Nach Süden

Die Geschichte
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silverbullet
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Re: Nach Süden

Beitrag von silverbullet »

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Monra
Dorf Fjallbrann
Sommer 3340
Nachmittag
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Es war totenstill, bis der Fürst den Bewohnern befahl, als freie Menschen aufzustehen. Sie jubelten, weshalb wohl nur Monra, Brean und Oftar das Lob hören konnten, das Monra galt. Sie kommentierte es nicht weiter, sondern verbeugte sich, während sie ein paar Schritte zurück wich, um nicht im Wege zu stehen, wenn jetzt der Rat abgeurteilt werden würde.
Der Jubel verstummte, als die Fürstin das Wort ergriff - Monra hatte zu tun, die Männer unter Kontrolle zu halten, denen es nicht recht war, dass einer Frau die Herrschaft über die Stadt übertragen wurde. Aber was Alakti dann sagte, überzeugte sie weitestgehend und Monra konnte sich etwas entspannen. Auch wenn die Clans ihr Kraft gaben, so zehrte es doch an ihr, die Massen unter Kontrolle zu halten.
Als die Fürstin die Ratsherren anklagte, ließ Monra etwas Druck ab und die Bevölkerung begann, Ragnor und seine Komplizen anzuschreien und zu beschimpfen. Nur mit Mühe gelang es Monra, die Menschen davon abzuhalten, sich auf die drei Männer zu stürzen. Sie sah zu Brean und Oftar und wisperte: "Sie sind zu wütend... unter Umständen brauche ich Unterstützung..."
Eine einzelne Schweißperle rann über ihre Stirn und ihre Augen wurden gänzlich schwarz. Sie hielt den Kopf gesenkt, damit die Menschen von Fjallbrann dies nicht mitbekamen. Noch waren sie nicht gefestigt genug, um ihre Magie zu akzeptieren.
"Every villian is a hero in his own mind." - Tom Hiddleston
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Cassiopeia
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Re: Nach Süden

Beitrag von Cassiopeia »

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Haakan /Brean / Sheon / Oftar
Dorf Fjallbrann
Sommer 3340
Nachmittag
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Auch Haakan bemerkte, wie die Menschen unruhig wurden und den Ratsherren ihre Gerechtigkeit zukommen lassen wollten. Für wenige Sekunden erwog Haakan, ihnen dieses zu ermöglichen, entschied sich dann aber dagegen. Doch sie würden ihre Rache bekommen.
"Der Rat von Fjallbrann ist entmachtet", sprach er deutlich, "sie haben den Menschen, für die sie sorgen sollten, Rechte verwehrt und unerfüllbare Pflichten auferlegt, die so manche Familie zerstörten. Doch keinen Tag länger sollt Ihr unter ihnen leiden." Er sprach bewusst keinen der drei Männer, die noch immer etwas benommen gebeugt standen, direkt an. Das hatten sie nicht verdient.
"Die Mitglieder des Rates werden kraft meiner Übernahme der Stadt zum Tode durch das Feuer verurteilt. Ihnen soll keine Gnade gewährt werden und jeder, der versucht, ihnen Hilfe zukommen zu lassen, wird mit ihnen sterben. Bringt sie vor das Stadttor als die Unfreien, die sie jetzt sind!"
Der Drache würde hier seinen wichtigen Auftritt haben, weshalb er den Kontakt zu Oftar suchte, welcher verstehend nickte und unauffällig verschwand, um ebenjenen aufzusuchen.
Die Wachen, welche vorher dem Rat gedient hatten, gehorchten tatsächlich und legte ihre vorherigen Lehnsherren in Ketten - besser gesagt, in feste Taue, die ihre Handgelenke hinter ihrem Rücken fesselten und denselben Zweck erfüllten.
"Wir - wir haben einen Handel! Einen Vertrag! Ihr könnt uns nicht - ", versuchte Ratsherr Rhagnor aufzubegehren, doch es war zwecklos. Das Urteil war gesprochen und die Menschen um sie herum würden die ersten Vollstrecker sein.
Die Menge teilte sich um den Weg zum Stadttor zu ebnen, den Haakan und sein Gefolge eben erst gekommen waren. Haakan selbst jedoch gab Alakti einen Schlüssel.
"Es ist keine Burg, doch es kommt mit goldenen Schlüsseln. Geben wir Oftar etwas Zeit und sehen es uns an, was meint Ihr? Monra sieht aus, als brauche sie eine Pause."

Sheon war sich unsicher, was nun von ihm erwartet wurde, so nahm er mit Brean zusammen die Plätze der Wachen vor dem Haus ein, als die vorherigen Wachen die Ratsherren vor die Stadt brachten. Dies erschien ihm angemessen, ebenso wie abermals zu knien, als der Fürst eine erste Begehung des Rat-Hauses vorschlug mit seiner Gemahlin. Die Menschen Fjallbranns sollten sehen, was Ergebenheit und Loyalität bedeuteten. Ihre Kämpfe gegen den Rat waren vorüber.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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