Kapitel 4
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Re: Kapitel 4
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Ohne die anderen zu beachten, versuchte er den Sinn dieser Geschichte zu begreifen. Dieser Borthus war hier. Gut. Nur was trieb ihn in eine Stadt, die von Jägern wimmelte wie das Bettzeug einer billigen Absteige vor Ungeziefer? Und noch viel wichtiger, was hielt ihn hier? So, wie er ihn bis jetzt einschätzte, war er ein kluger und gerissener Mann. Sobald er merkte, dass dieser Hafen kein sicherer Ort war, hätte er Fersengeld geben sollen und nicht einfach hier bleiben...
Mir gerunzelter Stirn sah er zu den anderen, die aufgeregt etwas murmelten und Tazanna, die gerade einen Geheimgang aufdeckte.
Wie tief würde er noch sinken müssen? Dachte er, während er automatisch durch die Öffnung stieg und sich im Hinterhof dieses verfallenen Hauses wieder fand.
Ein Schiff konnte man überall bekommen, warum blieb er? Versuchte er seinen Gedanken wieder aufzunehmen. Es musste etwas sein, was die offensichtlichen Gefahren, welche ihn hier umgaben Wert waren. Er wartete auf ein bestimmtes Schiff, mit etwas ganz bestimmten darauf, natürlich.
Das war ein äußerst gefährliches Spiel, was sie hier spielten. Wenn er sich wirklich so unbekümmert in der Stadt bewegte, wie gerade berichtet, hatte er mit Sicherheit mehr als nur einen Trumpf im Ärmel. Wie gern wäre er hier verschwunden und hätte auf eine bessere Gelegenheit gelauert, nur dieser Vorschlag wäre in dieser Gruppe mit Sicherheit wieder falsch aufgenommen worden. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als den Lemmingen in den dichten Nebel aus Fragen und Ungewissheit zu folgen und zu hoffen, dass sich darin nicht irgendein Abgrund versteckte.
Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Ohne die anderen zu beachten, versuchte er den Sinn dieser Geschichte zu begreifen. Dieser Borthus war hier. Gut. Nur was trieb ihn in eine Stadt, die von Jägern wimmelte wie das Bettzeug einer billigen Absteige vor Ungeziefer? Und noch viel wichtiger, was hielt ihn hier? So, wie er ihn bis jetzt einschätzte, war er ein kluger und gerissener Mann. Sobald er merkte, dass dieser Hafen kein sicherer Ort war, hätte er Fersengeld geben sollen und nicht einfach hier bleiben...
Mir gerunzelter Stirn sah er zu den anderen, die aufgeregt etwas murmelten und Tazanna, die gerade einen Geheimgang aufdeckte.
Wie tief würde er noch sinken müssen? Dachte er, während er automatisch durch die Öffnung stieg und sich im Hinterhof dieses verfallenen Hauses wieder fand.
Ein Schiff konnte man überall bekommen, warum blieb er? Versuchte er seinen Gedanken wieder aufzunehmen. Es musste etwas sein, was die offensichtlichen Gefahren, welche ihn hier umgaben Wert waren. Er wartete auf ein bestimmtes Schiff, mit etwas ganz bestimmten darauf, natürlich.
Das war ein äußerst gefährliches Spiel, was sie hier spielten. Wenn er sich wirklich so unbekümmert in der Stadt bewegte, wie gerade berichtet, hatte er mit Sicherheit mehr als nur einen Trumpf im Ärmel. Wie gern wäre er hier verschwunden und hätte auf eine bessere Gelegenheit gelauert, nur dieser Vorschlag wäre in dieser Gruppe mit Sicherheit wieder falsch aufgenommen worden. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als den Lemmingen in den dichten Nebel aus Fragen und Ungewissheit zu folgen und zu hoffen, dass sich darin nicht irgendein Abgrund versteckte.
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
George Bernard Shaw
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- Das Erbe der Götter: Liara, Elaina, Karim, Sinaya, Milima
- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
- Scyta: Jester Rogue
- Abwesend: Oft freitags
Re: Kapitel 4
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Toyan Kerim / Tazanna
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Wenn Borthus hier war, war das gut. Nur, dass ganze Schwärme von Jägern die Ankunft des Lichtbringers erwarteten und vorbereiteten, bereitete ihm Magenschmerzen. Er wollte hier weg, so schnell wie möglich. Sie liefen in ihren eigenen Tod, wenn sie hier blieben. Versucht, seine Angst zu schüren, blickte er zu Shaya, die wenige Schritte vor ihm ging in dem schmalen Gang. Ihr durfte nichts passieren. Erst Recht nicht von diesen Menschen...
