Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Die Geschichte
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Ayrina
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Ayrina »

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John Mors
Auf der India
Nachmittag
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John fluchte verhalten, als Kara losrannte. Normalerweise wäre er ihr sofort gefolgt, doch er konnte Ivory schlecht allein lassen. Kurz überlegte er, ehe er sich an Ivory wandte.
"Komm mit", rief er ihr knapp zu, ehe er Kara nacheilte. Sie war verletzt und der Kapitän ein verdammt guter Kämpfer. Das konnte er selbst auf diese Entfernung sehen. Er würde sie in diesem Kampf nicht allein lassen.
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Siria
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Siria »

Auf der India
Nachmittag

Nekele sah das Blut aus Thies Wunden sickern. Es tat weh, dies zu sehen.
Vorsichtig strich sie über den Bart, des alten Mannes. "Du mußt, kämpfen hörst du?!", sagte sie fast flüstern.
Die Kampfgeräusche vom anderen Schiff drangen auf die India. Nekele war hin und her gerissen, sollte sie bleiben oder weiterkämpfen? Doch im Grunde gabs keine Frage, es sah drüben nicht gut aus... Nekele hatte eine Verantwortung gegenüber den Mannschaft.
Traurig sah sie Alisa an. "Ich muß wieder in den Kampf, ich weiß, dass Thies bei dir in guten Händen ist."
Sie wartete keine Antwort ab, sondern stand hastig auf und kehrte auf das gegnerische Schiff zurück. Sie mußten irgendwie diesen Kampf gewinnen und wenn es einfach für Thies war.
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Rachel
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Rachel »

Ivory Lancaster
Auf der India
Nachmittag
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Ivory bemerkte es kaum, dass John noch immer in ihrer Nähe war und Schläge aus dem Hinterhalt auf sie vereitelte. Sie musste sich darauf konzentrieren, was vor ihr geschah, und das nahm sie zugegebenermaßen ziemlich ein. Abgesehen von ihm sah sie auch sonst niemanden aus der Mannschaft mehr, aber wenigstens wusste sie, dass sie nicht allein gegen die Flut an Söldnern kämpfte.
Dementsprechend überrascht war sie, als John ihr plötzlich zu verstehen gab, dass sie ihm folgen sollte. Sie verstand erst nicht, was er vorhatte, hätte aber nie daran gedacht, dieser Anweisung nicht zu folgen, also lief sie ihm nach, vorbei an Gegnern, die ihren Dolch einige Male zu spüren bekamen, auch wenn Ivory nicht die Zeit hatte, sie alle umzubringen.
Kurz darauf sah sie Kara und ihr wurde klar, dass sie ihr folgten. Was haben sie bloß vor?, fragte sie sich zum wiederholten Male, doch sie konnte nicht umhin, sich gut dabei zu fühlen, an ihrem Vorhaben beteiligt zu sein. Es war ja offensichtlich, dass sie Kara und John kaum eine Hilfe war, auch wenn sie tat, was sie konnte. Aber das hielt sie nicht davon ab, den Kampfeswillen in sich zu mobilisieren. Verbissen achtete sie darauf, mit den beiden Schritt zu halten und dabei möglichst viele Söldner zu verletzen.
One day, when I'm 80 years old and sitting in a rocking chair, I'll be reading Harry Potter.
And they will say to me, "After all this time?"
And I will answer: "Always."
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Therapistin
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Nachmittag

