Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Cassiopeia
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Kajiko
Ort: Khamla
9.3.FM / 256. Herbstregen
Vormittag

Kajiko seufzte, schloss kurz die Augen und konzentrierte sich erneut. Das Blatt, welches Anima schweben ließ, wackelte beständig und so war es schwer, es gezielt in Brand zu stecken. Er streckte seine Hände aus, um sich besser zu fokussieren, blendete alles außer das Blatt aus - dann tänzelte eine kleine Rauchsäule in der Luft und kurz darauf zerfiel das Blatt in seine Einzelteile.
"Geschafft!", freute er sich und wollte vor Freude in die Luft springen, als er plötzlich erstarrte.
Ihre Mutter stand mit schreckensweißem Gesicht einige Meter entfernt, Kajiko erinnerte sich dumpf daran, dass es Mittagszeit war.
Statt einem Freundensprung trat er nun nebem Anima und nahm ihre Hand, wie er es immer tat, wenn er sie beschützen wollte, stellte sich leicht vor sie.
"Was habt ihr nur getan?", flüsterte ihre Mutter, doch Kajiko verstand jedes Wort und wusste absolut nicht, was er sagen sollte...
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vojka
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von vojka »

Anima
Ort: Khamla
9.3.FM / 256. Herbstregen
Vormittag

Anima wollte Kajiko um den Hals fallen, aber als sie seine versteinerte, erschreckte Miene sah, drehte sie sich um und erstarrte. Da stand ihre Mutter und deutlich sah Anima in die Angst in deren Augen. Als Kajiko sich leicht vor sie stellte, trat sie entschlossen wieder neben ihn und sah ihrer Mutter in die Augen.
"Wir... sind Magier", sagte sie leise, aber doch hörbar. Es tat ihr weh ihre Mutter so zu sehen, wie sie dort stand uns sichtlich Angst vor ihnen, ihren eigenen Kindern hatte. Und dann drehte sie sich um und lief einfach davon, den Hügel wieder hinunter und Anima merkte wie sich langsam Tränen in ihren Augen sammelten.
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Cassiopeia
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Kajiko
Ort: Khamla
9.3.FM / 256. Herbstregen
Vormittag

Kajiko war kaum fähig, sich zu bewegen, der Ausdruck ihrer Mutter sprach Bände. Sie hatte Angst vor ihnen, vor dem, was sie taten und niemals tun durften. Nicht in den Augen ihrer Eltern...
Er holte tief Luft, das war's gewesen mit ihrer Zeit der Heimlichkeiten, die zugleich Schutz bedeutet hatten.
"Jetzt... wissen sie es", sagte er überflüssiger Weise und bemerkte erst jetzt, dass Anima leise weinte. Erschreckt nahm er sie in den Arm.
"Hab keine Angst, ich bin bei dir", sagte er leise und wusste nicht einmal, ob es irgendeinen Trost spendete. Er wusste, sie sollten ins Haus gehen, doch er würde nicht gehen, ehe Anima dazu bereit war.
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vojka
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von vojka »

Anima
Ort: Khamla
9.3.FM / 256. Herbstregen
Mittag

"Mutter hasst uns, sie wird es Vater sagen und dann verstoßen sie uns, was machen wir denn dann?", wollte sie von Kajiko wissen und sah ihn aus großen, traurigen Augen an. Sie kuschelte sich etwas mehr in die schützende und tröstende Umarmung und doch fand sie nicht den Trotst, den sie brauchte. "Wir sollten nach Hause gehen, wenn wir das noch so noch nennen dürfen", sagte sie und und sah ihn fragend an, wollte seine Meinung hören, was er von der ganzen Sache hielt.
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Cassiopeia
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Kajiko
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9.3.FM / 256. Herbstregen
Mittag

Kajiko nickte, löste sich zögernd von Anima und nahm ihre Hand.
"Dann... haben wir es hinter uns", sagte er leise, vielleicht war es wirklich das Beste, sie wussten sofort, was passierte, drum herum kommen würden sie nicht.
Dennoch waren seine Schritte langsam und je näher sie dem Haus kamen, desto schneller klopfte sein Herz.
Noch einmal sah er Anima an, drückte kurz ihre Hand und öffnete dann die Haustür.
Ihre Eltern standen in der Küche und diskutierten laut mit einander.
"Heang, sie sind Kinder! Unsere Kinder, bitte, schick sie nicht fort!"
"Was, wenn der Junge uns eines Tages das Haus anzündet? Es ist gefährlich, Jaima, begreif das doch! Wir sind Bauern und keine Magier und wenn die Kinder jetzt - "
Er unterbrach sich, als er Kajiko erkannte, sah ihn beinahe wütend an. Kajiko erstarrte und wich einen Schritt zurück.
Sein Vater wollte sie fort schicken?
Er senkte den Blick. "Wenn... wenn Ihr wollt, dass wir gehen, dann... werden wir das tun", sagte er mit erstrickter Stimme und flehte in Gedanken seine Mutter an, etwas dagegen zu sagen, sie hier zu behalten.
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vojka
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von vojka »

Anima
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9.3.FM / 256. Herbstregen
Mittag

