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Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 21:30
von Siria
Nekele
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
Nekele schüttelte nur mit dem Kopf, das konnte alles erlogen sein. Männer auf der India? Die waren alle mit im Gefängnis gewesen, niemand war mehr an Bord der India, der mal zur Mannschaft gehört hatte. Und ob jetzt die noch den Kurs hatten war auch fraglich. Gerade wollte Nekele etwas sagen, als ein in den Hafen fahrendes Schiff verdächtig nah an sie heran kam. Es hatte keine Flagge gehisst.
Eine Falle!, ging ihr durch den Kopf. "Wir werden angegriffen!", rief sie laut und zog schon ihr Säbel. Schon sprangen Männer des anderen Schiffes auf ihr Schiff. Es war die Marine.
"Jetzt zeig, auf welcher Seite du stehst!", raunte Nekele Tristan wütend an. Doch zu mehr war keine Zeit, sie mußten ihr Schiff verteidigen und so schnell wie möglich diesen Hafen verlassen.
Veit Hannsen
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
"Nicht so laut.", raunte Veit Mattis an, als er an ihnen vorbei ging. "Das wird nicht mehr lange gut gehen. Sie ruiniert sich von selber. Solche Anfängerfehler." Veit spuckte auf die Planken. Es war kaum noch zu ertragen, mit einer so unfähigen Schiffsleitung.
"Seht mal das Schiff... das kommt verdächtig nahe... zu nahe meiner Meinung nach."
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 21:42
von Tjeika
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Kara Kharecha
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
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Sie blickte ein wenig irritiert zwischen Tristan und den Marineoffizieren hin und her.
"Wenn du der Verräter bist", Kara zog ihren Säbel, "bist du des Todes."
Sie würde ja gleich sehen, auf welcher Seite er stand.
"ZU DEN WAFFEN!", rief sie laut aus.
"John, Ivory, macht das Schiff startklar. Wir halten euch den Rücken frei."
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Wilhelm Bauer
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
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"Zu nahe, in der Tat", meinte Wilhelm, als er Karas Ruf vernommen hatte.
Seufzend ließ er die Kiste sinken, Mattis glücklicherweise auch. Dann zog er seinen Säbel und schon kamen auch die ersten Männer, die auf sie eindroschen. Er war nicht mehr der Jüngste, aber das Leben auf See hatte ihn hart gemacht. Die Erfahrung tat sein Übriges dazu.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 22:27
von Rachel
Ivory Lancaster
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
Dieser plötzliche Bruch kam wirklich überraschend. Eben hatte Ivory noch darüber gegrübelt, wie man wohl am besten mit diesem Fremden verfahren sollte, als Kara ihr schon zurief, dass sie mit John das Schiff klarmachen sollte. Sie gab ihrer Kapitänin zur Antwort ein entschlossenes Nicken, sah dann kurz zu John hinüber - allerdings vermied sie es, ihm allzu lange in die Augen zu sehen - und lief zu den Tauen hinüber, die einzuholen zu viel Zeit gekostet hätte, also schnitt sie sie einfach durch und ließ sie ins Wasser fallen.
Sie konzentrierte sich nur darauf, die Taue zu lösen und die Segel zu hissen, nicht auf den Kampf, der um sie herum entbrannte. Ihnen blieb nicht viel Zeit, sie waren nirgendwo so angreifbar wie im Hafen. Ivory arbeitete sehr konzentriert und so schnell wie eben möglich.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Fr 12. Okt 2012, 23:28
von Tristan
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Tristan da Cunha
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
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Na großartig, die kamen wie gerufen. Entweder es war Absicht, dass gerade jetzt Marine aufschlug oder war es unglücklicher Zufall? Zu blöd das Tristan selbst gesucht wurde, es könnte tatsächlich sein dass er sie hergeführt hatte, irgendwie. Eh...würde sie ihn dafür nachher auch umbringen? Tristan verstand nicht alles was jetzt gebrüllt wurde, nur halb was Kara ihm sagte, was Nekele zischte, nur am Rande dass die zwei da Ivory und John heißen mussten - aber das Signal zum Angriff verstand er auf allen Sprachen. Er hätte jetzt gern geholfen das Schiff aus dem Hafen zu bringen, Ivory nachgerufen welchen Weg es ga über den man günstig wegkam, aber er hatte hier keine Befehlsgewalt. Aber er könnte Kämpfen, die Wahl der Seite fiel ihm wirklich nicht schwer. Vorteil: er wurde von denen da nicht als Feind angesehen.
Jetzt da es erlaubt war schnellten seine Hände zu seinen Waffen, zwei Wurfmesser sollten erst mal reichen, dann sah er sich um. Wie stellte er es jetzt am günstigsten an ohne sich sofort als Nicht-Marinekämpfer zu outen oder unnütz auch zu versuchen Ivory und John den Rücken freizuhalten?
