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Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 13:44
von Siria
Auf der India
Nachmittag

Das klang zunächst einfach.
"Und wenn wir die Küste erreicht haben? Kara hat von einer Ärztin gesproche. Wo werden wir sie finden? Frankreich ist groß." sie blickte John an. Auch wenn er bestimmt nicht jetzt mit ihr darüber reden wollte, sie mußte wissen, was alles passieren sollte, wenn das Schiff schon in ihrer Hand lag.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 13:49
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Mit einer fahrigen Bewegung fuhr John sich über den Nacken.
"Wir können es nicht verantworten, mit der India anzulegen. Ganz davon abgesehen, dass man uns das kaum gestatten wird. Also werden wir beide mit einem Beiboot übersetzen."
Er sah Nekele ernst an.
"Und dann sollten wir beten, dass Alisa dort ist...", fügte er leiser hinzu.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 13:55
von Siria
Auf der India
Nachmittag

Nekele schloss die Augen. Das waren keine guten Aussichten. Sie suchten also eine Nadel im Heuhaufen.
Sie blickte wieder mit einem leichten Lächeln, denn zu mehr war sie nicht im Stande zu John. "Wir werden es schon schaffen. Wenn wir das Fieber runter bekommen, werden sie überleben." sprach sie mit Hoffnung.
Sie legte eine Hand auf Johns Schulter. "Geh ruhig zu ihr." wieder versuchte sie zu lächeln, aber ihre Gesichtsmuskeln waren wohl schon eingeschlafen.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:05
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Dankbar nickte John. Vielleicht hätte er bei Nekele bleiben und ihr helfen sollen, doch dafür fehlte ihm die Kraft. Alles zog ihn zu Kara.
"Wenn du mich brauchst, ruf mich", sagte er und sah Nekele voller Dankbarkeit an. Auch wenn er Karas Entscheidung noch immer nicht nachvollziehen konnte, musste er sich doch eingestehen, dass die junge Frau alles hatte, was ein zweiter Maat benötigte.
Dann wandte er sich ab und ging zur Kapitänskajüte. So lautlos wie möglich öffnete er die Tür, um Kara nicht zu wecken, sollte sie schlafen.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:10
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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Kara hatte nicht eine Sekunde geschlafen. Sie hatte kein Auge zubekommen. Und irgendwann war ihr aufgegangen, dass dies auch sicherlich nicht richtig wäre, jetzt zu schlafen. Wenn sie schon sterben musste, dann würde sie jede verdammte Sekunde genießen, die sie noch hatte. Und sie würde die wenige Zeit sicherlich nicht zum Schlafen nutzen, soviel stand für sie fest.
Ihre Tränen waren mittlerweile getrocknet und dafür war Kara auch überaus dankbar. Dennoch wusste sie, dass ihre Augen geschwollen waren und rot von all den Tränen. Doch daran konnte sie jetzt auch nichts ändern, auch wenn sie mehrmals aufgestanden war, um sich mit dem Wasser aus der Karaffe das Gesicht zu waschen. Sie hatte immer wieder feststellen müssen, dass es einfach nicht besser wurde.
So saß sie nun an dem großen Tisch und begutachtete ihr Hab und Gut. Wer was bekommen würde, sobald sie gestorben war. Doch als sie das Knarren der Tür hörte, wusste sie, dass sie das künftig auf die Nacht verschieben musste. John würde sicherlich gleich ausflippen, dass sie nicht in ihrem Bett lag.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:18
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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"Was...?", kam es völlig überrascht von Johns Lippen, eh sein Blick sich verdunkelte.
"Bist du wahnsinnig?", fuhr er sie mit verzweifelter Wut an. Seine Stimme zitterte vor Angst.
"Willst du dich umbringen?"
Er konnte nicht glauben, dass Kara so leichtfertig mit ihrer Gesundheit umging. Beziehungsweise mit dem, was davon übrig war. Er schloss die Tür hinter sich ein wenig geräuschvoller, als beabsichtigt.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:20
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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"Ich habe noch einiges zu regeln", sagte sie ein wenig neben der Spur.
Kara blickte nicht auf, traute sich auch gar nicht, zu John zu blicken. Ihre Stimme sprach von der Verzweiflung, die sie verspürte. Und sie sprach davon, dass Kara absolut fertig mit den Nerven war.
"Das hier kann nicht warten. Das muss noch erledigt werden", murmelte sie beinahe schon panisch vor sich hin.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:24
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Das letzte bißchen Kraft und Geduld verließ John in diesem Moment. Er war übermüdet, verzweifelt und stand kurz davor, den wichtigsten Menschen seines Lebens zu verlieren. Mit drei schnellen Schritten war er bei ihr und wischte mit einer zornigen Bewegung all die Dinge, die auf dem Tisch lagen beiseite. Polternd und klirrend fielen sie zu Boden, doch John achtete gar nicht darauf.
"Alles was jetzt zählt, ist dass du dich schonst!", stieß er mit zitternder Stimme hervor. Er stützte sich auf dem Tisch ab, doch selbst so konnte er das Beben seines Körpers nichts ganz verhindern. Voller Verzweiflung und Hilflosigkeit, starrte er auf sie herab.
"Dass du wieder gesund wirst!"

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:30
von Tjeika
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Auf der India
Nachmittag
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Kara starrte John einfach nur an. Eine halbe Ewigkeit, wie es ihr schien. Ausdruckslos und doch voller Verzweiflung. Angst. Dann stand sie auf, ging um den Tisch herum und sammelte all die Dinge auf, die John zu Boden geworfen hat.
"Das ist das Erbe meines Vaters. Mein Erbe. Ich werde sterben, ich weiß es", murmelte sie.
"Ich weiß es", murmelte sie erneut, verzweifelt.
Und sie war sich wirklich absolut sicher, dass sie bald zu ihrem Vater kommen würde.

Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530

Verfasst: Di 13. Apr 2010, 14:34
von Ayrina
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Auf der India
Nachmittag
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Fassungslos beobachtete John Kara. Dann packte er sie bei den Schultern, riss sie von den Sachen fort und drückte sie an die Wand. Er brachte sein Gesicht ganz nah an ihres.
"Hör auf! HÖR AUF!", stieß er tonlos hervor.
"Du wirst nicht sterben. Dass lasse ich nicht zu. Doch du musst kämpfen, verflucht nochmal. Für deinen Vater. Für die India!" Für mich.
Er sah sie fast flehend an und sein Blick war dunkel vor Sorge.
"Du darfst nicht aufgeben Kara! Ich werde Hilfe holen und du wirst es schaffen, hast du mich verstanden?"