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Re: Kapitel 4

Verfasst: Sa 10. Mär 2012, 22:29
von Katastropholy
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Langsam schüttelte er den Kopf und machte eine Handbewegung, als wolle er dieses bleiern in der Luft liegende Wort einfach wegwischen.
Gerade schickte er sich an, etwas zu erwidern, als ihn Geräusche ein paar Straßen weiter aufhorchen ließen. „Wie befürchtet, hat unsere kleine Aktion Aufmerksamkeit erregt. In ein paar Minuten werden die Straßen vor Jägern nur so wimmeln, ich hoffe die anderen schaffen es mit den Pferden rechtzeitig hier her.“ flüsterte er leise, während sein Schwert im Mondlicht silbern aufblitzte und er an die Hauswand gelehnt um die Ecke sah.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 15:28
von Ayrina
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Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Revans Worte jagten Narea die Schamesröte in die Wangen. Er hatte Recht. Für den Moment gab es wichtigeres als diese Seiten. Sie eilte zu Toyan und Shaya. Die junge Telepathin war bewusstlos und als Narea die Wunde an ihrer Seite sah, kam sie nicht umhin festzustellen, dass das auch besser war. Sie verlor viel Blut und schnell riss Narea einen mäßig sauberen Fetzen aus ihrem Gewand. Es war besser als nichts und im Moment mussten sie damit auskommen. Sie legte einen Druckverband an und hoffte, dass es die Blutung zumindest ein wenig stoppte. Dann fiel ihr Blick auf Shayas Handgelenk, wo Borthus sie berührt hatte. Ein dunkler Abdruck war darauf zurückgeblieben und irritiert runzelte Narea die Stirn. Das hatte sie noch nie gesehen und es sah nicht gut aus.
Doch die nahenden Geräusche verhinderten, dass sie sich im Moment weiter darum Gedanken machen konnte.
"So sollte es gehen", meinte sie und stand auf.
"Aber weit können wir sie nicht damit bringen. Sie muss so schnell wie möglich richtig behandelt werden!"

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 18:53
von Cassiopeia
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Toyan / Tazanna
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Toyan hätte sich sonstwohin beißen können - ein Druckverband, dass er nicht selbst darauf gekommen war!
"Danke", sagte er leise und sah auf. Er hatte Angst um Shaya, er wollte sie nicht zurück lassen, nicht hier.
"Hier ist kein Haus mehr sicher. Sie kann nicht... hier bleiben." Andererseits konnten sie sie kaum quer durch das Land tragen und versorgen. Aber war sie hier sicher in der Stadt voller Jäger?

Tazanna, Ajala und Namid unterbrachen seine Gedanken, als sie mit Pferden zurück kehrten. Erleichterung durchflutete ihn, entschlossen hob er Shaya auf seine Arme.
"Helft mir, sie aufs Pferd zu setzen, ich reite mit ihr." Er würde sie nicht einer Stadt lassen, in der Untote von Bord gingen und die Bruderschaft jeden Stein umdrehte.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 19:23
von Ayrina
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Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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"Nein!", widersprach Narea leise, aber bestimmt.
"Sie kann unmöglich reiten. Wir müssen sie hier in der Nähe unterbringen. Ich muss die Wunde wenigstens nähen, wenn sie nicht noch mehr Blut verlieren soll. Denn wenn sie das tut, kann ich kaum noch etwas für sie tun."
Sie sah Toyan beschwörend an. Er liebte Shaya. Er würde sie nicht leichtfertig in Gefahr bringen.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 20:05
von Katastropholy
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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„Das erschwert das Ganze wesentlich.“ Revan sah zwischen Shaya, die bleich wie ein Laken in Toyans Armen lag, und der Gasse hin und her.
„Dann sollten wir uns aufteilen. Es besteht wirklich kein Grund alle in dieser Falle zu belassen. Außerdem ist das Risiko zu groß, daß uns die frisch erbeutete Trophäe wieder abgejagt wird.“ berührte er seinen Umhang an der Stelle, wo er die Seiten verstaut hatte.
„Mein Vorschlag wäre: Narea und Shaya bleiben hier aus offensichtlichen Gründen, dazu wohl auch unvermeidbar Toyan und nach Möglichkeit Tazanna. In diesen Zeiten sind ihre Kenntnisse der Stadt noch unverzichtbarer als ohnehin schon. Ich bleibe auch. Der Rest sollte die Seiten nehmen und keine Rast machen, bis die Sonne wieder untergeht.“
Wieder sah er in die Gasse, an deren Häuserwänden mittlerweile die Schatten der Verfolger im Fackelschein tanzten.
„Entscheidet euch. Sie kommen.“

