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Re: Das Fort

Verfasst: Mo 31. Jul 2023, 08:16
von silverbullet
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Monra
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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Monra hielt sich an Oftars Seite und und schwieg. Erst, als sie außerhalb des Forts waren, fragte sie leise nach: "Bist du sehr erschöpft? Dann lass es dir nicht so anmerken, der Fürst wartet wohl nur auf Schwächen von uns..."

Re: Das Fort

Verfasst: Mo 31. Jul 2023, 20:26
von Cassiopeia
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Sheon / Haakan / NPC
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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Haakan verließ als Letzter das nun totenstille Fort. Er vertraute darauf, dass Alakti wusste, was zu tun war und die Armee entsprechend führen würde, während er seine Tat hier vollbrachte. Er stieg auf sein Pferd, welches etwas nervös schnaubte und ließ den Hengst antraben, während er einen Stab heraus holte, ein Werkzeug um Magie zu kanalisieren und zu verstärken. Den Stab, der etwa so dick wie der Stiel eines Besens war, richtete er auf die Palisaden aus und murmelte ein paar Worte in alter, dunkler Sprache. Es dauerte nicht lange bis die Flammen knisternd emporzüngelte. Zufrieden sah Haakan ihnen eine Weile zu, dann begann er zu reiten und den hohen Palisadenzaun Meter für Meter in Brand zu setzen.

Re: Das Fort

Verfasst: Mo 31. Jul 2023, 20:37
von Tjeika
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Alakti ("Yeoh")
Am Bergpass nach Süden
Sommer 3340
Morgengrauen
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Alakti lief zurück zu dem Hügel, auf dem sie sich gestern schon getroffen hatten. Von hier oben war die Aussicht über die aufkommende Feuersbrunst ganz besonders schön anzusehen und so lächelte sie ausgesprochen zufrieden, während sie auf Oftar wartete.
Sie hatten viel zu tun, jetzt galt es keine Zeit zu verschwenden.

Re: Das Fort

Verfasst: Mo 31. Jul 2023, 22:09
von Odin
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Oftar
Am Bergpass nach Süden
Sommer 3340
Morgengrauen
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Oftar blinzelte Monra zu.
"Das ist nicht das erste Mal, dass ich eine Nachtruhe überspringe. Ich bin aber nicht derjenige, der prahlerisch voran schreitet. Da übertreibe ich es lieber mit der 'Schwäche'. Ich finde es viel amüsanter, wenn mich jemand unterschätzt."

Als sie dann bei der Kommandantin ankamen, verbeugte er sich, sagte aber nichts.

Re: Das Fort

Verfasst: Mi 2. Aug 2023, 16:16
von silverbullet
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Monra
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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Monra kommentierte das nicht weiter, obwohl sie bei sich dachte, dass eine Schwäche zu zeigen in Gegenwart des Fürsten vielleicht doch riskant sein könnte.

Auch sie verbeugte sich stumm vor der Kommandantin und stellte sich so hin, dass sie die Handlungen des Fürsten und das Niederbrennen des Forts gut überschauen konnte.
"Wunderbar", hauchte sie fast unhörbar und betrachtete die Flammen fasziniert.

Re: Das Fort

Verfasst: Do 3. Aug 2023, 18:15
von Cassiopeia
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Sheon / Haakan / NPC
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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Sheon hielt seine Wölfe etwas abseits der Männer und Frauen des Nordens, sowie der Dritten Kompanie, welche sich ihnen angeschlossen hatte. Die Nordmenschen waren ihm durchaus sympathisch, doch er wusste um den Stand, den er bei der Kommandantin und dem Fürsten hatte und es war sicher nicht gern gesehen, wenn er sich unter die anderen mischte.
Dennoch brauchte er als Anführer seiner Spezies Informationen und so trat er als Mensch wieder zurück zur Kommandantin und blieb in sicherem Abstand stehen. Statt dem Geruch des Blutes stieg ihm der beißende Rauch des Feuers in die Nase, doch er ließ sich nichts anmerken. Etwas Blut hatte seine Kleidung an der Seite verunziert, wo er selbst getroffen worden war. Die Kommandantin sollte es ruhig sehen.

Treykr war ein Mann des Nordens, der den Klischees entsprach: bärtig, von kämpferischer Figur, die in Tierfelle und grobe Stoffe gehüllt war und mit einer Doppelaxt ausgestattet zeugte sein Aussehen von der harten Existenz im Norden. Seine Schwester Khaega stand erhobenen Hauptes, mit einigen Messern bewaffnet, neben ihm. Respektsbezeichnungen wie Verbeugungen waren ihr fremd, schon gar nicht gegenüber einer Frau, die sie kaum kannte. Sie folgte dem Fürsten. Ob die Kommandantin wirklich eine so große Anführerin war würde sich zeigen. Sie kam nicht aus dem hohen Norden. Sie wusste gar nichts vom Überleben. Im Süden an der Grenze lebten nur Schwächlinge. Doch das Fort war gefallen und das hatte auch Khaega am Ende überzeugt. Nun war sie gespannt auf die weiteren Schritte auf dem Boden der Südländer.

