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Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:05
von Tjeika
Huhu,
schön, dass ich hier so regelmäßig mit Nachschub versorgt werde

Auch dieses Kapitel war wieder sehr sehr schön. Auch wenn ich zugeben muss, weder etwas mit Quidditch noch mit Shoppen anfangen zu können.
Sirius' Geste war einfach nur fein. Witzig, dass James da ein wenig übermütig war und seine Finanzlage ein wenig ... vergessen hatte.
Aber nun bin ich ja mal gespannt, wer die Gestalt ist, die da nun in den Laden trat. Wobei ich da schon eine Ahnung habe...
*liebguck*

Ria
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:15
von vojka
Ja, schoppen ist auch eigentlich nicht unser *lach* Aber irgendwie hat es trotzdem Spaß gemacht, hmm wer da wohl kommt, naja Du wirst wahrscheinlich wie alle anderen die richtige Vermutung getroffen haben.
Nachschub bekommst du noch regelmäßig bis Chap 87/88, denn so weit sind wir *lach*
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:15
von vojka
Kapitel 23
Kleider machen Leute
Während die Mädchen sich immer wieder in neue Kleider von Madam Malkin zwängten, suchten die Jungs ihr Glück in Twillfitt und Tattings Bekleidungsgeschäft.
„Wie könnt ihr alle nur schwarz tragen? Ihr seid langweilig. Alle werden in dieser Farbe auftauchen. Es lebe das Individuum, es lebe Sirius Black“, sprach's und schnappte sich einen dunkel lila Smoking von dem ihm am nächsten stehenden Kleiderständer und verschwand in einer der Umkleidekabinen.
James runzelte die Stirn. „Pad, du hast auch schon Mal mehr Geschmack bewiesen“, sagte er belustigt und wandte sich wieder seinem Spiegel zu.
Sein Ebenbild trug ein schwarzes Sakko mit passender Hose, dazu eine silberne Weste über einem weißen Hemd, abgerundet mit einer ebenfalls in silber gehaltenen Krawatte.
Kritisch drehte er sich hin und her, war schwarz wirklich so langweilig? Er selbst mochte seine Wahl, es war bequeme Kleidung, schlicht, aber elegant, nichts Auffallendes.
Er zuckte mit den Schultern und murmelte: „Vielleicht hat er ja doch Recht, aber trotzdem behalt ich es im Auge, ich mag dieses Sakko.“
Noch einen Blick auf die Umkleidekabine werfend, in welcher sein Freund verschwunden war, machte er sich am nächsten Kleiderständer zu schaffen. Sein Blick fiel auf Peter, der etwas unglücklich in einer Ecke stand und beinahe schüchtern in den Spiegel vor sich blickte.
„Das kann ich doch nicht tragen“, murmelte er leise und klang ziemlich betrübt. „Ich und Anzüge, das ist einfach nur lächerlich… ich sollte gar nicht erst auf diesen Ball gehen, das wird das reinste Desaster.“
James hängte das Kleidungsstück, welches er gerade in der Hand hatte, wieder auf die Stange und trat zu ihm herüber. Kritisch musterte er den Dunkelblonden, zupfte an dessen Smoking etwas herum und sagte dann: „Nein, der ist nicht das Richtige, Pete. Diese glänzende Seide ist irgendwie komisch und diese Weste - sorry, wirkt etwas unvorteilhaft. Versuch es ohne Weste und ohne Reversseide, das sieht gleich ganz anders aus.“
Peter sah ihn dankbar an und folgte James' Kopfnicken zu dem Kleiderständer, an welchem dieser eben noch gestanden hatte.
„Man merkt, dass du wohlhabend erzogen worden bist, du kennst dich aus mit so was, oder?“, fragte er leise und schien sich auf einmal brennend für ein schlichtes, weißes Hemd zu interessieren.
„Danke“, sagte James etwas überrascht und lächelte. „Naja, Zuhause haben wir ständig irgendwelche Bälle oder förmliche Anlässe, Anzüge habe ich schon genug gekauft. Und wenn ich anderen bei ihrer Wahl helfen kann, tue ich es gerne.“
Einträchtig widmeten sie sich den Kleidungsstücken, bis sie beinahe gleichzeitig begeistert aufschrieen und jeweils einen Bügel herauszogen.
Während James und Peter zu den Umkleiden gingen, drehten sie sich verwirrt um, als sie Harry plötzlich fluchen hörten.
„Wer bitte hat sich diesen Schwachsinn ausgedacht? Das ist doch zum Hippogreif melken!“
James lachte laut und trat zu seinem Sohn, der versuchte sich eine Fliege zu binden. Hilflos sah Harry ihn an. „Da geh ich doch lieber mit Hagrids Knallrümpfigen Krötern spazieren als mich mit so einem Scheiß hier abzumühen.“
„Mit was bitte?“, prustete Peter und grinste bei Harrys Versuch, die Fliege richtig zickzackförmig zu falten, was diesem absolut nicht gelingen wollte.
„Willst du nicht wissen“, murmelte James und auch Harry schüttelte genervt den Kopf.
„Nein, willst du nicht. Eines von Hagrids gezüchteten Schoßtieren und du kannst dir vorstellen, was er unter Haustieren versteht.“
„Harry leg die Fliege weg, dazu passt keine“, sagte James, wandte sich an einen Ständer, an welchem Krawatten hingen und wählte ein paar aus. Er ging zu seinem Sohn hinüber und hielt eine nach der anderen an das grüne Hemd, welches Harry trug.
„Hier nimm die hier, die passt perfekt dazu.“
Harry griff lächelnd, weil er der Fliege entkommen konnte, nach der Krawatte. Die konnte er wenigsten binden! Als er sie umgebunden hatte, musste er feststellen, dass sein Dad Recht hatte. Sein Hemd hatte die selbe Farbe wie seine Augen und seine Krawatte. Der Anzug mit Sakko und Weste war schwarz, so schien es zumindest, denn als Harry sich vor dem Spiegel leicht zweifelnd drehte, stellten Peter und James, die ihm zu sahen, fest, dass der Anzug einen leichten dunkelgrünen Schimmer hatte.
„Ich verstehe nicht, dass Ginny sagt, dass mir diese Farbe steht. Sie meint immer, dass würde meine Augen betonen“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart.
„Deine Freundin hat Recht, Harry“, sagte Sirius, der gerade aus der Kabine neben dem Spiegel getreten war, vor welchem sein Patensohn sich drehte.
Harry aber schüttelte den Kopf. „Nein, ich werde was anderes probieren.“
James sah seinen besten Freund, welcher Harry vom Spiegel weg geschoben hatte, an. Er öffnete den Mund und schloss ihn kurz darauf wieder. Sirius verrenkte sich beinahe den Hals, als er sich auch von hinten betrachten wollte und zupfte und rupfte an seinem dunkellila Smoking herum.
„Ähm“, machte James nur und sah seinen Freund mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Ich fürchte, bei deiner ganzen Individualität hast du deinen Geschmack leider verloren.“
Selbstgefällig betrachtete Sirius sich scheinbar wohlwollend. „Also ich finde, das steht mir“, verkündete er, drehte sich jedoch im selben Augenblick von James weg in Richtung Remus und machte eine unmissverständlich ich-muss-gleich-kotzen Geste.
Kurz darauf wurden seine Augen jedoch groß, als er den Werwolf ansah und er hielt spontan in der Bewegung inne.
„Wow Rem, das nimmst du“, sagte er baff und hörte sofort auf, an sich herum zu ziehen. Beinahe staunend ging er auf Remus zu, bis ihm peinlicher Weise auffiel, wie er diesen eigentlich ansah. Schnell blinzelte er und blickte kurz zur Seite.
Remus war hingegen ziemlich rot im Gesicht geworden. „Ähm, meinst du, ich soll?“, fragte er leise und wagte einen vorsichtigen Blick in den Spiegel. „Ich weiß nicht recht, ich sehe so… so aus, als ob ich etwas sein wollte, das ich gar nicht bin.“
„Nein Moony, Pad hat Recht“, sagte James und nickte. „Der Anzug ist wie für dich gemacht! Allerdings würde ich vorschlagen, dass du die Weste und das Tuch in einer anderen Farbe nimmst, irgendetwas… Lebendiges, das Silber macht dich so blass.“
Remus guckte daraufhin leicht verlegen und nestelte an gefragten Kleidungsstücken herum. Es war ihm noch immer unangenehm. Noch nie hatte ihm jemand gesagt, er sähe gut aus! Er war der Junge mit den Narben am Körper, der kränklich Blasse mit den ungewöhnlich dunklen Augen, der, der am liebsten unsichtbar sein wollte… und nun stand er hier in einem Maßanzug und seine Freunde sagten, er sähe gut aus.
Was Beccy wohl dazu sagen würde?
Er versuchte, sich ihren Blick vorzustellen, wenn sie ihn so sah… welches Kleid sie wohl tragen würde? Seine Augen begannen zu strahlen, als er an seine Freundin dachte - ja, sie war jetzt wirklich seine Freundin. Unfassbar und wunderschön zugleich.
Langsam nickte er und drehte sich von seinem Spiegelbild weg. „Meint ihr wirklich, ich soll den nehmen?“, fragte er noch einmal unsicher, wildes Nicken seiner Freunde war die Antwort.
Zögerlich stimmte er zu, auch, wenn er sich immer noch seltsam vor kam. Eine lebendige Farbe hatte James gesagt… was bezeichnete dieser als lebendig? Ihm fiel ein blaues Tuch ins Auge… nein, blau wirkte kühl und abweisend. Gelb? Neid und nicht wirklich passend. Rot?
Ja, das war eine schöne Farbe, ein warmes, kräftiges Rot… rot, wie Blut… .
Schnell schob er den Gedanken zur Seite und befühlte vorsichtig das weinrote Tuch auf der Auslage. Der Stoff war ganz ähnlich dem, den er jetzt trug, weich und fließend.
Er schaute sich nach James um, doch dieser war, ebenso wie Peter, Harry und Sirius in einer der Umkleidekabinen verschwunden.
Unerwartet kam jedoch der Besitzer des Ladens auf ihn zu, der die Jungs bisher überraschend in Ruhe gelassen hatte.
„Kann ich Ihnen helfen?“, wollte er freundlich wissen.
Remus blickte verkrampft auf das Stück Stoff in seinen Händen, um den Fremden nicht ansehen zu müssen. „Na ja, ich frage mich… hätten Sie vielleicht eine passende Weste in dieser Farbe, Sir?“, brachte er leise hervor, der Verkäufer lächelte.
„Natürlich, warten Sie einen Moment, welche Größe haben Sie?“
„Vierundneunzig.“
„In Ordnung, ich werde eben im Lager schauen, was ich finden kann, ich bin sofort wieder bei Ihnen“, sagte der nette Herr und verschwand in einem Hinterraum. Leicht ungeduldig, neugierig und aufgeregt blickte Remus ihm hinterher.
Da er nicht alleine an dem Verkaufstisch herum stehen wollte, ging er zurück zu den Kabinen, wo er Harry vor dem Spiegel stehen sah.
„Perfekt“, war sein einziger Kommentar, als er ihn sah. Harrys Ohren färbten sich rot und er grinste.
„Danke, der gefällt mir auch“, meinte der Schwarzhaarige nur und begutachtete sich eingehend. Der Frack war schlicht schwarz gehalten, sowohl das Fracksakko als auch die Hose. Das Hemd war weiß, ebenso die passende Frackweste. Der einzige Minuspunkt war die Fliege, mit der Harry sich nun erneut abmühte.
So merkte er nicht, dass der Vorhang einer weiteren Kabine zur Seite geschoben wurde und sein Vater heraus trat.
„Oh Harry, nicht schon wieder“, lachte er und trat an seinen Sohn heran. „Komm her, ich mach das.“
Erleichtert ging Harry zu James und drückte ihm die Enden in die Hand. Mit flinken Fingern, dass Harry den Bewegungen kaum folgen konnte, hatte James ihm eine perfekte Fliege gebunden.
„Fertig“, grinste er und trat einen Schritt zurück. Dann jedoch erfroren seine Mundwinkel und er wurde etwas blass um die Nase.
„Nee oder, das glaub ich jetzt nicht“, stammelte er und auch Harrys Augen wurde groß.
„Das gibt es nicht“, lachte dieser, nachdem er sich wieder gefangen hatte.
„Scheinbar doch“, sagte James und schüttelte beinahe fassungslos den Kopf.
„Nicht nur denselben Geschmack bei Frauen, sondern, wie es aussieht, auch bei der Kleidung“, meinte Remus lachend. „Der einzige Unterschied sind eure Fliegen, wenn das keine lustigen Verwechslungsspielchen gibt, weiß ich auch nicht.“
Der erschrockene Ausdruck auf James' Gesicht wich einem schelmischen Rumtreibergrinsen, Remus sah auf. Dieses gewisse Glitzern in den Augen kannte er nur zu gut.
„Lustig, oh ja, das wird es“, sagte James begeistert. „Damit lassen sich bestimmt so einige Streiche anstellen.“
Doch bevor er seine Gedanken vertiefen konnte, trat sein bester Freund aus der Kabine und schob ihn mit den Worten zur Seite: „Platz, Prongs.“
James tat beleidigt. „Ich geh aber nicht in die Ecke - außerdem bist du der Hund von uns beiden, also leg dich hin.“
Sirius lachte und trat nun vollends vor den Spiegel. „Hier kommt der Meister des guten Geschmacks“, verkündete er lauthals.
James wollte eigentlich etwas spöttisches erwidern, brachte jedoch nur einen halb erstickten Laut zustande, als er Sirius genauer ansah.
„Wahnsinn“, kam es von Peter, der in diesem Moment zu der kleinen Gruppe stieß. Der Anzug, den Sirius trug, war sehr schlicht, wirkte aber in seiner Einfachheit durch die hellbeige Farbe sehr edel. Weste und Hose waren farblich auf das Jackett abgestimmt, das Hemd und die Krawatte dagegen waren eine Spur heller, beinahe ins Weiß gehend.
