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Re: Kapitel 3
Verfasst: So 1. Mai 2011, 11:50
von Cassiopeia
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Toyan Kerim
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Windabgewandte Seite, Toyan schüttelte leicht den Kopf. Das brachte sie auch nicht weiter.
"Er mag uns zwar nicht riechen, aber er sieht alles, was Wärme abstrahlt", erklärte er leise und versuchte, sich nicht zu bewegen. Dennoch suchten seine Augen die Umgebung ab.
"Man sagt, ihr Herz ist aus Stein, oder auch aus Eis.... und er ist nicht allein." Angespannt nickte er in eine Richtung rechts von ihnen, wo zwei weitere Rak in Astgabeln saßen. Auch die andere Richtung sah nicht besser aus, als plötzlich einer aus den Schatten einer Felsnische hervor trat. Das Verfluchte an ihnen war, dass man nie einschätzen konnte, wie viele sie waren, wenn sie sich in den Schatten verbargen.
Hier könnte eine ganze Armee versammelt sein und wir würden es nicht sehen, dachte er und sah mit Sorge, wie die Rak den Kreis um sie enger schlossen und nun eindeutig auf sie fixiert waren, regelrecht kampfeswütig aussahen.
Re: Kapitel 3
Verfasst: So 1. Mai 2011, 16:03
von Katastropholy
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Revan
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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„Fast richtig.“ korrigierte Revan seine Gefährten, während seine Gedanken einen fausgroßen Stein neben sich erfassten. „Rak, wenn dies denn welche sind, können nicht mit normalen Waffen besiegt werden. Dazu wird jeder, der von ihnen verletzt wird, selbst zu einem, sagt man. Sie besitzen ein Herz aus Eis, und genau da liegt ihr einziger Schwachpunkt. Verbrennt sie und sie stehen nicht mehr auf, womit wir dann bei unserem kleinen Problem wären.“ sah er Namid an. „Ich gehe davon aus, dass Ihr uns diesen kleinen Gefallen im Moment nicht erweisen könnt, oder?“
Re: Kapitel 3
Verfasst: So 1. Mai 2011, 16:50
von vojka
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Namid
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Namid seufzte. „So nicht, aber wenn Narea noch etwas von ihrem Schattenstern über hat und mir welches gibt, dann müsste es gehen. Ich muss nur diese Kopfschmerzen los werden, der Schwindel vergeht dann hoffentlich mit dem Feuer“, sagte sie und man hörte, dass es ihr nicht wirklich gefiel dieses Kraut zu nehmen, aber wenn das bedeuten sollte, dass sie alle hier leben herauskamen, würde sie es nehmen. „Ich denke einfache Feuerbälle genügen nicht, sprich ich muss sie mit Feuerpfeilen bombardieren, aber das bedeutet auch, dass ihr die Dinger von mir so gut es geht fernhalten müsst, denn sonst klappt das nicht“, sagte sie und beobachtete weiter die Umgebung. „Meinst du ich könnte von Ghorals Rücken aus schießen? Die erhöhte Sicht würde es leichter machen“, sagte sie überlegend zu Revan. Zumindest für den Anfang wäre es gut. Aber egal, was sie tun wollten, sie mussten sich beeilen, bevor sie so eng eingekreist waren, dass es kein Entkommen mehr gab.
Re: Kapitel 3
Verfasst: So 1. Mai 2011, 17:07
von Katastropholy
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Revan
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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„Ghoral ist ganz anderes gewohnt. Solange Ihr keine Anstalten macht ihn in Brand zu setzen, dürfte es keine Probleme geben.“ sprach er, während der Stein sich von der Erde erhob und sich seine Hand um ihn schloss. „Vergesst nicht, Ihr müsst genau in das Herz treffen, sonst hat das Feuer keine Wirkung. Wir werden tun, was wir können um sie von Euch fernzuhalten.“ wandte er sich wieder den Rak zu, welche mit zischenden und zähneknirschenden Lauten den Ring immer enger zogen.
Re: Kapitel 3
Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 11:34
von Ayrina
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Narea
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Ohne den Blick von den Wesen zu nehmen schüttelte Narea den Kopf.
"Nein, es tut mir leid, Namid."
