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Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Di 18. Dez 2012, 16:07
von Siria
In einem Ort am Dnjepr
28. März 768, Morgen

Lýsir schloss die Augen. "Ja, nur noch zwei Wochen und eine lange Reise. Dann haben wir unser Ziel erreicht und können unser Leben ganz neu Beginnen. Es ist so schön zu wissen, dass dieser neue Lebensabschnitt mit dir sein wird."
Lýsir öffnete wieder lächelnd die Augen, zog Inga etwas an sich heran und küsste sie sanft auf ihre Lippen.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Mi 19. Dez 2012, 01:44
von Tjeika
In einem Ort am Dnjepr
28. März 768, Morgen

Inga hätte noch Ewigkeiten hier mit Lýsir liegen können. Doch sie wusste nur allzu gut, dass weder ihr noch Lýsirs Arbeitgeber - so freundlich sie auch sein mochten - Verspätungen tolerierten.
"Komm, lass uns aufstehen. Wenn wir weiter so machen, dann wird das immer unwahrscheinlicher", sie schmunzelte vielsagend und hauchte einen letzten Kuss auf seine Lippen, ehe sie sich schließlich seufzend von ihm löste und langsam die Beine über die Bettkannte schwang.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Di 16. Sep 2014, 19:30
von Siria
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

Endlich hatten sie genügend Geld gesparrt, um mit einem Schiff weiterziehen zu können. Sie würden auf diese Weise näher an ihr Ziel gelangen. Früh waren sie aufgestanden, um pünktlich am Hafen zu sein. Lýsir war voller Vorfreude, "es geht weiter.", murmelte er zu Inga.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Di 16. Sep 2014, 19:35
von Tjeika
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

Inga sah noch einmal über ihre wenige Habe, die sie in zwei Leinensäcke gestopft hatten. Es war auch nichts Zerbrechliches darunter.
"Ja, es ist soweit", sagte sie unnötigerweise und blickte von dem Zimmer, welches sie nun hinter sich lassen würden, zu Lýsir.
"Ich denke, wir haben alles" - hoffte sie zumindest.
"Gehen wir."
Von ihrer Gastgeberin hatten sie sich schon am gestrigen Abend verabschiedet. Sie war schon früh am Morgen zum Markt losgezogen.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Di 16. Sep 2014, 21:08
von Siria
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

"Fast alles, was hier vergessen könnten, wäre ersetzbar. Sie hatten einen Korb voller Proviant, den nun Lýsir ergriff.
"Gehen wir in unser nächstes Abenteuer.", sagte er mit einem Lächeln und gab Inga einen Kuß. Er hatte in den letzten Wochen viel lernen können und er hoffte, dass ihnen dies helfen könnte, sollten sie wieder etwas Geld brauchen. Ihm ging viel durch den Kopf: wie weit würden sie kommen, was würde sie erwarten... eine ungewisse Zeit lang vor ihnen, aber das wußte er schon zu Beginn ihrer Reise.
Sie verließen das Haus und gingen zum Hafen, irgendwie war dieser kleine Ort doch sehr vertraut geworden. Lýsir hoffte, dass sie eines Tages einen Ort fanden, an dem sie sagen konnten 'hier sind wir zu Hause'.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Di 16. Sep 2014, 21:14
von Tjeika
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

So fern war der Hafen nicht. Aber der kleine Ort, in dem sie die letzten Wochen zugebracht hatten, war auch nicht wirklich groß gewesen. Im Gegenteil hatte man vom Dach des einen Endes locker zum Dach des anderen Endes rüberrufen können, ohne seine Stimmbänder sonderlich zu strapazieren.
An der kleinen Anlegestelle, die um Ingas Amüsement Willen tatsächlich Hafen genannt wurden, wartete schon das Beiboot des Schiffes, welches sie nach Miklagard bringen sollte. Die Anlegestelle bot einfach nicht genügend Tiefgang, auf dass das eigentliche Transportschiff, welches Tuche gen Süden brachte, dort anlegen konnte.
"Guten Tag, Ihr müsst das Paar aus Svitjod sein, die mit uns nach Miklagard segeln wollen", begrüßte ein älterer, lächelnder und generell freundlich wirkender Herr sie beide auf dem Steg mit Handschlag.
"Mein Name ist Harald."

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Do 18. Sep 2014, 18:59
von Siria
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

"Guten Morgen", begrüßten sie den Mann, der sehr sympathisch wirkte. Lýsir war unglaublich erleichtert, als sie nach einem kurzem Übersetzen den Segler erreichten. Harald zeigte ihnen alles auf dem Schiff. Es war nicht gerade das Sauberste, doch ansich in einem guten Zustand. Kurze Zeit später fuhren sie los. Lýsir hatte das Gefühl, dass ihm eine Last von den Schultern fiel, endlich waren sie wieder unterwegs und ihr Ziel rückte somit näher.
"Geht es dir gut?", fragt er Inga, als sie an der Reling standen und das kleine Dorf, in dem sie die letzten Wochen gut gelebt hatten, langsam verschwand.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Do 18. Sep 2014, 19:02
von Tjeika
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

Inga lächelte leicht, während sie das Dorf dabei beobachtete, wie es nach und nach kleiner wurde. Der Wind zerrte reichlich an ihren Haaren und sowieso war es am Horizont mehr ein grau in grau, als dass irgendeine Spur von blau zu erkennen war. Nach Regen roch es allerdings nicht.
"Ja", antwortete sie leise und wandt den Blick Lýsir zu.
Ein bisschen wehmütig war sie schon, auch wenn sie sich auf die Zukunft in Miklagard sehr freute.
"Es wird mir doch ein bisschen fehlen", gestand sie nach einer kurzen Kunstpause.

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Fr 19. Sep 2014, 18:13
von Siria
Auf dem Dnjepr
13. April 768, Morgen


Lýsir nickte lächelnd zu Inga. "Es war ein sehr freundlicher Ort. Er wird uns sicherlich gut in Erinnerung bleiben. Aber es ist gut, dass wir weiter kommen. Ich hoffe, dieses Mal sicher." er versuchte überzeugend zu lächeln, auch wenn die Sorge in seinen Worten mitschwang.
"Wir sollten uns erkundigen, wie lange wir unterwegs sein werden."

Re: Miklagard - Ein warägisches Abenteuer

Verfasst: Fr 19. Sep 2014, 18:17
von Tjeika
In einem Ort am Dnjepr
13. April 768, Morgen

Bevor Lýsir sich abwenden konnte, auf dass sie fragen konnten, hielt Inga ihn an der Hand bei sich.
"Dieses Mal wird es gut ausgehen. Wir werden sicher in Miklagard ankommen. Ohne Zwischenfälle."
Sie sah ihn aus ernstem, aber durchaus zuversichtlichem Blick an, dann lächelte sie.
"Komm, gehen wir fragen."