„Pete, ich muss dir Recht geben, der bestaussehende Mann in diesem Laden steht betrachtet sich gerade eingehend in diesem Spiegel.“
„Eingebildet bist du gar nicht, oder?“, lachte Harry, musste im Stillen aber zugeben, dass sein Pate wirklich verdammt gut aussah.
„Du weißt doch Harry, Einbildung ist auch eine Bildung“, war Sirius' Kommentar und grinste noch einmal selbstgefällig seinem Spiegelbild zu.
„Hey, genau so etwas meinte ich, Wormtail“ sagte James überrascht und aller Blicke flogen zu Peter, welcher etwas unsicher an der Seite gestanden hatte.
Verlegen wanderte Peters Blick zu Boden, James jedoch zerrte ihn vor den Spiegel.
„Siehst du, ohne diese glänzende Seide sieht das mehr gekonnt und nicht gewollt aus.“ Peter strahlte. Er hatte sich für einen klassischen, schwarzen und schlichten Smoking mit darunter einem weißen Hemd und einer schwarzen Fliege entschieden. Letztere war saß zwar schief und die Enden guckten heraus, doch das war für de Moment nicht von Belang.
„Soll ich den nehmen?“, fragte Peter leise, die anderen stimmten begeistert zu. Während Peter für kurze Zeit die Aufmerksamkeit der Freunde für sich verbuchen konnte, trat der Verkäufer mit der gesuchten Weste an Remus heran. Ohne groß bemerkt zu werden, verschwand er in der Kabine, um kurz darauf, nun mit weinroter Weste und passendem Plastron, zu seinen Freunden zu treten.
Diese waren dabei, wild durcheinander die Auswahl der jeweils anderen zu beurteilen, grinsend stand Remus daneben und sagte erst einmal nichts.
Sie waren so sehr in ihre gegenseitigen Betrachtungen vertieft, dass sie den Verkäufer nicht kommen hörten, welcher Remus eben noch die neue Weste heraus gesucht hatte.
„Kann ich den jungen Herrschaften sonst noch zu Diensten sein?“, wollte er höflich wissen und sah mit freundlichen Augen in die Runde.
James warf ihm einen leicht abweisenden Blick zu. „Vielen Dank, aber wenn wir Hilfe benötigen, werden wir uns vertrauensvoll an Sie wenden.“
Unbemerkt schlich Remus sich an seinen Freunden vorbei und trat vor den Spiegel. Prüfend knöpfte er das Sakko auf und betrachtete eingehend die Weste und das Plastron in der für ihn ungewohnten, kräftigen Farbe.
Zweifelnd runzelte er die Stirn. Einerseits gefiel es ihm, andererseits kam er sich so fremd vor… . Würde Beccy es auch gefallen? Wiederholt fragte er sich, was sie zu seiner Kleiderwahl sagen würde?
Plötzlich spürte er eine Hand auf der Schulter, als James neben ihn getreten war.
„Hey, den Blick kenne ich und endlich weiß ich, welche Person dahinter steckt“, grinste er und sah Remus freundschaftlich an. „Und ja, es wird ihr gefallen, sie muss blind sein, wenn nicht.“
Remus sah noch immer etwas unsicher drein und murmelte: „Meinst du wirklich? Ist das nicht etwas zu auffällig für mich?“
Sirius schüttelte vehement den Kopf.
„Nix da, das steht dir ausgezeichnet, Rem“, sagte er und verschränkte die Arme vor der Brust. „Bei Merlins dicken Eiern, jetzt glaub James doch Mal, der kennt sich damit aus. Und wenn du ihm nicht glaubst, dann mir, du siehst nämlich wirklich sehr gut aus.“
„Ja, vielleicht hast du Recht. Aber ihr wisst doch, dass mir das nicht behagt, wenn ich auffalle und mit dieser Farbe falle ich nun einmal auf…“
„Mit so einer wunderschönen und klugen Frau an deiner Seite, wie es Beccy ist, fällst du immer und überall auf“, meinte Harry lächelte Remus an.
Schließlich nickte der Werwolf und hob den Kopf. Sie hatten Recht, er hatte keinen Grund, sich zu verstecken. Jetzt nicht mehr. Wenn sich jemand wie Beccy für ihn entschieden hatte, konnte er es vielleicht endlich wagen, ein wenig hinter seinen selbst erbauten Mauer hervor zu kommen.
„Jetzt, wo wir endlich alle davon überzeugt sind, dass wir gut aussehen, könnten wir dann endlich zu Freud und Leid, wir müssen unseren Vorrat aufstocken, Jungs.“ Mit diesen Worten verschwand Sirius in einer der Umkleiden und beeilte sich, in seine eigenen Klamotten zu schlüpfen um so schnell wie möglich zu dem heiß ersehnten Scherzartikelladen zu kommen.
Als sie einige Minuten später wieder in der kalten Winterluft standen, machte sich allgemeine Erleichterung auf ihren Gesichtern breit.
Ihre Sachen waren, genau wie vorher bereits ihre Besen, nach Hogwarts geschickt worden, sodass sie nicht die Taschen voller geschrumpfter Klamotten hatten, welche beim Vergrößern eventuell Schaden nehmen könnten.
Langsam setzten sie sich in Bewegung und diskutieren aufgeregt, was sie mit den Scherzartikeln aus Freud und Leid so alles anstellen könnten.
Als sie schließlich den Laden betraten, begannen Sirius' und James' Augen zu leuchten. Begeistert sahen sie sich im Laden um und zeigten auf dieses und jenes, Neues und Altes und bekamen nichts mehr von ihrer Umwelt mit.
Remus hingegen schüttelte den Kopf und lachte über die kindliche Freude seiner Freunde. Sicher, er war auch Rumtreiber mit Herz und Seele, musste aber zugeben, dass er nicht immer zu hundert Prozent hinter den Aktionen seiner Freunde stand. Daher überließ er das Zusammenstellen der Scherzartikel eher ihnen.
Peter schien seinerseits hin und her gerissen zwischen Neugier und Zurückhaltung und Harry - der konnte nur grinsen und musste an die späteren Erfindungen der Weasleyzwillinge denken.
Dagegen kamen ihm die Artikel dieses Ladens vor, als steckten sie noch in den Kinderschuhen.
Etwa eine Stunde später verließen sie das Geschäft wieder mit voll gestopften Taschen. James kramte in seiner Innentasche herum und zog ein kleines Fläschchen mit einem etwas dickflüssigen Inhalt hervor.
Halblaut murmelte er: „Wehe, wenn das Zeug an Schniefelus' Haaren abperlt, dann hätten wir das ja ganz umsonst gekauft.“
„Was meinst du?“, wollte Sirius wissen und sah seinen Freund fragend an.
„Na das Zeug hier“, sagte er und hielt es Sirius direkt unter die Nase. „Das waren immerhin drei Galeonen, die wir dafür ausgegeben haben.“
„Ach, das wird schon klappen, du weißt doch, er muss das zusammen mit seinem Shampoo benutzen, wenn er sich die Haare wäscht“, entgegnete dieser, „da kann nichts schief gehen.“
„Doch“, kam eine unerwartete Stimme von hinten. „Denn genau da ist euer Fehler im Plan.“ Harry holte ein paar Schritte aus, bis er neben James ging. „Wir reden hier immerhin von Snape - der wäscht sich nicht die Haare.“
Peter machte ein vor Ekel verzogenes Gesicht. „Aber… irgendwann muss er sie sich doch mal waschen… ich meine… das ist doch… igitt!“
„Vielleicht zwingen sie ihn?“, schlug Remus vor, „So einmal im Monat… oder so…“
Prustendes Gelächter war die Antwort darauf, bis Harry sagte: „Was haltet ihr davon, wenn wir jetzt zu Fortescues Eissalon gehen? Mittlerweile müssten die Mädels doch auch fertig sein…“
Dieser Vorschlag traf auf breite Zustimmung, so machten sie sich, weiterhin munter schwatzend, auf den Weg.
Sie hatten sich gerade an einen freien Tisch gesetzt und sich etwas Heißes zu Trinken bestellt, als die Mädchen eintraten. Harry, Remus und James wurde von ihren Freundinnen mit einem Kuss begrüßt und kurz darauf saßen die acht munter zusammen, jeder über einer dampfenden Tasse oder Becher, deren Dämpfe lustige Figuren in der Luft erscheinen ließen.
Während Beccy und Lily über das ganze Gesicht strahlten und von ihren Kleidern erzählten, saß Ginny eher in sich gekehrt auf ihrem Stuhl und rührte in ihrer heißen Schokolade.
„Und, was habt ihr denn jetzt für Kleider gekauft?“, wollte Remus wissen und sah die drei Hexen neugierig an.
„Na ja“, sagte Lily und schien zu überlegen. „Also meines ist in verschiedensten Grüntönen und die Korsage ist gelblich mit grünen Ranken, der Rock ist gerafft und aus mehreren Lagen.“
James' Gesichtszüge entgleisten ihm sichtbar. „Das klingt… nett. Passt sicher wunderbar zu deinen Augen und deinen Haaren, Schatz.“
Lily lächelte. „Meinst du wirklich? Bin ich froh, dass ich deinen Geschmack getroffen habe, ich möchte ja nicht, dass du dich auf dem Ball deiner Eltern wegen mir genierst“, säuselte sie und blinzelte ihn verführerisch an.
James schenkte ihr ein gequältes Lächeln und versuchte, krampfhaft der Situation zu entkommen, in dem er sich Beccy zuwandte.
„Wie sieht denn dein Kleid aus?“, wollte er etwas zurück haltend wissen Beccy verkniff sich nur mühevoll ein Grinsen.
„Ich werde aussehen wie eine Rose in voller Blüte. Mein Kleid ist leuchtend rot, die Korsage ist mit Stickereien und Pailletten verziert und der Rock - ein Traum! Er sieht aus, als ob riesige Blüten aneinander genäht wurden, das Kleid ist einfach wundervoll“, schwärmte sie und sah Remus liebevoll an. „Meinst du, ich werde dir darin gefallen?“
Remus versuchte, seinen Würgreflex mit einem Husten zu tarnen. „Davon bin ich überzeugt“, beeilte sich zu sagen und nickte hastig in der Hoffnung, dass seine Stimme nicht zu unglaubwürdig geklungen hatte.
Um nicht mehr dazu sagen zu müssen, blickte er schnell zu Ginny und fragte sie angestrengt: „Ginny, was ist mit deinem Kleid?“
Ginny schreckte aus ihren Gedanken hoch und fragte verwirrt: „Kleid? Wieso Kleid? Das sollt ihr doch erst beim Ball sehen…“
„Ginny, du weißt schon, dieses braune Kleid mit den Rüschen“, half Beccy ihr auf die Sprünge und warf ihr einen viel sagenden Blick zu. In Ginnys Augen blitzte Verstehen auf. „Ach ja, es wäre auch zu grausam, es unseren Jungs vorzuenthalten, was wir für wunderschöne Kleider erstanden haben. Meines ist rotbraun, hat eine bestickte Korsage und einen Rock mit asymmetrisch Rüschen.“
Harrys Blick war schlichtweg entsetzt, bis leiser Zweifel sich in seine Augen schlich.
„Moment, das meinst du nicht wirklich ernst, oder?“, fragte er und sah seine Freundin prüfend an.
„Wieso?“, flötete Ginny und verbiss sich ein Lachen, welches auch Lily und Beccy nur schwer zurück halten konnten.
„Also eigentlich dachte ich, dass ich deinen Geschmack kenne… du magst keine Rüschen und du magst kein rotbraun. Entweder mache ich gerade einen sehr peinlichen Fehler, oder - “
Doch weiter sollte er nicht kommen, denn in dem Moment platzten die drei Hexen beinahe vor Lachen.
„Ihr gemeinen Biester“, kam es von Remus, spielerisch knuffte er Beccy in die Seite, welche sich quietschend von ihm weg drehte.
„Ohman, ihr glaubt auch echt alles, oder?“, lachte Lily und sah James entschuldigend an.
Ginny fiel in das Lachen ein, gab Harry einen kurzen Kuss und sah sich, eher unbekümmert, im Laden um. Als ihr Blick jedoch auf eine Familie einige Tische weiter fiel, gefroren ihre Gesichtszüge zu einer Maske, angespannt sah sie zu der schwangeren Frau und dem Mann mit ihren drei Kindern.
Harry, dem dies nicht verborgen geblieben war, legte beruhigend eine Hand auf ihre Schulter. Auch er hatte die Familie erkannt, er ahnte, was im Moment in seiner Freundin vor ging.
„Ginny, was hast du?“, fragte Lily besorgt und blickte ratlos zwischen ihrer Freundin und den Gästen hin und her. „Ist das nicht die Frau, die wir bei Madam Malkins trafen, die sagte, dein Kleid stünde dir so gut?“
Ginny nickte abwesend, die Augen noch immer auf die junge Familie gerichtet.
Als die Stimme der Frau erklang, zuckte sie zusammen und nun breitete sich erschrecktes Verstehen auf den Gesichtern der anderen aus.
„Arthur, hol doch mal Bill von der Garderobe weg, ich muss Charlie eben aus der Damentoilette holen.“
„Mum“, flüsterte Ginny und wurde noch eine Spur blasser, zitternd tastete sie nach Harrys Hand und krallte sich an ihr fest.
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:33
von Tjeika
Ha! Ich wusste es doch. Es war Ginnys Mutter! Es war so klar

Andererseits ist das wohl weniger schön, immerhin ist Ginny nun in einer Art Zwickmühle... das arme Ding...
Ich muss gestehen, dass ich die Kleideranprobierszenen doch etwas... einschläfernd fand, aber wohl auch nur, weil mich sowas, wie Mode nicht interessiert. Dennoch, die Sache mit Remus und seinem Selbstbewusstsein war sehr gelungen und hat die Sache dann doch wieder lesenswert gemacht

Nochmal zum Thema Beccy und Name und nicht gut oder gut. Meine Cousine heißt auch Rebecca - den Namen muss ich dennoch nicht mögen, oder
Nun bin ich aber mal gespannt, wie es weiter geht

Ria
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:38
von vojka
Stimmt die Kleiderwahl haben wir ziemlich lang gezogen, aber es hat uns einfach Spaß gemacht und wir haben herzlich gelacht, denn jedes der beschriebenen Kleider hatte ein Bild und das war irgendwie lustig *grins*
Stimmt schon mit dem Namen, aber ich mag ihn und er passt halt zu unserer kleinen Irin.
