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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:21
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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John wusste nicht, was ihn geritten hatte und er fühlte sich wie benebelt. Geistesabwesend reichte er ihr das Wasser. Sie murmelte etwas, doch er verstand es nicht. Vielleicht wollte er es auch nicht verstehen. Er setzte sich wieder neben sie und sah ihr lieber nicht in die Augen.
"Hast du Hunger? Soll ich dir etwas zu essen holen?", fragte er, um die Stille zu durchbrechen.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:30
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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Kara schüttelte den Kopf. Noch immer war sie verwirrt ob Johns verhalten. Und ihm schien es da nicht anders zu ergehen. Wahrscheinlich eine Kurzschlussreaktion, in Panik entstanden, aus Angst, dass ihr etwas geschehen konnte, dachte sich Kara. Denn eine andere Erklärung kam nicht in Frage.
"Vergessen wir das, was da...", sagte sie leise und nahm den Becher entgegen, den sie, wieder einmal, in einem Zug leerte.
Doch sie wusste selbst, dass sie das so schnell nicht würde vergessen können.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:33
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Vergessen. Vergessen war gut. Er hatte Angst um sie. Und er wollte, dass sie sich nicht einsam fühlte. Das war alles. So musste es sein.
"Hast du Hunger?", fragte er erneut und sah sie noch immer nicht an.
"Du brauchst deine Kräfte."

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:36
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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Ihr Magen knurrte und das kam Kara mehr als nur ungelegen. Sie hatte keinen Appetit, wollte nichts essen. Und sie wusste, dass sie nicht einen einzigen Bissen herunterbekommen würde, egal, wie sehr ihr Körper danach verlangte. Doch nun, wo ihr Magen sie verraten hatte, konnte sie schlecht das Gegenteil behaupten. John konnte so unglaublich stur sein und sie hatte nicht die Kraft, mit ihm zu diskutieren - wenn sie gesund gewesen wäre, wäre das sicherlich eine gänzlich andere Geschichte gewesen.
"Sieht so aus", murmelte sie immer noch überaus verwirrt und reichte den nun wieder leeren Becher an John weiter.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:38
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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John nickte und nahm ihr den Becher ab.
"Gut. Ich hol dir was. Ich bin gleich zurück."
Nun sah er ihr doch in die Augen und das aufmunternde Lächeln, das er geplant hatte, misslang kläglich. Er wollte weglaufen und sie küssen gleichzeitig.
Hastig wandte er sich um und verließ die Kajüte.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 19:41
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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Kopfschüttelnd blickte Kara John hinterher. So hatte sie ihn ja noch nie erlebt. Was ging hier eigentlich gerade vor sich? Kara wollte das wirklich zu gerne wissen. Irgendwas war hier doch gerade anders gewesen, als sonst, doch Kara konnte nicht so recht sagen, was das war. So lehnte sie sich seufzend in die Kissen zurück, in der Hoffnung, einerseits, John würde möglichst lange brauchen, das Essen zu holen, da sie einfach nichts essen konnte und das auch hur zu gut wusste und andererseits in der Hoffnung, John würde möglichst schnell wieder zurückkehren und ihr erklären, was das alles gerade zu bedeuten hatte.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 10:56
von vojka
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Auf der India
Nachmittag

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Franz lag in seiner Hängematte und fühlte sich hundeelend. Er wollte eigentlich nur noch eines – sterben. Sterben um endlich Ruhe zu haben, keine Schmerzen mehr erdulden zu müssen, aber der Tod war ihm bisher vergönnt gewesen. So konnte er nichts weiter tun, als rum zu liegen und zu hoffen, noch einmal Nekeles Stimme zu hören, noch einmal ihre Hand auf seiner Wange zu spüren, aber sie kam nicht, obwohl sie ihm versprochen hatte, dass sie gleich wieder kommen würde, war sie bisher nicht wieder hier gewesen. Aber er machte ihr keinen Vorwurf, war auf der einen Seite auch froh, dass sie nicht hier war, denn so gerne er sie in seiner Nähe haben wollte, so gerne wollte er sie auch von sich stoßen, damit sie sich nicht anstecken konnte. Er wollte nicht Schuld daran sein, dass die junge Frau auch noch erkrankte, das würde er nicht überstehen.
Unruhig wälzte er sich im Fieberschlaf von einer auf die andere Seite. Fand einfach keine Position in welcher er gut liegen konnte. Das Tuch, welches Nekele scheinbar vor Stunden das letzte Mal ausgetauscht hatte, lag mittlerweile auf der Erde.
„Nekele, bitte bleib bei mir, ich mag dich doch so sehr, möchte dich hier haben, bei mir“, murmelte Franz im Schlaf unverständlich, aber seine Worte blieben ungehört, keine Nekele war in der Nähe, die diese Worte hätte vernehmen können und die anderen Männer hier in der Quarantänestation, hatte zu sehr mit ihren eigenen Wahnvorstellungen zu kämpfen, als das sie von dem Gemurmel eines anderen Notiz hätten nehmen können.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 14:02
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Noch immer völlig verwirrt kehrte John auf das Deck zurück. Er hatte Kara etwas zu Essen in die Kajüte gebracht und es vermieden, sie anzusehen. Irgendwas lief gerade schrecklich aus dem Ruder. Hatte es nur damit zu tun, dass sie die Pest hatte und er Angst, seine beste freundin zu verlieren.
vermutlich war es genau das. Und unter diesen Umständen war es besser, ein wenig Abstand zu wahren. zumindest für eine kurze Weile. Solange, dass er seine Gedanken geordnet hatte.
Außerdem brauchte Nekele ihn an Deck. Es zog sie genauso unter Deck zu den Männern, wie ihn zu Kara. Sie würden sich einfach abwechseln müssen.
"Ich übernehme", sagte er mit einem müden Lächeln, das jämmerlich misslang. Er trat zu ihr ans Steuer, legte die Hand auf das Rad und nickte ihr zu.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 15:39
von Siria
Auf der India
früher Abend

Nekele war froh, als John wieder an Steuer ging. Sie war schon zu lagen nicht mehr bei den Männern gewesen und machte sich wirklich sorgen um sie, genauso, wie um Kara. Dies hier war doch ihre Familie, die einzige, die sie hatte.
Sie nickte John zu, "Dann schau ich, wie es den Männern geht. Allerdings," sie zeigte in eine Richtung, dunkle Wolken kamen auf sie zu. "sollten wir zusehen, dass wir einen guten Ankerplatz finden, bevor uns der Sturm, der sich dort ankündigt überrascht." sie seufzte. Das war nun gar nicht das, was sie gebrauchen konnten.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Sa 17. Apr 2010, 19:33
von vojka
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Auf der India
früher Abend

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Nekele“, murmelte Franz schlaftrunken und fiebrig, als er spürte, wie etwas Kühles auf seine Stirn gelegt wurde und anschließend eine Hand zärtlich über die Wange zu streichelte. „Das muss ein Traum sein und wenn es einer ist, so soll er bitte nie enden. Ich will dich immer bei mir haben“, sagte er leise, nicht sicher, ob Nekele wirklich an seinem Bett saß, denn die Augen hielt er weiterhin geschlossen, wusste er doch, dass er sowieso nichts sehen würde.