Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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vojka
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Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Vivien Marie McFarlane
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 0:03 Uhr
Datum: Sonntag, 05.10.

von hier

Vivi lag in ihre Bett, in die Arme von Kjell gekuschelt und schlief friedlich, als sie plötzlich von etwas geweckt wurde. Im ersten Moment wusste sie nicht was es gewesen war, aber dann sah sie eine leuchtende Spinne und schrie auf. Sie hasste Spinnen. Kjell neben ihr setzte sich auf und fragte was los sei. Sie deutete lediglich auf die Spinne, als sie plötzlich Joshs Stimme hörte erstarrte sie noch mehr. „Verdammt“, murmelte sie und stand schnell auf. Auch Kjell erhob sich und sie war erleichtert, wusste sie doch nicht, was sie erwartete. Sie zog sich nur schnell ein T-Shirt und eine Shorts über, nahm ihren Zauberstab und lief die Treppe dicht gefolgt von Kjell hinunter. Sie riss die Haustür schon fast auf und erstarrte einen Moment, bevor sie sich beruhigte, tief durchatmete und sah zu Kjell. „Nimm Josh und lass ihn nach oben schweben. Aber pass auf, dass er möglichst waagerecht bleibt. Ich nehme Brendan.“ Kjell nickte lediglich und zog seinen Zauberstab und ließ Josh vorsichtig vor sich herschweben. Im Kopf ging sie schon durch, was sie machen konnte, was sie machen sollte, wusste, dass sie die beiden eigentlich sofort ins Krankenhaus bringen müsste, aber wer wusste schon was sie gemacht hatten. Außerdem musste es einen Grund geben, dass sie hier vor der Haustür lagen und nicht im Empfangsbereich des St. Mungos Krankenhauses. Sie war nur froh, dass die noch leeren Zimmer zumindest ein Doppelbett und einen Kleiderschrank in sich hatten, damit Besucher einen Platz zum Schlafen hatten. Nun ließen Kjell und sie ihre Freunde auf das Bett schweben und legten sie vorsichtig hin. „Kjell bitte ruf Amelie an und frag sie, ob sie her kommen kann, ich glaube nicht, dass ich das alleine hinbekomme, nicht so wie sie aussehen und ich möchte nicht, dass Josh und Brendan bleibende Schäden haben, weil ich etwas falsch gemacht habe. Anschließend gehe bitte in mein Labor und hole mir Bluterneuerungstränke, Schmerztränke, Skelewachs müsste da auch stehen. Auch Aufpäppeltränke, Diptam und Salbe gegen Schnittwunden. Du müsstest alles finden, ist ja alles beschriftet und nun lauf, ich weiß nicht, wie schlimm es wirklich ist“, rief sie ihm zu und sah Kjell gar nicht erst hinterher, dafür hatte sie keine Zeit, sie musste nun schnell herausfinden, was ihren Freunden fehlte.
Vivi beugte sich über Brendan und sprach einen Diagnosezauber nach dem anderen und wurde bei jedem Befund blasser im Gesicht. Das war nicht gut, hoffentlich würde Amelie bald kommen. Sie war erleichtert, dass sie Kjell gebeten hatte, ihre Ausbilderin zu rufen, da sie das alleine wohl nicht wirklich hinbekommen würde, zumindest glaubte sie im Moment nicht daran.
„Was ist passiert?“, hörte sie plötzlich die entsetzt klingende Stimme Mary, die in der Tür zum Badezimmer stand, welches dieses und ihr Zimmer verband.
„Ich weiß es nicht Mary, aber gut das du da bist. Schnell ich brauche etwas zu Schreiben, kaltes und heißes Wasser und jede Menge Tücher“, rief sie ihrer Freundin zu und trat nun auf Joshs Seite um bei ihm die Diagnosezauber zu wiederholen.
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Therapistin
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Mary Cooper
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 00:08 Uhr
Datum: So., 05.10.