Kapitel 24
Angenehme und unangenehme Begegnungen in der Winkelgasse
An ihrem Tisch war es auf den Schlag sehr leise geworden. Sie alle blickten abwartend zu Ginny, welche wiederum mit großen Augen und beinahe ängstlich zu ihren Eltern und ihren drei Brüdern sah.
„Ruhig, Gin“, murmelte Harry, der sie von hinten im Arm hielt und angestrengt versuchte, den Schmerz in seiner Hand auszublenden, da sich ihre Fingernägel mittlerweile hart in seinen Handrücken bohrten.
Er sah seine Freundin besorgt an. Das Ganze hatte beinahe etwas Skurriles an sich, als wäre die Zeit um wenige Tage zurück gedreht worden. Damals hatte er seinen unwissenden Eltern gegenüber gestanden und hatte verzweifelt versucht, die Maske des unbeteiligten Harry Smith aufrecht zu erhalten.
Nun war Ginny in derselben Situation. Doch Ginny durfte sich nicht zu erkennen geben. Es war schon Risiko genug, dass James und Lily wussten, wer sie wirklich waren. Sie waren in der Vergangenheit, jede Entscheidung von ihnen, jede Handlung, hatte Auswirkungen, deren Folgen sie nicht einschätzen konnten.
Erleichtert stellte Harry fest, dass Molly Ginnys gehauchten Ausspruch wohl nicht gehört hatte. Auch ihm zog sich bei dem Anblick der Eltern seiner Freunde das Herz zusammen. Molly und Arthur waren all die Jahre über auch seine Eltern gewesen - oder das, was Eltern am nächsten kam.
Als Molly mit dem fünfjährigen Charlie aus der Toilette kam, hatte Percy sich auf seinen wackeligen Beinen ebenfalls auf den Weg gemacht den Raum zu erkunden, während sein Vater darum bemüht war, die von Bill eingesammelten Gegenstände wieder in den richtigen Mantel- und Umhängetaschen zu verstauen.
Ginny wimmerte leise, als der sechzehn Monate alte Percy auf sie zugewackelt kam und begeistert die Arme ausstreckte.
„Da!“, rief er und fiel beinahe über seine kleinen Füßchen und wenn es nicht ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre, dachte Ginny, wäre sie überzeugt davon gewesen, dass der Kleine wusste, wer sie war.
Weder sie noch Harry waren jedoch wirklich in der Lage, darauf zu reagieren, so griff Lily in die Situation ein und rettete den Ausreißer. Lächelnd brachte sie ihn an den Tisch seiner Eltern zurück, die sich überschwänglich bedankten.
Plötzlich blitzte Erkennen in Mollys Gesicht auf. Percy auf den Arm nehmend folgte sie Lily zu ihrem Tisch und sah Ginny nun freundlich an.
„Sie sind es, wir haben uns doch eben bei Madam Malkins getroffen“, sagte sie lächelnd. Harrys Augen wurden groß, das war also der Grund für Ginnys teilnahmslose Haltung bisher gewesen. Jetzt wusste er, was los war.
„Äh, ja“, brachte Ginny nur hervor und schaffte es einfach nicht, ihrer Mutter in die Augen zu sehen. Hilflos klammerte sie sich weiterhin an Harry, der sein Bestes tat, sie zu beruhigen.
„Und, haben Sie das Kleid genommen? Ich hoffe es, Sie sahen einfach wunderschön darin aus“, plapperte Molly munter weiter, Ginny wiederum schien ihre Sprache nun vollends verloren zu haben und konnte nur noch nicken.
„Noch einmal vielen Dank, dass Sie Percy gerettet haben“, sagte sie an Lily gewandt und sah sie dankbar an.
„War doch kein Problem, er ist geradewegs auf uns zugelaufen“, lächelte Lily und warf einen versteckten Blick zu Ginny, die krampfhaft versuchte, ruhig zu bleiben. Percy hatte sich beinahe über den Arm seiner Mutter gebeugt und versuchte, sie zum Spielen zu animieren, doch Ginny war viel zu perplex, um darauf eingehen zu können.
„Haben Sie auch noch ein Kleid gefunden?“, wollte Molly weiter wissen und sah nun Beccy und Lily abwechselnd interessiert fragend an.
„Ja, haben wir, danke“, antwortete Beccy und bemühte sich um ein ehrliches Lächeln.
„Auch, wenn sie uns noch im Dunkeln über ihre Wahl gelassen haben“, meckerte James grinsend, Molly lachte.
„Natürlich, wo ist denn sonst die Überraschung hin?“, sagte sie nur und spätestens da war allen klar, wie viel Ginny wirklich von ihrer Mutter geerbt hatte, war sie selbst es doch vor wenigen Stunden gewesen, die ebendiesen Satz ausgesprochen hatte.
„Genau das hat Ihre - äh, Ginny auch gesagt“, sagte James und konnte sich im letzten Moment verbessern, doch Molly schien keinerlei Verdacht zu schöpfen.
„Ginny? Der Name ist nicht zufällig eine Abwandlung von Ginerva?“, wollte sie interessiert wissen, Ginny wurde noch blasser, nickte aber.
„Ich mag den Namen und wenn ich eine Tochter bekommen sollte, wird sie diesen Namen tragen. Jedoch ist diese Chance sehr klein, da in der Familie Weasley seit Generationen kein Mädchen mehr geboren wurde. Aber, wie sagt mein Bruder Gideon immer - was nicht ist, kann ja noch werden.“
„Ja, da hat Ihr Bruder Recht. Es war schön, Sie wieder zu sehen, Misses Weasley“, sagte Beccy und hoffte, dass dies eine nicht zu auffällige Abfuhr gewesen war. Doch sie hatte mit Sorge Ginny beobachtet, die nur mit äußerster Mühe ihre Fassung aufrecht halten konnte, während ihr Bruder noch immer begeistert versuchte, in ihre Haare zu greifen und nun auch Arthur Probleme hatte, Bill und Charlie bei sich zu halten, die unbedingt zu ihrer Mutter wollten und das wollte sie Ginny, wenn es möglich war, ersparen.
„Bis auf bald mal“, meinte Molly freundlich und hob winkend die Hand, auch Percy hatte sich nun umgedreht und winkte ihnen als Abschied, als sie zu fünft den Eisladen verließen.
Angespannt stieß Ginny die Luft aus, von der sie nicht gewusst hatte, sie überhaupt angehalten zu haben.
„Geht's wieder?“, fragte Harry leise, vertrauensvoll lehnte sie ihren Kopf an seine Schulter.
„Bin ich froh, dass Mum und Dad nicht im Orden sind zu dieser Zeit, noch ein Treffen würde ich nicht überstehen“, murmelte sie und starrte abwesend auf die Tischkante.
„Ganz ruhig, es ist ja gut gegangen.“ Ginny kuschelte sich weiter an ihren Freund, sie brauchte ihn jetzt, musste wissen, dass er da war, dass dies alles Wirklichkeit war. Tränen sammelten sich in ihren Augen, doch sie wollte ihnen nicht nachgeben.
Beinahe bewundernd blickte sie Harry an, der ebendiese Szene selbst durch gemacht hatte - jetzt wusste sie, wie er sich gefühlt haben musste.
Ein paar Minuten später durchbrach Remus die beinahe drückende Stille.
„Wie wäre es, wenn wir jetzt bezahlen und zu Flourish & Blotts gehen, dort Dumbledores Buch abholen und ihr lasst Lily und mir noch etwas Zeit zum Stöbern?“
Zustimmend nickten die anderen, James nahm die Rechnung diesmal auf sich und in einer etwas geknickten Stimmung verließen sie das Café.
„Ich glaub es nicht“, murmelte Ginny, „Mein großer Bruder Bill, der elf Jahre älter ist als ich, klaut hier aus fremder Leute Taschen… Percy, der sich gegen die ganze Familie stellt… Charlie mit seinen Drachen in Rumänien…“
Sie hatte Harrys Arm nicht los gelassen, die anderen ließen ihnen den Abstand, den sie brauchten. Langsam ging die kleine Gruppe die Straße entlang, Harry und Ginny mit einigen Metern Abstand als Letzte.
„Ist gut, Gin. Was aus ihnen in der Zukunft wird, wissen wir nicht. Auch nicht aus Percy. Aber auch sie werden keinen zweiten Krieg erleben müssen, keiner von ihnen.“
Ginny zitterte leicht. „Aber… aber Mums Brüder…“
„Auch sie werden leben, alle beide. Denn soweit ich weiß, werden sie erst nach meiner Geburt… du weißt schon“, sagte Harry vorsichtig, Ginny nickte zögernd.
„Ja, ich weiß. Es ist nur… Mum hat all die Jahre unter ihrem Tod gelitten und als dann alles wieder von vorne los ging, war auch die Angst wieder da, die sie nie los gelassen hat… ich will nicht, dass sie das noch einmal durch machen muss.“
Harry hatte sie kaum verstanden, so leise hatte sie gesprochen. Vor wenigen Tagen noch war sie es gewesen, die ihm gut zu gesprochen hatte und nun war Ginny selbst es, die in Zweifel versank.
Er setzte gerade zu einer Antwort an, als sie fortfuhr: „Ich weiß, was du sagen willst, Harry und ich weiß auch, dass wir es schaffen werden. Es ist nur so… seltsam. Verstehst du? Wir sind hier in einer Zeit, in der wir gar nicht sein dürften um später ein Leben zu haben, das einfach zu unglaublich klingt, als es sich vorzustellen. Aber ich werde alles tun, damit wir genau das erreichen und es nicht noch einmal soweit kommen wird.“
Harry drückte noch einmal aufmunternd ihre Hand und gab ihr somit das Gefühl der Sicherheit, dass er immer und stets an ihrer Seite sein würde, was immer auch passierte.
Beinahe, ohne es zu bemerken, betraten sie die gesuchte Buchhandlung. Lily verschwand sofort in einem Regal über Zaubertränke und -zutaten, Gifte und Heiltränke. Remus steuerte zielgerichtet eine Ecke über magische Kreaturen an, in welchem so ziemlich alles vertreten war von Flubberwürmern über den Basilisken bis hin zu Einhörnern und Werwölfen sowie Riesen und Trollen, doch auch Bücher über Animagi und Irrwichte fanden sich dort.
James und Beccy gingen zusammen zu den Quidditchbüchern, der in ihren Augen einzigen Abteilung, die ihr Interesse weckte.
Harry seinerseits suchte die Abteilung der Verteidigung gegen Dunkle Künste, während Ginny sich zu Remus gesellte und interessiert die Animagusbücher unter die Lupe nahm. Peter stand noch etwas verloren am Eingang, alle seine Freunde hatten etwas Interessantes gefunden - nur er wusste nichts mit sich anzufangen.
So beschloss er, Harry zu folgen. Wenn er in dessen Zukunft die Dunklen Künste selbst anwandte - ihn schüttelte es bei dem Gedanken - konnte er jetzt vielleicht besser lernen, sich gegen sie zu schützen.
Eine Zeit lang hörte man in dem Laden nichts anderes als das Herausziehen von Büchern, das Blättern von Seiten und leises Gemurmel.
„Mh, das könnte gut sein“, oder auch: „Nein, das ist es nicht“.
Sirius, der bisher noch kein Buch in die Hand genommen hatte, ging geradewegs an den Verkaufstresen. Lily hatte ihm den Brief Dumbledores, auf welchem er ihnen die Erlaubnis erteilt hatte, das für ihn bestimmte Buch abzuholen, wortlos in die Hand gedrückt und war zwischen den Regalen verschwunden.
Eben jenen Brief legte Sirius einem älteren Herrn mit Lesebrille vor und sagte: „Professor Dumbledore hat dieses Buch bestellt und uns gebeten, es für ihn abzuholen.“
Kritisch musterte der Mann das Pergament, nickte dann und ging in einen kleinen Nebenraum, halblaut den Titel des Buches vor sich hin murmelnd.
Gespannt wartete Sirius, der Titel hatte spannend geklungen, mitunter genau das, was sie brauchten.
Schließlich lag ein altes, kleines, in dunkelgrünes Leder gebundenes Buch vor ihm. Jonathan McBlend, der Name sagte ihm nichts.
„Vielen Dank, Sir“, verabschiedete sich und nahm noch im Gehen das Buch genauer in Augenschein. Es schien wirklich sehr alt zu sein, die Seiten waren aus grobem Pergament, aber wertvoll, wie es schien und noch erstaunlich gut lesbar.
Beinahe wäre er gegen einen Pfeiler gelaufen, während er die Inhaltsangabe las. Plötzlich
gab er einen überraschten Laut von sich und blickte sich suchend nach James um. Er fand ihn wild mit Beccy über ein Spieltaktikbuch diskutierend beim Quidditchregal und stürmte mit langen Schritten auf ihn zu.
„Prongs, dieses Buch musst du dir unbedingt angucken, das ist - “
„Nicht jetzt, Pad, ich bin hier gerade beschäftigt, das siehst du doch“, sagte James augenrollend und beachtete seinen Freund nicht weiter.
„Mann James, jetzt guck dir dieses verfluchte Buch an!“
Aufgeregt hielt er ihm das Werk unter die Nase, James brauchte eine Weile, um sich auf den Titel zu konzentrieren, da Sirius unentwegt herum zappelte.
„Schwarzmagische Artefakte - Ihre Wirkung und wie man sie unschädlich macht. Ja und?“
„James, jetzt denk nach, Mann, fällt dir dazu nichts ein?“
James schien tatsächlich kurz zu überlegen, doch dann erhellte sich seine Miene schlagartig. „Hey, du hast Recht, das ist genau das, was wir brauchen, wenn wir Harry mit den Horkruxen helfen wollen und vielleicht noch viel mehr! Genial, Pad!“
Begeistert schlug auch er das Inhaltsverzeichnis auf, seine Augen begannen zu leuchten.
