Re: Agmantha - Hafen
Verfasst: So 11. Jun 2017, 12:41
Rodrigo Carvalles
Agmantha: Magierviertel (Hauptstraße/Hafenstraße)
Samstag, 7.1.
Mittag
Rodrigo nickte verstehend. Allmählich begann das Bild, klar zu werden. Ein paar Leute aus Agmantha, vermutlich auch Jadoo selbst, sahen sich also als die Eigentümer von La Aurea und wollten nicht, dass irgendjemand die Stadt fand und das Gold benutzte. Aber Jadoo hatte damit nicht freiweillig herausgerückt. Erst hatte er 'darauf gewettet', dass in Agmantha Nachfahren der Bewohner La Aureas lebten, nun erklärte er, dass es ganz klar und bekannt sei, dass es hier Leute von dort gab. Würde Rodrigo weiter borhen, würde Jadoo ihm vermutlich irgendwann sogar Namen nennen. Dem Hernandier war klar, dass der Einheimische ihm nicht alles sagte, was er wusste. Warum auch, er kannte ihn ja nicht? Das bedeutete aber auch, dass Rodrigo sich bei seinen Entscheidungen nicht nur auf das verlassen drufte, was Jadoo sagte.
Im Gegenteil, vielleicht würde er sogar lügen, um Rodrigo auf eine falsche Fährte zu bringen oder so? Immerhin hatte der Agmanther vorhin noch gesagt, dass die Stadt vor die Hunde gehe, aber alle im gleichen Boot sitzen und zusammenhalten würden. Wenn das so war, wieso gaben dann die, die wussten, wo das Gold von Agmantha war, es nicht heraus? Nein, offenbar war der Zusammenhalt unter den Bewohnern dieser Stadt eher schwach, sie belogen sich gegenseitig, behaupteten, die legendäre Stadt sei verschollen oder unerreichbar und bedienten sich vielleicht sogar gleichzeitig heimlich an deren Goldschätzen, während der Rest der Stadt mit den übrigen Bewohnern immer mehr verwahrloste. Rodrigo glaubte jetzt auch nicht mehr, dass die Menschen in dieser Stadt ein Goldstück, dass sie auf der Straße finden würden, zum Tempel bringen würden. Der Hernandier hatte noch von keinem Volk gehört, dass sich so verhielt, und auch hier war dieses Verhalten wohl eher das, was die Reichen und Mächtigen haben wollten und was deshalb vermutlich auch von den Priestern gelehrt wurde, aber sicher nicht das, was der 'kleine Mann' auf der Straße wirklich tat. Es wäre ja auch gar nicht nötig, dieses Verhalten dauernd von den Menschen einzufordern, wenn sie es sowieso schon tun würden.
Dies eröffnete Rodrigo Möglichkeiten. Er könnte sich unter den Armen der Stadt umhören und würde sicher leicht einen ganzen Trupp Leute finden, die mit ihm La Aurea suchen würden, aber die Obrigkeit würde versuchen, das zu verhindern. Vielleicht würden sie ihn einfach verschwinden lassen? Er durfte niemandem trauen, v.a. niemandem, der reich war, denn dieser Reichtum kam wohl aus La Aurea. Würde La Aurea gefunden werden, dann könnte das sogar die Herrschaft der hiesigen Oberschicht stürzen, also würde diese alles tun, um zu verhindern, dass jemand nach La Aurea kam. Für Rodrigo bedeutete dies, dass er nur umso dringender aus dieser Stadt heraus musste. Aber wohin? Er konnte sich keine Schiffspassage leisten, also blieb ihm ja nur der Dschungel. Aber allein war das viel zu gefährlich, er brauchte wenigstens ein paar Begleiter! Vor Fallen und Wächtern schreckte er nicht zurück, er war schließlich ein Soldat Hernandias! Aber Heimtücke und Verrat, die Waffen El Lucios, das waren die wirklichen Gefahren, hier wie überall. Wem sollte er vertrauen?
Rodrigo bemerkte, dass seine Gedanken sich im Kreis drehten, und er bemerkte auch, dass Jadoo ihn schon eine Weile ansah und auf eine Antwort wartete. Da er sich noch nicht entschieden hatte, sagte er deshalb recht neutral:
"Nun, ich weiß natürlich nicht, ob gerade meine Karte die richtige ist, aber meine Kameraden und auch unsere Priester zuhause glaubten es, sonst wäre ich nicht hier. Einen Versuch wäre es schon wert, und der Dschungel und die Wächter schrecken einen Soldaten Hernandias nicht. Aber das Gold würde mir nichts nutzen, wenn ich es hier nicht für eine Schiffspassage nach Hause ausgeben könnte. Ich wundere mich aber doch, warum die Nachfahren der Bewohner La Aureas es gar nicht erst versuchen, wo doch, wie ihr gesagt habt, diese Stadt 'vor die Hunde' geht? Was haben sie denn zu verlieren?"
