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Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 18:14
von vojka
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Am Hafen/auf der India
Später Abend

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Kurz sahen sich Kara, Thies und Franz an, bevor die Kapitänin die beiden Männer wegschickte. Kurz sah Franz sich noch einmal in dem Schuppen um und bemerkte das Fenster, welches direkt hinter Julian stand. Und da kam ihm eine Idee, schnell schnappte er sich Thies Arm, welcher sich wehrte und nicht gehen wollte, aber er wurde unbarmherzig nach draußen gezogen. Er hoffte nur, dass während der wenigen Minuten, die sie weg sein würden, nichts mit Kara und Nekele passieren würde.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 18:26
von Tjeika
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Kara
Auf der India / Am Hafen
Früher Morgen
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Kara gingen die Ideen aus, sollte sie überhaupt jemals welche gehabt haben. Doch sie hatte Franz' Blick bemerkt, als er Thies aus dem Schuppen ins Freie zerrte. Er hatte den Eindruck erweckt, einen Plan zu haben und Kara zählte auf ihn, setzte alle ihre Hoffnungen in Franz und Thies.
"Wann hast du den Verstand verloren?", fragte Kara Julian ruhig, als die beiden Männer den Schuppen verlassen hatten.
Möglichst unauffällig warf sie Nekele einen aufmunternden Blick zu, der sagen sollte, dass alles wieder gut würde. Und sie hoffte es wahrlich...

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 18:45
von Siria
Am Hafen/Schuppen
Abend

Nekele war es gar nicht wohl zu mute. Aber langsam wurde sie ruhiger. Konnte sie irgendetwas tun? Ihn vielleicht treten? Aber er war ziemlich stark und die Männer waren nun auch weg.
Julian lachte wieder nur. "Ich habe nicht den Verstand verloren. Den hat nur dein Vater, als er dich mit aufs Schiff nahm. Weiber gehören nicht an Bord, sie sind nur für eines Gut!" wieder lachte er und strich Nekele aber mals über das Dekolté. "Gleich kommt das Gold... die Anderen waren so töricht, dumm. Sie haben den Tod verdient. Um dich wäre es wirklich schade, aber es gibt Dinge die man nun mal tun muß!" Er drückte das Messer an Nekeles Hals, sofort spannte sie sich wieder an.
Schockiert blickte Nekele zu Kara. Wo bleiben die Männer, warum dauert das so lange?

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 19:01
von vojka
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Am Hafen/auf der India
Später Abend

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Nachdem Franz Thies mit nach draußen gezogen hatte, fuhr dieser in an. „Was sollte das, wir können sie doch nicht mit ihm allein lassen.“
„Da gebe ich dir Recht, deshalb höre mir jetzt zu. Du holst das Geld, du musst ihn ablenken, gebe Nekele ein Zeichen, wenn du mich an dem Fenster in seinem Rücken siehst. Sie soll sich in dem Moment fallen lassen.
„Was hast du vor?“, fragte Thies.
„Lass mich nur machen“, sagte er und zog hinter seinem Rücken eine Pistole hervor, welche er seit zehn Jahren mit sich herum trug, er hatte sie damals von seinem Vater mitgenommen hatte. Er hatte sie zusammen in einem Schrank mit dem Gold, welches er mitgenommen hatte gefunden und eingesteckt. Seit dem hatte er immer wieder mit ihr geübt und hoffte, dass er nicht aus der Übung war.
„Nun los“, sagte er und Thies lief zum Schiff. Fünf Minuten später kam er mit einem klimpernden Beutel wieder.
„Ich gehe jetzt um den Schuppen herum, warte noch eine Minute, bis du hineingehst. Ich bin nur froh, dass das Fenster auf war, denn es würde sicherlich quietschen“, sagte Franz und setzte sich in Bewegung.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 19:05
von Tjeika
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Kara
Auf der India / Am Hafen
Früher Morgen
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Das hier lief so ganz und gar nicht so, wie es sich Kara vorgestellt oder gar erhofft hatte. Viel zu lange schon waren die beiden Männer, Franz und Thies weg. Sie hoffte nur, dass Franz wirklich einen Plan hatte, wie es sein Blick ihr verraten hatte. Sie hoffte so sehr, dass es nicht etwas anderes war, was seine Augen gesagt hatten.
"Nun, meinst du denn nicht, Julian, dass du hier gerade den ultimativen Beweis antrittst, dass du und nicht mein Vater den Verstand verloren haben? Sieh' dich doch einmal an... mit einem Messer eine wehrlose Frau bedrohend."
Ihr Blick glitt zu Nekele, der die pure Panik ins Gesicht geschrieben stand. Sie mussten Zeit schinden, soviel war klar.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 19:37
von Siria
Am Hafen/Alter Schuppen
Später Abend