Auch Beccy wurde auf sie aufmerksam und linste James über die Schulter. „Wow, alleine drei Kapitel über das Thema, was wir brauchen und vielleicht helfen uns die anderen Kapitel ja auch noch“, sagte sie erstaunt und versuchte weiterhin auf Zehenspitzen, einen Blick in das Buch zu werfen.
„Wie sollen die uns helfen, Dumbledore würde niemals - “
„Prongs, nicht verzagen, Padfoot fragen“, grinste Sirius nur, schnappte einem verblüfften James das Buch aus den Händen und verließ mit großen Schritten den Laden.
Draußen zog er sich in eine Nische zurück, zückte seinen Zauberstab, welchen er auf das Buch richtete und murmelte ein „Duplikate“. Immer noch breit grinsend drückte er James nun „ihr“ Exemplar in die Hand und ging mit erhobenem Kopf wieder in das Geschäft.
Währenddessen durchstöberte Lily das Tränkeregal. Sie wusste selbst nicht, warum sie heute gerade von dieser Abteilung wie magisch angezogen wurde, aber es war ihr egal. Ohne Professor Slughorn wäre Zaubertränke wohl ihr absolutes Lieblingsfach auf Hogwarts gewesen. Er bevorzugte zwar nicht sein Haus, aber er bevorzugte einzelne Schüler. Es gab eines, was Lily Evans nicht mochte und das war, wenn Menschen unterschiedlich behandelt wurden. Ihr Blick blieb an einem in schwarzem Leder gebundenen Buch hängen. Sie nahm es aus dem Regal und blätterte darin herum.
„Das klingt interessant“, murmelte sie vor sich hin und schlug das Buch zu um noch einmal einen Blick auf den Titel zu werfen. Seltene Gifte und Gegengifte von Sheila Scott, der Name war ihr unbekannt. In Hogwarts gab es jedenfalls kein Buch von ihr, denn sonst wäre sie wohl im Laufe der letzten Jahre zumindest über den Namen gestolpert.
Das könnte für unser Vorhaben nützlich sein. Immerhin werde ich ein Gegengift brauen müssen, wenn wir erst herausgefunden haben, was das für ein Trank in dieser Höhle ist, dachte sie so bei sich und beschloss, dieses Buch zu kaufen. Sie klemmte sich das Werk unter den Arm und ging langsam Richtung Kasse, dabei immer wieder nach links und rechts guckend und hoffend, vielleicht noch ein gutes Buch zu finden.
Als sie am Tresen ankam, sah sie ein seltenes Bild. Peter stand dort und bezahlte ein Buch.
Harry stand neben ihm und sah etwas peinlich berührt aus. Sie ging langsam auf die Beiden zu und legte ihr Buch auf den Tresen.
„Harry, was ist los? Du siehst so bedrückt aus. Was ist passiert?“, fragte Lily ihren Sohn und musterte ihn besorgt.
„Ihm gefällt es nicht, dass ich das Buch, welches er gerne haben möchte, bezahle. Aber ich denke, dass uns dieses Werk helfen kann und er war ganz begeistert, als er mir über die Schulter sah und mitgelesen hat und da dachte ich -“, sagte Peter und wurde immer verlegener, als er sah, wie Lily ihm ein warmes und dankbares Lächeln schenkte.
„Ich finde das super lieb von dir Peter und Harry, du guck nicht so, denn von dem Buch werden wir alle profitieren“, sagte Lily, nachdem sie einen Blick auf den Titel geworfen hatte. Schwarze Zaubersprüche und wie Sie sich gegen sie verteidigen können von Song Hoi stand auf dem dunkelblauen Einband.
Peter bezahlte mit hochrotem Kopf. Nach ihm trat Lily an den Tresen und bezahlte ihr eigenes Buch. Zusammen mit Harry machten sie sich auf den Weg durch die Regale und stießen auf Remus und Ginny, die noch immer etwas unschlüssig auf die Bücher vor sich blickten.
„Habt ihr etwas gefunden?“, fragte Lily interessiert, doch die beiden sahen etwas entmutigt aus.
„Nein, nichts, das wir brauchen könnten, leider“, sagte Ginny und zuckte mit den Schultern. Auch Remus schüttelte den Kopf und mit einem leisen Seufzen wandten sie sich Lily, Peter und Harry zu und nahmen ihnen abwechselnd die Bücher aus den Händen, welche sie interessiert musterten.
„… verrückt… denkt daran, was Har-“
Abrupt unterbrach Beccy sich, als die fünf bei James, Sirius und Beccy ankamen. Verwirrt sahen sie in die Runde, doch Sirius presste nur die Lippen auf einander, als habe er Angst, ihnen könne ein falscher Laut entkommen.
„Was denkt ihr über mich?“, wollte Harry wissen, doch Beccy flüsterte nur „Nicht jetzt, nicht hier“ und fragte laut, ob sie ebenfalls fündig geworden waren.
Leise tuschelnd verließen sie Flourish & Blotts, die Augen auf die erworbenen Bücher geheftet.
„Wenn das nicht die viel gerühmten Rumtreiber sind“, schnarrte eine eisige Stimme.
Sirius sah auf und sah sein Gegenüber spöttisch an. „Na, seid ihr neue Hosen kaufen? Bei dem Gekrieche leiden die Knie ganz schön, oder?“
Lucius Malfoys Hand zuckte in Richtung Zauberstab, Greyback und Dolohow taten es ihm nach, wurden jedoch durch eine herrische Geste davon abgehalten, ihre Bewegungen zu Ende zu führen.
„Black, wovon redest du? Hast du neuerdings Wahnvorstellungen? Oder haben deine Schlammblutfreunde - “
Mehr konnte Malfoy nicht sagen, da kaum hatte er dieses Wort ausgesprochen, sein Kinn schon Bekanntschaft mit James' Faust gemacht hatte.
Der Blonde Ex-Slytherin torkelte ein paar Schritte zurück und wischte sich über seine Lippe. Als er seine Hand ansah, stellte er fest, das an dieser Blut klebte, sein Blut. Mit einem: „Das wirst du büßen, Potter“, zog er seinen Zauberstab nun gänzlich aus dem Ärmel hervor.
„Crucio“, rief er und richtete seinen Stab auf Lily, welche zur Rechten von James stand.
„NEIN!“, rief eine atemlose Stimme und bevor der weißblaue Strahl aus Malfoys Zauberstab auf Lily treffen konnte, sprang jemand vor sie und fing ihn mit seinem Körper ab.
„Haben wir hier einen neuen Held? Potter, ich dachte, du bist der Freund von diesem Schlammblut und da lässt du jemand anderen deine Angebetete beschützen?“, kam es höhnisch von dem Todesser.
„Stupor“, war James' einzige Antwort auf diese Provokation. Von seiner linken Seite kam ein Impedimenta und ein Petrifucus Totalus. Auch Sirius und Remus hatten ihre Zauberstäbe auf die drei Todesser gerichtet. Sirius' Spruch traf Dolohow, welcher zu Malfoys Rechten stand und der Zauber von Remus traf den Werwolf zu Malfoys linker Seite.
Die drei Zauber trafen ihre Ziele genau. Nur der Zauber, welcher Greyback traf, wirkte nicht vollkommen, denn Werwölfe hatten einen gewissen Schutz gegen Zauber. Er war zwar zu diesem Zeitpunkt nicht verwandelt, aber er war schon sosehr mit der Bestie in ihm verschmolzen, dass normale Zauber kaum etwas ausrichten konnten.
James, Sirius und Remus sahen sich in der Sekunde, in welcher Greyback bei dem Fluch leicht stolperte, an und nickten sich zu. Dann sprachen sie Zeitgleich Schockzauber, welche ihr Ziel trafen und Greyback stocksteif zu Boden fallen ließ..
„Harry“, keuchten Lily und Ginny gleichzeitig, nachdem der Fluch seine Wirkung verlor und knieten sich zu dem Schwarzhaarigen hinunter.
Peter schoss einen geistesgegenwärtigen „Incarcerus“ auf die drei Todesser ab, welche sich kurz darauf gefesselt und, dank Beccy, ohne Zauberstäbe auf dem Boden wieder fanden.
Die Stille die herrschte, war bedrückend. Remus stand einfach nur da und atmete heftig, konnte Greyback nicht ansehen. Sein Blick war hart an die Ziegel der Häusermauer gerichtet, er wirkte im Moment wie erstarrt, nicht fähig, auch nur eine Reaktion zu zeigen. Beccy ging vorsichtig auf ihn zu, berührte ihn sachte am Arm.
Diese eine kleine, liebevolle Geste regte etwas in ihm, bereitwillig ließ er es zu, dass sie ihn in ihre Arme schloss. Beccy drückte ihn nach einem kurzen Augenblick sanft von sich weg und sah ihm tief in die Augen. Langsam bewegten sich ihre Münder näher auf einander zu.
„Rebecca Marie O'Conner! Was denkst du, was du da tust?!“
Rebecca sah überrascht auf, um kurz darauf breit zu grinsen. „Hey Dad, ich küsse meinen Freund, hast du etwas dagegen?“
„Fr… Freund? Mein kleines Baby hat einen Freund?“, stammelte Patrick O'Connor und sah seine Tochter mit großen Augen an. An den zweiten Auroren gewandt, der mit ihm in die Winkelgasse appariert war, sagte er: „Liam, ich glaube, ich bin zu alt für so etwas.“
Beccy rollte die Augen. „Ja, Dad, mein Freund und das kleine Baby, dass du immer noch in mir siehst, bin ich schon seit langem nicht mehr. Falls ich dich daran erinnern darf, bin ich seit fast einem Jahr erwachsen in der Zaubererwelt und werde es in drei Monaten auch in der Muggelwelt sein. Ich weiß, in Irland wird man erst mit einundzwanzig wirklich volljährig, aber wer sagt, dass ich nicht mit meinem Freund in England bleibe, wenn wir mit der Schule fertig sind? Vielleicht suchen wir uns dann ja zusammen eine Wohnung?“
Liebevoll schmiegte sie sich an Remus, der plötzlich ganz starr geworden war.
„Wohnung… zusammen?“, flüsterte dieser und wurde kreidebleich. Als sein Blick auf Beccy's Vater fiel wurde er noch blasser, falls das überhaupt ging.
Patrick sah wütend zwischen Tochter und ihm hin und her.
Beccy sah er mit einer gequälten Wut in den Augen an und Remus mit einem Ausdruck, als ob er überlegte, wie er dem Jungen, der es wagte ihm sein kleines Mädchen weg zu nehmen, am qualvollsten umbringen könnte.
„Ach Daddy, guck nicht so. Oder muss ich erst Mum erzählen, was du hier gerade abziehst? Muss ich dich daran erinnern, was Grandpa mit dir machen wollte und du nur überlebt hast, weil Grandma ihn zurück gepfiffen hat? Ich kann beiden gerne einen Brief schreiben und deiner Mum gleich mit, mal sehen, was dann passiert“, wandte sich Beccy an ihren Dad und schenkte ihm ein entwaffnendes Lächeln.
Nun war es an Patrick zu erbleichen, es war ja schon schlimm genug, wenn seine Frau ihm die Leviten lass, aber auch noch seine Mutter und Schwiegermutter, da legte er sich lieber mit Voldemort und seinem inneren Zirkel gleichzeitig an.
Er schluckte und ging auf Remus zu. „Patrick O'Conner, ich bin der Vater von diesem ungezogenen Mädchen, welchem Sie scheinbar das Herz gestohlen haben. Und wenn ich den Blick meiner Tochter richtig deute, müssen Sie der junge Mann sein, hinter dem sie schon so lange her ist und der es vor Blindheit nicht gemerkt hat. Wie war noch sein Name, Kleines?“
Beccy wurde bei den Worten ihres Dads bis an den Haaransatz rot und stotterte: „Remus, Dad. Remus John Lupin.“
Nun ergriff auch Liam Potter das Wort, der bisher nur stumm die Szene beobachtet hatte.
„Hallo Remus, Beccy“, nickte er ihnen freundlich zu und begrüßte nach und nach die anderen.
„Ähm“, machte Patrick intelligenter Weise, als er die gefesselten Todesser sah, die unbeweglich in einer Ecke lagen.
„Hätte einer von euch die Güte, uns zu sagen, was beim Barte des Merlin hier passiert ist?“, platzte es aus Liam heraus, der verblüfft zwischen Malfoy, Greyback und Dolohow und den Hogwartsschülern hin und her blickte.
James sagte nicht ohne Wut in seiner Stimme: „Dad, du weißt, ich mag es nicht, wenn man meine Freunde beleidigt, schon gar nicht, wenn sie an Lily austesten wollen, wie gut sie die Flüche ihres Meisters beherrschen.“
„Was?“, entgegnete Liam erschreckt und wandte sich der rothaarigen Hexe zu. „Lily, geht es dir gut? Hat er dich erwischt?“
„Ja, Mister Potter, es geht mir gut und nein, er hat mich nicht erwischt, ich kann Sie beruhigen“, antwortete Lily mit leiser Stimme, die leicht zitterte, als ihr Blick auf Harry fiel.
„Allerdings…“
Entsetzt weiteten sich die Augen des Aurors, als er auf den schwarzhaarigen Jungen blickte, der sich verkrampft an seiner Freundin fest klammerte und abgehackt atmete, die Augen fest zusammen gepresst.
Er konnte sich in etwa ein Bild davon machen, was passiert war und fragte sich, was das ganze zu bedeuten hatte. Doch das konnte warten, dieser junge Mann vor ihm musste so schnell wie möglich zur Krankenhexe.
Lilys Herz pochte schmerzhaft laut, als ihr im Ansatz bewusst wurde, was hier so eben geschehen war.
Das also war es gewesen. Nur anders herum.
Verwirrt schüttelte sie den Kopf. Es war einfach zu viel, um jetzt darüber nach zu denken. Doch wirklich ganz ließen sich die Gedanken an das, was Harry ihr über ihren Tod erzählt hatte, nicht verdrängen.