Agmantha: Magierviertel (Hauptstraße/Hafenstraße)
Samstag, 7.1.
Mittag
Rodrigo nickte verstehend. Allmählich begann das Bild, klar zu werden. Ein paar Leute aus Agmantha, vermutlich auch Jadoo selbst, sahen sich also als die Eigentümer von La Aurea und wollten nicht, dass irgendjemand die Stadt fand und das Gold benutzte. Aber Jadoo hatte damit nicht freiweillig herausgerückt. Erst hatte er 'darauf gewettet', dass in Agmantha Nachfahren der Bewohner La Aureas lebten, nun erklärte er, dass es ganz klar und bekannt sei, dass es hier Leute von dort gab. Würde Rodrigo weiter borhen, würde Jadoo ihm vermutlich irgendwann sogar Namen nennen. Dem Hernandier war klar, dass der Einheimische ihm nicht alles sagte, was er wusste. Warum auch, er kannte ihn ja nicht? Das bedeutete aber auch, dass Rodrigo sich bei seinen Entscheidungen nicht nur auf das verlassen drufte, was Jadoo sagte.
Im Gegenteil, vielleicht würde er sogar lügen, um Rodrigo auf eine falsche Fährte zu bringen oder so? Immerhin hatte der Agmanther vorhin noch gesagt, dass die Stadt vor die Hunde gehe, aber alle im gleichen Boot sitzen und zusammenhalten würden. Wenn das so war, wieso gaben dann die, die wussten, wo das Gold von Agmantha war, es nicht heraus? Nein, offenbar war der Zusammenhalt unter den Bewohnern dieser Stadt eher schwach, sie belogen sich gegenseitig, behaupteten, die legendäre Stadt sei verschollen oder unerreichbar und bedienten sich vielleicht sogar gleichzeitig heimlich an deren Goldschätzen, während der Rest der Stadt mit den übrigen Bewohnern immer mehr verwahrloste. Rodrigo glaubte jetzt auch nicht mehr, dass die Menschen in dieser Stadt ein Goldstück, dass sie auf der Straße finden würden, zum Tempel bringen würden. Der Hernandier hatte noch von keinem Volk gehört, dass sich so verhielt, und auch hier war dieses Verhalten wohl eher das, was die Reichen und Mächtigen haben wollten und was deshalb vermutlich auch von den Priestern gelehrt wurde, aber sicher nicht das, was der 'kleine Mann' auf der Straße wirklich tat. Es wäre ja auch gar nicht nötig, dieses Verhalten dauernd von den Menschen einzufordern, wenn sie es sowieso schon tun würden.
Dies eröffnete Rodrigo Möglichkeiten. Er könnte sich unter den Armen der Stadt umhören und würde sicher leicht einen ganzen Trupp Leute finden, die mit ihm La Aurea suchen würden, aber die Obrigkeit würde versuchen, das zu verhindern. Vielleicht würden sie ihn einfach verschwinden lassen? Er durfte niemandem trauen, v.a. niemandem, der reich war, denn dieser Reichtum kam wohl aus La Aurea. Würde La Aurea gefunden werden, dann könnte das sogar die Herrschaft der hiesigen Oberschicht stürzen, also würde diese alles tun, um zu verhindern, dass jemand nach La Aurea kam. Für Rodrigo bedeutete dies, dass er nur umso dringender aus dieser Stadt heraus musste. Aber wohin? Er konnte sich keine Schiffspassage leisten, also blieb ihm ja nur der Dschungel. Aber allein war das viel zu gefährlich, er brauchte wenigstens ein paar Begleiter! Vor Fallen und Wächtern schreckte er nicht zurück, er war schließlich ein Soldat Hernandias! Aber Heimtücke und Verrat, die Waffen El Lucios, das waren die wirklichen Gefahren, hier wie überall. Wem sollte er vertrauen?
Rodrigo bemerkte, dass seine Gedanken sich im Kreis drehten, und er bemerkte auch, dass Jadoo ihn schon eine Weile ansah und auf eine Antwort wartete. Da er sich noch nicht entschieden hatte, sagte er deshalb recht neutral:
"Nun, ich weiß natürlich nicht, ob gerade meine Karte die richtige ist, aber meine Kameraden und auch unsere Priester zuhause glaubten es, sonst wäre ich nicht hier. Einen Versuch wäre es schon wert, und der Dschungel und die Wächter schrecken einen Soldaten Hernandias nicht. Aber das Gold würde mir nichts nutzen, wenn ich es hier nicht für eine Schiffspassage nach Hause ausgeben könnte. Ich wundere mich aber doch, warum die Nachfahren der Bewohner La Aureas es gar nicht erst versuchen, wo doch, wie ihr gesagt habt, diese Stadt 'vor die Hunde' geht? Was haben sie denn zu verlieren?"