Offenbar war Kara alles andere als geneigt, diesen Kampf aufzugeben und in gewisser Weise konnte Klaas das gut verstehen. Sollten sie sich nun zurück ziehen, wäre die Mannschaft nieder und vollkommen demotiviert. Dieser Kampf förderte das Gemeinschaftsgefühl und vielleicht, ganz vielleicht würden sie es ja doch noch schaffen, hier als Sieger hervor zu gehen.
Und so schlug er einfach auf jeden ein, der ihm unbekannt war – die Mannschaft der India kannte er ja. Kara war verschwunden und auch Ivory und John hatte Klaas aus den Augen verloren, doch da sie auch nirgendwo hier lagen und noch immer alle kämpfen, nahm er an, dass sie irgendeinen Plan hatten – das hoffte er zumindest.
Gerade stach er mit seinem Säbel in den Oberbauch eines Söldners, nachdem er ihm seine Waffe aus den Händen gerungen hatte, da erklang ein Schuss, etwas streifte seinen rechten Oberarm. Seine Klinge fiel auf das Deck, während er sich mit schmerzverzerrter Miene umsah. Hinter ihm stand ein junger Mann, jünger als er selbst und war lediglich mit einer Pistole bewaffnet, die er nun hektisch versuchte nachzuladen, doch da hatte Klaas schon seinen Dolch gefasst und griff an, das Brennen in seinem Arm ignorierend.
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Ernst Ferstl
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Siria
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Siria »

Auf der India
Nachmittag

Sobald Nekele wieder auf dem anderen Schiff war, war sie auch wieder mitten im Geschehen. Immerwieder wurde sie angegriffen, Thies verdrängte sie, sie mußte sich auf den Kampf konzentrieren.
Aus den Augenwinkeln sah sie Kara auf dem Oberen Deck und kaum hatte sie sie gesehen, war zu hören.
"Sie haben den Kapitän!" Kurz verstummten alle. Nekele drehte sich ebenfalls in Richtung des Ruders, wo Kara, Yvory und John standen, zwischen ihnen, der Kapitän an dessen Kehle sich ein Säbel befand.
Sie hatte nicht mehr auf ihre eigene Deckung geachtet. "Ein mucks und du hast ebenfalls einen Dolch in deinen Körper. Fällt der Kapitän, fällst du.", hörte sie eine rauhe Stimme hinter sich. Nekele versuchte ruhig zu atmen. Sie suchte mit ihren Blick Leute aus ihrer Mannschaft denen sie mitteilen konnte, dass sie ein Problem hatten.
"Mitkommen.", sprach der Mann weiter und zog langsam Nekele mit sich. Schließlich entdeckte sie sowohl Franz als auch Klaas. Zu sagen traute sie sich nichts, dennoch versuchte sie mit ihrem Blick deutlich zu machen, dass sie ein Problem hatte.
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Therapistin
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Nachmittag

Das Adrenalin ließ Klaas den Schmerz in seinem Arm vergessen, als er seinen Dolch in den Bauch des vor ihm stehenden stieß. Der Mann fiel leblos zu Boden, sodass Klaas einen Moment Zeit hatte, um einmal tief durch zu atmen und sich umzusehen.
In der Nähe des Ruders erkannte er Kara, die einem Mann, offenbar der Kapitän dieses Schiffes, ihren Säbel an die Kehle hielt, auch John und Ivory standen dabei. Dann sah das Ganze nun natürlich gleich anders aus. Viele um ihn herum warfen besorgte Blicke hinauf, als würden sie sich fragen, was sie nun tun sollten.
Nur ein Mann bewegte sich. Und direkt vor ihm ging Nekele, was Klaas doch mehr als merkwürdig fand. Noch dazu ihre Blicke, die ängstlich und bedeutungsvoll waren. Er legte den Kopf leicht schief, schluckte kurz und hob unauffällig seinen Dolch. Nekele nickte leicht. Das war jetzt alles andere als gut, wie er fand. Zumal er nun, da er langsam zur Ruhe kam, den Streifschuss an seinem Arm mehr als deutlich merkte und leise keuchend die Hand auf die Wunde drückte.
Der Mann, der Nekele hielt, blickte sich zu ihm um. Aus dem Augenwinkel sah Klaas Franz, vielleicht konnte er Nekele helfen, wenn Klaas für eine kleine Ablenkung sorgte? Er warf ihm einen vielsagenden Blick zu und hoffte, dass dieser verstand, ehe er keuchend in die Knie ging, als wäre er schwer getroffen worden.
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von vojka »

