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Re: Kapitel 2
Verfasst: Di 26. Mär 2013, 23:09
von Cassiopeia
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Liara
17. August 712
Abend
Höhle, Paria
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"Weil ich dieses eine Tier ohne Grund getötet habe", sagte Liara, ihre Stimme nun etwas fester als zuvor. "Ich weiß nicht, ob es Mitleid ist, aber ich weiß, dass es mir Sorgen bereitet, dass ich mich selbst nicht wieder erkenne und das macht mir Angst. Ich empfinde keine Lust am Töten und ich bin gewiss nicht stolz darauf, was heute passiert ist. Und ja, es tut mir leid, was ich getan habe, es erschreckt mich und ich habe das Gefühl, mir selbst nicht mehr trauen zu können." Sie sah ihn an und Schuld sprach aus ihren Augen, die sie selbst nicht verstand. Sie war sehr durch einander, was hatte sie nur so schnell die Kontrolle verlieren lassen?
Re: Kapitel 2
Verfasst: Di 26. Mär 2013, 23:17
von vojka
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Rymel
17. August 712
früher Abend
Höhle, Paria
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Rymel nickte. „Ich verstehe“, sagte er ohne jegliche Emotion, so wie er schon die ganze Zeit sprach. Es war also nur ihre Angst vor dem was sie getan hatte, die sie so empfinden ließ, aber er hätte nichts anderes erwarten dürfen, immerhin fühlten sie nicht das selbe wie er.
„Ich würde nun gerne schlafen. Der Tag morgen wird nicht minder anstrengend wie der heutige und ich hoffe das wir am Abend bei der Küste eintreffen“, meinte er und befreite Sura von seinem Hals.
'Geh jagen meine Schöne, aber sei bei Sonnenaufbruch wieder hier.'
Re: Kapitel 2
Verfasst: Di 26. Mär 2013, 23:24
von Cassiopeia
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Liara
17. August 712
Abend
Höhle, Paria
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Liara seufzte ein wenig frustriert, wieso war es nur so schwer das auszudrücken was sie sagen wollte?
"Natürlich", sagte sie leise und erhob sich schalt sich einen Dummkopf. Sie legte sich auf ihr Lager, die Arme unter dem Kopf verkreuzt und blicke an die Höhlendecke und fragte sich, was hier passiert war. Und sie hoffte sehr, dass es sich wieder gab und nie wieder passierte.
Re: Kapitel 2
Verfasst: So 31. Mär 2013, 12:34
von Ayrina
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Evona
17. August 712
Abend
Höhle, Paria
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"Ich übernehm die erste Wache", bot Evona an, entfachte ein kleines Feuer am Eingang der Höhle und schlang sich eine Decke um die Schultern. Sie spähte in die Dunkelheit und ihre Finger spielten mit dem kleinen Amulett um ihren Hals. Die Phiole enthielt einen Tropfen der heiligen Quelle.
SIe hoffte, sie konnten den Rest des Weges ohne Zwischenfälle zurücklegen.
Re: Kapitel 2
Verfasst: Do 4. Apr 2013, 13:06
von Cassiopeia
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Liara
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Als die Dämmerung herein brach, sahen sie den rötlichen Schein am Horizont. Es wurde auch Chairos Licht genannt, doch nur wenige sprachen noch die Namen der Alten Götter aus, denen sie einst gedient hatten. Dann hatten sie jene grausamen Götter gebannt, in Feuer, Wasser, Berg, Baum und sogar Luft.
Dennoch war der Anblick nach drei Wochen Reise, ein Großteil davon über das Meer, mehr als beeindruckend, fand Liara. Während die Quelle von Ardakan unterirdisch lag und somit den Augen entzogen war, war das Feuer von Jaraa Meilenweit sichtbar. Chairo war ein enorm mächtiger Gott gewesen... und enorm grausam, wie sie sich mit einem Frösteln erinnerte.
"Die Ebene ist ohne große Hindernisse. Wir können Fackeln anzünden, dann sehen sie unser Kommen", meinte sie und sah zu den anderen, die ebenfalls auf den roten Schein in der Ferne blickten.
Re: Kapitel 2
Verfasst: Do 4. Apr 2013, 13:18
von vojka
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Rymel
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Es war lange her, seit seine Augen das letzte Mal das Feuer von Jaraa gesehen hatten. Er hatte eigentlich vor gehabt in ein oder zwei Jahren wieder her zu kommen um seine alten Freunde und Mentoren zu besuchen und nun, nun brachte er einen dieser Mentoren heim. Langsam kam er damit klar, das Lenco nie wieder da sein würde, dass er nie wieder würde mit ihm sprechen können. Sie hatten all die Zeit, die er nicht hier gewesen war Kontakt gehalten. Er war einer der wichtigsten Personen für ihn gewesen. Nun würde kein Bote mehr von ihm kommen.
