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Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: Sa 13. Feb 2010, 23:47
von Ayrina
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Am Hafen/ auf der India
Abend
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Zeitgleich mit Nekele war auch John zurück ins Wasser gesprungen und hatte, kaum dass er wieder aufgetaucht war, dem Mann, der Kara unter Wasser hielt einen kräftigen Faustschlag ins Gesicht verpasst. Doch noch immer ließ der Mann die junge Frau nicht los und so schlug John erneut zu und noch einmal. Von blinder Wut besessen hörte er erst auf, als der Mann reglos zur Seite sackte und ohne sich zu rühren unter der Wasseroberfläche verschwand. Sofort griff John nach Karas Arm und zog sie über Wasser. Sie war bewusstlos und John achtete darauf, ihren Kopf über Wasser zu halten. Er nickte Nekele zu.
"Schnell, kletter hoch, dann könnt ihr mich und Kara mit dem Seil hochziehen", sagte er und wusste, dass es um Sekunden ging! Sie durften keine Zeit verlieren.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:01
von Siria
Am Hafen/ auf der India
Abend
Nekele blickte hoch, dann zu Kara und John. Sie wußte, sie würde jetzt nicht schnell genug hoch kommen. "Lasst ein Seil runter!" schrie sie nach oben. Besorgt blickte sie zu Kara, Nekele war sich nicht sicher, ob sie noch atmete.
"Ihr geht zuerst, Kara muß hoch. Keine Widerrede!" Das Seil wurde heruntergelassen und John band Kara fest. Sie selber klammerte sich an der Strickleiter fest und hoffte, alles würde gut gehen. Ihre Hände ware klamm und sie zitterte. Sie hatte Angst um Kara.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:06
von vojka
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Am Hafen / Auf der India
Abend
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Franz sah besorgt nach unten. Er selbst war ebenfalls auf dem Sprung nach unten, zurück in das kühle Nass gewesen, war dann aber nicht gesprungen, aus Angst, Nekele, Kara oder John auf den Kopf zu springen, weshalb er nun hier oben an der Reling stand und das ganze atemlos verfolgte.
„Nekele wird es alleine nicht schaffen“, flüsterte er tonlos, während die Männer Kara und John schon ein gutes Stück nach oben gezogen hatten.
„Sobald die beiden oben sind, werft das Seil zurück“, rief er den Männern zu und sprang zurück um Nekele zu helfen. Er war zwar selbst müde und am Ende seiner Kräfte, aber er würde Nekele da unten nicht allein lassen.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:09
von Ayrina
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Am Hafen/ auf der India
Abend
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John wurde immer kälter und er ahnte, dass es nicht nur von dem eisigen Wasser kam. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass Kara sicher vertäut war, nickte er den Männern an Bord zu und hielt sich ebenfalls an dem Seil fest. Das Brennen in seiner Hand spürte er kaum. All seine Gedanken waren auf Kara gerichtet, die bewusstlos in den Seilen hing.
"Danke!", sagte er leise zu Nekele und nickte ihr zu.
Viel zu langsam wurden sie nach oben gezogen, doch endlich erreichten sie die Reling und John hob Kara darüber. Er legte sie vorsichtig auf Deck ab und fühlte ihren Puls. Nichts. Wieder bliebs ein Herz stehen. Er sah die besorgten Gesichter um sich herum und er ahnte, wie es ihnen allen ging.
"Sie atmet nicht", sagte er knapp und hielt ihr die Nase zu, während er seine Lippen fest auf ihre drückte und ihr seinen Atem in die Lungen blies.
Komm schon, Kara, dachte er in wütender Verzweiflung. Nun komm endlich!
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:13
von Siria
Am Hafen / Auf der India
Abend
Franz tauchte neben Nekele auf. Sie zitterte und blickte ihn stumm an. Er schwamm zu ihr umgriff sie und hielt sie so mit fest. Nekele beruhigte dies, auch wenn Franz genauso erschöpft aussah wie sie sich fühlte. "Danke!" flüsterte sie.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:14
von Tjeika
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Kara
Auf der India / am Hafen
Abend
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Wasser glitt an ihrer Haut entlang. In weiter Ferne waren Stimmen zu hören, doch die Worte, die sie sprachen, konnte Kara nicht verstehen. Sie spürte warme Haut auf ihrer. Doch die Dunkelheit schien all ihre Sinneseindrücke von ihr wegzuziehen. Es war kalt und es war finster. Doch dann war es, als würde jemand sie an ihren Haaren aus dieser Finsternis reißen. Erdrückende Stille. Nichts.
Dann merkte sie, dass sie auf etwas hartem lag, vielleicht Holz oder Stein. So genau konnte Kara das nicht sagen. Und dann spürte sie warme Lippen auf den ihren. Ihr Körper kämpfte gegen das Wasser in ihren Lungen an und noch ehe Kara ihre Augen aufschlagen konnte, wurde sie von einem Hustenanfall überrannt.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:16
von vojka
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Am Hafen / Auf der India
Abend
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Er lächelte sie nur leicht zittrig. „Immer wieder gerne“, sagte er und war froh, als neben ihnen das Seil im Wasser landete. Schnell band er es Nekele und auch sich um die Brust, so dass die Männer an Decke sie würden hochziehen können.
„Macht schnell, das ist sau kalt“, sagte er und lächelte Nekele noch einmal beruhigend zu, welche aber plötzlich aufschrie.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:22
von Ayrina
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Am Hafen/ auf der India
Abend
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John atmete erleichtert auf und richtete Kara ein wenig auf, dass sie leichter atmen konnte.
"Ganz ruhig", sagte er leise und spürte, wie die Anspannung endlich von ihm abfiel.
"Man, du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt", schalt er sie lächelnd.
Tu das nie wieder!, fügte er in Gedanken hinzu und atmete tief durch.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:23
von Siria
Am Hafen / Auf der India
Abend
Nekele merkte, wie sich der Knoten wieder löste und sowohl sie als auch Franz wieder ins Wasser stürzten. Wieder umgab sie die Kälte des Wassers, der Gestank, der ekelhafte Geschmack... es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie wieder auftauchte. Sie hustete und blickte sich panisch nach Franz um.
Re: Hamburg, 25.04. 1530
Verfasst: So 14. Feb 2010, 00:29
von vojka
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Am Hafen / Auf der India
Abend
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Franz verfluchte sich. Warum hatte er den Knoten nicht etwas fester gezogen. Aber dann spürte er wieder seine eiskalten Finger und hatte den Grund. Mühsam kämpfte er sich an die Oberfläche, wo er leise fluchend und prustend wieder auftauchte. „Verdammt“, fluchte er. „Verdammte Finger. Also noch einmal“, sagte er und schwamm zu Nekele hinüber und umarmte sie von hinten, und machte erneut eine Schlinge die er um ihre Brust legte. „Ich glaube dieses Mal solltest du den Knoten kontrollieren. Ich will nicht noch einmal in diese Suppe müssen“, meinte er und hielt Nekele den Knoten hin.