Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
00:33

Leevke schüttelten den Kopf. "Es... es geht schon", sagte sie hastig und versuchte aufzustehen, schaffte es nur mit Hilfe der Sofalehne, an der sie sich fest hielt, schloss kurz die Augen.
"Ich... ich mag es nicht, wenn man... Zauber an mir anwendet", sagte sie leise und blickte etwas beschämt zu Boden. Aber Vivi lächelte noch immer, was für Leevke vollkommen unverständlich war und ließ sie nicht los, stützte sie.
Vorsichtig setzte sie einen Schritt vor den anderen, Vivis Arm stützte sie noch immer, auf den sie sich nach einigen Schritten auch etwas stützte. Sie wagte ein vorsichtiges Lächeln, drehte sich am Türrahmen noch einmal um, blickte auf die Szenerie, die sich gerade abgespielt hatte. Es war geschafft, der erste Schritt, die Tränke waren fort.
Sie atmete noch einmal tief durch und drehte sich dann um, ganz langsam ging sie vorwärts, Vivi immer an ihrer Seite. Würde sie es wirklich schaffen, die Treppen zu gehen? Aber es gab ja das Geländer... ihre eine Hand klammerte sich um den Handlauf, die andere in Vivis Schulter. Ganz langsam ging sie Stufe um Stufe, machte immer wieder eine Pause, die Vivi ihr zugestand, sie nicht drängte.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
00:35 Uhr

Während Leevke sich am Treppengeländer festklammerte, schwang Vivi kurz ihren Zauberstab und verschloss ihr Labor wieder. Es war jetzt noch wichtiger als jemals zu vor, wo sie jemanden im Haus hatte, der nach Tränken süchtig war.
Langsam kamen sie vorwärts, machten immer wieder eine Pause, in der Leevke sich erholen konnte, musste. Aber schließlich hatten sie es geschafft, sie waren im ersten Stock angekommen. Aber sie gingen nicht in das kleine Zimmer, was neben Vivis und Kjells Schlafzimmer war, sondern in ein anderes, größeres, in welchem sich ein Doppelbett befand. Das Zimmer war allgemein größer, aber gerade in dieser Nacht würden sie ein größeres Bett benötigen, wenn Vivi bei Leevke bleiben wollte und morgen früh nicht vollkommen steif sein wollte. „Gleich hast du es geschafft, dann kannst du dich ausruhen“, sagte sie und half ihr noch die letzten Schritte zum Bett. Endlich hatten sie es geschafft und Leevke ließ sich darauf nieder. „Ist es in Ordnung, wenn ich dich untersuche? Ich müsste dafür ein paar Zauber auf dich sprechen“, fragte Vivi, die sich an das erinnerte, was Leevke im Labor gesagt hatte, wieder ein Puzzelstück, dessen Platz sie noch nicht kannte, aber hoffte ihn noch zu finden.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
00:51 Uhr

Leevke sank kraftlos auf das Bett, verstand erst nach einigen Sekunden, was Vivi von ihr wollte.
Ihr Blick blieb auf dem Zauberstab hängen, unsicher kaute sie auf ihrer Unterlippe. Vertraute sie Vivi so sehr, dass sie das zulassen konnte?
Sie ist Heilerin und sie hat dir schon so viel geholfen!, sagte eine leise Stimme in ihr, sie seufzte leise, hörte zu ihrer eigenen Überraschung dann aber auf zu zittern, zumindest wurde es weniger.
"O... okay", sagte sie leise, "Aber... ich will wissen, was du machst." Bittend sah sie Vivi an, knetete wieder ihreHände, sie war so unendlich müde und wollte nur noch schlafen.. wieso nur hatte sie den Trank weg gekippt, sie brauchte doch nur einen Schluck, einein winzigen Schluck...
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
00:53 Uhr