Mary zuckte zusammen. Im Nebenzimmer rief jemand etwas, es klang panisch, doch sie meinte, Vivis Stimme zu erkennen, die jemanden anwies, etwas aus dem Labor zu holen. Was war los, war etwas passiert, jemand verletzt? Vielleicht Vivi selbst, Feli oder jemand anderes ihrer Freunde? Nein, das wollte sie sich lieber gar nicht erst ausmalen.
Schnell stand sie auf und lief in Shorts und Top durch das Badezimmer und in das Zimmer nebenan, welches noch frei war. Was sie dort sah, ließ sie erschrocken stehen bleiben und entsetzt die Hand vor den Mund schlagen. Auf dem großen Doppelbett lagen Joshua und Brendan, beide vollkommen durchnässt, Josh blutüberströmt, Brendans Schulter in einem seltsamen Winkel.
Als Vivi sie anwies, etwas zum Schreiben, Wasser und Tücher zu bringen, blieb sie einen Moment lang einfach stehen, wusste nicht so recht, wohin mit sich, fragte sich für den Sekundenbruchteil sogar, ob die beiden überhaupt noch lebten.
"Mary!" Vivis Stimme drang zu ihr durch, holte sie aus ihren Gedanken, ließ sie aufschrecken und sich hastig umdrehen. Im Schrank in ihrem Bad fand sie Tücher, riss einfach alle heraus und brachte diese beinahe rennend zu Vivi, dann lief sie zurück, beschwor Schüsseln hervor, in die sie heißes und kaltes Wasser hinein laufen ließ, währenddessen hatte sie aus ihrem Zimmer einen Notizblock und einen Kugelschreiber geholt, auf welchem sich einfach besser schreiben ließ, als auf Pergament. Damit lief sie zurück, legte dies auf den Nachtschrank und hastete zurück ins Bad, stellte das Wasser ab und ließ die Schüsseln in den Raum schweben.
Einen Moment lang blieb sie im Türrahmen stehen, atmete einmal tief durch, versuchte sich zu beruhigen und nicht nach zu denken. Dann trat sie zu Vivi. "Kann ich dir sonst noch irgendwie helfen?", fragte sie leise, konnte den Blick nicht von Josh und Brendan abwenden, sie sahen aus, als wären sie angegriffen worden, doch wo? Und warum?
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Ernst Ferstl
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vojka
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Vivien Marie McFarlane
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 0:11 Uhr
Datum: Sonntag, 05.10.

