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Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 17:31
von Cassiopeia
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
"Du hast Recht, es ist fremd und gefährlich und wir wissen nichts über die Welt. Aber ich habe... so ein seltsames Gefühl, dass mich nach Hause ruft. Und dieses Zuhause ist nicht hier. Hier fühle ich mich zunehmend fremd. Auch, wenn mir mein Kopf sagt, dass es dort, wo wir her kommen, ebenfalls fremd sein wird. Mein Herz spricht eine andere Sprache."
Nachdenklich sah er sie an, ehe er sie erneut küsste. Sie war der einzige Halt, den er hier hatte. Und er liebte sie. Hatte sie immer geliebt ohne es zu wissen.
"Vielleicht werden wir den Weg nie finden, vielleicht lebt auch niemand mehr aus der Welt und wir wurden deshalb fort gebracht. Wer weiß das schon", murmelt er leise und blickte gedankenverloren auf das Meer hinaus.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 17:34
von vojka
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Merle nickte. „Ich weiß nur nicht, ob ich je zurück möchte, das kann ich dir nicht sagen“, meinte sie nachdenklich. Für sie war die Welt dort noch fremder als sie es für Janis war, welcher sich zumindest aus eigener Kraft an seinen Namen und auch ein paar andere Dinge erinnerte, sie hingegen hatte ein zwei kleine, nichtssagende Bilder.
„Das keiner aus dieser Welt mehr lebt, das glaube ich nicht. Niemand kommt in meine Wohnung und Yela ist weg, also war jemand dort und deine Wohnung ist auch nicht nur normal verwüstet worden, da muss Magie im Spiel gewesen sein, also lebt noch jemand von dort.“
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 20:15
von Cassiopeia
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
"Natürlich. Wer weiß überhaupt, ob wir je einen Weg finden, das steht alles noch in den Sternen", murmelte er leise. Er würde sie nicht zwingen, mit zu kommen. Und auch, wenn sie gewisserweise Recht hatte, war die Tatsache, dass sie hier von Magiern verfolgt wurden kein Beweis dafür, dass ihre Heimatwelt noch existierte. Es konnte eine Parallelwelt sein, eine verborgene Insel irgendwo im Atlantik oder ein anderer Planet. Es gab wohl tausend Möglichkeiten und wenn ihm jemand diese vor wenigen Wochen erzählt hätte, hätte er ihn für verrückt gehalten. Nun jedoch schien auf einmal alles möglich.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 20:40
von vojka
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Merle nickte. „Es gibt einen Weg zurück und wir werden ihn auch finden“, meinte sie und ließ keinen Zweifel an diesen Worten, sie wusste es einfach, spürte es. Es war fast wieder so, wie das Gefühl, als sie in Bremen gewesen waren und sie gewusst hatte, dass etwas in ihrer Wohnung nicht stimmte.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 20:47
von Cassiopeia
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Aus Merles Stimme klang plötzlich Entschlossenheit, die Janik auf seltsame Weise beruhigte.
"Aber bis es soweit ist", setzte er nun wieder an und versuchte ein Lächeln, "haben wir noch einiges vor uns." Dennoch löste er sich keinen Millimeter, sah Merle einfach nur in die Augen und es gab nichts anderes mehr. Er versank in ihnen, kam ihrem Gesicht immer näher, bis er ihren Atem spürte. Da war es aus und in der nächsten Sekunde hatte er ihre weichen Lippen mit den seinen in Besitz genommen.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 20:52
von vojka
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Nur zu gern ließ Merle ihre Lippen von denen von Janis erobern. Sie genoss den Kuss, liebte es, wie er mit seiner Zunge in ihren Mund eindrang und ihre eigene zum Spielen aufforderte. Es war berauschend und sie löste sich nur äußerst ungern von ihrem Freund, aber langsam ging ihr die Luft aus.
„Wenn wir Yela haben, dann finden wir den Weg“, nahm sie das vorige Gespräch noch einmal kurz auf, ehe sie sich erhob und Janis die Hand hinhielt.
„Na komm, suchen wir die Innenstadt auf und essen unterwegs ein Eis“, sagte sie und nickte zu einem nur wenige Schritte entfernten Eisladen.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 20:56
von Cassiopeia
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Janis wäre liebend gern einfach auf der Bank sitzen geblieben und es fiel ihm enorm schwer, Merle nicht anzüglich anzustarren. Ihren Po, ihre leicht wippenden Brüste beim Gehen, ihr gesamter Körper... nein, er brauchte dingend Ablenkung.
"Eis ist super", pflichtete er ihr bei und lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf die Umgebung anstatt auf den Körper seiner Freundin.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 21:03
von vojka
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Merle lachte, sie hatte Janis Blicke wohl bemerkt und sie würde lügen, wenn sie nicht sagen würde, dass sie ihr nicht gefielen und schmeichelte, aber so weit waren sie noch lange nicht, waren sie doch gerade einmal zwei Tage zusammen.
Sie bestellte sich zwei Kugeln einmal Schokolade und einmal Minze. Als auch Janis sich eines bestellt und sie bezahlt hatten schlenderten sie gemütlich weiter.
„Frag mich nicht woher, aber ich glaube wir hatten die Schlüssel zu unserer Heimat immer bei uns, ohne dass wir es wussten und auch nicht die, die uns jetzt jagen. Und nun wollen sie diese Schlüssel, meinen haben sie, deinen werden sie nicht bekommen, aber man braucht beide“, sagte sie leise, mit leicht abwesenden Blick, ehe sie den Kopf schüttelte und schnell ihr langsam schmelzendes Eis aß.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 21:06
von Cassiopeia
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
Nachdenklich nun sah Janis sie an. "Mh, das würde Sinn ergeben, weshalb sie uns beide ausrauben wollten. Um so wichtiger, dass wir Yela zurück bekommen, nur wenn wir die beiden Schlüssel zusammen bringen, wissen wir, was da wirklich hinter steckt. Bis dahin heißt es suchen und am Leben bleiben. Das ist fast wie in einem schlechten Film, oder?", grinste er und beeilte sich, sein Stracciatellaeis zu essen, ehe es ihm weg lief.
Re: Die Welt hinter der Illusion
Verfasst: So 24. Jun 2012, 21:09
von vojka
Lissabon
Montag 25. Oktober 2010
Morgen
„Stimmt, nur mit dem Unterschied, dass hier kein Held auftauchen und uns aus dieser Situation retten wird“, antwortete Merle leise. „Weißt du was seltsam ist? Früher hatte ich auch immer wieder Ahnungen, wie die mit meiner Wohnung, weshalb ich darauf gehört hatte, aber sie waren selten, sehr selten. Nun habe ich ständig das Gefühl etwas zu wissen oder zu spüren und bin mir sicher, dass es so ist. Irgendwas wurde wohl doch auch bei mir ausgelöst, als wir bei deinen Eltern waren."