Sie hatte kaum noch Schattenstern, definitiv zu wenig, um Namid genug Kraft für einen kompletten Angriff zu geben. Ihrer Meinung nach lag ihre einzige Chance in der Flucht. Und sie mussten sich schnell entscheiden, denn noch hatte sich der Kreis um sie nicht endgültig geschlossen. Doch ihnen blieb nicht mehr viel Zeit.
Re: Kapitel 3
Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 11:42
von Cassiopeia
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Toyan Kerim
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Namid bat freiwillig um Schattenstern? Der Gedanke gefiel Toyan ganz und gar nicht, doch als Narea ihr keines geben konnte, wusste er nicht, ob er erleichtert oder beunruhigt sein sollte. Denn ohne Namid waren sie ziemlich verloren.
"Ihr sagt, Waffen sind nutzlos?", sagte er leise in Revans Richtung. "Dann helfen uns auch keine Giftpfeile, das wäre Verschwendung." Er blickte sich kurz um.
"Bleibt uns nur zu hoffen, dass die Viecher Höhenangst haben." Und uns nicht auf diese Brücke folgen...
Re: Kapitel 3
Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 22:17
von Tjeika
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Shaya Zarin
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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"Vielleicht könnte ich da auch ein wenig Abhilfe schaffen", sagte Shaya in Richtung Namid, Revan und Toyan.
Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie zwei ihrer Tränke aus dem Rucksack fischte und sie offenbarte.
"Die verursachen eine hübsche, kleine Explosion", zwinkerte sie.
Und dann wandt sie ihre Aufmerksamkeit wieder ihren Feinden zu.
Re: Kapitel 3
Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 23:29
von vojka
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Namid
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Bedauernd sah Namid zu Narea. Nicht, dass sie dieses Teufelszeug gerne genommen hätte, aber es hätte zumindest etwas in diesem Moment geholfen. Als Shaya aus etwas ihrem Rucksack holte, sah sie diese zweifelnd an. „Ich glaube das ist so nah an der Brücke und dem Abgrund eher kontraproduktiv“, meinte sie und schaute zwischen den Tränken und dem an der Kante der Schlucht sehr instabil aussenden Felsen hin und her.
Plötzlich nahm sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahr und ehe sie überhaupt ganz registrierte, dass einer dieser Rak auf Toyan zusprang, hatte sie ihren Bogen schon vom Rücken gezogen, einen Pfeil eingelegt und dessen Spitze in Brand gesetzt.
Re: Kapitel 3
Verfasst: Di 3. Mai 2011, 18:51
von Katastropholy
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Revan
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Mitten im Sprung des Raks schlug pfeifend ein Stein an seiner Schläfe ein. Revans Stein, der sich mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit aus seinem ausgestreckten Arm gelöst hatte. Direkt nehmen sich nahm er eine weitere schnelle Bewegung wahr und konnte sich gerade noch wegducken, bevor die Krallen eines weiteren dieser Monstren die Luft über ihm durchpflügten. Mitten in der Bewegung riss er sein Schwert nach oben und führte einem Hieb auf ein Bein seines Kontrahenten aus.
Re: Kapitel 3
Verfasst: Di 3. Mai 2011, 22:14
von Cassiopeia
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Toyan Kerim
28. April 143. Jahr des Lichtes, Mittag
Irgendwo in Thyn
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Toyan hatte kaum schnell genug reagieren können, hatte sein Schwert gerade halb hoch gerissen, als der Rak plötzlich zur Seite gerissen wurde, wie von unsichtbarer Hand. Er fauchte wütend und schmerzerfüllt, blieb mit blutendem Kopf am Boden liegen. Schwarzes Blut sickerte aus der Schläfe, auf welche der Rak seine Kralle drückte und ziemlich hässliche Laute von sich gab, ein ohrenschmerzendes Kreischen.
"Wir müssen hier weg! Zurück!", rief er, während Namids Pfeil auf dem Boden weiter flammte und die Rak ein wenig unsicher darum herum gehen ließ. Doch aus den Schatten schienen sich immer mehr zu lösen. Das würden sie unmöglich schaffen.
Seine Augen wurden groß, als er sah, wie eines der Biester sich seitlich anschlich und dann auf Narea und Shaya zuhielt.
"Namid!", rief er und hoffte, sie war schnell genug für einen weiteren Feuerpfeil.