Ein paar Kanalschächte weiter erreichten sie auch schon einen Ausgang. Toyan war erleichtert, zugleich aber auch skeptisch. Sie landeten in einem halb verfallenen Stall und seine Hand wollte schon zum Messer greifen um sich zu verteidigen, falls dies doch eine Falle war. Doch es war keine, kurz darauf standen sie wieder im Sonnenlicht.
"Wenn Ihr dieser Straße folgt, an der Stadtgrenze entlang, werdet Ihr zum Hafenviertel kommen. Dort müsste er sich herum treiben in der Hoffnung, ein Schiff zu finden. Ich wünsche Euch viel Glück!", sagte Tazanna und war kurz darauf über die Dächer verschwunden.
Toyan blinzelte, doch auch von Aylos war keine Spur. Dennoch glaubte Toyan nicht, dass sie sie aus den Augen ließen.
"Gut... dann mal Richtung Hafen", seufzte er, so langsam war er des Spießrutenlaufes müde.
Toyan Kerim / Tazanna
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Wenn Borthus hier war, war das gut. Nur, dass ganze Schwärme von Jägern die Ankunft des Lichtbringers erwarteten und vorbereiteten, bereitete ihm Magenschmerzen. Er wollte hier weg, so schnell wie möglich. Sie liefen in ihren eigenen Tod, wenn sie hier blieben. Versucht, seine Angst zu schüren, blickte er zu Shaya, die wenige Schritte vor ihm ging in dem schmalen Gang. Ihr durfte nichts passieren. Erst Recht nicht von diesen Menschen...
Ein paar Kanalschächte weiter erreichten sie auch schon einen Ausgang. Toyan war erleichtert, zugleich aber auch skeptisch. Sie landeten in einem halb verfallenen Stall und seine Hand wollte schon zum Messer greifen um sich zu verteidigen, falls dies doch eine Falle war. Doch es war keine, kurz darauf standen sie wieder im Sonnenlicht.
"Wenn Ihr dieser Straße folgt, an der Stadtgrenze entlang, werdet Ihr zum Hafenviertel kommen. Dort müsste er sich herum treiben in der Hoffnung, ein Schiff zu finden. Ich wünsche Euch viel Glück!", sagte Tazanna und war kurz darauf über die Dächer verschwunden.
Toyan blinzelte, doch auch von Aylos war keine Spur. Dennoch glaubte Toyan nicht, dass sie sie aus den Augen ließen.
"Gut... dann mal Richtung Hafen", seufzte er, so langsam war er des Spießrutenlaufes müde.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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- Kampf um Choma: Revan
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Re: Kapitel 4
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Und wie sieht Dein Plan aus?“ fragte Revan in einem ruhigen Ton. „Ich hoffe für uns alle, dass Du nicht vorhast, ihm vor den Augen des gesamten Hofstaates eins überzuziehen und in die nächste dunkle Gasse zu schleifen? Ich habe die doch begründete Bürchtung, das könnte unser aller Todesurteil sein.“
Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Und wie sieht Dein Plan aus?“ fragte Revan in einem ruhigen Ton. „Ich hoffe für uns alle, dass Du nicht vorhast, ihm vor den Augen des gesamten Hofstaates eins überzuziehen und in die nächste dunkle Gasse zu schleifen? Ich habe die doch begründete Bürchtung, das könnte unser aller Todesurteil sein.“
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
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Re: Kapitel 4
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Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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"Nein. Aber vielleicht hast du ja einen Vorschlag?", fragte er an Revan gerichtet zurück. "Kennst du ihn vielleicht? Wenn ihr beide aus demselben Land kommt, könnte es sein...?", setzte er an, doch nicht einmal das würde ihnen weiter helfen. Und hätte Revan nicht eher etwas gesagt? Er war sich nicht sicher. "Aber so, wie wir hier herum laufen, sind wir zu viele."
Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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"Nein. Aber vielleicht hast du ja einen Vorschlag?", fragte er an Revan gerichtet zurück. "Kennst du ihn vielleicht? Wenn ihr beide aus demselben Land kommt, könnte es sein...?", setzte er an, doch nicht einmal das würde ihnen weiter helfen. Und hätte Revan nicht eher etwas gesagt? Er war sich nicht sicher. "Aber so, wie wir hier herum laufen, sind wir zu viele."
