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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Fr 3. Sep 2010, 12:08
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:50 Uhr

Da stand er, direkt vor ihr. Aus dem Augenwinkel sah sie noch Vivi und dann waren da plötzlich wieder Tränen, die ihre Sicht verschwommen werden ließen. Brendan kam direkt auf sie zu als wolle er sie umarmen, hielt dann aber doch inne und sah sie unsicher an, als müsse er erst um Erlaubnis fragen.
Leevke schniefte lächelnd und überbrückte die letzten Schritte.
"Jetzt komm schon her, Großer", sagte sie und streckte sich, um ihn umarmen zu können. Behutsam, fast schüchtern spürte sie, wie nun auch Brendan sie umarmte, über ihre Haare strich. Aus ihrer Umarmung wurde eine Umklammerung, als ihre Beine sie kaum noch tragen wollten und der Schmerz aus ihr heraus brach, sie einfach weinte und spürte, wie ihre Anspannung zumindest zum Teil von ihr abfiel und sie sich langsam beruhigte. Sie hatte fast vergessen, wie groß er war, so lehnte sie sich einfach an ihn, den Kopf an seine Brust und wäre am liebsten ewig so stehen geblieben, in seiner Umarmung fror sie nicht einmal. Gern hätte sie Vivi einen unendlich dankbaren Blick zugeworfen, doch für den Moment gab es nur Brendan und die Hoffnung, dass vielleicht doch alles wieder gut wurde und sie es schaffen würde...

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Sa 4. Sep 2010, 11:19
von Therapistin
Brendan Steward
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:52 Uhr

Fast fiel Leevke ihm in die Arme, aus der anfänglichen Umarmung wurde eine Umklammerung, in welcher er sie nur noch fester hielt, ihr vorsichtig über den Rücken und den Kopf streichelte. Er spürte, wie sie weinte und ließ sie gewähren, versuchte einfach, für sie da zu sein und ihr ein wenig Halt zu geben. Halt, den sie offenbar in den letzten Jahren kaum gehabt hatte. Es tat ihm weh, sie so zu sehen, doch das Gefühl zu wissen, dass sie wieder da war und er sie tatsächlich im Arm hielt, überwog den Schmerz der letzten Jahre um einiges.
"Schh", machte er und drückte sie noch ein wenig fester an sich, vorsichtig, weil er Angst hatte, sie sonst zu zerbrechen. "Ich bin doch da." Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, er wusste nicht einmal, ob Leevke ihn wirklich verstanden hatte, doch was er wusste war, dass diese Worte die Wahrheit waren, dass er für sie da war und auch immer da sein würde. Dafür war sie ihm zu wichtig, hatte ihm zu sehr gefehlt in all der Zeit, die sie fort gewesen war.
Sachte löste er sich von ihr, gab ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn und lächelte sie dann einfach an, nahm sie dann erneut in den Arm, als er ihre Tränen sah, doch das Lächeln verschwand nicht aus seinem Gesicht. "Schön, dich zu sehen", sagte er leise und strich vorsichtig über ihr Haar.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: So 5. Sep 2010, 20:37
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:55 Uhr

Leevke wusste nicht, ob es ein Schluchzer oder ein Lachen war, was sie hervor brachte.
"Bisher hast du mich doch noch gar nicht gesehen", murmelte sie in seine Jacke und löste sich sichtlich verlegen von Brendan. Sie hasste es, so schwach zu sein, sie wollte doch stark sein...
Dann sah sie ihn an und versuchte ein Lächeln.
"Komm doch... herein?", fragte sie mit zittriger Stimme und sah Vivi fragend an, ob es in Ordnung war, fühlte sich auf einmal wieder entsetzlich unsicher, als müsse sie vor jedem Schritt fragen, den sie tat...