Sie suchte Harrys Blick, erkannte den Schmerz darin wieder, den sie gehofft hatte, niemals sehen zu müssen, aber auch grenzenlose Erleichterung, dass es gut gegangen war, dass er sie nicht verloren hatte.
„Es ist alles gut“, flüsterte sie eher zu sich und vielleicht auch Harry, als zu Liam, der sie unverwandt ansah.
„Wie geht es euch anderen, seid ihr in Ordnung?“, wollte Patrick von ihnen wissen. Noch deutlich war der Schock auf ihren Gesichtern abzulesen. Das hier war kein Duell auf den Gängen in Hogwarts gewesen, das hier war bitter Ernst, tödlicher Ernst.
„Sind wir, Sir“, sagte Peter, die anderen gaben ihm wortlos Recht.
„Patrick, machst du das?“, fragte Liam halblaut, Angesprochener nickte. Blickte noch einmal zu der Gruppe Jugendlichen, beinahe noch Kindern, das Herz tat ihm weh, als er seine Tochter ansah, die ihren Freund am Arm gefasst hatte und ihm immer noch beruhigend zuredete.
Sie hatte Recht, seine kleine Rebecca war erwachsen geworden. Dieser Kampf war wohl das letzte Beweisstück, das er gebraucht hatte.
Ein letzter vielsagender Blick zu Liam und Patrick zog seinen Zauberstab, als er sich den noch immer geschockten und gefesselten Todessern zuwandte. Er sprach einen Anti-Apparierfluch und hob dann die Starre mit einem „Enervate“ auf, sodass sie sich zumindest bewegen konnten. Dann schnappte er sich eine alte Zeitung aus dem Mülleimer, murmelte ein „Portus“ und war im nächsten Moment mitsamt Anhang in Richtung Ministerium verschwunden.
„Gehen wir“, sagte Liam und versuchte zu erkunden, wie es seinem Sohn und dessen Freunden ging. Doch die Gesichter spiegelten so unendlich viele Emotionen wieder, dass es unmöglich war, eine globale Einschätzung zu machen.
Lily zitterte immer noch, genau wie Remus, der nur sehr, sehr langsam wieder zu sich zu kommen schien. Sirius schien sich dagegen gut im Griff zu haben, ebenso wie Beccy. Peter wusste gar nicht mit der Situation umzugehen, während James sich besorgt um seine Freundin kümmerte.
Und wer waren die zwei Neuen, von denen der eine James wie aus dem Gesicht geschnitten war und das Mädchen Lilys Schwester hätte sein können?
Er würde es erfahren, wenn sie oben im Schloss angekommen waren, sie würden ihm einige Fragen beantworten müssen.
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 02:56
von Tjeika
Na, holla die Waldfee. Nun geht es aber ab. Ein wenig Action. Auch wenn ich sie vorher nicht vermisst hatte, tat sie doch mal ganz gut. Immerhin ist das hier keine Friede Freude Eierkuchen Zeit

Das hier eben hat es sehr gut verdeutlicht.
Arme Ginny, das mit ihrer Familie aus der Vergangenheit war schon heftig. Mir hätten an ihrer Stelle wohl auch die Worte gefehlt...
Wie es aussieht, wird sich das Vorstrafenregister der Todesser wohl freuen, was

Ich bin ja mal gespannt, wielange und ob sie jetzt ein wenig Gefängnismauernbemalen spielen dürfen

Und nun also noch James' Vater. Es interessiert mich wahrlich brennend wie es nun damit weitergeht.. ob er eingeweiht wird? Mehr? Sucht? Jetzt?^^

Ria
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 03:01
von vojka
LOL, Stimmt, in den ersten Chaps lässt die Action etwas auf sich warten *lach* Aber sie kommt noch, keine Angst *lach*
So, dann werde ich die Sucht einmal befriedigen.
Kapitel 25
Nach dem Kampf ist vor dem Kampf
Einige Minuten später betraten sie alle zusammen die Halle. Elegant öffneten sich die riesigen Flügeltore vor ihnen. Während die Schüler scheinbar unbeeindruckt dessen ihren Weg fortsetzte, hielt Liam Potter einen Moment inne.
Über fünfundzwanzig Jahre war es her, dass er zuletzt durch diese Türen gegangen war, sich in diesen Mauern zuhause gefühlt hatte. Jetzt wieder hier zu sein, zusammen mit seinem Sohn, war irgendwie… komisch.
Er war nun kein Schüler mehr, sondern Vater, Auror. Er wollte diese jungen Leute beschützen und wusste gleichzeitig mit Sicherheit, dass sie innerhalb dieser Wände den besten Schutz bekamen, den er ihnen geben konnte.
So in Gedanken versunken bekam er nicht mit, wie der Schulleiter ihnen entgegen geeilt kam.
„Liam“, begrüßte Dumbledore seinen Ordenskollegen und sah überrascht aus, „Was machst du hier?“
„Was machen sie“, er wies mit den Augen auf die neben ihm stehenden Schüler, „in der Winkelgasse? Hogsmeade ist eine Sache, Albus, aber London? Wie sind sie überhaupt dort hin gekommen?“
Aufgebracht sah Liam den Direktor an, welcher zu dessen Erstaunen jedoch keinerlei Verblüffung zeigte, sondern im Gegenteil gelassen ruhig blieb.
„Durch mich“, war die schlichte Antwort Dumbledores, entgeistert sah Liam ihn an.
„Bitte? Du wusstest, dass sie in London waren?“
„Allerdings, sie hatten meine ausdrückliche Zustimmung zu diesem Ausflug, Liam. Aber vielleicht sollten wir das lieber in meinem Büro - “
Doch plötzlich weiteten sich die Augen des Direktors erschreckt, als er seine Schützlinge genauer in Augenschein nahm. Sie alle sahen erschöpft aus, blass, manche leicht zitternd. Vor allem Harry, der sich, wie es aussah, kaum auf den Beinen halten konnte.
„Miss Wright, Sie bringen Mister Smith bitte in den Krankenflügel und kommen dann nach und Sie“, er blickte sich mit strengem Blick in der kleinen Runde um, „erklären mit bitte auf der Stelle, was das zu bedeuten hat.“
Damit geleitete er die Gruppe zu seinem Büro, an dem Wasserspeier jedoch hielt er Beccy zurück.
„Rebecca, ich nehme doch an, dass Liam Potter nicht allein in der Winkelgasse war, daher bitte ich dich, hier auf deinen Vater zu warten“, sagte er leise, aber eindringlich, Beccy nickte.
„Ginny müsste hoffentlich bald zu dir stoßen, ihr werdet hier auf ihn warten. Du weißt ja, ich liebe Schokoeclairs“, zwinkerte er noch, stieg als Letzter die Wendeltreppe hinauf und verschwand durch die großen Türen, hinter welchen sein Büro lag.
Er betrat den kreisrunden Raum, in welchem die sechs bereits auf Stühlen Platz genommen hatten.
Fawkes, der Phönix, hatte sich auf Remus' Oberschenkel nieder gelassen und trillerte eine leise, tröstende Melodie.
Dumbledore ging mit langen Schritten um seinen Schreibtisch herum und setzte sich in seinen Ohrensessel, während er die Schüler und Liam musterte.
„Also, wer von euch erzählt mir nun, was in London passiert ist?“ Aufmerksam sah er über die Gläser seiner Halbmondbrille in die Runde der noch immer etwas blassen und erschreckten Gesichter.
Unsicher sahen sie sich an, bis schließlich James das Wort ergriff. „Also gut, dann erzähle ich eben, was in der Winkelgasse los war. Wir hatten gerade Ihr Buch abgeholt, Professor, als wir auf dem Weg zurück in den Tropfenden Kessel plötzlich Malfoy, Dolohow und Greyback gegenüber standen.“
Er schluckte kurz und warf einen Seitenblick auf Remus, welcher wieder leicht zitternd auf seinem Stuhl saß, den Blick fest auf seine verkrampften Hände gerichtet. Fawkes tat sein Bestes, um den aufgelösten Werwolf zu beruhigen, doch selbst er scheiterte.
„Was geschah dann?“, wollte der Schulleiter mit ruhiger Stimme wissen, ohne jeglichen Unterton.
„Naja“, fuhr James fort, die Wut in seiner Stimme war nun nicht zu überhören. „Er beleidigte meine Freunde, besonders Lily - da habe ich… ich habe zugeschlagen.“ Ein wenig beschämt blickte er auf den Boden. Nicht wegen dem, was er getan hatte, aber es hier in diesem Raum auszusprechen war etwas vollkommen anderes.
„Schließlich wollte Malfoy Lily einen Unverzeihlichen auf den Hals hetzen, doch Harry, er -“ James schluckte und wurde blass, das Bild würde er niemals wieder vergessen. Kurz schloss er die Augen und schüttelte unmerklich den Kopf, als könne er es so vertreiben.
Dumbledores Augen wurde groß, als er begriff, was geschehen war. Ebenso die Liam's.
„Harry hat sich in die Fluchbahn geworfen?“ Erschrecken war nun in Dumbledores Augen abzulesen.
„Ja, Sir. Deshalb musste er auch so schnell wie möglich auf die Krankenstation, nachdem er den Cruciatus abbekommen hatte, war er für kurze Zeit nicht wirklich ansprechbar und er hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten.“
„Das habe ich gemerkt“, sagte Liam, der sich, als ihm das ganze Ausmaß des Streites bewusst wurde, gegen die Stuhllehne hatte fallen lassen.
„Naja, während sich Ginny und Lily um Harry kümmerten, halfen die Jungs mir, die drei Todesser zu schocken und zu fesseln, bis dann Patrick und Dad kamen…“, schloss James.
Liam sah seinen Sohn nun ernst an.
„Ich hoffe, euch ist bewusst, dass ihr verdammt viel Glück hattet dort draußen. Es war leichtsinnig und dazu gefährlich. Aber ich bin stolz auf dich, James, auf euch alle.“
„Danke Dad, das wissen wir. Uns wäre es auch lieber gewesen, wenn wir gar nicht erst in diese Situation gekommen wären, das kannst du uns glauben.“
In diesem Moment klopfte es und kurz darauf traten Beccy und Patrick ein.
„Die drei Todesser befinden sich in einer Arrestzelle im Ministerium und warten dort auf ihre Anhörung, die wir, wenn wir hier fertig sind, durchführen werden.“
Ein erleichtertes Aufatmen ging durch die Reihen der Schüler, selbst Remus schaffte es, die beiden Auroren dankbar anzusehen.
„In Ordnung, ich würde sagen, wenn wir noch Fragen haben, wissen wir ja, wo wir euch finden können“, sagte Liam und warf eine fragenden Blick zu Patrick, welcher nickte. „Ich habe unter Zeugen gehört, was du mir erzählt hast, James, das sollte, denke ich, genügen.“
Auch der Schulleiter nickte. „In Ordnung. Damit könnt ihr gehen und schauen, wie es Mister Smith und Miss Wright auf der Krankenstation geht.“ Bei der Erwähnung der Decknamen Harrys und Ginnys sah er jeden der sechsen eindringlich an, verstehend nickten diese, verabschieden sich und verließen kurz darauf den Raum.
Kaum war die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen, richtete Patrick sich jedoch auf.
„Albus, wie, beim Merlin, konntest du sie ohne Aufsicht in die Winkelgasse schicken? Du weiß doch, was da draußen los ist! Wir können froh sein, dass Madam Pompfrey nicht noch mehr zu tun hat, als Mister Smith zu versorgen!“
„Wo wir gerade von Mister Smith reden - wer sind die beiden? Ich habe sie vorher noch nie gesehen und sie scheinen recht gut mit einander befreundet zu sein, als würden sie sich schon länger kennen“, gab Liam zu bedenken, ehe Dumbledore überhaupt etwas dazu hatte sagen können.
Dumbledore holte tief Luft.
„Zum Ersten, ich war vielleicht, zugegeben, leichtsinnig zu glauben, sie in die Winkelgasse schicken zu können, da in der letzten Zeit wenige bis gar keine Todesseraktivitäten registriert wurden. Zum Zweiten, Mister Smith und Miss Wright sind Austauschschüler aus Australien. Dein Sohn und deine zukünftige Schwiegertochter haben sich vorbildlich um die beiden gekümmert und sie sehr schnell in der kleinen Gruppe aufgenommen.“
Liam sah verblüfft und zugleich erfreut auf. „Moment, Schwiegertochter? Hat James es also endlich geschafft, das Herz der jungen Dame zu erobern?“
Dumbledore lächelte und nickte. „Ja, das hat er. Dein Sohn hat endlich verstanden, dass er sein Verhalten ändern muss, wenn er Lily für sich gewinnen will. Deshalb hat er dieses Schuljahr nicht jede Woche eine neue Freundin - und, wie ich anmerken muss, auch wesentlich weniger Strafarbeiten.“
Liam lachte auf diese Erläuterung des Direktors hin nur, er kannte seinen Sohn gut genug um zu wissen, wie schwer es James gefallen sein musste, sich ausschließlich auf Lily zu konzentrieren. Schließlich hatte es damals auch nur Claire geschafft, ihn zu zähmen.
„Ähm“, machte Patrick, der bisher nur unbeteiligt daneben gesessen hatte. „James in allen Ehren, aber könnten wir vielleicht wieder auf das eigentliche Thema zurück kommen?“
„Das eigentliche Thema? Du meinst, warum ich sie in die Winkelgasse geschickt habe? Naja, die Antwort ist ganz einfach, Patrick. Wie sonst hätten sie sich für den Neujahrsball einkleiden sollen?“
Patrick blinzelte, während Liam erstaunt erwiderte: „Wie, Ball? Der Ball ist Orden-intern, Albus, das weißt du. Sie sind Schüler, sie können doch nicht einfach so - “
„Glaube mir, ich habe meine Gründe, sie schon jetzt in den Orden auf zu nehmen, noch ehe sie mit der Schule fertig sind, alle acht.“
„Aber du kennst doch Mister Smith und Miss Wright gar nicht - oder hast du so gute, bisher unbekannte, Kontakte nach Australien?“, wollte Liam erstaunt wissen.
