Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

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Cassiopeia
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:50

Leevke stellte den Kakao etwas umständlich auf dem Tisch und ließ sich dann gegen Brendan sinken. Da war sie wieder, die Angst, die sie seit zwei Jahren umklammert hielt. Sie hätte nicht zurück kommen dürfen, dann wäre all das nicht passiert, dann würde Brendan nicht so in Gefahr schweben und Josh und... alle ihre Freunde...
"Ich hab Angst", wisperte sie leise, während sie ihr Gesicht an seiner Seite vergrub, als wollte sie in ihn hinein kriechen und sich vor der ganzen Welt verstecken. "Ich hab so wahnsinnige Angst um dich. Es tut mir so leid, wenn ich nicht da wäre, dann wärt ihr sicherer, dann..." Sie schluchzte leise auf, als die Angst sie wie eine Welle überfiel und sie sich nicht mehr dagegen wehren konnte, weinte plötzlich haltlos und krallte sich mit den Fingern in den Stoff seines Pullovers.
"Vergeef me"*, flüsterte sie immer wieder, die Schuld erdrückte sie und sie konnte nichts dagegen tun, um sie zu lindern.


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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 12:52 Uhr
Datum: So., 16.11.

"Nicht doch", flüsterte Brendan, schloss ein wenig hilflos seine Arme um Leevke, hielt sie fest. Er wusste nicht recht, wie er Leevke trösten, sie beruhigen sollte, konnte ihr für den Augenblick lediglich diese Umarmung schenken, die ihr hoffentlich wenigstens ein bisschen Sicherheit gab.
"Wenn du nicht da wärst, würde mir jemand sehr wichtiges fehlen", sagte er leise und lächelte ein wenig, auch wenn sie es nicht sah. "Dann säßen wir jetzt nicht hier, hätten nicht diesen lustigen DVD-Abend gemacht. Und ich hätte gar nicht die Chance dir zu helfen, weil ich gar nicht weiß, dass du Hilfe brauchst, hm?" Sachte strich er über ihr Haar. Er spürte, dass sie weinte, wollte so gerne mehr für sie tun.
"Irgendwie kriegen wir das schon hin, meinst du nicht?", fragte er, hielt sie weiter fest an sich gedrückt. "Vielleicht ist das alles auch bloß Zufall oder ein Missverständnis und klärt sich bald auf."
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Ernst Ferstl
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
12:55

Leevke glaubte nicht an Zufälle, schon gar nicht in diesem Fall. Aber sie sagte nichts, sondern versuchte sich etwas zu beruhigen. Zitternd und weinend lag sie in Brendans Armen, der sie sanft hin und her wiegte.
Vielleicht wäre es sogar besser, wenn es niemand wüsste, dachte sie und schluckte bitter. Genau deshalb war sie zwei Jahre lang nicht zurück gekehrt... aber sie sagte nichts, kam sich mit einem Mal furchtbar egoistisch vor.
"Halt... halt mich einfach fest, ja? Lass mich nicht los", flüsterte sie leise und kam sich vor wie ein kleines Kind, welches sich an seinen Beschützer klammert. Noch immer angestrengt atmete sie ein und aus, wollte am liebsten nur weg von hier, alles vergessen und irgendwo ein neues Leben anfangen...
Aber dann würde sie ihre Freunde ein zweites Mal zurück lassen und das konnte sie nicht.
"Es... es wird alles gut, oder?", fragte sie leise, wusste, dass die Frage vielleicht kindisch war. Aber sie konnte nicht mehr und wenn all das vorbei würde sie sich vielleicht wirklich eine Auszeit nehmen... irgendwohin, wo viel Sonne war und alle Sorgen weit weg...
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 12:58 Uhr
Datum: So., 16.11.

Auf ihre Worte hielt Brendan Leevke noch fester, beinahe saß sie schon auf seinem Schoß, doch es störte ihn nicht, ebenso wenig, dass sie in seinen Armen weinte, wichtig war nur, dass er für sie da war, sie ein Stück weit beruhigen konnte, wenn er auch nicht genau wusste, wie er dies anstellen sollte.
"Ich werde alles dafür tun", sagte er, wiegte seine beste Freundin noch immer in seinen Armen, als sei sie ein kleines Kind, das getröstet werden musste. "Das werden wir alle, versprochen." Noch immer hielt er sie fest, strich beruhigend über ihren Rücken, ihre Schulter, wiegte sie sachte hin und her, wusste nicht, wie er sie trösten, ihr helfen sollte.
"Aber... ich kann dir nur helfen, wenn du bleibst", flüsterte er. "Also lauf nicht weg, ja?" Vorsichtig legte er seinen Kopf auf Leevkes, die Arme um sie geschlungen, als wollte er sie festhalten, verhindern, dass sie wieder verschwand...
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Ernst Ferstl
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
13:00