Vivi nickte lächelnd. "Natürlich, ich werde nichts tun, was du nicht möchtest", sagte sie und setzte sich auf die Bettkante neben Leevke. Schnell beschwor sie sich etwas zu Schreiben herauf und legte dies auf den Nachtschrank.
"Würdest du bitte deinen Pullover ausziehen?", fragte sie freundlich. Leevke sah sie einen Moment ängstlich an, sodass Vivi sie noch einmal aufmunternd anlächelte.
"Du musst es nicht tun, wenn du es nicht möchtest, es macht mir nur leichter, dich zu untersuchen." Vivi sah, wie Leevke noch einmal schuckte und dann mit zitternden Händen versuchte, ihren Pullover auszuziehen. Vivi lächelte sie dankbar an und fing dann an zu erklären.
"Als erstes werde ich mir deine inneren Organe, wie Herz, Leber, Lunge, Nieren ansehen. Dazu werde ich einen Zauber auf dich sprechen, der mir einen Blick auf dein Innerstes ermöglicht." Vivi sah die Angst in Leevkes Augen, legte ihren Zauberstab neben sich aufs Bett und griff nach einer von Leevkes Händen.
"Bleib ganz ruhig, Leev, ich tue nichts, was du nicht möchtest und ich verspreche dir auch, dass es nicht weh tun wird. Aber ich muss doch wissen, ob und wenn ja, was für Schädn die Tränke angerichtet haben um dies dann behandeln zu können."
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
00:56 Uhr

Leevke atmete noch einmal tief durch, erwiderte kurz Vivis Blick und ließ sich dann auf deren Bitte in Rückenlage sinken, schloss erneut die Augen. So sah sie noch dünner aus, die Aorta pochte, als wollte sie zeigen, dass sie auch ohne Tränke Blut transportieren konnte, an ihrer Bauchdecke, die unterhalb der hervorstehenden Rippenbögen einsank.
Unwillkürlich wollte Leevke ihren Bauch bedecken, ließ die Hände dann aber langsam sinken, ihr war alles andere als wohl. Aber sie saß nicht irgendeiner anonymen Heilerin gegenüber, sondern Vivi, ihrer Freundin, die so viel für sie tat... immer wieder rief sie sich dies in Erinnerung, ehe sie die Augen wieder öffnete.
"Gut ich... ich bin bereit", sagte sie, zwar nur ein Flüstern und eine Hand griff nach der unter ihr liegenden Decke, aber sie würde es zulassen, sah Vivi dennoch bittend an und hoffte, dass wirklich nichts Schlimmes passierte.
Diese sah sie noch einmal versichernd an, nahm ihren Zauberstab, langsam, damit Leevke jede ihrer Bewegungen verfolgen konnte.
"Nicht erschrecken, es wird gleich.. sozusagen eine Innenansicht von deinem Körper zu sehen sein, wenn du nicht hinsehen willst, schließe einfach die Augen."
Leevke überlegte fieberhaft und tat es dann doch, das musste sie nicht ansehen, sie schämte sich schon genug für ihren Körper, da musste sie ihn nicht auch noch von Innen sehen.
Schließlich nickte sie wieder und Vivi begann, murmelte einen Spruch und Leevke spürte ein leises Kribbeln, nicht mehr, hatte einen Arm über die Augen gelegt, um nicht in Versuchung zu kommen, doch zu blinzeln.
"Was... was siehst du?", fragte sie ängstlich, wenn die Tränke doch zu giftig gewesen waren...?
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
00:59 Uhr

Vivi sah sich alles genau an. „Hmm“, machte sie nur auf Leevkes Frage, konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich etwas sagen. „Lass mir noch einen Moment, dann sage ich dir, ob und wenn ja, was ich gefunden habe“, sagte sie und man merkte, dass sie hochkonzentriert war.
Sie nahm sich das heraufbeschworene Schreibzeug und ließ die Feder schnell über das Pergament wandern, machte sich Notizen von den Dingen die sie sah. Schnell war das Pergament voll und noch einmal sah Vivi sich alles genau an und hob dann schließlich nach fast 10 Minuten den Zauber auf. „Gut, ich hab gesehen was ich wollte, du kannst die Augen wieder aufmachen“, sagte Vivi und lächelte. Sie hatte gedacht, dass es schlimmer wäre, aber das war jetzt für den Moment unwichtig, wichtig war nur, dass Leevke es wirklich schlafen konnte. Schnell sprach sie noch einen Stillezauber auf den Raum und auch einen Überwachungszauber der sie wecken würde, sollte die Tür zu diesem Zimmer geöffnet werden, erst dann legte sie den Zauberstab weg, wollte nicht, dass Leevke sich davon bedroht fühlte. "Leevke, wie lange nimmst du schon Tränke und sei es auch anfangs vielleicht nur gelegentlich, aber ich muss das wissen, wenn ich dir richtig helfen soll."
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Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
01:08 Uhr