„Das stimmt, die beiden kenne ich erst sehr kurz, aber ich kenne ihre Eltern schon recht lange und weiß, dass sie zu hundert Prozent auf unserer Seite stehen“, entgegnete der Direktor und lächelte, konnte Liam doch nicht wissen, dass auch er zwei dieser Elternteile sehr wohl sehr gut kannte und obendrein praktisch der Großvater von dem jungen Mann war, von dem sein Sohn einst der Vater sein würde.
„Unter einer Bedingung“, sagte Patrick und sah zwischen Liam und Dumbledore hin und her. „Sie werden aufgenommen, wenn sie Zusatztraining und Stunden in Verteidigung gegen die Dunklen Künste bekommen.“
Liam fing den Blick seines Kollegen auf und nickte, das waren auch seine Gedanken gewesen. Wenn Dumbledore schon vor hatte, Schüler auf zu nehmen, dann wollten die beiden Auroren ihren Kindern, ins Besondere James, Sirius und Beccy, eine gute Ausbildung ermöglichen mit Wissen, das über den normalen Schulstoff hinaus ging.
„Das finde ich eine hervorragende Idee“, stimmte Dumbledore zu. „Meint ihr, ihr könntet dieses Training leiten? An einem Samstag oder Sonntag, denke ich, wäre es am besten, da haben sie den Kopf frei von der Schule.“
Die beiden Angesprochenen grinsten sich an und nickten einstimmig. „Natürlich, das machen wir gerne. Auch, wenn ich auf ihre Reaktion gespannt bin.“
„Warum?“
„Liam, überleg doch mal, wärst du gern von deinem Vater unterrichtet worden? Aber ich denke, wer gegen Voldemort kämpfen will, wird auch das überstehen, was meinst du?“
„Wenn nicht, haben wir etwas falsch gemacht, fürchte ich“, lachte dieser und grinste immer noch.
„Gut, dann ist es also beschlossen. Jetzt müssen wir sie nur noch davon in Kenntnis setzen, dass von nun an auch ihre Wochenenden mit Übungen und Trainingseinheiten belegt sein werden - keine Angst, das übernehme ich morgen beim Frühstück“, sagte Dumbledore und zwinkerte. Erleichtert atmeten die beiden Männer auf.
Während die beiden Auroren mit Dumbledore planten, wie es weiter gehen sollte, erreichten die Freunde die Krankenstation, wo sie auf Harry und Ginny trafen.
Sie setzten sich um das Bett herum zogen sich jeder einen Stuhl heran, doch ehe sie berichten konnten, wie es bei Dumbledore gewesen war, kam eine aufgeregte Madam Pomfrey auf sie zugestürmt.
„Sieben Schüler um einen Patienten? Mister Smith braucht Ruhe und keine Horde schnatternder Wildgänse“, schimpfte sie und machte Anstalten, sie aus dem Krankensaal zu scheuchen.
„Wenn sie gehen, gehe ich auch“, sagte Harry mit fester Stimme und setzte sich auf, die Beine schon über den Bettrand.
„Mister Smith, Sie gehören ins Bett, Sie haben einen schweren Fluch abbekommen, Sie müssen sich erholen! Wenn Ihre Freunde Sie besuchen möchten, dann bitte einzeln und nicht alle zusammen in einem wild durcheinander redenden Haufen!“
Harry rollte mit den Augen.
„Aber Madam Pomfrey, was soll ich denn hier schon groß machen? Ich liege im Bett und rede, strenge mich weder körperlich noch psychisch an. Es entspannt mich eher, wenn meine Freunde und meine Fam - also, wenn sie alle hier bei mir sind, als wenn ich hier ganz allein läge“, sagte er und biss sich auf die Lippen, das Wort Familie hatte er gerade noch hinunter schlucken können.
„In Ordnung, Sie haben zehn Minuten, dann will ich aber niemanden von Ihnen hier mehr sehen“, sagte sie in strengem Ton und wuselte davon.
Harry stöhnte. „Na toll, das ist doch Mist“, meckerte er, in den Gesichtern seiner Freunde war eine Mischung aus Belustigung und Ärgernis abzulesen.
Besorgt sah er seine Mutter an.
„Lily, geht es dir gut? Hast du etwas abbekommen?“, wollte er wissen und kam sich komisch vor, plötzlich wieder ihren Namen zu nennen. Doch hier konnte er schlecht Mum zu ihr sagen, die Gefahr, dass unbestimmte Ohren mithörten, war zu groß.
„Du fragst mich, wie es mir geht? Die Frage sollte eher lauten, wie es dir geht? Schließlich hast du den Fluch abgefangen, der für mich bestimmt war“, antwortete Lily, die bei der Erinnerung an das, was in der Winkelgasse geschehen war, wieder etwas blass wurde.
Ginny hustete nur ein „Helfersyndrom“ hervor.
Harry lachte. „Ich liebe dich auch, Gin“, grinste er und warf ihr eine Kusshand zu.
„Also wie geht es dir Harry? So einen Fluch steckt man nicht mal eben so einfach weg“, fragte Lily besorgt und musterte ihren Sohn.
„Mir geht's gut, es war nicht das erste Mal, dass ich einen Cruciatus abbekommen habe“, murmelte Harry unverständlich und versuchte den Blicken der anderen auszuweichen.
Erschreckt sahen sie ihn an, wieder ein Detail aus Harrys Leben, das ihnen bewusst machte, was er alles hatte durch machen müssen. Ein weiterer Punkt, den sie um jeden Preis verhindern wollten in der Zukunft.
Ginny hingegen musste unwillkürlich Lachen.
Verwirrt sah Harry sie an.
„Ich denke, wir werden in der Zukunft noch ein Problem weniger haben“, gluckste sie, die Blicke wurden noch eine Spur irritierter.
Ginny jedoch bekam sich vor Lachen kaum noch ein.
„Naja, was passiert, wenn man einen Unverzeihlichen benutzt?“, wollte sie wissen und sah in die Runde.
„Ähm - man kommt lebenslang nach Askaban?“, sagte Sirius und schien noch immer nicht Recht zu wissen, worauf sie hinaus wollte.
„Richtig. Und wer hat heute einen Crucio angewandt?“ Ihr Grinsen wurde immer breiter, Harrys Blick aufmerksamer.
Da wurde auch ihm klar, was sie meinte und sein Grinsen reichte ebenfalls von einem Ohr bis zum anderen.
„Leute, könnt ihr uns aufklären, bitte?“, meinte James und sah Harry und Ginny fragend an, die sich Lachtränen aus den Augen wischten.
„Naja, das ist ganz einfach - Ohne Malfoy Senior kein Draco Malfoy junior“, lachte Harry und prustete erneut los.
Mitten in ihre heitere und scheinbar ausgelassene Stimmung platzte Madam Pomfrey und versuchte, Harrys Besucher dazu zu bewegen, den Raum zu verlassen und ihrem Patienten endlich die Ruhe zu gewähren, die er in ihren Augen verdient hatte.
„Tut mir leid, aber ich bleibe dabei: entweder, sie bleiben, oder ich gehe ebenfalls“, sagte Harry bestimmt und sah die Krankenhexe herausfordernd an.
Madam Pormfrey entfernte sich grummelnd von seinem Bett. Man hörte nur Satzfetzen wie „Keine Ahnung, was gut für sie ist“, oder „werde mich beschweren“, aber sie ließ es zu, dass die acht Freunde sich erhoben und auf den Weg zum Ausgang des Krankenflügels machten.
„Mister Smith, Sie gehen auf eigene Gefahr, das muss Ihnen bewusst sein. Außerdem möchte ich Sie morgen früh vor dem Frühstück gern hier sehen, um sie noch einmal durchchecken zu können.“
Harry nickte nur und folgte dann den anderen auf dem Weg in die große Halle, wo sie nun zu Abend essen würden.
Eine Stunde später fragte Beccy an Remus gewandt besorgt: „Rem, was ist los? Du warst schon die ganze Zeit so still?“
Sie saßen nebeneinander auf der Couch vor dem Kamin, während James und Harry sich ein erbittertes Schachduell lieferten, wobei Ginny und Lily, welche bei ihren Freunden auf dem Schoß saßen, sie lauthals unterstützten. Peter und Sirius unterhielten sich über Gott und die Welt und Beccy hatte angenommen, dass ihre Frage somit nur Remus hören würde. Doch bei ihren Worten horchten auch die anderen im Raum auf und sahen Remus fragend an.
Remus' Blick war wie versteinert. Seine Stimme nicht mehr als ein Flüstern, als er sprach. „Ich hatte gehofft, ihn nie wieder sehen zu müssen. Dazu ausgerechnet dort und heute, an einem Tag, der so schön gewesen war. Und was passiert? Wir treffen… ihn.“
Beccy sah ihn mitfühlend an und verschlang ihre Hände miteinander. Schwieg jedoch, denn sie spürte, dass Remus noch mehr sagen wollte.
„Es war alles sofort wieder da“, sagte er leise und mit monotoner Stimme. „Ich war wieder fünf und er, er war… ein Wunder, dass ich überhaupt reagieren konnte, war doch alles in mir wie erstarrt. Ich wollte eigentlich nur weg laufen, mich so klein machen wie möglich, doch auf der anderen Seite wart da ihr, ich konnte euch doch nicht im Stich lassen. Und als Malfoy den Fluch auf Lily schoss, den Harry ab bekam, war es, als hätte sich etwas in mir gelöst… aber… jetzt fühle ich mich wieder so klein und unbedeutend.“ Er saß leicht zitternd auf dem Sofa, den Blick auf seine Füße gerichtet.
Harry sah ihn an. „Nein Remus, du bist nicht klein und unbedeutend. Du bist einer der klügsten Schüler Hogwarts', und bis auf 12 Stunden im Monat führst du das Leben eines ganz normalen Menschen. Du wirst nicht wie er werden, niemals. Ich weiß, was er dir antat, war schrecklich, aber du warst ein Kind, Remus. Ein Kind von fünf Jahren. Jetzt bist du erwachsen - lass nicht zu, dass er diese Macht noch immer über dich hat. Denn die hat er nicht und wird sie auch niemals wieder haben.“
Remus sah jedoch noch nicht wirklich überzeugt aus.
„Remus, du bist einer der wundervollsten Menschen, die ich je kennen lernen durfte. Dazu einer der besten Lehrer, die ich je hatte. Ich habe so viel von dir gelernt, du warst immer für mich da - ich lasse nicht zu, dass du dich so fertig machst, dass er dich dazu bringt, dich so fertig zu machen.“
„Aber ich verstehe, was du meinst“, sagte Ginny, „als ich Malfoy sah, waren die Gedanken an mein erstes Schuljahr wieder da, als Riddle die Macht über mich hatte. War Malfoy es doch gewesen, der mir das Tagebuch untergeschoben hatte, mit dessen Hilfe er mich zwang, Dinge zu tun, an die ich mich heute ein Glück nicht mehr erinnere.“ Ihre Stimme zitterte leicht, Harry strich ihr beruhigend über den Rücken. „Ich weiß nur, dass viele durch mich leiden mussten. Doch du, Remus, du hast nie jemandem weh getan. In dem Sinne bist du nur Opfer, ich hingegen bin auch Täter“ , fügte sie leise murmelnd hinzu.
„Nein, Ginny, das ist Unsinn. Du warst nur die ausführend Hand, du hast nichts von dem aus freien Stücken getan. Wie du selbst sagtest, Riddle hatte die Macht über dich. Oder würdest du sagen, dass jemand, der unter dem Imperiusfluch steht, auch dafür verantwortlich ist, was er tut?“
„Aber ich habe es getan“, hauchte sie, die Hände ineinander verkrampft. „Ich wusste doch, dass das Buch Einfluss auf mich hatte und doch habe ich immer wieder mit ihm geschrieben und somit trage ich die Verantwortung für das, was ich getan habe.“
Erschrocken sah Harry seine Freundin an, so direkt hatte er sie noch nie über das sprechen hören, was damals passiert war. Für einen Moment tauchten die Gedanken an die Kammer des Schreckens wieder vor seinem Inneren Auge auf - nein, er wollte jetzt nicht daran denken, dass er vielleicht noch einmal hinunter musste, um einer sterbenden Ginny das Leben zu retten.
Inständig hoffte er, dass Dumbledore einen anderen Weg finden würde, um an das Basiliskengift zu kommen.
Nach einer Weile war Peter es, der sprach. „Als mir bewusst wurde, wer dort vor uns stand, war ich wie erstarrt. In meinem Kopf hämmerten die Gedanken du wirst mal einer von ihnen sein so laut, dass ich zunächst gar nicht wusste, was ich tun sollte“, gestand er zögernd.
„Aber du wirst keiner von ihnen, Pete. Wir werden es mit all unseren uns zur Verfügung stehenden Kräften verhindern, dass du einer von ihnen wirst“, sagte James und sah seinen Freund aufmunternd an. Es waren Momente wie diese, in denen sie sich ihr Versprechen, die Zukunft zu verändern, eindringlich vor Augen führen mussten, beziehungsweise, in denen ihnen ihre eigene Zukunft gewaltsam vor Augen geführt wurde. Sie mussten nur dafür sorgen, dass diese Zukunft niemals wahr werden würde.
„Ich glaube, wir haben uns alle nicht sonderlich wohl gefühlt in der Situation. Wir hatten alle Angst um die jeweils anderen, zusammen mit Gedanken an früher oder was vielleicht einmal sein würde. Aber wir haben es überstanden und Liam und Patrick werden dafür sorgen, dass die drei Askaban so schnell nicht wieder verlassen werden“, sagte Lily und sah jeden in der Runde offen an.
Zustimmend nickten sie, ihre Mienen entspannten sich etwas.
Ihr Blick fiel auf ihren Sohn, der an der Schulter seiner Freundin lehnte, die Augen halb geschlossen und mühsam versuchte, wach zu bleiben.
Ginny bemerkte ihren Blick, lächelte und strich ihrem Freund durch die Haare. „Ich denke, wir sollten alle ins Bett, was denkt ihr?“, meinte sie und erntete prompt ein Gähnen seitens James'.