Vivi hatte ihren Blick schnell wieder von Mary abgewendet, aber als sie merkte, dass diese sich nicht bewegte, rief sie noch einmal etwas energischer ihren Namen und dann bewegte sich ihre Freundin auch endlich. Während sie wartete, dass Mary ihr alles brachte sprach sie weiter Zauber um Zauber. Kontrollierte den Puls ihrer Freunde und auch die Atmung, ob dabei alles in Ordnung war. Sie war froh, dass es dafür einen Zauber gab, der die Werte solange anzeigte, bis sie den Zauber wieder aufheben würde. Sie war froh, dass die Atmung von Brendan und Josh regelmäßig war und auch die Sauerstoffsättigung in einem normalen Bereich war. Der Puls bei Brendan war auch relativ normal, allerdings war der von Josh sehr schwankend, was mit dem hohen Blutverlust zusammenhing. Sie konnte nur hoffen, dass Kjell endlich wieder kommen würde, damit sie ihm einen Trank einflößen konnte. Auch hoffte sie, dass Amelie endlich kommen würde, denn sie war sich bei manchen Dingen etwas unsicher war, wie sie diese behandeln sollte. Als Mary wieder kam und sie fragte ob sie helfen könne nickte sie. „Ja, schnapp dir das Schreibzeug und notiere was ich dir sage“, sagte sie und stellte sich auf Brendans Bettseite.
„Stichpunkte reichen aus. Brendan Puls und Atmung stabil, Sauerstoffsättigung im normalen Bereich. Splitterung in der linken Schulter, Splitter müssen entfernt werden, danach Skelewachs verabreichen, Gehirnerschütterung zweiten Grades und ein kleines Loch im Hinterkopf, verknackster Wirbel, Schnitt auf der rechten Wange, Diptam drauf und hoffen, dass keine Narbe bleibt. Einen kleinen Riss in der Milz, aber nicht so schlimm, aber muss behandelt werden, den Zauber kenne ich noch nicht und Prellungen auf dem Rücken. Nichts wirklich Lebensbedrohliches“, sagte sie und sah auf und sah wie Mary ziemlich weiß im Gesicht war, aber alles notierte, was sie sagte. Sie atmete noch einmal tief durch und wechselte auf die andere Bettseite, bevor sie erneut die Diagnosezauber sprach. Sie wusste, dass es um den ehemaligen Hufflepuff schlimmer stand als um Brendan, aber sie hoffte, dass auch er wieder auf die Beine kommen würde.
„Joshs Sauerstoffsättigung und Atmung sind im normalen Bereich, sein Puls schwankt ziemlich, aber noch ist es nicht im lebensbedrohlichen Bereich, allerdings sollte er nicht weiter absacken, er hat viele kleinere und größere Schnittwunden auf Armen und Beinen, Bluterneuerungstrank und Diptam gegen Narbenbildung, Prellungen auf dem Rücken und Hintern. er hat zwei angeknackste Rippen und sein linker Zeigefinger ist auch angebrochen, zu dem hat er noch innere Blutungen, die ich nicht genau lokalisieren kann“, sagte sie und sah Josh mehr als besorgt an. Um ihn stand es sehr viel schlimmer und wieder hoffte sie, dass Amelie endlich kommen würde oder zumindest…
„Da bin ich wieder und Amelie ist auch da“, erklang plötzlich Kjells Stimme hinter ihr von der Tür aus. „Na, endlich“, sagte sie und schnappte sich einen der Blut bildenden Tränke. „Mary gib bitte Amelie deine Notizen und hilf mir Josh aufzusetzen, damit ich ihm den Trank geben kann“, wies sie ihre Freundin an. Für Begrüßungen war gerade keine Zeit und sie wusste, dass sie sich beeilen mussten, wenn sie nicht wollte, dass ihre Freunde weiter litten oder es noch schlimmer um sie stand. „Schnell Mary, sein Puls sackt weiter ab.“
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Mary Cooper
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 00:13 Uhr
Datum: So., 05.10.

Marys Hand zitterte, während sie alles aufschrieb, was Vivi sagte, sie hoffte bloß, dass man ihre Schrift später noch entziffern konnte. Wenn sie geglaubt hatte, dass es um Brendan bereits schlecht stand, so hielt sie bei Joshua regelrecht die Luft an, während sie einfach aufschrieb, was ihre Freundin nannte. Ihre Angst um die beiden wurde nur noch größer, sie fragte sich, warum die beiden überhaupt hier waren und nicht im St. Mungos oder irgendeinem anderen Krankenhaus. Doch sie ahnte, dass auch Vivi diese Frage nicht beantworten konnte und so blieb sie weiter still.
Als Kjell und Amelie schließlich das Zimmer betraten, atmete sie erleichtert auf und reichte der Heilerin den Block mit den gekritzelten Notizen. Sie warf Freyjas Mutter einen beinahe entschuldigenden Blick zu, hastete dann aber zu Vivi und Joshua. Ihr Knie stellte sie auf das Bett neben seinem Kopf, beugte sich hinter ihn und griff vorsichtig um seinen Rücken herum. Er war schwer, viel schwerer als gedacht, Mary hatte Mühe, seinen Oberkörper zu heben, doch schließlich hatte sie ihn so weit aufgesetzt, dass Vivi ihm einen Trank einflößen konnte.
"Braucht er noch mehr Tränke?", fragte sie und versuchte, Josh nicht anzusehen. Was war sie in diesem Moment froh, dass Feli ihn nicht so sah... "Ich meine, wir haben ihn gerade so aufrecht..." Ihre Stimme klang mehr als unsicher, ängstlich, doch sie versuchte ihre Sorge zu verdrängen, sah bloß Vivi an.
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Ernst Ferstl
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vojka
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Vivien Marie McFarlane
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 0:19 Uhr
Datum: Sonntag, 05.10.