Leevke angelte nach dem Pullover, den sie ausgezogen hatte und zog ihn sich wieder über, zog sich dann die Decke bis zum Kinn, während sie überlegte. Sie war Vivi dankbar, dass diese den Zauberstab weg gelegt hatte, beobachtete jede ihrer Bewegungen. Sie wollte wirklich hier schlafen? Leevke hatte nicht wirklich etwas dagegen, aber andererseits... ungewohnt war es schon.
"Ich weiß nicht", begann sie leise, unsicher. Nathan war im letzten Winter gestorben, kurz nach Sylvester auf vereisten Straßen. Sie waren ein halbes Jahr zusammen gewesen und bereits davor hatte sie Tränke genommen.
"Ein... eher eineinhalb Jahre, vielleicht zwei. Anfangs nur mal einen Trank, um runter zu kommen, dann einen, um wach zu werden und zum Schluss der nächtliche Schlaftrank...", erklärte sie und schämte sich noch mehr, verkroch sich regelrecht in die Kissen und Decken, als könne sie der Wahrheit dadurch entgehen. Aber sie weinte nicht, wenn auch ihre Hände sich in die Kissen klammerten.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
01:11 Uhr

Vivi nickte nachdenklich. So etwas in der Art hatte sie auch gedacht, als sie Leevkes Inneres gesehen hatte. Kurz überlegte sie, wie sie es am besten sagen konnte, was sie gefunden hatte. Wollte Leevkes es überhaupt wissen?
Kurz sah sie zu ihr, wie sie verkrampft im Bett lag, nicht zu wissen schien, was sie tun sollte. Sie wirkte so verloren und verängstigt wie ein angeschossenes Reh und in Vivi regte sich wieder einmal ihr Helferkomplex, ihr Beschützerinstinkt. Sie würde es schaffen Leevke die Kraft zu geben, endgültig mit den Tränken aufzuhören.
„Möchtest du wissen, was ich gefunden habe?“, wollte Vivi leise wissen und setzte sich etwas bequemer auf die Bettkante.
Diese nickte, auch wenn man in ihren Augen deutlich die Angst vor dem sah, was nun kommen würde.
„Deinem Herzen geht es erstaunlich gut. Es ist zwar etwas vergrößert, aber das wird wieder, wenn du keine Tränke mehr nimmst. Auch deinem Magen geht es für den langen Zeitraum noch erstaunlich gut, auch wenn ich dir morgen einen Trank brauen werde, der die leichten Schäden beheben kann, wenn du ihn die nächsten Tage nimmst. Deine linke Niere ist vollkommen in Ordnung, die rechte arbeitet nicht mehr wirklich, aber das ist nicht so schlimm da ein Mensch nur eine braucht, aber ich schaue, was ich für die rechte Niere tun kann. Am schlimmsten sieht die Leber aus, aber das war zu erwarten gewesen, da diese allein für den Abbau der Tränke zuständig war und auf Dauer ist jede Leber damit überfordert. Auch dafür kann ich einen Trank brauen, allerdings wird sie nie wieder vollständig arbeiten, du wirst immer leichte Probleme mit ihr haben, solltest möglichst wenig Alkohol trinken und auch Tränke sind Tabu. Wenn du Glück hast, ändert sich das vielleicht in ein paar Jahren. Ich weiß, dass sie im Medical Center von Boston an Tränken arbeiten, die solche Schäden an inneren Organen heilen sollen. Aber ob sie es je schaffen einen Trank oder Zauber zu finden, weiß ich nicht, darauf verlassen würde ich mich nicht“, sagte sie und griff nach Leevkes Hand, drückte sie beruhigend, als sie sah, dass der jungen Frau immer mehr das wenige an Farbe was sie hatte, aus dem Gesicht wich und sie stärker anfing zu zittern. „Aber es ist nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Es hätte noch weitaus schlimmer kommen können. Du wirst mit den Einschränkungen sehr gut leben können, wenn du dich an gewisse Dinge hältst“, sagte Vivi und lächelte leicht, auch wenn es ihr schwer fiel, da ihr Leevke unendlich leid tat aber sie hoffte, dass der Holländerin nicht auffiel, dass es für sie gerade nicht so leicht war zu lächeln wie es sonst der Fall war.
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Leevke van der Zon
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
01:15 Uhr