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Mo 6. Sep 2010, 16:14
von Therapistin
Brendan Steward
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
22:57 Uhr

Er konnte gar nicht anders, als zu lächeln, es war ein wirklich schönes Gefühl, Leevke nach all der Zeit endlich wieder zu sehen und sie als beste Freundin, die sie nun einmal noch immer war, in den Arm zu nehmen. In ihrem Lächeln war sie noch immer die Gleiche, das sah er, doch es steckte so viel Unsicherheit in ihr, was ihm nur zu bewusst wurde, als sie Vivi fragend ansah, als müsste sie um Erlaubnis fragen, ob sie Brendan mit ins Haus nehmen durfte.
Er blickte ebenfalls kurz zu Vivi, sah ihr Nicken und nahm dann einfach Leevkes Hand, hielt sie ganz fest, während er mit ihr zur Haustür ging. Für andere mochte es vielleicht so aussehen, als seine sie ein Paar, doch das war ihm ganz egal, zumal um diese Uhrzeit eh kaum noch jemand hier draußen war.
"Dann sollte ich vielleicht besser sagen, schön, dass du da bist", sagte er leise, noch immer ein strahlendes Lächeln im Gesicht, als sie das Haus betraten.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Mo 6. Sep 2010, 23:48
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:04 Uhr

In Leevke begann alles zu kribbeln, als ihr bewusst wurde, dass es kein Traum war. Dass Brendan wirklich da war, ebenso wie Vivi an ihrer anderen Seite. Sie Hatte die Briefe also wirklich geschrieben und wenn Brendan seinen bekommen hatte, dann würde Lene vielleicht auch noch antworten... Himmel, sie war so aufgeregt, als hätte sie Lene einen Liebesbrief geschrieben, dabei war es nur eine Nachricht, dass sie noch immer lebte und ein vorsichtiges Angebot auf Versöhnung...
Eine Stunde war nun vergangen, seit sie den Brief abgeschickt hatte, langsam wurde sie nervös. Dabei war Brendan doch gerade erst angekommen, das war wirklich unpassend.
"Ich finde es auch schön, dass du da bist", sagte sie leise und merkte, wie sie ein wenig rot wurde. Unendliche dankbarkeit lag in ihrem Blick, den sie Brendan und Vivi dann schenkte, jedoch brachte sie irgendwie kein Wort mehr heraus.
"Ich hatte so Angst, dass du nicht kommst", wisperte sie, kaum, dass sie sich auf das Sofa im Wohnzimmer gesetzt hatte und senkte beschämt den Blick, um sich erneut eine Träne aus den Augenwinkeln zu wischen. Langsam wich die entsetzliche Anspannung und sie spürte die Müdigkeit, die letzten Stunden hatten sie enorm viel Kraft gekostet. Aber sie würde nicht schlafen, ehe sie eine Antwort von Lene hatte. Und wenn es Tage dauern sollte...
"Ich hatte so... so Angst, dass..." Dass du mich hasst, wollte sie sagen, doch nun waren es nur ihre Augen, die ihn ansahen, verzweifelt, schuldig, um Vergebung bittend, die sie in ihren eigenen Augen nicht verdient hatte. Nicht von den Menschen, denen sie so weh getan hatte.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Do 9. Sep 2010, 06:24
von Therapistin
Brendan Steward
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:06 Uhr

Als sie das Wohnzimmer betraten, nickte Brendan Kjell zur Begrüßung kurz zu, ehe er sich neben Leevke setzte und einfach weiter ihre Hand hielt.
"Dass was?", fragte er sanft, doch er meinte die Antwort in ihren Augen lesen zu können. Traurig lächelnd schüttelte er den Kopf. "Wenn es so wäre, dann wäre ich wohl nicht hier, oder?" Seine Stimme war leise, doch die Freude, dass er Leevke wieder sah, hörte man sofort heraus, ebenso das Lächeln. "Und wir säßen garantiert nicht so hier zusammen." Vorsichtig legte er einen Arm um ihre Schultern, sodass sie sich an ihn lehnen konnte.
Für einen Moment schwiegen sie beide, Vivi verschwand für eine Weile aus dem Wohnzimmer, kehrte aber bald mit einem Tablett zurück, auf dem es aus Tassen dampfte. Er sah sie dankbar an, ehe er sich wieder an Leevke wandte.
"Ich kann dir verzeihen, Leev", sagte er und schluckte den Kloß herunter, der sich bilden wollte. "Ich habe dir schon vor Jahren verziehen. Und ich bin wirkklich unendlich froh, dass du wieder da bist. Dass du noch... da bist..." Seine Stimme versagte, stattdessen zog er sie fester in seinen Arm, als wollte er sich vergewissern, dass sie wirklich hier war.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Do 9. Sep 2010, 14:35
von Cassiopeia
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:09 Uhr