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Re: Kapitel 4
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Nein, bedauerlicherweise kenne ich ihn nicht. Ich war die letzten Jahre etwas... gebunden... sozusagen, und bin deshalb in der sozialpolitischen Sparte etwas unterinformiert.“ sah er sich um.
„Schade, die einzigen beiden, die sich hier auskennen und mit dem geringsten Risiko unsere Augen und Ohren sein könnten, haben sich bereits wieder ihrer Tarnung verschrieben, wie es aussieht." seufzte er.
"Der einzige sinnvolle und am wenigsten risikobehaftete Weg, wäre für mich, dass Du deine Kenntnisse als ehemaliger Jäger und vor allem als Sine nutzt um ein wenig herum zu fragen. Den Hafenmeister zum Beispiel. Wenn er auf ein Schiff wartet, müsste er wohl am besten wissen, welches das sein könnte. Und auffallen dürfte das im Moment sicherlich nicht sonderlich, aufgrund des hohen Besuches wird hier wohl sowieso bereits jeder Stein umgedreht, da fallen ein, zwei Fragen mehr nicht wirklich auf.“
Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Nein, bedauerlicherweise kenne ich ihn nicht. Ich war die letzten Jahre etwas... gebunden... sozusagen, und bin deshalb in der sozialpolitischen Sparte etwas unterinformiert.“ sah er sich um.
„Schade, die einzigen beiden, die sich hier auskennen und mit dem geringsten Risiko unsere Augen und Ohren sein könnten, haben sich bereits wieder ihrer Tarnung verschrieben, wie es aussieht." seufzte er.
"Der einzige sinnvolle und am wenigsten risikobehaftete Weg, wäre für mich, dass Du deine Kenntnisse als ehemaliger Jäger und vor allem als Sine nutzt um ein wenig herum zu fragen. Den Hafenmeister zum Beispiel. Wenn er auf ein Schiff wartet, müsste er wohl am besten wissen, welches das sein könnte. Und auffallen dürfte das im Moment sicherlich nicht sonderlich, aufgrund des hohen Besuches wird hier wohl sowieso bereits jeder Stein umgedreht, da fallen ein, zwei Fragen mehr nicht wirklich auf.“
Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw
26.07.1856 - 02.11.1950
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- Ayrina
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- Scyta: Elena Moreau
Re: Kapitel 4
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Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Narea fielen mit einem Schlag mehr als ein Dutzend Gründe ein, warum Toyan dieses Risiko nicht eingehen sollte, doch keiner dieser Gründe war rationaler Natur. Also nickte sie widerstrebend, als es ihr gelungen war, wieder vernünftig zu denken.
"Ich fürchte, Revan hat Recht. Im Moment scheint das unsere beste Möglichkeit zu sein."
Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Narea fielen mit einem Schlag mehr als ein Dutzend Gründe ein, warum Toyan dieses Risiko nicht eingehen sollte, doch keiner dieser Gründe war rationaler Natur. Also nickte sie widerstrebend, als es ihr gelungen war, wieder vernünftig zu denken.
"Ich fürchte, Revan hat Recht. Im Moment scheint das unsere beste Möglichkeit zu sein."
Re: Kapitel 4
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Aylos
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Ich werde ihn begleiten“, meinte Aylos und trat neben Toyan. „Auch wenn ich ein Magier bin, so bin ich gleichzeitig ein Jäger, vielleicht lassen sie uns so in Ruhe, einen Versuch wäre es wert“, meinte er leise. Es behagte ihn zwar nicht so sehr sich einfach so offen in der Stadt zu zeigen, etwas was er in den letzten Tagen versucht hatte zu vermeiden, aber es ging scheinbar nicht anders und er kannte sich hier mittlerweile dank Tazanna ganz gut aus.
Fragend sah er zu den anderen, ob diese mit seinem Vorschlag einverstanden wären, denn aufdrängen wollte er sich nicht, aber immerhin würde er wohl in Zukunft ein Teil dieser Gruppe sein, warum also nicht gleich von Anfang an helfen, wenn man es konnte.
Aylos
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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„Ich werde ihn begleiten“, meinte Aylos und trat neben Toyan. „Auch wenn ich ein Magier bin, so bin ich gleichzeitig ein Jäger, vielleicht lassen sie uns so in Ruhe, einen Versuch wäre es wert“, meinte er leise. Es behagte ihn zwar nicht so sehr sich einfach so offen in der Stadt zu zeigen, etwas was er in den letzten Tagen versucht hatte zu vermeiden, aber es ging scheinbar nicht anders und er kannte sich hier mittlerweile dank Tazanna ganz gut aus.