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: So 14. Okt 2012, 09:25
von Siria
Nekele
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
Nekele hasste es gegen die Marine zu kämpfen. Diese wußten, wie zu kämpfen war, dementsprechend gingen sie auch vor. Nekele merkte, dass sie noch lange nicht die Kraft hatte, wie vor dem Gefängnisaufenthalt. Ihr Arm wurde schnell müde, aber aufgeben war nicht dran, verbissen kämpfte sie weiter. Nur kurz schaute sie zu dem Fremde, ob er auf ihrer Seite kämpfte oder auf der Seite der Marine, doch genau dies war ein Fehler. Sie schrie kurz auf, eine tiefe Wunde klaffte an ihrem linken Oberarm, ein Angreifer hatte sie erwischt. Voller Wut ging sie auf ihn los, doch dieser Mann war verdammt stark.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Di 16. Okt 2012, 06:06
von Ayrina
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John Mors
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
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John bellte Befehle, half, die Taue zu lösen und lief zur Reling. Zusammen mit zwei anderen stieß er das Schiff mit langen Stangen vom Pier weg und eilte dann ans Steuer um das Schiff aus dem Hafen zu lenken. Immer mehr Männer sprangen an Bord der India. Sie würden nicht schnell genug aus dem Hafen verschwinden können.
Ein Mann schob sich von hinten an Ivory heran und hob seine Waffe. Mit zwei schnellen Schritten war er bei ihr und rammte dem Kerl den Säbel in den Rücken. Dann eilte er zurück zum Steuer. Dabei kam er an Tristan vorbei.
"Tu endlich was oder ich schmeiß dich eigenhändig über Bord!", fuhr er ihn an.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Di 16. Okt 2012, 17:15
von Rachel
Ivory Lancaster
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
Ivory wirbelte herum, als John dem Mann, der sich ihr unbemerkt genähert hatte, gerade wieder den Säbel aus dem Leib zog. Doch ehe sie ihm danken oder sonst etwas sagen konnte, war John schon wieder verschwunden. Sie sah ihm ein paar Sekunden etwas perplex nach, fragte sich, wie er den Angreifer vor ihr bemerkt haben konnte, und schüttelte dann wieder alle Gedanken ab, die sie von ihrer Aufgabe abhielten. Dabei sah sie sich jedoch zum ersten Mal seit Beginn des Angriffs wirklich um und ihr stockte der Atem.
Es war aussichtslos. Sie hatten es ein Stück aus dem Hafen herausgeschafft, aber das Deck war voller Männer der Marine und ihr Schiff lag dicht bei ihnen. Wenn sie nicht viel Glück hatten, würden sie es nicht mal aus dem Hafen schaffen.
Was konnten sie jetzt noch tun? Ivory verfluchte es, so wenig praktische Erfahrung zu haben, aber wenn sie sich doch wenigstens an alles erinnern könnte, was sie gelesen oder gehört hatte ...
Ivory lief los, zum Bug des Schiffs. Niemand folgte ihr, was Glück war, und sie hatte hier eine bessere Sicht auf das Marineschiff. Sie sah die Planken, über die die Marineleute herüber kamen; ein paar von ihnen sprangen auch einfach, doch das Deck des Marineschiffes lag ein gutes Stück höher als ihres. Ivorys Blick flog umher und blieb dann an ein paar Fässern hängen. Sie lief hinüber und beugte den Kopf darüber. Teer. Ihr kam eine Idee, auch wenn sie keine Ahnung hatte, ob es funktionieren würde.
Sie lief unter Deck, zur Kapitänskajüte. Sie waren noch da - die Schwefelhölzer. Ivory griff sie und rannte wieder nach oben, wobei ihr auf der Treppe ein breitschultriger Kerl entgegenkam. Mit ihrem Säbel schlug sie ihm hastig die Beine weg und presste sich dann ans Geländer, während der Mann an ihr vorbei die Treppe nach unten fiel und mit dem Kopf aufschlug. Ohne zu warten, ob er noch bei Bewusstsein war, lief sie zu den Fässern zurück und trat gegen eines, sodass es umfiel. Dann rollte sie es zur Reling und schlug den Deckel kaputt, ehe sie es anstieß. Aufgrund der Demolierung rollte es sehr holprig, doch es verteilte auf der dem Marineschiff zugewandte Deckseite bis zur Hälfte ihrer Länge Teer. Ivory entzündete das Schwefelholz und warf es in die Teerspur, die Feuer fing. Der Mann, der gerade über eine der drei Planken an Deck hatte kommen wollen, wich zurück. Das Feuer würde nicht lange brennen, nur bis der Teer verbrannt war, doch es verschaffte ihnen einen Moment mehr Zeit, in welchem das Schiff Fahrt aufnehmen und das Marineschiff hinter sich lassen konnte. Ivory lief zur dritten und letzten Planke hinüber, die noch frei war, und trat dem überraschten Mann darauf so kräftig zwischen die Beine, dass er sich krümmte, taumelte und rückwärts ins Wasser fiel. Dann trat sie gegen die Planke, die von der Reling rutschte und ihm folgte. Der Kerl, der sich eben an einem Tau zu ihr geschwungen hatte und neben ihr gelandet war, zückte seinen Säbel und griff sie an, was Ivory gar nicht witzig fand - im Duell war sie erfahrenen Männern einfach nicht gewachsen. Doch sie wehrte sich verbissen und wich dabei immer wieder ein paar Schritte zurück, sodass sie bald mitten an Deck stand und kämpfte. Ihr Schiff hatte sich nun ein gutes Stück an dem der Marine vorbeigeschoben, doch noch immer waren viele seiner Männer bei ihnen und Ivory konnte nicht ausmachen, wie die Verteilung war.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Di 16. Okt 2012, 19:05