Leevke schüttelte den Kopf, wenn auch nur ein wenig. Es war schön, einfach in seinen Armen zu liegen und sie fühlte sich ein Stück weit geborgener, sicherer. Und seine Worte beruhigten ihn immens. Er würde alles für sie tun... und die anderen auch, schon Vivi hatte das gesagt, Freyja ebenfalls... sie war nicht allein. Sie musste nur daran glauben, es... zulassen. Was vielleicht das schwierigste daran war.
"Ich geh nicht wieder weg", sagte sie leise und legte ihre Hand auf seine. "Versprochen. Es ist nur... so schwer, ich hatte... so Angst, dass eben so etwas passiert, dass ihr da mit hinein gezogen werdet, obwohl ihr doch gar nichts damit zu tun habt... das will ich doch nicht... ich glaubte, wenn ich weg bliebe, könnte ich euch irgendwie davor beschützen und jetzt..."
Sie fühlte sich so schuldig, obwohl sie im Grunde nichts dafür konnte, das wusste sie. Aber wenn ihre Freunde in das hinein gezogen wurden, was ihre Eltern einst getan hatten, dann war das etwas, was sie nicht hinnehmen konnte.
"Bren?", fragte sie leise und mochte das Gefühl, wie er seinen Kopf gegen den ihren gelehnt hatte. "Ich möchte helfen... irgendwie... wenn es etwas gibt, was ich tun dann... sag es bitte, ja?" Sie würde nicht zulassen, dass ihr bester Freund das fortfuhr, was sie die letzten zwei Jahre erlebt hatte... und auch, wenn es eigentlich nur um einen dämlichen Fluch ging, so wusste Leevke, dass es um sehr viel mehr ging als nur diese Anzeige.
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 13:02 Uhr
Datum: So., 16.11.

Es war überaus beruhigend zu wissen, dass sie nicht wieder gehen würde. Dass sie bleiben und somit zulassen würde, dass er und die anderen ihr halfen bei dem, was womöglich noch auf sie zu kam. Und er würde wirklich alles dafür tun, dass sie in Sicherheit war und ohne Angst auf die Straße gehen konnte. Nicht ständig befürchten musste, dass jemand sie oder jemanden, der ihr wichtig war, angriff oder in irgendeiner Weise verletzte.
"Dafür sind Freunde doch da, Leevke", meinte er leise lächelnd und drückte sie kurz. "Wir lassen uns nicht im Stich. Wir können doch nicht so tun, als wüssten wir von nichts, wenn wir fast alles wissen. Da nehmen wir auch in Kauf, dass wir hinein gezogen werden. Es wäre doch andersherum genauso, oder?"
Nach ihren weiteren Worten überlegte er. Es gäbe etwas, das sie tun konnte, doch er war nicht sicher, ob es gut war. Denn wenn es tatsächlich so schlimm war, wie er es sich ausmalte, dass wirklich jemand aus Leevkes Vergangenheit – beziehungsweise jemand, der in Verbindung zu ihrem Vater und den Tests stand – war es mehr als gefährlich, wenn er sie beim nächsten Mal mit in die Niederlande nahm, wenn Barley ihn hinschickte. Andererseits war es vielleicht von Vorteil, weil sie wohl am ehesten wusste, wo sie etwas fand, das ihre Unschuld bewies. Wenn es allerdings überhaupt nichts gab, was man ihr wirklich vorwerfen konnte, wenn es wirklich nur ein dummer Zufall war, wäre es auch nicht gefährlich. Irgendwie sagte ihm jedoch sein Gefühl, dass eben dies nicht der Fall war...
"Wenn ich das nächste Mal in die Niederlande soll... würdest du mich begleiten?", fragte er vorsichtig, hob leicht den Kopf und drehte sich ein wenig, sodass er Leevke ansehen konnte.
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Ernst Ferstl
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
13:04