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 20:18
von Ayrina
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Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Das gefiel Narea nicht. Die einzigen, die von Anfang an dabei gewesen waren würden zusammen zurückbleiben und das ohne die Seiten, die sie seit Anfang an gesucht hatten?
"Gebt uns die Seiten", forderte Narea auf.
"Wir... haben zu lange danach gesucht um sie jetzt..." Sie verstummte.
Es war nicht so, dass sie Revan nicht vertraute. Doch der Preis, den sie bereits bezahlt hatten war einfach zu hoch. Sie sah zu Toyan.
"Oder du gehst mit ihnen. Ich bleibe mit Tazanna und Shaya hier und wir kommen nach so schnell wir können."
Zu einer anderen Lösung war sie nicht bereit.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Mo 12. Mär 2012, 20:34
von Cassiopeia
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Toyan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Toyan schwankte innerlich. Zu viele waren schon in Gefahr geraten, hatten gar ihr Leben gelassen für diese Aufgabe.
"Die Stadt brennt, Narea, wir können sie nicht-"
"Die Stadt brennt oberhalb", wandte Tazanna zögernd ein. Ihnen blieb nicht viel Zeit für eine Diskussion! "Wenn wir sie unterhalb der Stadt versorgen, ist sie sicherer als wenn sie reitet. Es ist nicht weit bis zum Eingang in die Tunnel, ich begleite Euch", sagte sie und sah Narea bedeutsam an.
Toyan sah auf, sah die ersten Rauchkringel in der Nacht, den Widerschein des Feuers. Hörte die Schreie, aufgeregtes Rufen. Sie würden bald am Fluss sein.
"Pass auf sie auf", sagte er leise zu Narea. "Wir warten im Umkreis eines Tagesritts der Stadt fünf Tage auf euch, dann müssen wir weiter."
Vorsichtig übergab er Shaya an Narea und Tazanna. Oh Valo, beschütze sie, flehte er in Gedanken und schluckte, ehe er sich umdrehte und auf sein Pferd stieg.
"Raus hier, so schnell wie möglich!", sagte er dann laut, als wollte er von seinem inneren Schmerz ablenken. Und Revan hatte Recht, sie sollten erst halten, wenn die Sonne wieder unterging.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Di 13. Mär 2012, 21:10
von Katastropholy
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Revan
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Revan nickte langsam, als er die Zügel Ghoral´s ergriff. „Möge die Brihá euch gewogen sein.“
Dann schwang er sich auf den Rücken des Pferdes und sah erneut zu den dreien. Er wollte noch etwas sagen, doch schon kamen die ersten Menschen auf die Straße gelaufen.
„Sollten wir uns verlieren, im Norden gibt es eine Weggabelung wie ich mich erinnere, dort treffen wir uns wieder.“
Mit einem scharfen Pfiff riss er den Hengst herum und stob in vollem Galopp durch die sich bildende Menschenmenge, die sich schreiend und fluchend an die Häuserwände drückte.

Re: Kapitel 4

Verfasst: Sa 17. Mär 2012, 22:26
von vojka
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Namid & Aylos
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Namid wartete nicht, bis die anderen sich bereit machten. Sie mussten einfach darauf vertrauen, das Tazana und Narea Shaya helfen konnten und sie ihnen dann folgten. Auch wenn sie wohl auf die Pferde verzichten mussten, denn sie konnten sie nicht hier lassen. Nicht nur, dass die Stadt brannte, wenn sie sie nun hier stehen ließen, konnten ihre Verfolger sie nehmen, etwas was sie verhindern mussten. So nahm sie nicht nur die Zügel ihres eigenen Pferdes, sondern auch das auf welchem Narea in die Stadt geritten war und gab ihrem Pferd den Befehl Revan schnellstmöglich zu folgen.


Schnell sprang Aylos auf den Rücken von Abaja und folgte den beiden Magiern aus der Stadt. Es behagte ihm nicht das er Tazana in dieser Stadt zurück lassen musste, aber er verstand auch die Notwendigkeit, trotzdem wäre er lieber bei ihr geblieben.
„Pass auf dich auf“, murmelte er, ehe er in den Galopp überging und an den immer noch schimpfenden Menschen vorbei ritt, welche sich ängstlich an die Häuserwände drückten.

Re: Kapitel 4

Verfasst: So 18. Mär 2012, 13:11
von Ayrina
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Narea
Sombal
07. Mai, 143. Jahr des Lichtes
Nacht
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Da stand sie mit Tazanna und hielt Shaya in den Armen. Ihre Lippen waren zu einem schmalen Strich zusammengepresst und ihr Blick dunkel, während sie Toyan nachsah. Es schmerzte mehr, ihn gehenzulassen, als es der Fall sein sollte und mühsam riss sie sich los und drehte den Kopf zu Tazanna.
"Wo können wir sie hinbringen?", fragte sie leise. Denn hier mitten auf der Srraße war ein denkbar schlechter Ort.