„Gute Idee“, sagte Beccy, kuschelte sich statt dessen jedoch enger an Remus, welcher die Arme um sie legte und ihren Nacken küsste.
„Finde ich auch“, entgegnete Sirius und erhob sich. Wünschte allen eine gute Nacht und stieg die Treppe zu ihrem Schlafsaal empor.
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 03:16
von Tjeika
Ui, was für ein Kapitel. Und ich bin froh, dass Malfoy erstmal ausser Gefecht gesetzt ist

Und Malfoy Junior gleich dazu

Ich hoffe nur, dass sie so schnell keinen Weg aus Askaban herausfinden werden, und damit meine ich nicht nur Malfoy, sondern auch die anderen beiden, die an der unschönen Aktion beteiligt waren.
Mir gefällt es sehr, dass die Charaktere in dieser Geschichte so oft über ihre eigene Vielleicht-Zukunft reflektieren, über ihr Schicksal, über das, was ihnen bis dahin schon geschehen ist. Das gefällt mir wirklich sehr.
Man merkt auch wirklich schon eine Veränderung der Charaktere, gerade was Peter und Remus anbelangt. Großes Lob dafür.
Interessant war, dass Liam und Beccys Vater fast ohne zu Murren zugestimmt haben, die Gruppe in den Orden aufzunehmen, aber wer weiß, wie man in solchen Zeiten reagiert, immerhin bietet der Orden ja auch Schutz... schwierig zu beurteilen, ob mir das gefällt oder nicht.
Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie es nun weitergeht *Wink mit dem Stahlträger*^^

Ria
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 03:19
von vojka
Lach, keine Angst, solange ich noch nicht müde bin und mich die Unterleibsschmerzen wach halten, solange bekommst du auch neue Chaps.
Ja diese Reflexionen sind uns auch wichtig und sie kommen immer wieder, mal mehr, mal weniger.
Das mit dem Orden, naja da wirst du in den nächsten Chaps mehr zu erfahren.
Kapitel 26
Willkommen in Potter Manor
Der nächste Tag war ein Freitag. Harry und Ginny waren nun genau eine Woche in dieser für sie fremden Zeit und langsam fielen die Beklemmung mehr und mehr von ihnen ab. Sie alle genossen die Ruhe, die sie an den Tag legten. Keine weiteren Treffen oder Gespräche mit Dumbledore, ihr Zusatztraining würde erst im neuen Jahr statt finden. Somit hatten sie endlich einmal Gelegenheit, sich von den anstrengenden letzten Tagen zu erholen.
Besonders Harry und Ginny merkte man die Erschöpfung an, sie verbrachten einen Großteil des Tages mit Schlafen oder ruhigen Aktivitäten, einfach beieinander Sitzen und die Zweisamkeit genießen.
Wie den 30., so verbrachten sie auch den 31. Dezember und damit den letzten Tag des Jahres verhältnismäßig ruhig. Sprachen über dies und das, lachten viel, konnten aber auch ebenso ernste Themen besprechen. Nur ein Thema ließen sie außen vor: Voldemort und die Horkruxe.
Den Jahreswechsel feierten sie in dicke Umhänge gehüllt auf dem Ausguck des Astronomieturms, doch es war zu kalt um lange an der frischen Luft zu bleiben. Somit wurde die kleine Feier in den Gemeinschaftsraum verlegt, doch schon bald ging einer nach dem anderen ins Bett, um genug Schlaf zu bekommen vor dem anstehenden Ball und dem vorherigen Frühstück im Hause der Potters.
Hastig wurden am folgenden Morgen die letzten Sachen zusammen gepackt, Kleider verstaut, so gut es ging und als sich schließlich alle im Gemeinschaftsraum einfanden, konnte man beinahe meinen, sie wären eine Woche unterwegs und nicht nur zwei Tage.
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Büro des Schulleiters, welcher bereits auf sie wartete.
Er deutete auf einen Aschenbecher, der auf seinem Schreibtisch stand. „Dieser Portschlüssel wird euch nach Potter Manor bringen, ihr werdet bereits erwartet. Ich wünsche euch einen schönen Tag, wir sehen uns heute Abend beim Ball.“
Sie ergriffen den Portschlüssel, spürten das verdächtige Ziehen am Bauchnabel und fanden sich wenige Augenblicke später in der Eingangshalle des großen Hauses wieder, wo eine strahlende Claire Potter sie begrüßte.
Claire ging auf die kleine Gruppe zu. Sie wollte gerade James liebevoll umarmen, als ihr Blick auf Harry fiel. Sie stutzte und schaute noch einmal zwischen den beiden hin und her. „Also, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du James' Bruder bist. Wie ist das nur möglich?“
Harry sah etwas erschreckt drein, doch James löste den Moment der Spannung, in dem er sagte: „Mum, was ist, willst du mich heute gar nicht zu Tode drücken?“
Claire blickte noch immer zwischen ihrem Sohn und Harry hin und her und schüttelte schließlich den Kopf. Fixierte ihre Augen dann auf James und murmelte: „Doch, natürlich“, woraufhin sie die Arme um ihren Sohn legte und ihn einmal fest an sich drückte, ebenso wie Sirius, der sich lächelnd zu Claire hinunter beugte, um sie ebenfalls zu umarmen. Auch Remus und Peter wurden mit einer Umarmung begrüßt, genau wie Beccy. Letztere stand direkt neben Remus und hielt seine Hand, was Claire mit einem warmen Lächeln erkannte.
„Ich freu mich für euch“, sagte sie und strahlte gleich noch ein wenig mehr, als sie Lily und James und Beccy und Remus so vertraut mit einander sah.
„Du musst Lily sein“, sagte sie, als sie den verliebten Blick ihres Sohnes bemerkte, den er der rothaarigen Hexe zuwarf.
Schließlich waren nur noch Harry und Ginny übrig, welche ebenfalls Hand in Hand neben einander standen.
„Hilfe, was ist denn mit mir los, wo bleiben meine Manieren, ich habe mich ja noch gar nicht vor gestellt! Also, ich bin Claire Potter, die Mutter dieses jungen Mannes hier“, sagte sie schnell, Harry musste beinahe grinsen.
„Ich bin Harry Po - eh, Smith und das hier ist meine Freundin Ginny Wright“, stellte er sie beide vor und warf einen hastigen Blick zu James, dem sein Beinahe-Versprecher nicht entgangen war.
„Herzlich Willkommen ihr Zwei, ich hoffe, ihr fühlt euch hier wie Zuhause“, sagte sie freundlich und Harry dachte bei sich, dass dieses Haus ja wirklich in gewissem Sinne sein Zuhause war.
Er schluckte, ob er in zwanzig Jahren wieder in diesem Raum stehen würde, als Claires Enkelsohn, mit Ginny an seiner Seite? Er hoffte es.
James' Magenknurren holte ihn jedoch aus seinen Gedanken, er musste unwillkürlich Lachen.
„Das ist das untrügliche Zeichen, dass es Zeit fürs Frühstück ist“, meinte Claire lächelnd und geleitete die kleine Gruppe in den Salon, wo sie ein herrlich gedeckter Tisch erwartete.
„Euer Gepäck wird von den Hauselfen in eure Zimmer gebracht, ich zeige euch dann später, wo ihr schlafen werdet“, erklärte sie, während sie nach einander Liam Potter begrüßten und sich dann auf ihre Plätze setzten.
„Und, was habt ihr heute noch so vor?“, wollte Liam von ihnen wissen, als sie das Frühstück beendet hatten.
„Was haltet ihr von Quidditch?“, fragte James seine Freunden und sah sie herausfordernd an.
Sirius strahlte, ebenso Beccy, Harry und Ginny. Remus und Peter blickten etwas unentschlossen drein.
„Rem, Peter, macht ihr mit?“, wandte sich Ginny an die beiden.
„Wie? Spielen wir vier gegen vier? Ich bin doch nicht wahnsinnig! Oder wollt ihr uns platt machen?“
Lily lachte nur und schüttelte den Kopf. „Nicht mit mir, ich spiel bestimmt nicht mit.“
Harry, der gerade den Mund auf machen wollte, um seine Mum zu überreden, doch mit zu spielen, wurde von James unterbrochen.
„Harry, so sehr wir Quidditch lieben, so wenig mag Lily es“, sagte er und blickte danach seine Freundin etwas unsicher an.
„Solange es okay für dich ist - “
„Natürlich ist es das! Wenn ich in der Zeit eure Bibliothek unsicher machen darf?“, fragte sie und gab ihm einen kurzen Kuss.
James nickte, stand auf und reichte Lily seine Hand um ihr aufzuhelfen. Auch die anderen Schüler am Tisch erhoben sich um nach draußen auf das kleine Quidditch Feld der Potters zu gehen. Zurück blieben nur James Eltern.
„Dieser Harry ist mir irgendwie etwas suspekt. Wieso sieht er unserem Sohn so verdammt ähnlich?“, murmelte Liam Potter in seinen nicht vorhandenen Bart.
„Wer weiß, mein Lieber. Wir Frauen können uns immer sicher sein, unsere Kinder vor sich zu haben. Vielleicht hast du mich ja betrogen und eine andere Frau zur selben Zeit wie mich geschwängert?“, lachte Claire Potter und als ihr Mann sie erst mit erschrockenem und dann empörtem Gesicht ansah, lachte sie nur noch lauter. „Ich weiß Liam, so etwas hättest du nie gemacht, das sollte nur ein Scherz sein. Aber mal im Ernst, es ist schon komisch. Hat Dumbledore dir etwas über ihn erzählt, als du in der Schule warst?“
Liam überlegte kurz. „Nein, er meinte nur, dass er seine Eltern und Großeltern schon lange kenne und ihnen blind vertrauen würde. Und, dass er aus Australien komme. Sonst nur, dass James und Lily ihrem Job als Schulsprecher nachgekommen sind und sich von Anfang an um sie gekümmert haben und sie sich dann angefreundet haben.“ James' Vater sah gedankenverloren in seinen Kaffeebecher, bevor er einen tiefen Schluck nahm.
„Was sagt dir dein Auroreninstinkt? Kann man ihm vertrauen?“, fragte Claire und musterte ihren Mann ganz genau.
„Mein Instinkt? Lass mich überlegen. Er sagt mir, dass der Junge und auch Dumbledore ein Geheimnis haben. Aber ich glaube, es geht von ihm keine Gefahr aus, eher im Gegenteil, ich denke, trotz der Geheimnisse, kann man ihm Vertrauen. Aber mich stört trotzdem seine Ähnlichkeit mit James, man könnte meinen, er wäre ein Potter. Die typischen zerstruvelten schwarzen Haare und auch die Gesichtsform ist die von James, nur hat er andere Augen. Ich weiß nicht, was ich glauben soll. Der Vater in mir sagt, traue ihm nicht, der Auror sagt, traue ihm. Ich bin hin und her gerissen“, seufzte Liam abschließend. „Ich muss noch mal kurz ins Ministerium, werde aber zum Mittagessen wieder da sein“, fügte er noch hinzu, stand auf, gab seiner Frau einen Kuss und verschwand aus dem Speisezimmer.
* *
„Essen“, schalte Claires Stimme gegen ein Uhr über das Quidditch Feld und sieben Besen setzten zur Landung an.
„Ich hätte nie gedacht, dass wir auch nur Ansatzweise eine Chance haben“, lachte Remus, als sie das Esszimmer betraten wo schon Lily, Claire und Liam saßen. „Ich meine James, du galtst als der beste Jäger der letzten 20 Jahre, aber gegen Ginny hast du ja fast keine Chance.“
„Ja ja, ich gebe es ja zu, Ginny ist gut“, grummelte James, der es gewohnt war, immer der Beste und von allen Bewunderte zu sein, aber Ginny hatte ihm eindeutig die Show gestohlen heute. „Wir haben nur verloren, weil wir einer weniger waren“, motzte James weiter und Sirius stimmte ihm zu, denn auch er konnte es nicht ganz so überwinden, von seinen Freunden geschlagen worden zu sein.
„Nein ihr beiden, keine Ausreden. Remus und ich fliegen so ungern und spielen auch normalerweise überhaupt kein Quidditch, wie ihr wisst, im Gegensatz zu euch dreien, ihr spielt regelmäßig, selbst Sirius. Gebt einfach zu, dass wir besser waren als ihr“, grinste Remus, dem es gefiel, dass seinen beiden schwarzhaarigen Freunden heute mal ein Dämpfer verpasst wurde.
„Wie ist es denn ausgegangen?“, fragte Liam vom anderen Ende des Tisches.
„160 zu 180 für die anderen“, grummelte James. Liams Blick wanderte zu der Irin, welche als einzige aus dem Verliererteam nicht verstimmt zu sein schien.
„Beccy, du scheinst nicht enttäuscht von eurer Niederlage zu sein?“, fragte er daraufhin.
„Nein stimmt Liam, denn Ginny ist eine meiner Jägerinnen in diesem Jahr für die letzten beiden Spiele der Saison und durch die Verstärkung von Ginny und Harry bin ich mir sicher, dass wir dieses Jahr den Pokal holen werden“, lachte sie und auch Sirius' und James' Miene hellten sich nach dieser Aussage wieder etwas auf, denn sie hatte Recht, sie konnten es den Slytherins im nächsten Spiel so richtig zeigen.
Es ging noch lustig am Mittagstisch zu. Sie blieben, obwohl sie mit dem Essen fertig waren, noch einige Zeit am Tisch sitzen und sprachen miteinander über Quidditch, die Schule, aber auch über den Krieg, Voldemort, den Orden und den Ball, welcher am Abend statt finden sollte.
„Wollen wir gleich noch einen Kaffee oder Tee trinken?“, fragte Claire in die Runde, nachdem ihr Blick auf die Uhr gefallen war.
„Ich hätte gerne ei-“, versuchte Liam zu antworten, wurde aber von einem, „Oh mein Gott! Schon so spät!“, von Lily unterbrochen.