Fragend sah er zu den anderen, ob diese mit seinem Vorschlag einverstanden wären, denn aufdrängen wollte er sich nicht, aber immerhin würde er wohl in Zukunft ein Teil dieser Gruppe sein, warum also nicht gleich von Anfang an helfen, wenn man es konnte.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
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- Abwesend: Oft freitags
Re: Kapitel 4
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Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Toyan überlegte und sah hinüber zum Haus des Hafenmeisters - zumindest vermutete er, dass es das war. Dann nickte er leicht, das war wohl wirklich die beste Idee. Zumindest hatte er keine Bessere im Moment. Und vielleicht... doch als er sich umsah, konnte er nichts von ihren zwei bisher geheimnisvollen Gastgebern entdecken. Ob sie in der Nähe waren oder nicht, sie hielten sich gut versteckt.
"Seht euch auch etwas um, wir treffen uns hinterher wieder, an der Kaimauer da vorn", sagte er und machte sich auf den Weg zum Hafenmeister.
Das war nicht unheikel, aber er würde sehen, was er erfahren würde.
Die Ärmel schob er absichtlich etwas nach oben, damit man ihn leichter als Jäger identifizieren konnte. Nach all der Zeit in der Gruppe war es plötzlich seltsam, sich so offen und direkt als Jäger zu erkennen zu geben. Es war ihm regelrecht unangenehm.
Was ist nur aus dir geworden, Jäger Toyan Kerim?, dachte er in einem Anflug von Selbstsarkasmus und klopfte an die Tür. Der Hefenmeister wirkte gelangweilt und schien wenig begeistert, als er Toyan erblickte.
"Nein, heute fahren keine Schiffe! Kommt nächste Woche wieder, dann könnten Ihr Glück haben!", rief er durch die geschlossene Glastür, doch Toyan klopfte beharrlich weiter.
Grimmig schaute der Mann drein, hielt die Tür aber nur einen Spalt geöffnet.
"Ich wiederhole mich ungern, aber es laufen weder Bote ein noch aus", erklärte er barsch, Toyan ließ sich nicht beirren. Kurz sah er zu Aylos, der neben ihm stand und räusperte sich.
"Demnach müssten etliche Schiffe umgekehrt sein, oder in den Hoheitsgewässern warten. Wisst Ihr, ob ein Schiff aus... de Westen dabei war?", fragte er und betonte das Wort Westen besonders. Der Hafenmeister zuckte kurz zurück. Offenbar hatte er verstanden.
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Tazanna
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Tazanna ließ die Gruppe nicht aus den Augen. Warum wollten sie den auffälligen Mann finden? So ganz wollte ihr das noch nicht einleuchten. Sie schienen mehr als entschlossen, ihn zu finden. Womöglich tat sie etwas Unrechtes, wenn sie ihnen half und der Mann steckte in Schwierigkeiten? Egal, was er getan haben mochte...
Seufzend trat sie auf die Straße, überquerte diese und trat auf die noch etwas unschlüssige Gruppe zu, nachdem Aylos mit Toyan in Richtung Hafenmeister gegangen war.
"Ihr solltet hier nicht so herum stehen. Zersteut Euch etwas. In die Taverne, unter die Matrosen oder andere Hafenarbeiter", zischte sie und trat dann zu Narea.
"Kommt Ihr mit mir? Die Marktfrauen dort vorn", sie deutete auf ein paar Stände etwas weiter hinten, "sind meist sehr geschwätzig und wissen viel aus der Umgebung. Viele sind mit Händlern und Fischern verheiratet, daher sind sie über alles informiert, was hier vor geht." Fragend sah sie Narea an und hoffte, nicht zu direkt gewesen zu sein.
Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Toyan überlegte und sah hinüber zum Haus des Hafenmeisters - zumindest vermutete er, dass es das war. Dann nickte er leicht, das war wohl wirklich die beste Idee. Zumindest hatte er keine Bessere im Moment. Und vielleicht... doch als er sich umsah, konnte er nichts von ihren zwei bisher geheimnisvollen Gastgebern entdecken. Ob sie in der Nähe waren oder nicht, sie hielten sich gut versteckt.
"Seht euch auch etwas um, wir treffen uns hinterher wieder, an der Kaimauer da vorn", sagte er und machte sich auf den Weg zum Hafenmeister.
Das war nicht unheikel, aber er würde sehen, was er erfahren würde.
