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Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Fr 7. Dez 2012, 19:09
von Rachel
Ivory Lancaster
An Bord der Union
Nachmittag

Ivory hörte die schweren Schritte auf Deck, während sie unten in den Mannschaftskajüten war und unruhig hin und her lief. Trotz des Kampfverbotes hatte sie ihren Säbel gezückt und hielt ihn fest umklammert, während sie wie ein Tiger im Käfig Runden drehte und sich mit aller Macht davon abhielt, nachzusehen, was oben vor sich ging. Wenn sie doch wenigstens wüsste, wie es stand - ob Mannschaftsmitglieder verletzt oder in die Ecke gedrängt worden waren, wieviele Feinde es noch zu besiegen galt, wie lange es noch dauern würde, bis sie die India zurück hatten -, doch sie bekam hier unten nicht mehr mit als gelegentliche gedämpfte Rufe und das Poltern von Schritten.
Es machte sie fast wahnsinnig. Ob sie vielleicht einfach mal einen Blick an Deck werfen würde? Sie wollte ja gar nicht wirklich rausgehen, nur mal nachsehen, ob alles ok war ... Sie hatte gerade die Tür erreicht, als diese von außen aufgestoßen wurde und sie fast erwischte. Ivory sah ins Gesicht eines grinsenden Mannes, der ganz sicher nicht Teil ihrer Mannschaft war.
Ihr Herz begann zu rasen, als der Mann sprach, und ihre Fingerknöchel am Säbel traten weiß hervor, als sie ihn zwischen sich und den Fremden brachte.
"Es war dumm von euch, hier herunter zu kommen", zischte Ivory, weil ihr nichts Besseres einfiel, aber sie wartete darauf, dass der Kerl angriff. So oder so war klar, dass ihre Lage absolut aussichtslos war, denn hinter dem Kerl standen noch vier weitere, die sie binnen Sekunden überwältigen würden, also blieb ihr nicht viel, als sich so lange wie möglich zu verteidigen und darauf zu hoffen, dass die Männer hier unten schnell von ihrer Mannschaft ausgeschaltet werden würden, ehe sie noch einen Angriff aus dem Hinterhalt planen konnten.
Obwohl Ivory völlig klar war, dass sie vermutlich in kürzester Zeit sterben würde, verspürte sie überhaupt keine Angst. Sie war einfach nur entschlossen. Entschlossen, so heftig gegen diese Männer zu kämpfen, dass es wenigstens einem oder zwei von ihnen leidtat, ihnen die India weggenommen zu haben. Dagegen konnte Kara doch wohl nichts sagen, oder? Sie erwartete doch nicht, dass Ivory sich einfach abschlachten ließ, nur weil sie Kampfverbot hatte?
Nun, jetzt war es wohl zu spät zu fragen.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Fr 7. Dez 2012, 20:07
von boredmale
Thomas von Ruppersfeld
An Bord der Union
Nachmittag

Thomas blickte durch die zerstörte Tür und sah Ivory die mit einen Säbel bewaffnet vor 5 unbekannten Männern stand , Thomas blickte sich nochmals um und versuchte Tristan auszumachen der war ja auch Richtung nach unten entschwunden.Thomas fluchte leise in seinen Bart , er konnte nicht länger warten , er nahm sein Schwert in die eine und das Messer in die andere und stieß beide in jeweils einen Rücken der vor ihm stehenden Männer,gleichzeitig rief er laut: Was ein Fest ohne mich das geht ja überhaupt nicht“ und grinste.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Sa 8. Dez 2012, 22:20
von Tristan
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Tristan da Cunha
An Bord der Union
Nachmittag
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Das alles wäre weit schneller gegangen wenn diese Kerle sich nicht auf halbem Weg aufgeteilt hätten, sodass Tristan erst mal den einen der abbog verfolgte und über den Jordan schickte, ehe er zu der Szene in den Mannschaftskajüten stieß. Nicht dass ihnen da nachher was in den Rücken fiel, sowas konnte er gar nicht leiden.
Tristan hielt auch gar nicht mehr an als er dazustieß, er hörte den Krach ja schon, bog in die Kabinen ein und schickte noch aus dem Handgelenk zwei Dolche auf die Reise, auf Nacken und Leber eines der Anwesenden die er nicht kannte zielend, ehe er ein drittes zog und sich vorbereitete einen der nun Heranstürmenden damit Paroli zu bieten. Ein Duell konnte er schon lange mit der kleinen Waffe bestreiten, selbst wenn der Gegner eine weit größere Reichweite hatte. Er hatte auch sofort die Aufmerksamkeit von einem, der Marinemantel schien ein allgemeingültiges Hassbild zu sein. Dass Thomas und die Frau, deren Namen er nie hinterfragt hatte, auch anwesend waren, hieß lediglich dass die Chancen besser standen die Sache schnell zu erledigen. Wetten sie müssten das nachher schön brav wieder aufwischen?