Leevke lächelte, es tat so verdammt gut wissen, dass man Freunde hatte...
Doch als sie seine nächsten Worte hörte, verschwand das Lächeln. Sie sollte mit kommen, zurückkehren in das Land, aus welchem sie schon zwei Mal geflohen war?
Sie schluckte kurz, konnte sie das verantworten? Gegenüber sich selbst, gegenüber Brendan?
Wenn die Alternative jedoch hieß, hier zu bleiben und nichts zu tun...
Entschlossenheit keimte schließlich auf und sie nickte, wenn auch noch immer ein wenig zaghaft. Auch, wenn sie keine Ahnung hatte, wie sie ihm dort helfen sollte...
"Wenn ich dir dort irgendwie helfen kann, komme ich mit", versprach sie und auch, wenn der Gedanke ihr alles andere als leicht fiel, allein die Vorstellung sie geradezu mit Entsetzen und Angst erfüllte, lächelte sie ein wenig, als müsste sie erst probieren, ob sie es noch konnte.
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 13:06 Uhr
Datum: So., 16.11.

Er sah durchaus, wie Leevkes Lächeln aus ihrem Gesicht verschwand und einer Miene des Entsetzens und der Angst wich. Sofort bereute er seinen Vorschlag. Hätte er doch nichts gesagt, er hätte wissen müssen, dass sie Angst haben würde, ja, womöglich regelrechte Panik, wenn sie bloß daran dachte, zurück in die Niederlande, in ihre Heimat zu gehen. Und auch, als sich Entschlossenheit in ihren Augen zeigte, war er nicht sicher, ob es richtig gewesen war, war er gesagt hatte.
"Du musst nicht, wenn du nicht möchtest", sagte er und drückte ihre Hand. "Ich kann verstehen, wenn du nicht zurück willst. Ich hätte nicht fragen sollen, entschuldige." Betreten senkte er den Blick, fand seine Idee mittlerweile selbst viel zu gefährlich, wenn wirklich etwas geschah, wenn jemand Leevke auflauerte und nur darauf wartete, dass sie dorthin zurück kehrte, von wo sie bereits zweimal geflohen war, wenn jemand sie angriff und vielleicht sogar verletzte... nein, das würde er sich niemals verzeihen.
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

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Leevke van der Zon
Wohnzimmer
Sonntag, 16. 11.
13:08

Leevkes Herz klopfte aufgeregt und in ihrem Kopf konnten sich die Gedanken einfach nicht entscheiden. Ja - nein - ja - nein...
"Du musst dich nicht entschuldigen, ich war nur... etwas überrascht", antwortete sie und das Lächeln wurde eine Spur ehrlicher. "Aber... hier kann ich nichts tun. Gar nichts und das macht mich wahnsinnig, wenn ich weiß, dass da draußen - " Sie sprach den Satz nicht zu Ende, sammelte sich kurz.
"Ich möchte mit kommen. Ich kann dir die Plätze zeigen, wo ich mich aufgehalten habe, vielleicht die Leute wieder finden, die mich kannten und über mich aussagen können, die Leiter der Stiftung, die ich für die Opfer eingerichtet habe mit dem Erbe meiner Eltern... würde das helfen?", fragte sie Brendan fast schon hoffnungsvoll, sie hatte keine Ahnung, wie sie ihre Unschuld beweisen konnte...
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Re: Wohnzimmer - Sonntag, 16. 11.

Beitrag von Therapistin »

Brendan Steward
Ort: Wohnzimmer
Zeit: 13:10 Uhr
Datum: So., 16.11.

Brendan sah auf, als er Leevkes so hoffnungsvolle Stimme bemerkte, sah ihr Lächeln und zugleich die Angst und Unsicherheit, die sich dahinter verbarg. Manche Dinge würden sich eben niemals ändern, wie zum Beispiel die Tatsache, das er oft sagen konnte, wie es ihr wirklich ging. Und er war froh, dass sein Gefühl ihm sagte, dass Leevke der Gedanke, zurück in die Niederlande zu gehen, zwar Angst bereitete, sie aber dennoch entschlossen schien, ihre Unschuld zu beweisen. Da war dieser Schritt, ihn beim nächsten Mal zu begleiten, auf jeden Fall ein gutes Zeichen.
"Wir müssten sehen, wen wir auftreiben können, was sie uns dazu sagen können, aber ja, ich denke, es würde wirklich helfen", sagte er und lächelte sie nun ebenfalls an, drückte beruhigend ihre Hand, sah sie aber noch immer etwas besorgt an. "Aber Leevke, wenn dir das zu viel wird oder du nicht willst, verstehe ich das. Ich will nicht, dass du dich gezwungen fühlst, mit mir mitzukommen."
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Ernst Ferstl
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