Vivi spürte, wie Amelie an ihre und Marys Seite trat und ihren Zauberstab schwang um Vivis Ergebnisse zu überprüfen, wie sie annahm. „Nein, erst müssen wir die Wunden versorgen, dann bekommt er weitere Tränke“, sagte sie und sah Vivi fragend an. Und Vivi verstand. Die Versorgung ihrer Freundin war gerade zu einer Lehrstunde geworden. „Ich weiß, normalerweise sollten die Wunden erst versorgt werden, bevor Tränke verabreicht werden, weil diese die Untersuchungsergebnisse verfälschen können“, sagte sie, während sie Mary half Josh zurück in die Kissen zu legen. „Aber in diesem Fall hättest auch du eine Ausnahme gemacht, denn sein Kreislauf war sehr weit abgesackt auf Grund des hohen Blutverlustes“, sagte Vivi und sah Josh besorgt an.
„Sehr gut und wie ich sehe, hast du auch schon alles fertig vorbereitet, dann wollen wir mal. Ich kümmere mich um die Inneren Verletzungen und stelle die Tränke zusammen und du kümmerst dich um die Schnitte und Prellungen“, sage Amelie. „Und anschließend werden wir die Zauber für die inneren Verletzungen besprechen und auch erklärst du mir dann, warum die beiden hier sind und warum sie so aussehen“, sagte Amelie und man hörte ihrer Stimme nicht wirklich an, was sie davon hielt, zumindest nicht, wenn man sie nicht kannte und Vivi wusste, dass ihre Ausbilderin nicht glücklich war, dass die beiden hier und nicht in einem Krankenhaus waren.
Vivi wartete, bis Amelie ihr zunickte und ihr somit sagte, dass sie fürs erste fertig war und Vivi nun mit ihrer Arbeit beginnen konnte.
„Mary, pass gut auf, ich wäre dir dankbar, wenn du mir etwas helfen könntest, zumindest was das Reinigen der Wunden und das Auftragen des Diptams anbelangt“, sagte sie zu ihrer Freundin und verschloss die größeren Wunden von Josh mit einem Zauber und begann vorsichtig damit Mary zu zeigen, wie sie die Wunden zu waschen und das Diptam aufzutragen hatte.
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Mary Cooper
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 00:23 Uhr
Datum: So., 05.10.

Mary schluckte schwer, nickte dann aber und beobachtete genau, wie Vivi die kleineren Wunden Joshuas versorgte. Sie tauchte ein Tuch in das heiße Wasser, Mary tat es ihr nach, fuhr dann vorsichtig mit dem nassen Tuch über eine der kleineren Wunden, wie ihre Freundin es auch tat. Schließlich nahm sie ein wenig von dem Diptam und verteilte es auf der Wunde.
"Ist es so richtig?", fragte sie unsicher mit zittriger Stimme, sie wollte nicht, dass sie alles nur noch schlimmer machte, auch wenn sie nicht wirklich das Gefühl hatte, dass es überhaupt noch schlimmer kommen konnte. Vivi nickte als Antwort, überließ Mary für's Erste die Wunden und kümmerte sich selbst um die Prellungen.
Mary indes konzentrierte sich darauf, alles genau so zu machen, wie ihre Freundin es gezeigt hatte, kümmerte sich um jede kleine Wunde, die sie fand, ignorierte das bedrückende Gefühl, welches in ihr empor kroch einfach weiter, Angst konnte sie jetzt nicht gebrauchen, sie musste einfach helfen, ausblenden, um wen es hier ging, dann würde sie das schon schaffen – das hoffte sie zumindest.
Es dauerte ein paar Minuten, bis Joshuas Wunden versorgt waren, es waren unheimlich viele gewesen, er schien übersät von ihnen und wieder fragte sich Mary, was mit den beiden geschehen war. Ihr Blick fiel auf Brendan. Er hatte einen Schnitt an der Wange, doch es schien noch immer zu bluten. An die Wunde an seinem Hinterkopf wollte sie erst gar nicht denken. Wieder blickte sie unsicher zu Vivi, dann zu Amelie.
"Kann ich... noch irgendwas machen?", fragte sie leise. Sie wollte nicht im Weg herum stehen, aber wenn sie einfach nur dabei stand und nichts tat, fühlte sie sich so hilflos.
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Vivien Marie McFarlane
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 0:28 Uhr
Datum: Sonntag, 05.10.

