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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 21:57
von Siria
Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
So lange das Laufen auch war, mit Inga an der Seite, war jeder Schritt eine Erfüllung. Doch auch Lýsir war froh, als die ersten Lichter in der Ferne auftauchten. Sie brauchten dringend etwas zu essen und ein ordentliches Nachtlager. Er hoffte, dass sie dort etwas finden würden. Vielleicht bekamen sie auch auskunft über weitere überlebende. Immerwieder hatten sie Trümmerteile der Schiffe sehen können, auch Leichen hatten sie am Ufer gesehen. Thor war noch nicht unter ihnen gewesen und Lýsir hoffte, er lebte noch.
Was mit dem Schiff, auf dem Thyra sich nun befand, geschehen war, erschließ sich ihnen nicht.
Die Lichter rückten näher und endlich waren sie am Dorfeingang.
"Wollen wir erstmal sehen, ob es einen Hafen gibt, um etwas zu erfahren oder wollen wir uns nach einem Gasthaus umsehen?" fragte er Inga, dessen Hand er vorsichtig drückte.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:03
von Tjeika
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Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
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"Ich denke, wir beide sind reichlich erschöpft und vielleicht sammeln sich bis zum Morgengrauen auch etwas mehr Informationen an, dann müssen wir nicht zweimal nachfragen", schlug Inga eher unterschwellig vor, während sie Lýsirs Blick lächelnd erwiderte.
Immerhin würden sie am Morgen eh noch einmal nachfragen gehen und heute Abend würden sie auch nichts mehr ausrichten können. Dazu waren sie beide viel zu erschöpft. Inga hoffte nur, dass sie beide ein ordentliches Nachtlager finden würden. Und sie verständigen konnten, immerhin waren sie hier in fremden Landen. Und sie war so froh, dass sie etwas Geld gefunden hatten...
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:07
von Siria
Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
Lýsir stimmte Inga zu. Endlich ein wenig schlaf zufinden war mit Sicherheit nicht verkehrt.
So gingen sie durch den Ort. Eines der Häuser schien besonders belebt zu sein und als Lýsir durch das Fenster blickte wurde deutlich, dass dies die Dorfschenke sein mußte.
"Wir sollten hier nachfragen", schlug Lýsir vor.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:13
von Tjeika
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Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
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Inga nickte und ließ Lýsir den Vortritt, ohne von seiner Hand zu lassen. Sie waren hier in fremden Landen unterwegs. Alleine schon der Gedanke, hier in der Ferne von ihm getrennt zu werden, jagte Inga einen grausigen Schauer über den Rücken. Die Schenke, in die sie nun traten, war belebt. Inga schloss die Türe hinter sich. Keiner schien sich sonderlich für sie beide zu interessieren und so steuerten sie direkt den Tresen an. Inga beschloss, dass es wohl besser war, Lýsir das Sprechen zu überlassen.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:19
von Siria
Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
Vertraute Klänge traten an sein Ohr. Auch wenn er nur brocken verstand, so war es nicht unbekannt. Auf seiner drei jährigen Suche hatte er die Sprachen ein wenig kennen gelernt, sonst wäre er nicht sehr weit gekommen.
Den Mann hinter dem Tresen begrüßte er in dessen Sprache. Er schien etwas verwundert und blickte Lýsir prüfend an. Mit Gesten und brocken der fremden Sprache versuchte er ihm klar zu machen, was sie brauchten.
Lýsir war erleichtert, dass er offensichtlich verstand.
Er winkte ihnen, ihm zu folgen. Sie stiegen eine schmale Treppe hinauf. Es roch muffig und nur der Schein einer einzigen Kerze erhellte ein wenig die Stufen.
Lýsir ließ Inga nicht los. Dann öffnete der Wirt eine Tür und sie traten hinein.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:25
von Tjeika
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Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
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Pure Erleichterung machte sich in Inga breit, als sie bemerkte, dass Lýsir ein Zimmer für sie beide für die Nacht hatte besorgen können. Dem Wirt, der sich nun wieder daran machte, die Stufen wieder nach unten zu gehen, hatte sie noch einmal dankbar zugenickt und dann wandte sie ihren Blick Lýsir zu.