Nekele hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, so angespannt war sie, das Messer drückte sich unangenehm in ihren Hals. Dadurch, dass ihr Mund zugebunden war, bekam sie schlecht Luft und ihr Hals war trocken. Ruhig bleiben, ich muß irgendwie ruhig bleiben.
Sie war froh, dass Kara da war und sie anblickte. Plötzlich trat Thies wieder ein.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 19:54
von vojka
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Am Hafen/auf der India
Später Abend

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Als Franz hinter dem Schuppen ankam, sah er sich erst einmal um. Das Fenster war nicht auf Bodenhöhe, sondern etwas höher, so dass er sich erst einmal eine Möglichkeit schaffen musste um von oben ins Fenster zu blicken.
Er fand ein Fass, welches ganz in der Nähe stand und rollte es vorsichtig und lautlos unter das Fenster. Schnell kletterte er hinauf und sah ins Innere. Julian hatte Nekele immer noch umschlungen und hielt ihr das Messer an die Kehle, wie Franz vermutete, denn sehen konnte er es nicht. Kara und Thies standen nahe dem Eingang. Er zog seine Pistole und schob seine Hand vorsichtig in den Schuppen und wartete darauf, dass Thies Nekele das Zeichen geben würde.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 22:47
von Tjeika
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Kara
Auf der India / Am Hafen
Früher Morgen
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Kara erkannte Franz, der da durch das Fenster hineinlukte. Und sie erkannte das, was er in der Hand hielt. Doch die Kapitänin gab sich alle Mühe, nicht zu offensichtlich zu dem Fenster zu schauen, war dies doch wohl ihre einzige Möglichkeit.
Thies war wieder hereingetreten und legte nun einen Beutel auf den Boden, in denen sich ganz offensichtlich - der Klang war da schon recht eindeutig - Gold befand. Aus den Augenwinkeln nahm Kara war, dass Thies Nekele zuzwinkerte und eine versteckte Handbewegung machte, während Julian sehr klar von dem Gold abgelenkt war.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 22:54
von vojka
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Am Hafen/auf der India
Später Abend

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Franz sah die Geste von Thies und hoffte, dass Nekele diese verstanden hatte. Er wusste einfach nicht, ob die Kugel durch Julians Körper dringen und so Nekele verletzen konnte. Etwas was er nicht wollte. Noch einmal atmete er tief durch, spannte den Hahn und drückte ab.

Re: Kristiana, 18.04.1530

Verfasst: Do 10. Dez 2009, 23:02
von Siria
Am Hafen/Alter Schuppen
Später Abend

Nekele bemerkte Thies Handbewegung, aber wie sollte sie sich ducken? Er hielt sie, mit einem Messer am Hals, fest. Eine falsche Bewegung und das Messer wäre in ihrem Hals.
Gerade als sie sich etwas bewegen wollte, hörte sie den Schuß. Julian sackte zusammen und riss Nekele mit sich, die kurz aufschrie, dann war es ruhig und alles um Nekele schwarz.