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Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 5. Dez 2010, 21:13
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:23
Leevke hatte sich mit einem magisch vergrößerten Becher Kakao und etwas Warmem zu Essen ins Wohnzimmer verzogen, wo sie den knisternden Flammen im Kamin lauschte. Sie fand es hier zu dieser grauen Jahreszeit einfach sehr viel angenehmer als in der Küche zu essen und hoffte, dass niemand etwas dagegen hatte.
Und ihr war kalt, daher hatte sie eine Decke um sich geschlungen, den Teller nun auf dem Schoß und den dampfenden Becher vor sich auf dem Schoß.
Eine Woche war sie nun nicht bei der Arbeit gewesen. Morgen war wieder Montag und vielleicht würde sie wieder hin gehen, auch wenn sich die Ministeriumsangelegenheit noch nicht ganz aufgeklärt hatte. Vielleicht sollte sie unter Verita-Serum aussagen? Doch dann wäre noch nicht geklärt, wer eigentlich hinter dem ganzen steckte... vielleicht sollte sie noch einmal mit Brendan und Josh reden, vielleicht wussten die inzwischen mehr... am Freitag und Samstag war sie nicht dazu gekommen und das Treffen mit Lene schwirrte ihr noch immer im Kopf herum.
Innerlich seufzend stellte sie ihren nun leeren Teller auf den Tisch und nahm sich den nun sehr großen Becher Kakao, trank in kleinen Schlucken daraus. Es musste doch eine Lösung geben, es musste einfach!
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 5. Dez 2010, 21:41
von Therapistin
Brendan Steward
Ort: Küche / Wohnzimmer
Zeit: 12:26 Uhr
Datum: So., 16.11.
Mit knurrendem Magen und ziemlich müde betrat Brendan die Küche und hielt auf den Kühlschrank zu. Irgendetwas musste noch von der Pizza da sein, die er sich gestern gegönnt hatte – falls nicht einer der anderen sie gegessen hatte. Skeptisch öffnete er die Kühlschranktür und lächelte dann, sein Stück Pizza lag noch immer auf einem Teller darin, wie er erfreut feststellte.
Er nahm den Teller heraus, erwärmte die Pizza mit einem schnellen Schwung seines Zauberstabs, dann nahm er sich eine Flasche Kürbissaft und ein Glas und trug alles ein wenig umständlich durch die Wohnung bis ins Wohnzimmer, vielleicht lief ja etwas halbwegs Ertragbares im Fernsehen. Erstaunt stellte er fest, dass er offenbar nicht der erste hier war.
"Hey", begrüßte er Leevke leise, damit er sie nicht erschreckte und lächelte sie an. "Lust, auf ein bisschen Gesellschaft?", fragte er und deutete auf den Platz neben ihr auf dem Sofa, wenn sie alleine sein wollte, würde er woanders essen...
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 5. Dez 2010, 22:10
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:29
Überrascht blickte Leevke auf, lächelte dann aber als sie Brendan erkannte.
"Von dir doch immer, setz dich!", freute sie sich und rückte etwas - auch wenn es nur wenige Zentimeter waren und sie im Grunde gar nicht hätte rücken müssen, aber es die Geste, die ihr irgendwie wichtig war - sodass Brendan sich schließlich setzte.
"Guten Appetit, ich bin gerade fertig mit Essen", sagte sie und deutete auf seine Pizza, die wirklich sehr lecker aussah.
"Ich hab das Gefühl, wir sehen uns viel zu selten... wie gehts dir?", fragte sie leise, sah ihn dann aber entschuldigend an, wenn er essen wollte, wollte er sicher nicht, dass sie ihn zuquatschte, oder?
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: Mo 6. Dez 2010, 18:40
von Therapistin
Brendan Steward
Ort: Küche / Wohnzimmer
Zeit: 12:31 Uhr
Datum: So., 16.11.
Brendan hatte sich gerade ein Stückchen Pizza in den Mund geschoben, als Leevke ihm eine Frage stellte. Er hob kurz die Hand, kaute aber in Ruhe zu Ende, eilig hatte er es nicht. Erst als er einen Schluck Kürbissaft getrunken hatte, antwortete er.
"Stimmt, wir sehen uns in letzter Zeit nicht allzu oft", meinte er nachdenklich und stellte sein Glas auf den Tisch, bevor er sich wieder zurück lehnte, den Teller auf dem Schoß. Er war im Moment voll ausgelastet, Barley war als Ausbilder streng und ziemlich anstrengend, wie Brendan fand. Arbeit hatte er im Moment auf jeden Fall genug und nicht wenig davon hing mit seiner besten Freundin zusammen...
"Ich könnte ein bisschen Urlaub vertragen, aber sonst geht’s mir gut", sagte er lächelnd. "Und wie geht es dir?", fragte er weiter und sah Leevke aufmerksam an, er hatte in den letzten Tagen oft das Gefühl gehabt, dass sie sich zurück zog, aber das Gefühl konnte ihn auch täuschen, immerhin war er nicht viel im Haus.