Vivi nickte. „Ja du könntest ihn ausziehen. Schneide die Kleidung vom Körper und wasche ihm den Schmutz ab. Es ist zwar keine schöne, aber eine notwendige Arbeit“, sagte sie leise und lächelte ihre Freundin aufmunternd an. „Keine Sorge, die zwei flicken wir schon wieder zusammen“, sagte sie und drückte kurz Marys Hand.
Sie selbst stand von Joshs Bettseite auf und wechselte zu Brendan hinüber um nun seine Wunden zu versorgen. Sie verschloss die Wunden mit einem Zauber, wusch das Blut ab und trug vorsichtig das Diptam auf um eine Narbenbildung nach Möglichkeit zu verhindern. Anschließend versorgte sie die Prellungen. „Das kleine Loch im Kopf, muss mit Hilfe von Skelewachs zuwachsen wobei es Zeit brauchen wird und wir den Kopf deshalb verbinden sollten oder?“, wollte sie von Amelie wissen.
„Richtig, die Knochensplitter aus der Schulte hab ich entfern und das kann nun auch mit Skelewachs nachwachsen, allerdings sollten wir den Arm fest an den Oberkörper binden“, sagte Amelie und Vivi nickte. Die äußeren Wunden waren versorgt, den Rest würden die Tränke machen.
„Könntest du Brendan auch noch was Mary?“, fragte sie ihre Freundin, als sie den Blick von Amelie auf sich spürte. Diese nickte und Vivi schnitt schnell die Kleidung von seinem Körper und ging dann zu ihrer Ausbilderin.
„Also?“ fragte Amelie und Vivi seufzte.
„Ich weiß, ich hätte sie sofort ins Mungos bringen sollen. Aber ich hab von Josh einen Patronus bekommen, der mich aus dem Bett geholt hat. Ich wusste nicht, ob es so gut wäre, wenn sie ins Mungos kommen, da ich nicht weiß, woher die Verletzungen kommen. Es muss einen Grund geben, warum sie hier vor der Haustür lagen und nicht im Mungos oder im Ministerium“, sagte sie entschuldigend.
„Aber wenn du es für das beste hältst, dann werden wir sie ins Krankenhaus verlegen, aber vielleicht sollten wir erst einmal abwarten, was die beiden sagen, wenn sie wieder wach sind und ihnen die Tränke geben, die sie brauchen. Ich hab sie schon hier.“
Amelie seufzte und nickte und Vivi wusste, dass sie nicht begeistert war, dass die Heilerin in ihr sie sofort verlegen wollte und sie der Bitte ihrer Schülerin nur widerwillig nachgab.
„Gut, dann werden wir ihnen nun die Tränke verabreichen und hoffen, dass sie aufwachen, wenn sie die Aufpäppel- und Stärkungstränke bekommen haben. Wer bekommt welche genau und warum?“, wollte Amelie noch wissen und Vivi erzählte es ihr, so bekamen beide Skelewachs, die Aufpäppel- und Stäkungstränke, Schmerztränke und Josh dazu noch die volle und Brendan eine halbe Dosis vom Bluterneuerungstrank.
„Kjell holst du noch leichte Schlaftränke, wenn sie gleich aufwachen, werden sie durch die Stärkungs- und Aufpäppeltränke zu fit sein um alleine einzuschlafen“, sagte Vivi leise und gab Kjell schnell einen dankbaren Kuss. Sie wusste, dass sie heute Nacht wohl nicht mehr viel Schlaf bekommen würde, weil sie ihre beiden Patienten nicht aus dem Augen lassen würde.
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