Auf der India
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Franz sah kurz zu auf, als er hörte, dass jemand den Kapitän hatte. Er selbst hatte seinen Gegner gerade erledigt und erlaubte sich nun einen Moment durch zuatmen und sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Plötzlich spürte er Blicke auf sich und sah schließlich, dass Klaas zu ihm sah und ihm bedeutungsvoll in eine Richtung sah.
Auch er ließ nun seinen Blick dahin wandern und erstarrte, als er Nekele in den Fängen eines Mannes sah. Ihm stockte der Atem, dass konnte nicht sein, das durfte nicht sein, er hate ihr doch noch nicht gesagt, was er für sie empfand, das ging nicht. Noch einmal sah er zu Klass und runzelte die Stirn. Irgendetwas hatte dieser vor, soviel war ihm klar, aber was? Als Klaas plötzlich keuchend in die Knie ging, wusste er, was dieser vor hatte. Und sie hatten Glück, der Mann der Nekele in seinen Fängen hielt ließ sich für einen Moment davon ablenken und diesen Moment nutzte Franz, riss Nekele aus den Armen des Mannes und jagte ihm seinen Dolch in die Brust. "Lass deine Finger von ihr", rief er wütend und wandte den Blick erst von dem Mann ab, als dieser tot zu boden sackte.
"Nekele bist du in Ordnung, hat er dir etwas getan? Hab ich dir weh getan?", fragte er besorgt und hockte sich vor sie auf den Boden, dahin wo er sie wohl geschleudert hatte.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Nachmittag

Erleichtert atmete Klaas auf, als er sah, wie der Mann, der Nekele bedroht hatte, tot zu Boden fiel. Franz war im nächsten Augenblick schon bei ihr und fragte, ob sie in Ordnung sei. Ein wenig mühsam richtete Klaas sich wieder auf, hob beim Aufstehen seinen Säbel wieder auf, doch er hing nur schlaff in seiner Hand. Niemand griff an, aller Blicke waren nach oben gerichtet, wo Kara mit dem Kapitän stand, doch Klaas blieb dennoch wachsam, es konnte durchaus sein, dass doch wieder jemand angriff und dann wollte er vorbereitet sein.
Langsam trat er an Franz und Nekele heran, sah besorgt zu der jungen Frau und hoffte, ihr war nichts passiert.
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Ernst Ferstl
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Siria
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Siria »

Auf der India
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"Ist schon ok. Alles in Ordnung.", sagte Nekele und richtete sich langsam wieder auf. Das war alles nicht der Rede wert. Sie atmete tief durch.
"Lasst uns die Mannschaft in eine Ecke drängen. So lange ihr Kapitän den Säbel an der Kehle hat, werden sie nicht aufmucken. Und dann können wir endlich diesen Kahn leerräumen.", sprach sie zu Klaas und Franz.
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Therapistin
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Re: Auf dem Meer - 15. Mai 1530

Beitrag von Therapistin »

Auf der India
Nachmittag

Klaas warf Nekele noch einmal einen besorgten Blick zu, doch es schien tatsächlich alles in Ordnung zu sein, sie schien nicht verletzt, vielleicht ein wenig erschrocken, doch offenbar erholte sie sich recht schnell davon. So nickte er nur, stellte sich aufrecht hin und hob seinen Säbel mit dem linken Arm – der Rechte schmerzte mittlerweile doch etwas.
"In die Ecke!", sagte er barsch und wies mit seiner Waffe von zwei Männern, die in ihrer Nähe standen in eine entsprechende Ecke, wo man die Mannschaft des Handelsschiffes gut unter Kontrolle halten konnte. "Wird’s bald?!", rief er, als sich keiner von beiden rührte, worauf sie sich nun doch eilig aufmachten.
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Ernst Ferstl
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