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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 2. Mai 2010, 18:37
von Siria
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag

Der Kapitän des anderen Schiffes blickte irritiert und gab Inga auch nicht die Hand. Wahrscheinlich hielt er sie für irgendeine Frau.
"Thyra" stellte sich Thyra ebenfalls vor, was dem Kapitän erneut irritiert blicken ließ.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 2. Mai 2010, 22:40
von Tjeika
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Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag
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"Meine rechte und meine linke Hand", sagte Thor, als wäre es die reinste Selbstverständlichkeit.
Doch der andere Kapitän blickte nur weiter irritiert zwischen Thyra und Inga hin und her.
"Meine beiden ersten Offiziere", erklärte Thor weiter, nachdrücklicher nun.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 20:59
von Siria
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag

"Oh." sprach der Kapitän, doch sein Blick blieb finster. Er musterte die beiden Frauen, was Thyra gar nicht passte, aber sie blieb ruhig.
"Dane" brummte er und gab den beiden Frauen schließlich die Hand. Aber sein Gesicht wurde nur ein hauch freundlicher.
Und dann ging alles ganz schnell. Plötzlich wurde Thyra ergriffen. Sie konnte sich nicht wehren. Schreie und Gebrüll war zu hören. Sie konnte nichts sehen, bekam nur mit, wie sie weggezehrrt wurde.
Sie hatte panische Angst.
Sie wurde irgendwo eingesperrt, alles war dunkel, sie war allein. Sie konnte nicht schreien, nicht weinen. Sie wußte, dass es ihr Ende bedeuten könnte.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:06
von Tjeika
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Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag
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Die Männer der Holmgard, wie auch Inga selbst, hatten versucht, Thyra zu erretten. Sie waren hinterher gerannt. Doch die Männer, vornehmlich Dane, der ihre gute Freundin ergriffen hatte, hatten sie mit einem Messer am Hals bedroht und gesagt, wer ihnen zu nahe käme, wäre Schuld am Tod der jungen Frau. Inga hatte geschluckt, doch kaum waren die Entführer auf dem fremden Schiff, auf das sie Thyra entführt hatten, waren sie alle hinterhergestürmt. Doch viel zu schnell wurden die Leinen gelöst, die die beiden Schiffe beisammen hielten und das Schiff aus Miklagard nahm Fahrt auf. Es würde schwer werden, sie jemals wieder einzuholen. Doch sie würden alles daran setzen. Schnell waren die Segel wieder gehisst und man nahm die Verfolgung auf. Inga stand am Steuer neben Thor und starrte mit hasserfülltem Blick auf das Schiff auf dem Thyra sich nun befand.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:12
von Siria
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag

Lýsir blickte sich besorgt um. Wie konnte das passieren? Er ging zu Thor. Kurz fiel sein Blick zu Inga. Er legte seine Hand auf ihre Schuler. "Wie bekommen sie."
Dann blickte er wieder zu Thor. "Ich dachte, sie sollten uns Informationen geben und nicht unsere Frauen stehlen."

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:15
von Tjeika
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Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag
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Die Schwärze der Wut hatte Inga gepackt. Und jene Emotion sprach auch mehr als deutlich aus ihrem Blick. Als sie dann eine Hand auf ihrer Schulter spürte, drehte sie sich ruckartig um. Einer der Männer war es, der hinter Thor und sie selbst getreten war. Doch seinen Namen kannte Inga nicht mehr. Dazu war ihr Namensgedächtnis einfach viel zu schlecht. Doch dass er es wagte, sie einfach so anzufassen, behagte ihr ganz und gar nicht.
"Wie Ihr schon sagtet, wir bekommen sie wieder", sagte Thor mit erhobener Braue, während Inga einen Schritt beiseite tat, um die Hand auf ihrer Schulter loszuwerden.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:32
von Siria
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag

Týsir hatte nicht bemerkt, dass noch immer seine Hand auf der Schulter von Inga gelegen hatte. "Entschuldige." sprach er schnell. Das andere Schiff hatte sehr schnell einen Abstand zu ihnen bekommen, als er plötzlich einen Geräusch vernahm, was nichts gutes heißen konnte. Er blickte zum Segel. Tatsächlich war dort ein Riss zu sehen, was offensichtlich nicht alleine dort hineingekommen war.
"Verdammt" rief er entsetzt.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:39
von Tjeika
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Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag
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"Bei den Göttern", entfuhr es Inga, als sie Lýsirs Blick gen Segel folgte - und mit einem Mal wusste sie auch wieder seinen Namen, oder glaubte zumindest, ihn zu kennen, denn sicher war sie sich da beileibe nicht.
Schnell rannte sie die wenigen Schritte gen Segel.
"Wir müssen anhalten, Thor", rief sie dann, als sie es genauer betrachtete.
So konnten sie auf gar keinen Fall weiterreisen - und damit würden auch ihre Chancen schwinden, Thyra wieder befreien zu können!
"Die Segel müssen geflickt werden und das schnell!"

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:48
von Siria
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag

"Sie hat Recht" stimmte Lýsir Inga zu. Sie hielten das Schiff an und konnte nur hilflos dabei zusehen, wie das andere Schiff noch schneller davon fuhr.
"Flicken wir es schnell" sprach Lýsir zu Inga.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: So 23. Mai 2010, 21:53
von Tjeika
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Inga
Dnjepr, auf der Holmgard
07. März 768, Vormittag
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Seufzend blickte Inga für einige Sekunden in die Richtung, in der das Schiff aus Miklagard nun immer weiter entschwand - und damit ihre Chancen, Thyra jemals lebend wieder zu sehen. Wer wusste schon, wo sie letztlich landete. Vielleicht sogar als Sklavin bei den Sarazenen. Doch schnell schüttelte Inga ihren Kopf, sie wollte an solch grausige Dinge nun wahrlich nicht denken. So blickte sie zu dem Segel zurück und einer der Männer, sie glaubte es war Njal, aber war sich da in ihrer Hektik nicht sicher, reichte ihr das nötige Werkzeug. Schnell, so schnell, wie sie nur konnte, begann sie damit, das Segel zu flicken. Wohlwissend, dass jede Sekunde, die sie verschwendete, Thyra immer weiter von ihnen weg brachte.
"Kann jemand dort drüben entgegennähen?", fragte sie mit vor Angst um Thyra zitternder Stimme an niemanden speziellen gerichtet.
Sie spürte geradezu, wie die Blicke der beinahe gesamten Mannschaft auf ihren Fingern ruhten, die damit begonnen hatten, das Segel zu flicken.