Anima ging ebenso wie Kajiko sehr zögerlich auf ihr zu Hause zu, zumindest hoffte sie, dass es dies noch war. Aber als sie die Stimmen ihrer Etern hörten, nachdem die Tür offen war, sank ihre Hoffnung hier beiben zu können rapide. Ihr Vater wollte sie wegschicken und er würde sich sicherlich durchsetzen.
"Dürfen wir noch unsere Sachen holen, bevor wir gehen?", fragte Anima leise und konnte kaum die neuen Tränen aufhalten, die wieder aus ihren Augen kullern wollten.
Eine Antwort wartete sie allerdings gar nicht erst ab, sondern ging mit Kajiko gradewegs zu einer Truhe, in der ihre wenigen Sachen untergebracht waren und verschnürrte alles zu einem kleinen Bündel, welches ihr Burder ihr dann abnahm.
"Auch wenn wir Magier sind, so lieben wir euch doch", sagte Anima mit tränenerstickter Stimme und ging aus dem Haus, sie wollte nicht auf eine Entscheidung ihrer Eltern warten, wollte nicht noch einmal hören, dass sie Angst vor ihenn hatten, dass sie dachte, sie würden ihnen gefährlich werden, lieber ging sie von sich aus. Vor dem Haus blieb sie allerdings einen Moment stehen und wartete darauf, dass auch Kajiko das Haus verließ. Kurz fragte sie sich, warum er noch im Inneren geblieben war, aber vielleicht würde er es ihr ja gleich sagen.
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Kajiko
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Mittag

Kajiko war wütend, wütend und enttäuscht. Er brauste in die Küche, nahm sich etwas zu Essen und stürmte an seinen Eltern wieder vorbei.
"Junge, jetzt warte doch-"
"Ihr habt Vater doch gehört! Worauf soll ich noch warten? Dass er mich anden Haaren aus dem Haus schleift?", gab er gereizt zurück, nahm sein Bündel mit Nahrungsmitteln und verließ ebenfalls das Haus, sah sich kurz suchend um, ehe er Anima fand.
Traurig sah er sie an, traurig aber auch entschlossen.
"Ich weiß, wo wir hingehen", sagte er und nahm ihre Hand. "Komm. Ich habe einige Nahrungsmittel mit genommen..." Weiter wusste er nicht, zu jagen hatte er noch nicht gelernt und viele Früchte gab es hier nicht in den Bergen.
Ohne einen Blick zurück zu werfen zog er seine Schwester hinter sich her in Richtung Höhle, die kannten ihre Eltern nicht, dort konnten sie eine Weile bleiben.
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

Beitrag von vojka »

Anima
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Mittag

Anima ließ sich von Kajiko einfach mitziehen, sie konnte und wollte nicht denken. Sie fühlte sich einfach nur leer und schrecklich.
"Warum tun sie das? Wir haben doch nichts getan? Wir haben sie nicht einmal auch nur annähernd in Gefahr gebracht. wir haben fleißig geübt, damit ihnen nichts passiert und was machen sie? Sie verstoßen uns, wir sind doch ihre Kinder", flüsterte Anima, nachdem sie bei der Höhle angekommen waren und sie sich auf den kalten Steinboden nieder gelassen hatte. Sie fragte sich, wie sie überleben sollten, war es doch noch bitter kalt, besonders nachts. Gut, Kajiko konnte für ein Feuer sorgen, aber sie hatten sonst nichts, keine Betten nicht einmal Decken. "Ich wünschte, ich hätte meine Magie nie entdeckt."
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Kajiko
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"Shh, sag so etwas nicht", sagte Kajiko, als er Animas Worte hörte. "Wir haben es uns nicht ausgesucht, ob wir Magie haben oder nicht und uns dafür zu verurteilen ist nicht Recht", sagte er trotzig, während er im hinteren Teil der Höhle verschwand und zwei zerschlissene Decken hervor holte.
"Hier, die sind von vor drei Jahren, als wir uns im Winter einmal hier versteckt haben, weißt du noch?", fragte er und versuchte, zuversichtlich zu klingen und nicht so verletzt, wie er wirklich war.
Waren sie nun wirklich nicht mehr die Kinder ihrer Eltern? Schutzlos? Aber wenn es sein musste, würde er Anima wie ein Mann beschützen, das schwor er sich.
Dann setzte er sich direkt vor seine Schwester, sah sie eindringlich an.
"Anima, sie verstehen es nicht, weil sie keine Magie haben. Was... was wir haben, ist... etwas Besonderes! Das dürfen sie uns nicht kaputt machen!", sagte er, er wollte nicht, dass sie sich für etwas die Schuld gab, wofür sie nichts konnte, um nichts auf der Welt.
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Re: Zwillingskindheit - Anima und Kajiko (Shambala-Ableger)

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Anima sah wie Kajiko mit den Decken zurück kam und als er sagte, von wann sie hier noch lagen musste sie tatsächlich schunzeln. Ja, sie erinnerte sich noch zu gut daran, damals war es schon knapp gewesen, beinahe hätten ihre Eltern schon damals entdeckt, das ihre Kinder Magier waren, weshalb sie in ihre Höhle geflohen waren. Hätte ihre Mutter und ihr Vater sie auch schon damals hinausgeworfen? Fortgejagt wie einen gewöhnlichen Dieb? Oder hätten sie sie damals bei sich behalten, da sie damals noch hilfloser waren, als sie es nun waren? Sie wusste es nicht und würde es wohl auch nie erfahren.
"Aber was nützt uns die Magie, wenn unsere Eltern uns verstoßen?", wollte sie leise wissen und sah Kajiko aus ihren großen dunklen Augen fragend an.
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