Die Mädchen hatten beschlossen, sich heute besonders viel Zeit beim Vorbereiten zu lassen und sich nach dem Duschen noch eine Stunde hinzulegen, damit sie die Nacht durchtanzen konnte. Alle sahen Lily erstaunt an. Sie war normalerweise kein Mädchen, welches
übermäßig auf ihr Aussehen achtete und sich Stundenlang vorbereitete und schon gar nicht fünf Stunden, auch Beccy und Ginny waren keine Modepüppchen die ewig brauchten, aber heute schien es anders zu sein. Alle drei standen auf und verabschiedeten sich von ihren Freunden mit einem Kuss von ihnen. Harry, James und Remus sahen ihnen nur kopfschüttelnd hinterher.
„Kaffee oder Tee?“, versuchte Claire erneut zu fragen.
„Ich möchte nicht, danke Mrs. Potter“, sagte Harry, bekam aber nur einen leicht strafenden Blick von der Herrin des Hauses.
„Claire genügt vollkommen Harry, ich meine ab heute Abend werdet ihr ebenso wie wir im Orden sein und dort duzen wir uns eh alle“, sagte sie schmunzelnd
„Danke, Claire“, man merkte, dass es Harry auf der einen Seite schwer fiel sie zu duzen, aber auf der anderen Seite war er froh, dass er so normal mit seiner zukünftigen Großmutter umgehen konnte. Als Harry sich erhob, warf er einen könntest du mir bitte schnellst möglich folgen Blick zu James, welcher den Blick seines Sohnes verstand sich ebenfalls erhob.
„Danke Mum, aber ich werde mich noch ein bisschen hinlegen, wie ich Lily kenne, möchte sie die halbe Nacht mit mir durchtanzen“, grinste James und stand auf.
Kaum waren sie draußen und hatten die Tür hinter sich geschlossen, platze es förmlich aus James heraus: „Was gibt es denn? Eigentlich hätte ich gerne noch einen Kaffee getrunken.“
Harry sah seinen Dad an und druckste noch etwas herum, bevor es fast kleinlaut von ihm kam, dass er ja eigentlich nicht wirklich tanzen könne und dass er auf dem Weihnachtsball bei dem einen Tanz mit Ginny mehr Glück als Verstand gehabt hatte, sich nicht vollkommen blamiert zu haben. „Dad, würdest du versuchen mir auf die Schnelle zumindest noch die Schritte vom Walzer beizubringen? Ich möchte nicht wie ein Depp auf dem Ball erscheinen.“
James versuchte sich das Lachen zu verkneifen, bei Harrys beinahe verzweifeltem Blick und dem Hundeblick, den er aufgesetzt hatte. Lächelnd stimmte er dann durch ein Nicken zu und sie gingen geradewegs in sein Zimmer. Er verschloss seine Zimmertür mit einem Zauber und legte auch noch einen Schallschutz drauf, damit sie auch ja nicht gestört werden würden.
„Also mein Sohn, die Kunst des Tanzens ist ganz einfach. Du darfst dir nie, und wenn ich nie sage, meine ich auch nie, die Führung aus der Hand nehmen lassen. Das zweite, was wichtig ist, ist dass du einfach versuchst die Musik, zu der du tanzen möchtest, fühlst und einfach nur auf die Musik hörst, wenn du deine Partnerin über die Tanzfläche wirbelst. Wenn du dann erst einmal die Schritte verstanden hast, dann kommt der Rest schon von alleine. Du darfst nur nicht zu viel nachdenken und es nicht krampfhaft versuchen, denn dann wirkt das ganze auch total verkrampft und wie gewollt und nicht gekonnt. Wenn du dich aber einfach von der Musik treiben lässt, dann ist das gleich schon eine andere Sache und keiner achtet auf deine Schrittfolge.“ James erzählte dies, als wäre er ein professioneller Tanzlehrer. Man merkte ihm an, dass er aus einer der gehobenen Gesellschaftsschicht stammte.
„Na geht doch, langsam hast du es verstanden, nun musst du nur noch deinen Kopf ausschalten. Du denkst noch zuviel über die einzelnen Schritte nach, die kannst du doch jetzt. Also nicht denken, einfach tanzen“, meinte James nach zwei Stunden des intensiven Übens.
„Ich glaube, wenn ich jetzt noch einen Schritt tue, dann hat Ginny heute Abend ein Problem, denn dann werde ich nicht mehr tanzen können, da meine Füße dann leider nicht mehr an meinen Beinen sind. Ohman ich wusste gar nicht, dass Tanzen so anstrengend ist“, stöhnte Harry und ließ sich auf sein Bett fallen, welches für ihn schon in das Zimmer seines Vaters gestellt worden war.
„Wenn wir noch duschen wollen und nicht in diesen Klamotten auf dem Ball erscheinen wollen, dann sollten wir jetzt eh aufhören, hast du mal auf die Uhr geguckt? In einer guten Stunde kommen die ersten Gäste und wie ich meine Mum kenne, erwartet sie uns eine halbe Stunde vorher unten.“ Mit diesen Worten verschwand er im angrenzenden Badezimmer.
* *
Als James seinem Sohn die Walzerschritte mühevoll erklärte, fand Liam endlich Zeit, mit Claire unter vier Augen zu sprechen. Er fand sie im Salon bei den letzten Absprechungen mit den Hauselfen den Ball betreffend.
„Claire? Kann ich kurz mit dir reden?“, fragte er leise, als er sie dabei beobachtet hatte, wie sie mit der Elfe Tiny zum wahrscheinlich hundertsten Male den Menüplan durchsprach.
„Warte kurz, ich bin sofort bei dir. Wir gehen nur noch eben die letzten Details durch“, murmelte sie etwas abwesend, Liam rollte nur mit den Augen.
„Sicher, dass du es nicht aufschreiben willst? Nachher vergessen sie noch die Minze für die Minzsauce“, grinste er und erntete daraufhin einen bitterbösen Blick seitens seiner Frau.
Er ging trotzdem schon einmal vor in sein Arbeitszimmer in dem Wissen, dass sie ihm bald folgen würde. Wie sehr er sich irrte, erst etwa 45 Minuten später betrat sie sichtlich erschöpft und genervt den Raum und murmelte dabei: „Immer muss man alles selber machen.“
„Stifte und Papier sind da drüben“, war Liams einziger Kommentar, was ihm einen liebevollen Klaps auf die Schulter einbrachte. „Ich hätte es eigentlich mittlerweile wissen müssen, was bei dir ?bin sofort bei dir' bedeutet“, fügte er noch hinzu und sah Claire schief und abwartend an.
„Kann ich mir jetzt sicher sein, dass du mir auch zuhörst?“, wollte er wissen, nachdem sie sich ihm gegenüber gesetzt hatte.
Claire nickte nur und sah im selben Moment auf die Uhr über der Tür, Liam unterdrückte einen leisen Seufzer und beschloss, nicht lange drum herum zu reden.
„Ich war im Ministerium, wegen diesem Harry Smith. Wir hatten ja beide den Eindruck, dass der Junge wenig vertrauenerweckend ist.“
„Ja“, sagte Claire nur und war gespannt, was Liam ihr nun erzählen würde, er wirkte angespannt. Er saß unnatürlich gerade und seine rechte Hand hatte er zur Faust geballt.
„Ob du es glaubst oder nicht, aber beim Englischen Zaubereiministerium ist kein Harry Smith registriert - und beim Australischen Ministerium ebenso wenig. Ich habe auch mal bei der Australischen Schule, von der er ja angeblich kommt, nachgefragt. Dort kennt man weder einen Harry Smith noch eine Ginerva Wright.“
„Das ist wirklich merkwürdig, dass er nirgends bekannt ist. Ich meine, wo kommt er her? Was hat er vor, was spielen die Beiden für ein komisches Spiel? Warum lügen sie und warum scheint Professor Dumbledore sie auch noch zu decken? Er sagte doch, dass er ihre Eltern und Großeltern schon seit Jahren kenne, oder habe ich mich da geirrt?“, fragte Claire und sah nachdenklich an ihrem Mann vorbei.
Nach ein paar Minuten des Schweigens erhob sich die Frau des Hauses und murmelte, dass sie jetzt keine Lösung des Problems fänden und sie warten müssten, bis Dumbledore da sei um ihn dann noch mal genauer zu fragen. Außerdem habe sie keine Zeit mehr für irgendwelche Mutmaßungen, da sie als Gastgeberin pünktlich zu erscheinen habe und sich deshalb langsam fertig machen müsse, wenn sie nicht in ihrem Hauskleid die Gäste empfangen wolle.
Liam nickte nur und murmelte, dass er ihr in ein paar Minuten folgen würde und dass sie schon duschen solle, damit er es gleich könne. Damit war das Gespräch beendet.
Claire blickte noch einmal zu ihrem Mann, bevor sie die Tür zu seinem Zimmer schloss und sah, dass er schon wieder total in Gedanken versunken war. Er saß dort, stopfte sich gerade seine Pfeife, ein Laster, welches er von Patrick übernommen hatte, denn dieser saß immer in ihrem gemeinsamen Büro und rauchte. Als er den Tabak entzündet und den ersten Rauch ausgestoßen hatte, schloss sie die Tür. Sie ging in Richtung ihres Schlafzimmers und kam am Zimmer der Mädchen vorbei. Sie klopfte an und nachdem ein lachendes „Herein“ erklungen war, öffnete sie die Tür und steckte ihren Kopf durch den Spalt.
„Ich wollte nur fragen, ob ihr Hilfe benötigt oder alleine klar kommt?“, fragte sie freundlich lächelnd als sie die Mädchen sah, welche bisher nur Bademäntel trugen und gerade dabei waren, sich gegenseitig mit ihren Haaren und dem Make-up halfen.
Lily sah ihre Schwiegermutter in spe dankbar an und antwortete: „Lieb von dir, Claire, aber wir kommen zurecht, wenn die Haare und Make-up fertig sind, helfen wir uns gegenseitig in die Kleider. Wir sind ja immerhin zu dritt, da dürfte das zu schaffen sein, was meinst du?“
Claire nickte lachend. „Ich denke auch. Ich habe hier noch etwas“, sagte sie geheimnisvoll und zog eine kleine Schmuckschatulle hervor, welche sie Lily überreichte. „Wenn du magst, wirf doch einen Blick hinein, vielleicht gefällt dir ja etwas davon“, meinte sie und sah danach wieder die anderen Mädchen an, während Lily sprachlos, mit dem Kästchen in der Hand, da stand. „Ich erwarte euch dann um viertel vor sechs im Salon, viel Spaß wünsch ich euch noch“, sagte sie und schloss die Tür wieder und machte sich auf den Weg, um sich selber fertig zu machen.
* *
Gegen zwanzig vor sechs wurde James unruhig. Seit den letzten Minuten nervte er Sirius, in dem er in dessen Zimmer nervös auf und ab ging.
„Sirius beeil dich, Lily wartet schon!“, drängelte er, während sein Freund sich in aller Ruhe seine Krawatte band.
„Ruhig Blut, James, ich bin ja gleich fertig“, murmelte er und rückte sich seelenruhig und mit einem selbstgefälligen Blick in den Spiegel die Krawatte zurecht.
„Ja, aber Lily - “
„Lily wird auch da sein, weiß ich, Prongs, genau wie Beccy und Ginny. Und ich wette, dir werden bei ihrem Anblick die Augen ausfallen also lass uns gehen.“ Damit drehte er sich um und ging geradewegs aus dem Raum. James blickte ihm entgeistert hinterher, ehe er sich dazu entschließen konnte, seinem besten Freund zu folgen.
Auf dem Flur trafen sie auf Remus und Peter, die ebenfalls gerade fertig geworden waren.
„Da seid ihr ja endlich!“, sagte James mit leicht hektischem Blick.
„Guck ihn an, nicht mich, er kam mit dem Ding um seinen Hals nicht zurecht“, maulte Remus und sah genervt zu Peter, der in seinem Anzug sichtlich zu schrumpfen schien.
„Ist ja gut jetzt, ihr beiden, können wir?“, meinte Sirius und ging mit ausladenden Schritten voran, während man noch ein an Peter gewandtes: „Denk dran Pete, Bauch rein, Brust raus, gerade stehen“ hören konnte, was James ein genervtes, aber auch amüsiertes Augenrollen entlockte.
* *
Während die Rumtreiber noch auf dem Flur über Haltungspositionen diskutierten, stand Harry bereits am Treppenaufgang und wartete etwas nervös auf seine Freunde und seine Liebste. Mit Unbehagen dachte er an den Weihnachtsball in seinem vierten Jahr zurück und an die mühevollen, aber in seinen Augen erfolglosen Tanzstunden mit James, nach denen er sich noch hilfloser vorkam als zuvor.
Plötzlich hörte er eine Stimme neben sich, die ihm sehr bekannt vorkam.
„James, Schatz, kannst du kurz kommen?“, fragte Claire den Schwarzhaarigen und sah ihn erwartungsvoll an.
„Ich bin nicht James“, sagte Harry beinahe entschuldigend und drehte sich verwundert um.
Mit großen Augen blickte Claire den jungen Mann vor sich an. Für den Moment blieb ihr die Luft weg, als ihr bewusst wurde, wo der praktisch einzige Unterschied zwischen Harry und ihrem Sohn lag.
„Diese Augen“, murmelte sie nur und wurde blass.
Re: Journey of destiny - Grenzen der Zeit (HP-FF)
Verfasst: Do 10. Dez 2009, 03:35
von Tjeika
Muhahahahaha!!! Ach, ich liebe meine Schadenfreude. Klar, ich mag alle eure Charaktere, aber ich finde es schon... witzig, dass es nun auch Claire dämmert, wen sie da vor sich hat *gg*
Ja, so gefällt mir das schon viel besser, mit all den Zweifeln, wäre ja sonst auch zu einfach gewesen. Nun bin ich ja mal äußerst gespannt, was und ob sie überhaupt etwas sagen wird. Und was bei dem Gespräch zwischen James' Vater und Dumbledore herauskommt. Früher oder später wird es eh herauskommen. Gerade im Orden sollte es doch wichtig sein, zu wissen, was in der Zukunft so alles geschehen wird. Von dem Plan der Gruppe mal ganz abgesehen...
Unterleibsschmerzen sind Mist

Ich hoffe, die hast du schnell hinter dir!!