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Di 11. Dez 2012, 08:28
von Ayrina
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John Mors
An Bord der India
Nachmittag
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Mehr und mehr Gegner fielen Johns Säbel zum Opfer. Er selbst musste den einen oder anderen Hieb einstecken, doch das stachelte seine Kampfeswut nur noch weiter an. Hier ging es um soviel mehr als nur ein Schiff. Einmal mehr bohrte sich seine blutige Waffe in den Brustkorb eines Gegners. Mit dem Handrücken strich John sich eine Haarsträhne aus der schweißnassen Stirn, ehe er sich dem nächsten Gegner widmete. Schon nach zwei Sekunden erkannte er, dass er hier keinen Anfänger vor sich hatte. Er lächelte. Am Ende würde er dennoch sterben.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Sa 15. Dez 2012, 14:28
von Siria
Nekele
An Bord der Union
Nachmittag

Als Kara einen der Männer von hinten angriff, konnte Nekele den anderen ohne weiteres ebenfalls erledigen. Nekele lächelte Kara kurz an: "Danke!", doch schon waren die nächsten Angreifer da. So langsam gewannen sie die Überhand über die gegnerische Mannschaft.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Mo 17. Dez 2012, 15:05
von Erzähler
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Konrad
An Bord der Union
Nachmittag
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Konrad konnte nur mit ansehen, wie seine vier Männer, die er mit hier runter genommen hatte, von zwei Freibeutern der India abgeschlachtet wurden - anders konnte man das nun wirklich nicht nennen. Und beide erweckten den Eindruck, als würden sie das genießen. Er würde wohl der Nächste sein, wenn er nicht aufpasste. Also blickte er erneut zu dem Weib, welches offensichtlich beabsichtigte, sich zu wehren. Schnell trat er zur Seite, als ein Säbel auf ihn niederprasselte und brachte sich hinter die Frau, um ihr seine Waffe an die Kehle zu halten.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Mo 17. Dez 2012, 15:09
von Tjeika
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Kara & Wilhelm
An Bord der India
Nachmittag
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"Sind nicht mehr viele", kommentierte Kara etwas außer Atem und erkannte aus den Augenwinkeln, dass jemand wohl beabsichtigte, John von hinten zu erdolchen.
Doch noch bevor sie etwas sagen konnte, bekam sie etwas schweres auf den Kopf, was sie kurz taumeln ließ. Kara hatte wahrlich Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten und ihr war schwindelig.

"Pass auf", rief Wilhelm in die Richtung von John, doch er konnte nicht einschätzen, ob die Warnung rechtzeitig gekommen war.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Mo 17. Dez 2012, 16:11
von Rachel
Ivory Lancaster
An Bord der Union
Nachmittag