Beitrag von Therapistin »

Mary Cooper
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 00:30 Uhr
Datum: So., 05.10.

Vorsichtig schnitt Mary die blutige Kleidung von Joshuas Körper, begann ihn vorsichtig zu waschen und die kleineren Wunden, die sich hier fanden, mit Diptam zu versorgen. Es war ein seltsames Gefühl, mehr als seltsam und doch, wenigstens konnte Mary so etwas tun, mehr als nur untätig herum zu stehen und bloß zu zusehen. Joshs Oberkörper war kein schöner Anblick, so viele kleine Wunden, wie er hatte, sah es fast aus, als wäre er durch eine Glasscheibe gefallen, doch in den Wunden war nichts dergleichen zu finden. Mary wusste nicht, ob sie sich nun noch mehr Sorgen machen oder erleichtert sein sollte.
Was war nur mit den beiden passiert? Immer wieder kam ihr diese Frage in den Sinn. Sie waren beide Auroren, beziehungsweise Auroren in der Ausbildung, war es möglich, dass es einen Angriff gegeben hatte? Wenn ja, warum waren sie dann hier und nicht im Ministerium oder direkt im St. Mungos? Sie schüttelte den Kopf, das sollte im Moment nicht ihre Sorge sein.
Joshua war mittlerweile fertig gewaschen, alle Wunden soweit versorgt, sodass Mary um das Bett herum ging und sich Brendan zuwandte. Auch wenn der ehemalige Ravenclaw nicht so viele Wunden hatte wie Josh, so sah er ebenfalls nicht gut aus. Vorsichtig begann sie ihn zu waschen. Sie seufzte leise, legte schließlich die Tücher zur Seite, als sie fertig war und trat zurück. Den Rest würden wohl Vivi und Amelie erledigen, schätzte sie, doch sie blieb weiterhin im Raum.
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Vivien Marie McFarlane
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 0:35 Uhr
Datum: Sonntag, 05.10.

Vivi atmete tief durch. Sie wusste dass Amelie immer noch unzufrieden war, aber sie auch verstand. Nun verabreichten die zwei Josh und Brendan ihre Tränke, was nicht so einfach war, da sie immer noch bewusstlos waren. Aber es gab Tricks mit welchen man die Patienten zum Schlucken animieren konnte und so schafften es die beiden den Verletzen die nötigen Tränke einzuflößen.
„Nun heißt es warten“, meinte Vivi und sah zu Kjell und Mary, welche immer noch, wenn auch etwas abseits im Raum standen. Sie sah, wie Amelie ins angrenzende Badezimmer verschwand und wand sich an ihren Freund und eine ihrer besten Freundinnen.
„Danke für deine Hilfe Mary. Du hast das wirklich ganz toll gemacht. Wenn die Tränke jetzt anschlagen, dann werden sich die beiden wieder erholen, auch wenn sie wohl mindestens eine Woche das Bett hüten müssen. Josh wohl noch ein paar Tage mehr. Auch dürften sie Schmerzen haben wenn sie wach werden, aber sie müssten bald aufwachen, zumindest Brendan, bei Josh kann ich es nicht genau sagen, da der Blutverlust erst etwas ausgeglichen werden muss, bevor er das Bewusstsein wieder erlangt“, sagte sie beiden und trat dann wieder ans Bett, wo auch Amelie mittlerweile wieder stand. „Mary, wäre es in Ordnung, wenn die beiden zumindest die nächsten Tage dein Bad mitbenutzen würden? Ich möchte Josh nicht in sein eigenes Zimmer bringen müssen und Brendan sollte unter keinen Umständen alleine sein, also wird er ein paar Tage hier bleiben?“, wollte sie von ihrer Freundin wissen und löste den Blick auf die beiden Jungs von Bett und sah ihre Freundin kurz an, wandte ihren Blick aber schnell wieder ab, als sie merkte, wie sich die Atmung von Brendan veränderte. Sie sah in sein Gesicht und merkte, dass seine Augen zu flattern anfingen. „Er scheint aufzuwachen“, sagte Vivi leise zu Amelie, welche darauf nickte.
„Brendan? Hörst du mich?“, wollte sie leise wissen und sah in besorgt an.
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Re: Zimmer im ersten Stock - Sonntag, 05. Oktober