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: Mo 6. Dez 2010, 19:07
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:34
Leevke blickte erst zu Brendan und sah ihn aufmerksam an, sah dann jedoch etwas verlegen auf ihren großen Becher Kakao, der vermutlich allein schon genug sagte, wie es ihr ging. Kakao trank sie eigentlich nur, wenn ihr innerlich kalt war... oder sie aufgewühlt war.
"Es... gab schon bessere Tage. Aber es geht und es wird... wieder bessere geben", sagte sie und sah ihn mit einem etwas verunglückten Lächeln an. Doch dann fiel ihr etwas ein und ihr Blick wurde leicht unsicher.
"Bren? Ich... äh... ich war am Freitag in Stockholm", platzte es auf einmal aus ihr heraus, während sie leicht nervös den Becher in ihren Händen drehte. "Ich wollte dir oder Josh eigentlich noch Bescheid sagen aber wir haben uns Briefe geschrieben und dann ging alles sehr schnell und ich bin in Vivi gelaufen und sie hat mich gebracht und... ich... ich dachte, wegen dem Ministerium und so solltest du das vielleicht wissen...", erklärte sie und merkte gar nicht, wie durcheinander sie geredet hatte, sodass Brendan vermutlich kaum etwas davon verstanden hatte.
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: Di 7. Dez 2010, 08:07
von Therapistin
Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 12:36 Uhr
Datum: So., 16.11.
Etwas perplex blickte Brendan Leevke an, dann beugte er sich vor, stellte den Teller auf dem Tisch ab und drehte sich zur ihr um, ehrliche Sorge in den Augen.
"Langsam, Leev", meinte er und lächelte sie beruhigend an, hoffte, so ein wenig ihrer Unsicherheit verdrängen zu können. Er zog die Beine aufs Sofa, setzte sich bequem in den Schneidersitz und sah sie aufmerksam an. "Noch einmal ganz langsam", begann er und legte den Kopf leicht schief. "Du warst am Freitag in Stockholm, nachdem du mir ihr geschrieben hast. Du wolltest schnell hin, bist Vivi[/color] über den Weg gelaufen, die dich hin gebracht hat." Er lächelte sie vertrauensvoll an, er konnte irgendwie verstehen, dass sie das alles schnell erzählen wollte, andererseits fand er es traurig, dass sie offenbar das Gefühl hatte, sie müsste sich wegen der Sache im Ministerium und der Anschuldigung gegen sie bei ihm und Joshua abmelden.
"Du musst dich nicht bei uns abmelden, du bist frei, auch wenn es hilfreich ist, wenn wir wissen, wo du bist, falls noch etwas passiert, aber das ist ganz deine Entscheidung, wir wollen dich doch nicht kontrollieren", sagte er und schüttelte lächelnd den Kopf, während er kurz ihre Schulter drückte. Dann sah er sie besorgt an.
"Wie ist es denn mit Lene gelaufen?", fragte er vorsichtig, es konnte nur sie sein, wegen der Leevke so aufgewühlt war und weshalb sie in Stockholm gewesen war.
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: Mi 8. Dez 2010, 14:53
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:39
Leevke nickte zustimmend, als Brendan ihren zusammenhangslosen Kauderwelsch versuchte zu ordnen und es sogar hin bekam. Dennoch sah sie ihn ein wenig unbeholfen an.
"Ich weiß nicht, es ist mir irgendwie lieber, wenn jemand weiß, wo ich bin, auch wenn in diesem Fall ja Vivi bescheid wusste...", begann sie leise und trank ein wenig nachdenklich einen weiteren Schluck Kakao.
"Mit Lene war es... nun ja, wir haben gemeinsam zu Mittag gegessen und ich habe versucht ihr zu erklären, warum... ich nicht zurück gekommen bin", erklärte sie ein wenig tonlos. "Ich weiß nicht, ob sie es verstanden hat und vielleicht werden wir uns auch wieder sehen, wenn sie alles etwas verdaut hat, aber viel Hoffnung mache ich mir nicht, dass sie mir... verzeihen wird."
Etwas unsicher sah sie ihn an und schluckte kurz, trank dann jedoch besser einen weiteren, stärkenden Schluck, ehe sie Brendan fragend anblickte.
"Gibt es... etwas Neues aus dem Ministerium?", wollte sie vorsichtig wissen, nicht sicher, ob sie die Antwort hören wollte, wenn es sie betraf.
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 12. Dez 2010, 10:56
von Therapistin
Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 12:41 Uhr
Datum: So., 16.11.
Am liebsten hätte Brendan Leevke in den Arm genommen, doch er war nicht sicher, ob sie dies wollte, so wie sie sich an ihren Kakaobecher klammerte und ihn unsicher ansah. Er konnte nicht leugnen, dass er froh war, dass Leevke mit Lene gesprochen hatte, man hatte es der Holländerin angesehen, dass sie dieses Gespräch führen musste, wenn sie irgendwann bald wissen wollte, was die Schwedin dachte. Dieses Treffen war ein Anfang gewesen.