Re: Das Fort

Verfasst: Di 8. Aug 2023, 14:17
von Tjeika
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Alakti ("Yeoh")
Am Bergpass nach Süden
Sommer 3340
Morgengrauen
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"Genießt diesen Anblick, denn er gehört euch", rief Yeoh über die Köpfe der Mitstreiter hinweg und ließ den Anblick Haakans, der die Feuersbrunst auslöste, noch einen Moment sacken.
Es sollte auch ein wenig beeindrucken und ebenso einschüchtern. Sie wusste um die Kraft der Bilder und dieses hier war bewusst gesetzt worden. Nicht nur gegenüber ihren Feinden, sondern auch gegenüber denjenigen, die mit ihnen kämpften. Sie sollten niemals vergessen, wer Haakan war und wozu er im Stande war.
Erst als es getan war und auch wirklich jeder einen Eindruck von genau dem bekommen hatte, räusperte sich die Kommandantin, um eines jeden Aufmerksamkeit zu erlangen. Sie alle sahen einigermaßen mitgenommen aus. Hier und da erkannte sie Wunden. Doch sie erkannte auch den Stolz auf das, was sie alle gemeinsam erreicht hatten. Und auch dies war ein mächtiges Signal. Also ließ sie ihren Blick noch einen Moment über die Anwesenden streifen und hielt endlich bei den Wölfen und Sheon inne.
"Wir haben Großes erreicht. Doch dies war erst der Anfang. Es gilt noch viel zu tun. Und die Drachen sind es, um die wir uns als nächstes zu kümmern haben. Achtet auf sie, denn nur, weil wir ihre Anzahl reduziert haben, heißt es nicht, dass sie Euch nicht noch den Arsch aufreißen können - und es auch werden, wenn sie Euch in die Fänge bekommen. Wollt ihr nicht sterben? Dann achtet stets auf die Himmel über euch. Also brauchen wir Aufklärer."
Kommandantin Yeoh hatte während ihrer kleinen Rede die Hände hinter dem Rücken verschränkt und war ein wenig auf- und abgelaufen, um die Gesichter der Mitstreiter eingehend anzusehen und einzuschätzen. Denn Angst war etwas, das sie ganz und gar nicht gebrauchen konnten.
"Freiwillige?"
Allein das letzte Wort betonte sie in einer solchen Weise, dass sich nicht freiwillig zu melden, so es die Fähigkeiten gestatteten, einem Todesurteil gleichkäme.

Re: Das Fort

Verfasst: Di 8. Aug 2023, 21:34
von Odin
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Oftar
Am Bergpass nach Süden
Sommer 3340
Morgengrauen
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"Wo braucht ihr Aufklärung?", fragte Oftar. Dabei wurde der alte Mann langsam wieder jung und kräftig.

Re: Das Fort

Verfasst: Mi 9. Aug 2023, 06:16
von silverbullet
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Monra
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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"Wenn Ihr es gestattet, werde ich beim Tross bleiben und nur im Geist die weitere Umgebung erkunden. Wenn ich Präsenzen spüre, kann ich den Kundschaftern einen Hinweis geben, wo sie genauer hinsehen sollten", schlug Monra leise vor und deutete eine leichte Verbeugung an.
Sie könnte auch ein Pferd nehmen und voraus reiten, aber das würde nicht viel am Ergebnis ändern. Außerdem bekam sie beim Tross vielleicht noch mehr vom Fürsten mit, was ihr lieber wäre.

Re: Das Fort

Verfasst: Mi 9. Aug 2023, 09:14
von Cassiopeia
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Sheon / Haakan / NPC
Im Fort
Sommer 3340
Morgengrauen
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Das Wirken des Fürsten verlor seine Wirkung nicht, jedenfalls nicht auf Sheon. Es machte deutlich, dass es nur einen Handstreich des dunklen und offenbar sehr mächtigen Hexers brauchte, um ihnen allen wortwörtlich das Genick zu brechen. Und es zeigte ihm noch etwas: hier galt das Wort der Kommandantin. Und sie war nicht weniger gnadenlos als er. Doch obwohl der Fürst sie in der Feste noch an seinen Tisch geladen hatte, war es hier draußen unmissverständlich, dass sie es sich erst verdienen mussten, direkt mit seiner Anwesenheit oder gar Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Ein deutliches Machtgefälle, welches vermutlich sehr zielgerichtet eingesetzt wurde.
Als die Kommandantin nun nach Freiwilligen 'fragte' zögerte Sheon keine Sekunde und trat mit einer tiefen Verbeugung vor. Es war nicht einmal geheuchelt, sie stand in der Hierarchie deutlich über ihm und er fügte sich den Regeln des Respekts, wie sie in jedem Rudel galten gegenüber Ranghöheren. Dass sie kein Werwolf war machte dabei keinen Unterschied für ihn.
"Kommandantin", sagte er als er wieder aufsah, ihr jedoch nicht in die Augen blickte, sondern den Blick gesenkt hielt wie es sich gehörte, "so Ihr erlaubt, erkunde ich das Gebiet mit fünf meiner besten Fährtenleser. Der Rest der Rudel sichert Eure Flanken. Wir sind gestärkt von der Nacht, lautlos und schnell." Das war gelogen, sie alle waren erschöpft, doch das Blut und die Kämpfe hatten eine nicht zu unterschätzende Wirkung und schärften die Sinne, was nun offenbar gebraucht wurde.

Threykr hätte beinahe gelacht. Drachen? Doch als er zu seiner Schwester sah bemerkte er, dass sie vom Wirken des Fürsten gänzlich hingerissen war.
"Reiß dich zusammen", zischte er ihr zu, "wenn du an den Fürsten rankommen willst, musst du sie beeindrucken." Er nickte dabei leicht zur Kommandantin. Khaega richtete ihren Blick auf die Frau vor ihr, trat dann vor und präsentierte ihr ihre Waffe, wie es auch Threykr tat.
"Unsere Waffen sind die Euren", versprach er und neigte leicht den Kopf, wie er es bei den anderen beobachtet hatte.