Eben hatte Ivory noch verbissen und, nach dem Erscheinen von Tristan und Thomas deutlich motivierter, gegen zwei der Männer gekämpft. Sie traute sich noch nicht, an ihr Überleben zu glauben, aber zu dritt würden sie gegen die verbliebenen drei Männer zumindest eine reelle Chance haben und den Rest würden bestimmt ihre Mannschaftskameraden erledigen.
Doch im nächsten Moment spürte Ivory die Kälte an ihrer Kehle und den Druck, der ihre Arme hinter dem Rücken in einem Schraubstock festhielt. Sie erstarrte und atmete scharf ein, jede Sekunde mit dem brennenden Schnitt rechnend, der ihrem Leben ein Ende bereiten würde.
Doch statt sie sofort zu töten, ließ der Kerl, der der Anführer sein musste, sie anscheinend lieber noch etwas in Todesangst zappeln. Ivory versuchte, ihm rückwärts mit dem Fuß das Bein wegzutreten, doch ihre Füße hatten sich in den Schlingen eines Taus verfangen. Sie konnte nur warten und hoffen, dass sich eine Gelegenheit ergab, nach vorn wegzutauchen und ihn zum Fallen zu bringen, doch im Moment hielt er die Entscheidung über Leben oder Sterben fest in der Hand.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Di 22. Jan 2013, 15:27
von boredmale
Thomas von Ruppersfeld
An Bord der Union
Nachmittag

„Pff“ sagte Thomas, und blickte gelangweilt auf den Mann der Ivory in seiner Gewalt hatte, er seufzte leise und sprach ohne die Augen von den Typen zu nehmen, in Richtung Tristan:“ willst du töten Mann zuerst?“ grinste dann freundlich zu den Mann und Ivory.

Re: Auf See - 30. Juni 1530

Verfasst: Di 22. Jan 2013, 18:03
von Tristan
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Tristan da Cunha
An Bord der Union, unter Deck
Nachmittag
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Es erwies sich als nicht so schwer wie gedacht, den Angriffen auszuweichen, schön wenn man als Navigator nur einen Marinemantel brauchte um ordentlich Aggro zu ziehen. Die prekäre Lage der einzigen Frau im Raum fiel ihm erst spät auf, Tristan profitierte von der Enge der Kabine im Vergleich zu der Waffenlänge der Gegner, welche somit leicht zu umgehen waren. Er sah es erst nach einer rascheren Drehung, mit der er einen Gegner aus dem Gleichgewicht brachte und reagierte sofort, jener Mann da schien nicht vorzuhaben sie mit dem Mädchen zum Aufgeben zu zwingen und wenn, dann wäre es wohl weniger glimpflich für sie ausgegangen weil Tristan auf sowas nie achtete, aber er konnte auch keinen offenkundigen Angriff wagen weil das ebenfalls ihren Tod bedeutet hätte. Thomas' Frage war demnach überflüssig, nur Tristan hatte Wurfwaffen dabei und damit eine Chance das Ruder noch herumzureißen. Später müsste er Thomas dann noch bitten, ordentlich mit ihm zu sprechen da er sonst nie richtig Deutsch lernen würde.
Jetzt aber zögerte er keine Sekunde, es war höllisch riskant ein Messer zu werfen wenn der zu Tötende eine Geisel/einen Schutzschild vor sich hatte, aber wenn Tristan nicht warf, war sie ebenso tot wie wenn er verfehlte. Also alles auf eine Karte und ohne groß nachzudenken schickte er seinen vorletzten Dolch mit Wucht auf die Reise. Es war knapp, sehr knapp und vielleicht hatte er ihr nicht nur ein paar Haare abgeschnitten, sondern auch am Ohr verletzt da sie gezappelt hatte, aber Tristan traf, glattes Durchschlagen des Auges mit sofortiger Todesfolge. Die Freude über den Teilerfolg währte kurz, er hatte für einen Moment seine anderen Widersacher außer Acht lassen müssen um präzise zu werfen und büßte dafür erst mit einem heftigen, scharfen Schmerz im noch vom Wurf gestreckten Unterarm, sah nicht ob das nun Degen oder Dolch gewesen war ehe ihn irgendwas ziemlich robustes an der Schläfe traf. Nicht hart genug um ihn ins Land der Träume, aber sehr wohl seitlich gegen einen Balken zu befördern, das war entweder ein Schwertgriff oder ein Holzteil gewesen, so oder so hinterließ es dumpf dröhnenden Schwindel, der ihm für einen Moment jegliche Bewegungsfähigkeit raubte - ein Fehler, der ihn allein im Kampf das Leben gekostet hätte. Allerdings war er ja nicht allein, unter Umständen überlebte er die nächste Minute bis er wieder von den Knien auf die Füße kam und selbst wenn...den Arm konnte er vorerst wohl vergessen.