Er sah seine Freundin lächelnd an, sein Teller stand vergessen auf dem Tisch, die Pizza konnte er auch später noch essen. Doch bei der Frage zum Ministerium wurde sein Blick ein wenig dunkler.
"Barley und ich haben Olivia Haynes ein weiteres Mal befragt", erklärte er in sachlichem Ton – irgendwie war es ihm selbst unheimlich, wie schnell er in den Auroren wechseln konnte. "Und sie sagt noch immer, du seist es gewesen, daran hält sie fest. Soweit wir das feststellen konnten, liegt sie nicht unter einem Imperius, also entweder ist sie gekauft, ihr Gedächtnis wurde verändert oder... nun ja." Er sah sie entschuldigend an, auch wenn für ihn klar war, dass Leevke nichts damit zu tun hatte, bestand dieser Verdacht natürlich noch immer. Und Barley verfolgte gerade diese Spur mit Eifer.
"Allerdings haben wir im Haus der Betroffenen einen zweiten Zauberstab gefunden, der nicht ihr gehört", meinte er weiter. "Das sagt sie zumindest. Und sie lebt alleine. Aber wir konnten ganz eindeutig feststellen, dass der letzte Zauber dieses Stabes der Fluch war, mit welchem die Wohnung belegt wurde." Das hatte ihn mehr als stutzig gemacht. Zumal ihm der Zauberstab irgendwie bekannt vorgekommen war, wenn er auch nicht sagen konnte, woher. Allerdings konnte er mit Sicherheit sagen, dass es nicht Leevkes war – außer sie hatte sich einen beschafft, doch das glaubte er nicht.
"Er... schickt mich immer wieder in die Niederlande, weil er hofft, dort gäbe es Hinweise auf deine Schuld", meinte er etwas kleinlaut, es war ihm unangenehm, gegen eine sehr gute Freundin zu ermitteln. "Barley ist... wie besessen von dem Fall. Und schlimmer noch, er will dich unbedingt als Schuldige." Er seufzte leise, er wusste sehr genau, dass dies Leevke nicht gerade beruhigen würde, doch er wollte, dass sie es wusste.
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 12. Dez 2010, 14:55
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:45
Leevke hielt beinahe die Luft an, als sie Brendans Worte hörte. Sie galt also weiterin als Schuldige... Brendan wurde in die Niederlande geschickt, um etwas über sie in Erfahrung zu bringen? Das war... nicht gut. Alles andere als gut.
"Was hat Barley gegen mich?", fragte sie leise und merkte, dass sie zitterte. "Wenn er selbst bei diesen Tests jemanden verloren hat, dann... aber so..." Ihr Blick spiegelte Entsetzen und Angst, es schien kein Ende nehmen zu wollen und die Schlinge zog sich fester. Wenn Barley sie als Schuldige wollte, würde er alles daran setzen, diese Schuld auch zu beweisen. Aber warum? Und wer hatte das ganze eingefädelt?
"Er schickt dich...?", fragte sie erschrocken und wurde blass. "Sie... sie wollen dich heraus locken...", wisperte sie und sah Brendan fast panisch an. "Geh nicht mehr hin, Bren, bitte! Nicht... niet terug*..."
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* = nicht zurück
Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.
Verfasst: So 12. Dez 2010, 15:16
von Therapistin
Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 12:48 Uhr
Datum: So., 16.11.
"Schh, hey", murmelte Brendan und sah besorgt zu Leevke, die vollkommen ängstlich und entsetzt neben ihm saß. Er hatte ihr doch keine Angst machen wollen mit dem, was er ihr von diesem Fall berichtete, doch es war ihm wichtig, dass sie wusste, was los war.
"Komm mal her", sagte er leise und zog sie in seine Arme, strich beruhigend über ihren Rücken, spürte ihren viel zu schnellen und panischen Atem. "Ich weiß nicht, was Barley gegen dich hat, aber ich schwöre dir, ich werde alles dafür tun, um deine Unschuld zu beweisen", meinte er leise, aber mit entschlossener Stimme, während er Leevke, ohne es recht zu merken, leicht hin und her wiegte.
"Aber... ich kann nicht versprechen, dass ich nicht wieder zurück gehe, Leevke", erklärte er vorsichtig, hielt sie noch immer fest. "Wenn Barley mich hinschickt, kann ich nicht einfach sagen, ich gehe nicht. Nicht nur, dass ich mich dann sozusagen einem Vorgesetzten widersetze, es wäre auch zu auffällig. Wenn er wirklich etwas damit zu tun hat, was auch immer das sein mag, würden wir ihm auch so in die Hände spielen, meinst du nicht?" Noch immer strich er über ihren Rücken, hielt sie einfach fest und hätte so gerne mehr getan, um sie irgendwie zu beruhigen...