Die Ärmel schob er absichtlich etwas nach oben, damit man ihn leichter als Jäger identifizieren konnte. Nach all der Zeit in der Gruppe war es plötzlich seltsam, sich so offen und direkt als Jäger zu erkennen zu geben. Es war ihm regelrecht unangenehm.
Was ist nur aus dir geworden, Jäger Toyan Kerim?, dachte er in einem Anflug von Selbstsarkasmus und klopfte an die Tür. Der Hefenmeister wirkte gelangweilt und schien wenig begeistert, als er Toyan erblickte.
"Nein, heute fahren keine Schiffe! Kommt nächste Woche wieder, dann könnten Ihr Glück haben!", rief er durch die geschlossene Glastür, doch Toyan klopfte beharrlich weiter.
Grimmig schaute der Mann drein, hielt die Tür aber nur einen Spalt geöffnet.
"Ich wiederhole mich ungern, aber es laufen weder Bote ein noch aus", erklärte er barsch, Toyan ließ sich nicht beirren. Kurz sah er zu Aylos, der neben ihm stand und räusperte sich.
"Demnach müssten etliche Schiffe umgekehrt sein, oder in den Hoheitsgewässern warten. Wisst Ihr, ob ein Schiff aus... de Westen dabei war?", fragte er und betonte das Wort Westen besonders. Der Hafenmeister zuckte kurz zurück. Offenbar hatte er verstanden.
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Tazanna
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Tazanna ließ die Gruppe nicht aus den Augen. Warum wollten sie den auffälligen Mann finden? So ganz wollte ihr das noch nicht einleuchten. Sie schienen mehr als entschlossen, ihn zu finden. Womöglich tat sie etwas Unrechtes, wenn sie ihnen half und der Mann steckte in Schwierigkeiten? Egal, was er getan haben mochte...
Seufzend trat sie auf die Straße, überquerte diese und trat auf die noch etwas unschlüssige Gruppe zu, nachdem Aylos mit Toyan in Richtung Hafenmeister gegangen war.
"Ihr solltet hier nicht so herum stehen. Zersteut Euch etwas. In die Taverne, unter die Matrosen oder andere Hafenarbeiter", zischte sie und trat dann zu Narea.
"Kommt Ihr mit mir? Die Marktfrauen dort vorn", sie deutete auf ein paar Stände etwas weiter hinten, "sind meist sehr geschwätzig und wissen viel aus der Umgebung. Viele sind mit Händlern und Fischern verheiratet, daher sind sie über alles informiert, was hier vor geht." Fragend sah sie Narea an und hoffte, nicht zu direkt gewesen zu sein.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Kapitel 4
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Aylos
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Aylos beobachtete den Hafenmeister ganz genau, während Toyan mit diesem sprach. Es war nur zu deutlich, dass dieser Mann mehr als nervös war und etwas zu verbergen hatte, was er aber, zumindest nach Aylos Meinung, ziemlich schlecht versuchte zu verstecken.
„Ne~ein, ich weiß nichts“, sagte er und Aylos schnaubte leise.
„Guter Mann, sie wollen doch nicht, dass bekannt wird, dass sie mit Magiern oder noch schlimmer mit denen aus dem Westen Geschäfte machen oder?“, wollte er wissen und verschränkte die Arme etwas gelangweilt vor der Brust, allerdings achtete er genau darauf, dass das Tattoo der Magierjäger deutlich auf seinem Handgelenk zu sehen war.
„Ich...“, fing er an und sah sich fast schon ängstlich um.
„Ja?“, wollte Aylos mit einem kleinen, fast schon freundlichem Lächeln wissen.
„Ich weiß wirklich nichts“, sagte er, sah dabei aber weder Toyan noch ihn an, sondern unverwandt zwischen ihnen hindurch, und die Angst, die der Hafenmeister hatte, war nur zu deutlich zu sehen.
Aylos
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Aylos beobachtete den Hafenmeister ganz genau, während Toyan mit diesem sprach. Es war nur zu deutlich, dass dieser Mann mehr als nervös war und etwas zu verbergen hatte, was er aber, zumindest nach Aylos Meinung, ziemlich schlecht versuchte zu verstecken.
„Ne~ein, ich weiß nichts“, sagte er und Aylos schnaubte leise.
„Guter Mann, sie wollen doch nicht, dass bekannt wird, dass sie mit Magiern oder noch schlimmer mit denen aus dem Westen Geschäfte machen oder?“, wollte er wissen und verschränkte die Arme etwas gelangweilt vor der Brust, allerdings achtete er genau darauf, dass das Tattoo der Magierjäger deutlich auf seinem Handgelenk zu sehen war.