Schüchtern ließ Leevke sich gegen Brendan sinken und seufzte leise aber unendlich erleichtert. "Es ist... so schön, dass du das sagst", flüsterte sie und schloss etwas die Augen, wieso war sie auf einmal so müde?
"Seid mir nicht böse, aber ich gehe ins Bett", sagte Vivi auf einmal, Leevke blickte etwas überrascht auf und sah Vivi schuldbewusst an.
"Denk nur daran, dass wir morgen früh los wollen, Leev, Ayden ist ein gnadenloser Wecker", sagte sie grinsend und schenkte Brendan noch einen vielsagenden Blick, auf ihre Freundin aufzupassen, ehe sie sich Kjells Hand schnappte und ihn mit sich zog.
Als die Tür hinter den beiden zugefallen war, atmete Leevke leise auf.
"Jetzt haben die beiden doch noch ihren Abend, aus dem ich sie gestört habe", murmelte sie und dachte gar nicht daran, sich aus Brendans Umarmung zu lösen, lehnte sich einfach ein paar Minuten an ihn, kuschelte sich in seine Arme, als könne sie gar nicht glauben, dass er wirklich wieder da war. Dass er ihr wirklich verziehen hatte.
Dann hörte sie plötzlich ein Klopfen an der Fensterscheibe und erstarrte. Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie sich daran erinnerte, dass sie ja noch auf eine zweite Antwort wartete.
Hastig rappelte sie sich auf, fühlte sich aber auf einmal seltsam kraftlos, um den Vogel herein zu lassen...

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Mo 13. Sep 2010, 18:11
von Therapistin
Brendan Steward
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:14 Uhr

Ein angenehmes Schweigen hatte sich zwischen ihnen beiden breit gemacht, Leevke an ihn gelehnt, wie es auch immer wieder in Hogwarts gewesen war... oder umgekehrt, doch diese Zeiten waren vorbei, jetzt war es die Holländerin, die ihn brauchte und nicht anders herum.
Ein wenig erschrak Brendan, als es am Fenster klopfte, doch als er den Kopf ein wenig drehte, entdeckte er eine Eule, die einen Brief ums Bein trug. Auch Leevke schreckte hoch, setzte sich auf, doch sie schien nicht gewillt, aufzustehen und das Tier herein zu lassen. Besorgt sah er sie an, blickte in ihr beinahe ängstliches und angespanntes Gesicht, welche ihn erahnen ließ, von wem dieser späte Brief kam. Lene hatte also geantwortet.
Ganz sachte löste er sich von Leevke. "Soll ich?", fragte er und deutete zum Fenster, doch er erhielt keine Antwort, wie er mit sorgenvollem Blick feststellte. So stand er auf, ging zum Fenster und öffnete eben dieses. Gerade wollte er der Eule den Brief abnehmen, als diese laut schuhute und ins Zimmer flog, direkt auf Leevke zu. Kopfschüttelnd folgte Brendan ihr, setzte sich wieder vorsichtig neben die Holländerin und wartete.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Mo 13. Sep 2010, 20:13
von vojka
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:11 Uhr

Schnell hatten Vivi und Kjell sich fürs Bett fertig gemacht und in ihr Bett gekuschelt. Es war schön einmal wieder etwas Zeit mit ihrem ann zu verbringen fand Vivi und seufzte glücklich, als sie sich in seine Arme kuschelte.
"Es tut mir leid, dass ich in den letzten zwei Wochen kaum Zeit für dich hatte und du ständig zurückstehen musstest. Ich hoffe es wird in der nächsten Zeit besser", sagte sie schuldbewusst und malte gedankenverloren Kreise auf Kjells nackter Brust.

Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Verfasst: Mo 13. Sep 2010, 20:22
von Cassiopeia
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Kjell Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:12 Uhr
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Besorgt sah er zu seiner Frau, als Vivi ihn aus dem Zimmer hinter sich her zog. Doch er verstand, dass sie Leevke und Brendan Zeit für sich geben wollte.
"Glaubst du, dass sie das schafft?", fragte er leise, als sie ihr Schlafzimmer erreichten und sich in die Kissen kuschelten. "Sie ist noch so... so labil und wenn Lene wirklich antwortet..." Er stockte kurz, strich sanft über Vivis Seite.
"Mach dir keinen Kopf, Leevke hat dich wirklich gebraucht. Aber ich stehle mir die kleinen Momente mit dir schon", murmelte er und küsste sie liebevoll.