"Danke", sagte sie leise und schenkte ihm einen Kuss, ehe sie in das kleine Zimmer blickte, welches ihnen für die Nacht gereichen sollte.
Und das würde es auch. Immerhin, sie hatte eine halbe Ewigkeit in der Enge einer Schiffskajüte gelebt. Da würde sie dieses alte, kleine Zimmer mit seinen morschen Möbeln sicherlich auch überstehen. Leise lächelnd trat sie ein, steuerte direkt das Bett an, so müde und erschöpft war sie.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:34
von Siria
Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
Diese Rumpelkammer konnte Lýsir kaum als Zimmer bezeichnen, aber sie waren müde und brauchten den Schlaf. Doch Inga schien es nicht zu stören und dies beruhigte Lýsir. Er folgte ihr zum Bett und beeugte es zweifelnd. Es war nicht sehr groß und sicher sah es auch nicht aus. Vielleicht sollte er besser auf dem Boden schlafen, damit sich Inga ordentlich ausruhen konnte. Nun trat auch seine Müdigkeit in den Vordergrund und er gähnte ausgiebig. Die Kerze ließ Schatten auf Ingas Gesicht tanzen. Ihr hübsches Gesicht, sah so erschöpft aus. Er kniete sich vor sie, als sie sich auf das Bett gesetzt hatte.
"Darf ich dir helfen?" fragte er lächelnd und legte seine Hand auf ihre.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:38
von Tjeika
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Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
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Ein Lächeln zierte Ingas Lippen, als sie in Lýsirs Augen zu versinken drohte. Sie legte ihren Kopf ein wenig schief und betrachtete ihn lächelnd, schweigend. Einige Sekunden nur, doch es waren wundervolle Sekunden. Sekunden, in denen sie all das Schreckliche vergessen konnte, was geschehen war.
"Es wäre mir eine Ehre", sprach sie und drückte kurz seine Hand, ließ seine Finger nicht los.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:45
von Siria
Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
Lýsir lächelte sie an. "Das geht nur, wenn du mich losläßt," sprach er zu ihr, während er sich in ihren Augen verlor. Langsam zog er ihr Oberteil aus, nahm ihren Duft wieder intensiver wahr. Er ließ seine Finger über ihre Haut tanzen, sie war so verführerisch weich. Der Raum war kühl, daher beschloss Lýsir, Inga etwas schneller aus ihren Sachen zu befreien. Das Verlangen, sich einfach neben sie zu legen, sie in seinen Armen halten zu können, neben ihr zu schlafen, war ins unermessliche gewachsen. Er beugte sich zu ihren Lippen, um ihr einen sanften Kuß zu geben. Dieser Kuß erfüllte ihn mit Wärme und mit Zuversicht. "Hast du etwas dagegen, wenn ich mich zu dir lege, auch wenn das Bett ein wenig schmal ist?" fragte er sie, während seine Lippen kurz vor ihren verharrten.
Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer
Verfasst: Fr 28. Mai 2010, 22:49
von Tjeika
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Am Ufer des Dnjepr
08. März 768, Früher Abend
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"Wie könnte ich dagegen etwas einzuwenden haben?", seufzte Inga an Lýsirs Lippen und legte die Ihren dann schließlich darauf.
Sanft war der Kuss und Inga seufzte in jenen, als sie schließlich ihre Hände an Lýsirs Wangen legte, die sanft darüber strichen, doch letztlich nicht lange dort verweilten. Zärtlich fuhren sie zu seinem Hals, dann zu seinem Nacken, hielte ihn dicht bei sich und dann beschloss Inga gleiches Recht für alle und begann nun ihrerseits damit, Lýsir aus seinen Kleidern zu befreien. Ohne den Kuss zu unterbrechen tat sie Selbiges wahrscheinlich ein wenig zu hektisch, zu schnell. Dabei konnte sie es doch nur kaum erwarten, endlich seine Haut unter ihren Fingern zu spüren. Bittersüße Sehnsucht hatte Inga gepackt.