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Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 18:19
von Therapistin
Luukas Peltonen
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Luukas nickte. Es wäre auch ein wirklich seltsamer Zufall gewesen, wenn dies nun das richtige Buch gewesen wäre.
"Gut, lass uns gehen", stimmte er Jayne zu und legte sich den Mann auf der Schulter zurecht. Für die Irdischen würde er sicher ein wenig seltsam anmuten, doch darum machte er sich wenig Sorgen.
"Diesmal den Fahrstuhl?", fragte er nach. Er war da flexibel, der Mann war eher ein Leichtgewicht.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 18:30
von Cassiopeia
Jayne Adams
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Jayne nickte. "Fahrstuhl", stimmte sie zu, sie mussten mit dem für niemanden sichtbaren Mann nicht die sieben Stockwerke wieder abwärts laufen. Da war der Fahrstuhl eindeutig komfortabler.
"Bis zur Brücke ist es ein ganzes Stück", gab Jayne zu bedenken, als sie aus der Bibliothek traten und sich mitten auf dem Campus der Universität befanden. "Wie lange kannst du ihn tragen? Näher wäre die Flussbiegung vom Don im Seaton Park", erklärte sie nach dem sie eine Umgebungskarte studiert hatte.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 18:37
von Therapistin
Luukas Peltonen
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Luukas versuchte so auszusehen wie immer. Natürlich musste er immer mal wieder nach den Beinen des Mannes greifen, damit er nicht herunter rutschte, doch alles in allem lief das bislang ganz gut, fand er.
Er trat neben Jayne an die Karte heran und deutete ein Schulterzucken an.
"Wenn es sein muss, trage ich den Kerl auch zehn Meilen weit", erklärte er. "Aber im Seaton Park werden wir vielleicht weniger auffallen oder was meinst du?"

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 18:57
von Cassiopeia
Jayne Adams
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Jayne lachte. "Es wäre ja nur etwa eine Meile", sagte sie. "Aber ich geb dir Recht, der Park wäre wohl wirklich besser. Also gut, dann dahin. Ich ruf dann mal den Chef an", sagte sie leicht grinsend und zückte ihr Handy um Mikael durchzugeben, wie der Stand der Dinge war.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 19:20
von Therapistin
Luukas Peltonen
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

"Unter einer Brücke erregen wir mehr Aufmerksamkeit als im Dickicht eines Parks", überlegte Luukas. Ihm fiel ein Tropfen auf die Nase. "Wenn es jetzt auch noch anfängt zu regnen, wären wir unter der Brücke unter Umständen nicht die Einzigen. Und wie willst du ein paar Obdachlosen erklären, warum wir eine Einbildung verhören?" Er grinste, dann wurde er ernst, als Jayne ihr Handy zog. Hoffentlich würde das alles schnell von der Bühne gehen.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 22:18
von Cassiopeia
Jayne Adams
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

"Nein, wir haben das Buch ni - den Mann, ja, den ha - wir sind gerade auf den Weg in den Park Seaton Park, wir suchen uns dort einen Platz. - Ja. Verstanden. Bis gleich." Als Jayne auflegte, atmete sie tief durch und steckte ihr Handy schließlich wieder weg.
"Mann, war der angespannt", murmelte sie und brauchte etwas, um sich von der Anspannung, die sich glatt auf sie übertragen hatte, zu befreien, ehe sie Luukas wieder ansah. "Ich zitiere: Wir sollen uns verdammt noch Mal nicht von der Stelle rühren und dafür Sorgen, dass der Scheißkerl redet. Mikael ist in zwanzig Minuten da und ich schätze, er wäre nicht erfreut, wenn unser Mister dann immer noch pennt." Sie runzelte etwas die Stirn, vielleicht war bei ihm und Fynn etwas schief gegangen? Das wäre alles andere als gut.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 22:32
von Therapistin
Luukas Peltonen
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Mit jeder weiteren Sekunde, die Jayne mit Mikael telefonierte, machte sich ihre Anspannung deutlicher, bis sie schließlich auflegte.
"Also doch nichts mit Park?", fragte er nach und hob den Kerl von der einen auf die andere Schulter. Aus dem Augenwinkel besah er ihn sich. "Du hast ihn übel erwischt, ich rieche Blut", sagte er nun nicht ganz ohne Sorge. Nicht, dass es ihm um den Mann Leid täte.
"Wir sollten Wasser auftreiben, damit kriegen wir ihn vielleicht wieder wach."

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 22:37
von Cassiopeia
Jayne Adams
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

"Doch, wir gehen in den Park. Wenn ich die Karte richtig im Kopf habe, müssen wir uns nur links halten, da ist eine baumbestandene Uferböschung mit guten Versteckmöglichkeiten. Siehst du, da vorne ist schon der Eingang. Direkt am Fluss haben wir dann auch Wasser." Blut war in der Tat kein gutes Zeichen. Sie mussten den Mann zu Reden kriegen, sie hoffte, er war von dem Schlag nicht zu benommen. Mikael hatte alles andere als geduldig geklungen.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 22:47
von Therapistin
Luukas Peltonen
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

"Gut, dann auf", murmelte Luukas und lief nun ein wenig schneller in die von Jayne angedeutete Richtung. Sie hatten den Kerl, ja. Aber wenn sie ihn nicht soweit fit bekamen, dass er reden konnte, ehe Mikael auftauchte, sah er für sich und die Wölfin doch ein wenig schwarz.
Als sie den Park betraten, wandte Luukas sich nach links.
"Schade, wenn's jetzt nicht so schnell gehen müsste, hätte ich mich gerne mal umgesehen", murmelte er.

Re: Aberdeen - 02.11.

Verfasst: Sa 16. Mai 2015, 22:59
von Cassiopeia
Jayne Adams
Aberdeen, Schottland
Sonntag, 02. November 2010
Nachmittag

Die Uferböschung war nur noch spärlich belaubt, aber für etwas Sicht- und Regenschutz reichte es allemal. Mikael würde sie schon finden, da machte sie sich trotz einsetzendem Regen keine Gedanken. Eher darüber, wirklich zu hart zugeschlagen zu haben. Mikael würde toben, wenn sie das versaut hatten.
"Ich hol Wasser", sagte sie und trat nah ans Ufer, wo sie noch einmal selbst tief durch atmete um sich wieder zu beruhigen. Es brachte nichts, Panik zu schieben. Es würde gut gehen. Sie würden das Buch bekommen, was auch immer da drin stehen mochte...
Sie sah sich um und fand einen weg geworfenen Plastikbehälter. Der Rand war stellenweise rausgebrochen, doch das machte nichts, zum Wasserschöpfen aus dem Don war es allemal geeignet. Mit trat sie zurück zu Luukas, der den noch immer bewusstlosen Mann gerade auf den Boden legte.