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Brendan Steward
Ort: Zimmer im ersten Stock
Zeit: 00:39 Uhr
Datum: Sa., 04.10.

Ihm war so kalt. Er hatte das Gefühl, er läge im Regen, kaltes Wasser prasselte auf ihn nieder, stach wie Nadeln auf seinen Körper ein, er wollte zittern, doch sein Körper wollte ihm nicht gehorchen, wollte sich einen Schutz zaubern, doch sein Zauberstab lag nicht in seiner Hand, welche er eh nicht bewegen konnte. Wo war er hier, dass er so fror? Wo war sein Zauberstab, er brauchte ihn doch, um – ein Angriff, er hatte mit Joshua zusammen eine Gruppe Schwarzmagier angegriffen. Kämpfte Josh noch immer? Wo war er? Ging es ihm gut? Und warum konnte Brendan sich nicht bewegen, warum tat ihm alles weh? Er versuchte, die Augen zu öffnen, doch seine Lider schienen ihm so unglaublich schwer, wie Blei lagen sie über seinen Pupillen.
Eine Stimme erklang, leise, er konnte sie nicht verstehen, doch er kannte die Stimme, ein Gesicht erschien ihm, freundlich war es, er hatte es heute erst gesehen, seit über einem Jahr wieder. Wieder versuchte er verzweifelt die Augen zu öffnen, wusste sie, dass er sie hörte? Die Finger seiner rechten Hand bewegten sich über den Stoff, auf dem er lag, es fühlte sich wie ein Laken an, doch wie war er hierher gekommen? Gerade noch war er in Schottland gewesen, hatte im Regen gestanden, da war ein roter Blitz gewesen und ein unsäglicher Schmerz in seiner Schulter und an seinem Hinterkopf, dann war da nichts mehr gewesen.
Irgendetwas bekamen seine Finger zu greifen, er drückte es schwach, spürte, wie der Druck erwidert wurde, es musste eine Hand sein, doch wem sie gehörte, konnte er nicht sagen. Wieder versuchte er die Augen zu öffnen und tatsächlich, Licht drang an seine Augen, blendete ihn, sodass er sie kurz wieder schloss. Als er sie erneut öffnete, konnte er nichts erkennen. Alles war verschwommen, drehte sich, dass ihm schwindlig wurde und er mit einem Stöhnen doch wieder die Augen schloss. Doch da waren Gesichter gewesen, wenn er auch nicht sagen konnte, wem sie gehörten.
Wieder durchlief ihn ein Schauer, ließ ihn zittern, seine Schulter pochte schmerzhaft, er hatte das Gefühl, sein Kopf habe die Größe einer Wassermelone, die in einen kleinen Eimer gesteckt wurde und langsam zerdrückt wurde. Und er fror.
"K... kalt", brachte er mühsam über die Lippen, seine Stimme war nur ein Krächzen, ganz leise nur, er war nicht einmal sicher, ob er überhaupt gesprochen hatte.
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Ernst Ferstl
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