser ist nun weder für die Pferde noch für uns geeignet."
Und zur Ruhe würde hier auch keiner von ihnen mehr kommen.
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 2

Beitrag von Cassiopeia »

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Liara
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Bedrückt sah Liara zum See und wieder zu Rymel. Sie fühlte sich entsetzlich schuldig und nickte schwach.
"Ein wenig Licht bleibt uns noch", murmelte sie und nahm Rymel die Zügel ihres Pferdes ab, stieg wortlos auf und wäre am liebsten unsichtbar geworden. Was hatte sie - sie alle - nur dazu veranlasst, etwas so grausames zu tun? Sie konnte es sich einfach nicht erklären. War die Flucht der Pferde das Zeichen zum unschuldigen Morden eines unbekannten Tieres, welches nur seinen Lebensraum verteidigen wollte?
Liara war zutiefst erschrocken über sich selbst, als sie durch die Dämmerung ritt. Am liebsten wäre sie geflohen, schnell gerannt, möglichst weit weg von diesem furchtbaren See.
Sie entdeckte nach einer halben Wegstunde im letzten Abendlicht eine Höhle im Fels, wurde langsamer und ritt wieder näher zu den anderen um sie darauf aufmerksam zu machen.
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vojka
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Re: Kapitel 2

Beitrag von vojka »

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Rymel
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Rymel sagte nichts mehr. Worte waren genug gesprochen worden. Er verstand das Handeln der anderen einfach nicht. Wortlos befestigte er den Karren mit Lencos Leichnam wieder an seinem Pferd und folgte den anderen.
Als sie schließlich zu einer Höhle kamen, hatte er noch immer kein Wort gesprochen und erledigte einfach das was getan werden musste. Er befreite Simerado von seiner Last und versorgte ihn. Trat auch zu den Pferden der anderen und erkundigte sich bei ihnen nach deren Befinden, ehe er die Höhle betrat, sein Lager richtete und sich auf diesem niederließ.
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 2

Beitrag von Cassiopeia »

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Liara
17. August 712
Abend
Höhle, Paria
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Liara fühlte sich noch immer unwohl, als sie schließlich die Höhle erreichten, die Stimmung in der ganzen Gruppe war ziemlich bedrückt. Sie verstand nicht, was geschehen war und fragte sich, wie es soweit hatte kommen können. Sie setzte sich auf ihr Lager und blickte zu Rymel hinüber. Schließlich gab sie sich einen Ruck und setzte sich zu ihm.
"Ich hoffe, du denkst jetzt nicht zu schlecht von uns", sagte sie leise und hoffte,er würde sie nicht gleich wieder weg schicken. "Ich kann es nicht einmal erklären, was passiert ist, plötzlich ging alles so schnell." Sie war selbst zutiefst erschrocken darüber und wusste, sie würde in den nächsten Tagen auf keinen Fall Fleisch essen können ohne an das Wesen zu denken.
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vojka
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Re: Kapitel 2

Beitrag von vojka »

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Rymel
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Rymel sah nur kurz auf, als Liara sich neben ihn setzte. Er hörte ihr schweigend zu und seufzte. „Ich habe das Gefühl die Schmerzen des Tieres, welches ihr getötet habt zu spüren. Es drückt auf meine Seele, ich höre meine seine Schreie zu hören und doch weiß ich, dass dem nicht so ist. Du kannst es wahrscheinlich nicht verstehen.“ Er sprach sehr leise und auch nicht direkt zu Liara, auch wenn er doch mit ihr sprach. Er fühlte sich einfach seltsam und das war es, was er versucht hatte auszurücken
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Cassiopeia
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Re: Kapitel 2

Beitrag von Cassiopeia »

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Liara
17. August 712
Abend
Höhle, Paria
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Liara blickte schuldbewusst zu Boden. "Vielleicht kann ich es nicht", sagte sie leise ohne aufzusehen. "Aber ich fühle mich wie eine Mörderin, ich erkenne mich selbst nicht wieder. So etwas habe ich noch nie getan und möchte es auch nie wieder tun. Nicht so." Sie hoffte, dass er ihr glaubte und hatte das dringende Bedürfnis, sich zu entschuldigen, um ihre Schuld irgendwie zu tilgen.
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vojka
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Re: Kapitel 2

Beitrag von vojka »

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Rymel
17. August 712
früher Abend
See, Paria
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Rymel sah nun doch zu Liara. „Warum kümmert dich dieses eine Tier? Täglich werden auf der ganzen Welt unzählige von ihnen getötet. Aus versehen, wegen Unachtsamkeit, um für Nahrung zu sorgen oder einfach nur aus Lust am Töten selbst. Warum beschäftigt dich dieses eine? Was macht es zu etwas Besonderem das es du meinst es verdiene dein Mitleid?“, wollte er von ihr wissen und musterte sie genau. Er hielt sie nicht für eine Mörderin, das war sie nicht und würde sie wahrscheinlich auch nie sein, auch wenn sie eine Fleischesserin war im Gegensatz zu ihm. Aber dennoch interessierte es ihn, was dieses Geschöpf so anders für sie machte, das sie nun Reue und Mitleid empfand.
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