von Tristan
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Tristan da Cunha
Hafen von A Coruña
Später Nachmittag
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Es stellte sich ziemlich schnell heraus dass das Kräfteverhältnis ungleich war. Woran es lag wusste Tristan nicht, weder von der Gefangenschaft der Crew noch was davor passiert war - er wusste bloß dass er ebenfalls in der Klemme stecken würde wenn das hier schieflief und man ihn als nicht der Marinecrew angehörig identifizierte. Überblick verschaffen, check. Die Frau von vorhin schrie, er ließ sich nicht ablenken und ignorierte auch John, hätte ihn über den Lärm eh nicht verstanden, dann fand er was er suchte: zwei Offiziere, der Kapitän war nicht an Deck. Der nächste Marinesoldat, der auf ihn zu kam um vermutlich an ihm vorbei einen der offensichtlichen Freibeuter anzufallen, lief rein zufällig in den plötzlich im Weg stehenden Tristan, röchelte, brach zusammen und eine Fontäne Blut besudelte Tristans Mantel, Hals und Wange - genug für eine Täuschung. Daran einen der Freibeuter zu schützen dachte er nicht, ihn verband nichts mit ihnen im Moment außer eine Frage und ein Schiff sowie die gleiche Seite des Schlachtfelds, außerdem kannte er die Regel: jeder, egal ob Mann oder Frau, tut sein Bestes, und wenn das nicht reicht, stirbt man eben. Und sein Bestes war nun mal, zu täuschen und damit seine eher durchschnittliche Kampffähigkeit als Navigator wettzumachen. Kaum dass er den Mann hatte fallen lassen taumelte Tristan selbst, fasste sich an die Schulter als wäre er getroffen und unter dem Blut und der Hand fiel der unversehrte Mantelstoff nicht auf, er keuchte, schwankte und schleppte sich über eine der Planken auf das Marineschiff, er hatte nicht viel Zeit, die Union entfernte sich bereits. Dank Ivorys Manöver fiel er nicht mal als Fremder auf, und auch die Tatsache dass beide Offiziere im Gewühl nahe der Planken wie aus dem Nichts und bloß umgeben von Marinemänteln mit einem Mal einfach umkippten rief erst Panik hervor, als Tristan schon längst am Bug des Marineschiffs stand und ein Seil kappte, über das er auch ohne Planke zurück auf die Union gelangen konnte - bei der Landung schubste er versehentlich und doch wohl verkalkuliert einen Gefreiten in die Flammen, hups, sorry, und sah sich dann um, wo seine übrigen Wurfmesser gebraucht werden konnten.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Mi 17. Okt 2012, 12:50
von Tjeika
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Kara Kharecha
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
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Kara hatte alle Mühe, das Steuer frei von Marinesoldaten zu halten. Sie schlug dem Blonden mit dem Knauf ihres Säbels auf den Kopf, um dann die Klinge in den Hals eines brünetten Jünglings zu werfen, der sicherlich noch keine zwanzig war - wie sie die Marine doch verachtete, sie verdarb die Jugend! Und als sie sich umdrehen wollte, verspürte sie einen stechenden Schmerz an ihrem Oberarm. Dieser Mistkerl hatte sie getroffen und büßte auch sogleich dafür - leider nicht aufgrund ihrer eigenen Waffe. Sie nickte Wilhelm kurz zu und schon standen sie Rücken an Rücken. Das machte es in der Tat einfacher. Und dann der Geruch nach Rauch. Ihr Blick schnellte zum Feuer und sie wurde blass. Wer auch immer das Feuer an Bord gelegt hatte, würde noch dafür bezahlen müssen - so sehr es ihnen auch half. Diesem Jemand wurde wohl nie erzählt, wie gefährlich ein Feuer an Bord sein konnte... so sehr es ihnen jetzt auch zum Vorteil gereichte.
Re: Hafen von A Coruña - 25. Juni 1530
Verfasst: Mi 24. Okt 2012, 12:43
von Ayrina
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John Mors
Hafen von A Coruña
später Nachmittag
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Feuer an Bord. John spürte, wie die Panik einer eisigen Faust gleich sein Herz umklammerte. Er lenkte das Schiff weiter aufs offene Meer. Sie mussten die Flammen bald löschen, bevor sie dem Schiff ernsthaft schaden würden. Doch vorhe rmussten sie die Männer der Marine loswerden. In der einen Hand das Steuer, in der anderen seinen Säbel versuchte er gleichzeitig den Kurs zu halten und die Gegner zu dezimieren. Ihnen lief nun im doppelten Sinne die Zeit davon.