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Leevke van der Zon
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
23:16 Uhr
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Leevke war irgendwie nicht mehr in der Lage zu antworten. So sah sie mit klopfendem Herzen zu, wie Brendan das Fenster öffnete und war überrascht, als die Eule sofort zu ihr flog und sie auffordernd ansah.
Mit zitternden Händen löste sie umständlich den Brief von dem kleinen Bein, schluckte und atmete tief durch. Das war der Moment, dem sie seit einer Stunde entgegen fieberte. Brendan saß bereits an ihrer Seite, unbewusst rückte sie etwas an ihn heran, brauchte seinen Halt, den er ihr nun gab.
Vorsichtig strich Leevke über das weißer Papier, was offenbar aus der Muggelwelt stammte und als sie diesen Brief öffnete, erkannte sie, dass Lene auch mit einem Stift geschrieben hatte und nicht mit einer Feder.
Sie blinzelte, konnte sich kaum konzentrieren, wieso war ihr plötzlich so schwindelig? Einen Moment schloss sie die Augen, atmete tief durch und sah dann Brendan entschuldigend an.
"Der... der ist von Lene", stammelte sie und fuhr mit den Fingern über die Zeilen und hoffte, Brendan war nicht böse, wenn sie die nächsten Minuten nicht ansprechbar war.
Unsicher senkte sie ihren Blick wieder auf den Brief und begann zu lesen.


Hallo Leevke,

ich muss gestehen, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich mich über deinen Brief freuen soll oder nicht. Lange, viel zu lange habe ich darauf gewartet, dass du endlich ein Lebenszeichen von dir gibst. Doch niemals kam eine Antwort auf meine vielen Briefe. All die Jahre habe ich mich gefragt, was ich falsch gemacht habe, dass du einfach so, ohnen einen Ton zu sagen, verschwunden bist. Dein Abschiedsbrief war auch nicht sonderlich aufschlussreich. Doch heute, nach neun Jahren, weiß ich nicht, ob ich überhaupt noch eine Antwort auf all meine Fragen haben möchte.


Leevke seufzte leise, doch sie konnte Lene verstehen, sie wüsste selbst nicht, ob sie nach der Zeit noch Antworten würde haben wollen, wären die Rollen vertauscht gewesen. Mit klopfendem Herzen las sie weiter.

Ich bin froh, dass du lebst. Und ein Teil von mir möchte auch heute noch wissen, was genau damals geschehen ist. Doch ein weitaus größerer Teil hat längst mit dir abgeschlossen. Ob ich dir jemals verzeihen kann, weiß ich nicht. Du hast mir damals wirklich sehr wehgetan, und das mir einzugestehen, du kennst mich, war nicht leicht.

Abgeschlossen... ein anderes Wort nahm Leevke kaum wahr. Waren das Tränen auf ihren Wangen? Sie fühlte sich wie erstarrt, als der Schmerz und die Schuld wieder über sie herein brachen, Schmerz, den die Lene zugefügt hatte...

Wenn du mir wirklich Antworten geben kannst, die mich zufriedenstellen, dann bin ich sehr gespannt darauf. Doch irgendwie bezweifle ich, dass ich jemals wieder etwas von dir hören werde. All die Jahre hast du nicht geschrieben, was sollte sich geändert haben?
Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg. Und viel Erfolg bei dem, was du dir vorgenommen hast.

MfG Lene


Das klang so... verdammt abschließend, abweisend, dass Leevke für einie Sekunden gar keinen Gedanken fassen konnte. Und auch danach stürzte alles auf einmal auf sie ein, sie sank immer mehr in sich zusammen. Sie wollte doch Antworten geben, würde die Fragen beantworten, die die anderen ihr stellen wollten.
"Zu... zu spät", wisperte sie und starrte immer wieder auf die Worte, ohne sie wirklich aufzunehmen. "Alles... meine Schuld..."