Er schüttelte leicht den Kopf. Man sollte meinen, wenn man ewig lebte und dutzende Menschen kommen und gehen sah, dass man langsam mit diesem Verlust zurecht kommen würde, aber dem war nicht so. Gerade nicht, wenn es einer der Fen war.
„Sie werden uns freundlich empfangen, auch wenn wir mit trauriger Kunde kommen“, meinte er leise zu den anderen. „Egal ob sie uns frühzeitig kommen sehen oder nicht. Aber uns wird es helfen den rechten Weg zu finden, wenn wir welche entzünden.“
Re: Kapitel 2
Verfasst: Do 4. Apr 2013, 13:23
von Cassiopeia
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Liara
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Traurige Kunde, in der Tat, dachte Liara und blickte kurz zu dem Holzsarg, in welchem Lenco lag. Es war wirklich besser gewesen, ihn über das Meer zu transportieren als über das Land, wo sie durch Berge, Tümpel und Flüsse hätten reisen müssen. Auf dem Schiff allerdings war er sicher gewesen und nun waren sie endlich am Ziel.
"Ja", sagte sie und entzündete ihre Fackel. "Bringen wir Lenco nach Hause."
Re: Kapitel 2
Verfasst: Fr 5. Apr 2013, 14:47
von LaBerg
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Bidjan
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Bidjan war froh, dass ihr Ziel jetzt endlch in greifbare Nähe rückte und die nervenaufreibende und strapaziöse Reise endlich ein Ende haben würde. Dass sie den Weg über das Meer gewählt hatten, war eine wirklich gute Entscheidung gewesen. Der Weg über das Land wäre noch weit aus anstrengender gewesen.
Bidjan blickte in die Ferne, wo das leuchten des Feuers von Jaraa zu sehen war. "Ja, lasst uns das verbleibende Stück Weg hinter uns bringen, so dass Lenco endlich seinen Frieden finden kann", sagte Bidjan und tat es Liara gleich und entzündete seine Fackel.
Re: Kapitel 2
Verfasst: Fr 5. Apr 2013, 15:14
von vojka
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Rymel
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Rymel ließ seine Fackel aus, er wusste Simerado hatte es nicht so gerne, wenn er mit einer Facke ritt und ihm reichte das Licht der untergehenden Sonne und das der beiden Fackeln vollkommen aus um den Weg zu sehen. Außerdem wusste er, dass Simerado es ihm mit besonderer Aufmerksamkeit dankte, dass er die Fackel stecken ließ.
Sein Blick war eh fast die ganze Zeit auf das Feuer in der Ferne gerichtet und ohne das er es merkte stimmte er ein altes Lied an. Dieses Lied wurde schon seit Ewigkeiten hier gesungen, wenn ein großer Mann gefallen war und er wusste, er würde nicht lange der einzige bleiben der sang.
Als sie an einigen kleinen Häusern langsam vorbeiritten, öffnete sich die Tür und kurze Zeit später traten Menschen hinaus, Fackeln und Laternen in den Händen und stimmten in das Lied mit ein und liefen langsam hinter dem Trauerzug her.
Re: Kapitel 2
Verfasst: Sa 6. Apr 2013, 18:22
von Cassiopeia
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Liara
08. September 712
Abend
Feuer von Jaraa; Sihias
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Liara fand es höchst beeindruckend, was um sie herum geschah. Die Menschen folgten dem Lied, auch wenn sie nichts von den Fen oder den Alten Göttern wussten. Doch sie wussten, hier war jemand gestorben, dem es galt, Respekt entgegen zu bringen. Irgendeine hohe Persönlichkeit, die von einer Eskorte von weit her gebracht wurde... so musste es auf die Bewohner scheinen und Liara fand den Gedanken gar nicht mal so unpassend. Lenco war schließlich nicht irgendwer gewesen...
Die Dämmerung brach herein und Akamir wartete auf die Ankunft des Totenzuges, der bereits lange vorher gesichtet worden war. Als er Rymel erkannte, lächelte er und wartete, bis die Reisenden angekommen und abgesessen waren. Er verbeugte sich zunächst der Höflichkeit halber und ging dann einfach auf ihn zu um ihn zu umarmen. So lange hatten sie einander nicht gesehen und nun brachte er Lenco heim. In diesen schlimmen Zeiten...
"Gut, dass du da bist", sagte er leise, ehe er sich wieder löste und die anderen begrüßte.
"Mein Name ist Akamir, Wächter des Feuers von Jaraa. Seid Willkommen und habt Dank für den weiten Weg."
Dann trat er an den schlichten Sarg, in welchem Lenco liegen musste, zumindest hatte Karim dies geschrieben. Er legte kurz eine Hand auf das sonnenwarme Holz und neigte den Kopf zur Ehre. Die Totenfeier würde morgen statt finden.
"Gehen wir hinein", meinte er und deutete auf das Tor, welches das Feuer etwas von der übrigen Landschaft abgrenzte. Auch das übrige Volk musste draußen warten, schließlich war es nicht irgendein Feuer, welches hier brannte....