Leevke konnte nicht anders als zu zittern, das konnte doch alles nicht wahr sein! Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, starrte nur blass auf einen Punkt, den sie gar nicht sah. Was hatte sie nur getan?
Wieder krampfte sich alles zusammen, schmerzhafter jetzt. Ihr letzter Trank war am Mittag vor dem Schlafengehen gewesen. Und die restlichen Tränke waren im Ausguss, unerreichbar.
Sie rollte sich zusammen, atmete angestrengt, warum konnte es nicht einfach aufhören?
Aber sie ahnte, dass es nur noch schlimmer werden würde, dass ihr Körper sie nun dafür bestrafte, was sie ihm ungefragt angetan hatte und nun so brutal wieder entzog.
Ohja, sie hatte von Entzugserscheinungen gehört, sich darüber lustig gemacht, so schlimm würde es ja wohl nicht sein...
Doch, es würde. Und es würde noch sehr viel schimmer sein, das wusste sie.
Am liebsten hätte sie Vivi hinaus geschickt, sie wollte ihr das nicht antun, aber dies blieb einfach neben ihr sitzen, als sei es selbstverständlich.
Schließlich atmete sie tief ein und wieder aus, es wurde besser, für einen Moment. Und ohne, dass Leevke noch ein Wort sagen konnte, sich nicht einmal bei Vivi bedanken, war sie eingeschlafen, lag erschöpft und blass in den Kissen.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
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Montag, 30.08.2010
01:17 Uhr

Schweigend sah Vivi Leevke an, sah, was sie für Schmerzen hatte und hatte das Gefühl diese fast selbst zu spüren. Sie konnte nicht viel für sie tun, nur für sie da sein, sie halten, wenn diese es brauchte, ihr zur Seite stehen.
Schließlich wurde Leevkes Atem ruhiger, gleichmäßiger und sie schien zu schlafen. Vivi lächelte leicht, das war sicherlich das Beste für die Holländerin. Schnell nahm sie ihren Zauberstab. Sie hatte eben nur das wichtigste untersucht und sie wollte die Zeit nutzen um Leevke genauer durchzuchecken, auch wenn es nicht ganz fair ihr gegenüber war. Sie schwang ihren Zauberstab und ließ sich die Puls und Blutdruck anzeigen. Auch die Gehirnfunktion untersuchte sie.
Morgen würde sie Leevke noch Blutabnehmen und diese ins Krankenhaus schicken, damit die dort ein großes Blutbild machen konnten. Aber das was sie jetzt herausfand war weniger gut. Man konnte deutlich sehen, dass die Hirnfunktion eingeschränkt war und ob man das reparieren konnte, war fraglich. Sie seufzte kurz. Hoffentlich konnte Leevke wieder ganz gesund werden, ohne dass sie irgendwelche großen Einschränkungen hatte.
Leevke schien etwas unruhig zu werden und etwas widerwillig legte Vivi einen leichten Schlaf und Beruhigungszauber auf sie, hoffte, dass es half. Es war zwar nicht die optimale Lösung, aber vielleicht würde es Leevke über die Nacht helfen.
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