„Ich...“, fing er an und sah sich fast schon ängstlich um.
„Ja?“, wollte Aylos mit einem kleinen, fast schon freundlichem Lächeln wissen.
„Ich weiß wirklich nichts“, sagte er, sah dabei aber weder Toyan noch ihn an, sondern unverwandt zwischen ihnen hindurch, und die Angst, die der Hafenmeister hatte, war nur zu deutlich zu sehen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Kapitel 4
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Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Zu gern wäre Toyan jetzt Shaya oder Narea gewesen um genauer zu wissen, was in dem Hafenmeister vor sich ging. So konnte er nur seine Beobachtungsgabe einsetzen. Doch offenbar war auch Aylos gut geschult und hielt sein Jägersymbol stets sichtbar, was den Mann offenbar sehr nervös machte.
"Nein, Herr, bitte... glaubt mir doch, es sind keine Schiffe da!", stammelte dieser und Schweiß trat ihm auf die Stirn. Beinahe tat er Toyan leid.
"Man hat Euch schon öfters nach dem Westen gefragt, richtig?", fragte er betont ruhig. Kurz sah der Hafenmeister aus, als suche er einen Fluchtweg, dann schluckte er hastig und nickte.
"Wer hat Euch das gefragt?"
Der Mann sah aus, als würde ihm schlecht. "Ich... ich weiß nicht, Herr. Zwei, drei Männer vielleicht, aber ich habe sie nicht wieder gesehen. Viele Leute fragen, wann Schiffe einlaufen oder den Hafen wieder verlassen, die Händler sind sauer und die Familien wollen zurück, nicht wenige nach Ayoma. Daher... kann es sein, dass... es Schiffe aus... dem Westen gibt."
Toyan seufzte, dann nickte er. "Wir danke Euch. Und haltet die Augen offen, Meister."
Damit entfernte er sich mit Aylos vom Haus.
"Wenn es wirklich Schiffe gibt, die von den Inseln aus direkt Sombal ansteuern, dann unter einer anderen Landesflagge und nicht offiziell aus dem verbannten Land. Das könnten sie sich niemals erlauben. Also legen sie zuerst in Ayoma an, überfallen Schiffe oder sonstiges, um dann hier anlegen zu dürfen... armer Mann, er wird offenbar zum Narren gehalten und tut doch sein Bestes. Aber leider hilft uns das kaum weiter, oder?"
Toyan Kerim
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Morgen
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Zu gern wäre Toyan jetzt Shaya oder Narea gewesen um genauer zu wissen, was in dem Hafenmeister vor sich ging. So konnte er nur seine Beobachtungsgabe einsetzen. Doch offenbar war auch Aylos gut geschult und hielt sein Jägersymbol stets sichtbar, was den Mann offenbar sehr nervös machte.
"Nein, Herr, bitte... glaubt mir doch, es sind keine Schiffe da!", stammelte dieser und Schweiß trat ihm auf die Stirn. Beinahe tat er Toyan leid.
"Man hat Euch schon öfters nach dem Westen gefragt, richtig?", fragte er betont ruhig. Kurz sah der Hafenmeister aus, als suche er einen Fluchtweg, dann schluckte er hastig und nickte.
"Wer hat Euch das gefragt?"
Der Mann sah aus, als würde ihm schlecht. "Ich... ich weiß nicht, Herr. Zwei, drei Männer vielleicht, aber ich habe sie nicht wieder gesehen. Viele Leute fragen, wann Schiffe einlaufen oder den Hafen wieder verlassen, die Händler sind sauer und die Familien wollen zurück, nicht wenige nach Ayoma. Daher... kann es sein, dass... es Schiffe aus... dem Westen gibt."
Toyan seufzte, dann nickte er. "Wir danke Euch. Und haltet die Augen offen, Meister."
Damit entfernte er sich mit Aylos vom Haus.
"Wenn es wirklich Schiffe gibt, die von den Inseln aus direkt Sombal ansteuern, dann unter einer anderen Landesflagge und nicht offiziell aus dem verbannten Land. Das könnten sie sich niemals erlauben. Also legen sie zuerst in Ayoma an, überfallen Schiffe oder sonstiges, um dann hier anlegen zu dürfen... armer Mann, er wird offenbar zum Narren gehalten und tut doch sein Bestes. Aber leider hilft uns das kaum weiter, oder?"
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.