Felicias Zimmer

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Therapistin
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Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Therapistin »

Mary Cooper
Ort: Felis Zimmer
Zeit: 23:24 Uhr
Datum: Mi., 01.10.

Mary schüttelte den Kopf. "Warum solltest du etwas kaputt machen?", fragte sie leise und lächelte Feli nur weiter an, drückte ihre Hand. Es war schön, endlich einmal wieder mit ihrer Freundin zu reden, vor allem, da dieses Thema schon lange offen zwischen ihnen lag, sie aber noch nicht die Zeit oder den Mut gehabt hatten, darüber zu sprechen. Und so wie Feli redete, trug sie dies schon länger mit sich herum, was Mary Leid tat, sie hätte schon viel eher mit ihr sprechen müssen, vielleicht bei einem Mädelsabend. Vielleicht konnten sie den ja noch einmal nachholen oder einfach mal wieder etwas zu dritt machen, nur sie, Feli und Vivi, war es doch schon wieder viel zu lange her, dass sie so etwas gemacht hatten.
"Weißt du, wenn du ihn nicht fragst, ob es ihm vielleicht genauso geht, fragst du dich weiter, was du nun tun sollst", sagte sie aufmunternd und legte Feli den Arm um die Schultern. Sie lächelte ein wenig verschmitzt. "Ich könnte ihn natürlich auch fragen, ihm irgendwelche Andeutungen entlocken, aber denkst du nicht, es wäre einfach fair, wenn du selbst mit ihm sprichst?" Sie wollte ihrer Freundin so gerne helfen, wusste sie doch selber, wie hilflos man sich in dieser Situation fühlte. Nicht fähig, den ersten Schritt zu wagen.
Jeder Schatten ist auch ein Wegweiser zum Licht.


Ernst Ferstl
Monalisa

Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Monalisa »

Felicia Theyer
Ort: Felis Zimmer
Datum: Mi, 01.10.
Zeit: 23:27 Uhr

Feli seufzte leise auf. „Natürlich wäre das nur fair ihm gegenüber, aber...ich kann das nicht.“ Mit einem Mal fühlte sie sich wieder so schüchtern wie sie es gewesen war, als sie alle noch jünger waren. Auch jetzt war sie noch immer eher ruhig und hielt sich im Hintergrund, aber durch das Studium und ihre Freunde war sie inzwischen nicht mehr ganz so schüchtern. Sie merkte wie die Unsicherheit wiederkam, die sie inzwischen eigentlich überwunden hatte.
Felicia schüttelte leicht den Kopf. „Mary, wenn ich mit ihm reden will, bekomme ich keinen Ton raus. Das ist schon schlimm genug wenn wir uns über ein unverfängliches Thema unterhalten. Wie...wie soll denn das werden, wenn ich mit ihm über meine Gefühle reden will?“
Ein erneutes Seufzen entwich Felis Lippen und wie schon so oft verfluchte sie innerlich ihre Schüchternheit. Andere würden einfach den ersten Schritt wagen, ohne groß darüber nachzudenken und sie schaffte es nicht, dabei kannte sie Joshua jetzt schon seit vielen Jahren.
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Therapistin
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Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Therapistin »

Mary Cooper
Ort: Felis Zimmer
Zeit: 23:24 Uhr
Datum: Mi., 01.10.

Feli klang so verzweifelt, so hilflos, dass es Mary beinahe weh tat, sie so zu sehen. Sie zog ihre Freundin in den Arm, streichelte über ihren Rücken, versuchte ihr zu zeigen, dass sie da war. Wie gut nur kannte sie das, was Feli erzählte, wie gut wusste sie selber, dass man in solchen Situationen keinen Ton hervor brachte, war es doch bei ihr und Markus nicht anders gewesen. Und doch, sie hatten geredet und irgendwann war bei ihnen beiden der Groschen gefallen, dass sie beide mehr von dem anderen wollten als nur Freundschaft.
"Feli, du findest es aber nicht heraus, wenn du nichts sagst", sagte sie leise und strich über das Haar ihrer Freundin. "Und wenn du dich nicht traust, ihn darauf anzusprechen, dann mach Andeutungen, sieh, ob er sie erwidert oder ob gar nichts zurück kommt." Sie schob Feli ein Stück von sich, strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und blickte sie lächelnd an. Sollte sie ihr sagen, dass Joshua sie anders ansah seit einiger Zeit? Nein, was wäre, wenn sie sich täuschte? Dann wäre Feli nur noch enttäuschter, wenn er doch nicht mehr an ihr interessiert sein sollte.
"Tue einfach irgendwas, zeig ihm, dass du mehr fühlst und warte, was zurück kommt", meinte sie und lächelte ihre Freundin aufmunternd an. "Und denk dran, ich bin für dich da, wenn du mich brauchst." Wieder zog sie Feli an sich, hielt sie fest, wollte ihr so zeigen, dass sie immer auf sie zählen konnte.
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Ernst Ferstl
Monalisa

Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Monalisa »

Felicia Theyer
Ort: ihr Zimmer
Datum: Mi, 01.10.
Zeit: 23:37 Uhr

Feli legte ihren Kopf auf Marys Schulter und murmelte: „Danke.“ Es tat ihr gut, so offen mit Mary zu reden und von ihrer Freundin gut zugesprochen zu bekommen.
Inzwischen sah sie ihre Lage nicht mehr ganz so verzweifelt wie noch vor ein paar Minuten. Mary hatte schließlich Recht, wenn sie nichts tat und nur darüber grübelte, würde sie nie erfahren, ob Joshua nicht vielleicht doch das gleiche empfand.
Sie setzte sich wieder etwas aufrechter hin und erwiderte Marys Lächeln. Dadurch, dass sie darüber gesprochen hatten, war ihr, als wäre ihr ein großer Stein vom Herzen gefallen. Sie musste nicht mehr alleine darüber nachdenken, sondern konnte jederzeit zu Mary gehen.
Auch ihre Stimme klang wieder fester und nicht mehr so verzweifelt als sie sagte: „Ich werde es auf jeden Fall versuchen, auch wenn ich nicht glaube, dass etwas zurückkommt. Ich meine, für Josh bin ich mit Sicherheit nur eine gute Freundin und nicht mehr. Aber wenn ich die Sicherheit hätte, dass er nicht so empfindet ist es bestimmt einfacher für mich, da hast du sicherlich Recht.“
Auch wenn Feli versuchte, sich nicht allzu große Hoffnung zu machen, so blieb doch ein kleiner Hoffnungsschimmer zurück, dass sich vielleicht auch Joshuas Gefühle für sie verändert hätten.
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Therapistin
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Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Therapistin »

Mary Cooper
Ort: Felis Zimmer
Zeit: 23:41 Uhr
Datum: Mi., 01.10.

Mary lächelte und legte Feli den Arm um die Schultern. "So gefällst du mir schon viel besser", lachte sie und umarmte sie kurz, ehe sie sich wieder von ihr löste. Es war schön zu wissen, dass sie ihrer Freundin helfen konnte und das würde sie auch noch, wenn sie nicht mehr hier wohnen würde, immerhin war sie nicht aus der Welt. Zumal sie als Zauberer innerhalb von Sekunden beieinander sein konnten, ein äußerst beruhigender Gedanke, wie Mary fand.
Voller Tatendrang drehte sie sich so, dass sie Feli ansehen konnte und grinste. "Wie sieht's aus? Wann musst du morgen zur Uni?", fragte sie und lächelte spitzbübisch. Sie selbst müsste erst am Mittag da sein und irgendwie hatte sie Lust, vielleicht noch ein bisschen weg zu gehen, selbst wenn es gerade erst kurz vor Mitternacht war. "Wir könnten noch ein wenig um die Häuser ziehen, was meinst du?" Sie blickte Feli gespannt an. Zwar hatte sie noch so gar keine Idee, was sie genau machen wollte, doch irgendetwas würde sich schon finden, vielleicht gab es im Kino noch etwas Gutes zu sehen.
Jeder Schatten ist auch ein Wegweiser zum Licht.


Ernst Ferstl
Monalisa

Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Monalisa »

Felicia Theyer
Ort: ihr Zimmer
Datum: Mi, 01.10.
Zeit: 23:45 Uhr

Als sie den Tatendrang in Marys Augen aufblitzen sah, musste Feli grinsen, aber auch sie war Feuer und Flamme dafür, noch etwas zu unternehmen. „Ich muss erst morgen Nachmittag in Bordeaux sein. Also meinetwegen gerne!“
Sie stand auf und öffnete ihren Schrank. „Was soll ich denn anziehen?“ Aber Mary stoppte lachend ihren Enthusiasmus, indem sie sagte: „Stopp mal, Feli, sollten wir nicht erst entscheiden, wohin wir gehen?“ Also ließ Feli sich wieder neben ihrer Freundin nieder und die beiden entschieden sich schließlich nach kurzer Überlegung dafür, in ein Londoner Kino zu gehen, von dem Feli meinte sich erinnern zu können, dass auch um diese Uhrzeit noch vernünftige Filme liefen. „Und wenn wir uns doch für keinen der Filme entscheiden können, gehen wir eben in eine Kneipe oder so“, sagte Mary und Feli nickte zustimmend.
Inzwischen war es zehn vor zwölf und da sie beide sich noch fertig machen wollten, verabredeten sie sich für ungefähr zehn nach zwölf unten in der Küche.
Mary verschwand in ihrem Zimmer und Feli überlegte minutenlang hin und her, was sie anziehen sollte, und als sie sich entschieden hatte, verschwand sie im Bad.
Fast pünktlich erschien sie unten, wo Mary schon auf sie wartete. „Hast du Muggelgeld dabei, Feli?“ fragte sie und als Felicia nickte, gingen sie nach draußen und apparierten in eine unbeobachtete Seitenstraße in der Nähe des Kinos.
Monalisa

Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Monalisa »

Felicia Theyer
Ort: Felicias Zimmer
Datum: Fr, 3. Oktober
Zeit: 18.06 Uhr

In eine warme Decke eingekuschelt saß Feli in ihrem Sessel am Fenster und hatte in der einen Hand ihr Buch und in der anderen einen heißen Tee. Sie liebte es, an einem Herbstabend in ihrem Zimmer zu sitzen, drauße den Wind zu hörenwährend sie selber schön warm und gemütlich drinnen saß und in einem Buch schmökerte.
Sie war gerade in ihre Lektüre vertieft gewesen als es auf einmal an der Tür klopfte. "Feli? Bist du da?", hörte sie Rachels Stimme von draußen. "Ja, komm ruhig rein", antwortete sie der ehemaligen Gryffindor und setzte sich etwas aufrechter hin. Dann bot sie ihrer Freundin einen Platz auf ihrem Bett an. "Setz dich doch, Rachel. Das ist bestimmt gemütlicher als zu stehen."
Sie fragte sich, warum Rachel zu ihr gekommen war, denn auch wenn sie sie mochte, hatten sie eher selten wirklich ernste Gespräche miteinander geführt. Und wenn sie Rachels Gesichtsausdruck richtig deutete, lag ihr etwas auf dem Herzen, von dem sie Feli gleich erzählen würde. 2Was ist denn los, rachel? Du siehst irgendwie...bedrückt aus?"
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Rachel
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Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Rachel »

Rachel Wreeland
Ort: Felicias Zimmer
Datum: Fr, 3. Oktober
Zeit: 18.07 Uhr
_______________

Rachel bekam es einerseits mit der Aufregung zu tun, weil sie es Feli jetzt wirklich erklären musste, andererseits war sie froh, weil sie es nun nicht mehr vor sich herschieben konnte. Die Worte brannten ihr schon viel zu lange auf der Seele.
"Hey, Feli ... danke.", sagte sie und versuchte sich an einem Lächeln, spürte aber, dass sie es nur recht matt zustande bringen konnte. Also setzte sie sich einfach wie angeboten auf das Bett und beobachtete Feli, wie sie ihr Buch weglegte und sich dann zu ihr setzte. Rachels Gesicht musste Bände sprechen, weil Felicia gleich merkte, dass etwas nicht in Ordnung war, aber Rachel hatte sich auch nicht sehr angestrengt, eine unbefangene Miene aufzusetzen. Deshalb entschied sie, nicht lange drumherum zu reden und möglichst schnell das auszusprechen, was so lange schon zwischen ihnen zu schweben schien - zumindest kam es Rachel so vor.
"Du hast recht, da gibt es tatsächlich etwas. Ich muss mit dir reden, weil meine Gefühle immoment sehr verworren sind. Mach dir jetzt bitte keine Sorgen, aber ... es geht um Josh." Als sie seinen Namen aussprach, konnte sie Feli kaum in die Augen sehen. Dann blickte sie wieder hoch und sah, dass Felicias Augen zum Teil etwas wie Neugier und gleichzeitig Beunruhigung zeigten.
"Ich erkläre es dir jetzt einfach, sonst krieg ich das nämlich wieder nicht hin. Ich hab lange überlegt, ob ich es dir überhaupt sagen soll.", sagte Rachel entschuldigend und seufzte, dann fing sie schnell an zu erzählen. "Vor einiger Zeit habe ich ihn mal allein in der Bibliothek getroffen und seitdem ist bei mir alles so ... wirr. Ich kann mir nicht mehr erklären, was ich fühle oder will und als sich das Chaos etwas gelegt hatte, ist mir etwas aufgefallen. Besonders, als wir zu dritt unterwegs waren. Ich sah euch und sah die Blicke, die er dir manchmal zuwarf und dachte gleich, dass ..." Rachel legte eine Pause ein und suchte nach Worten. "Ich hab gedacht, ihr wärt vielleicht zusammen. Oder auf dem besten Weg dorthin."
Felicia sah sie recht geschockt an, also hängte Rachel noch rasch an: "Du solltest wissen, dass ich absolut damit leben kann, wenn es so ist. Dann werde ich nie wieder ein Wort darüber verlieren und mich für euch freuen, ehrlich. Meine Gefühle sind dann auch vollkommen egal. Aber solange ich keine Gewissheit hatte, wusste ich einfach nicht, was ich tun sollte."
Als Rachel endete, wurde es kurz still um sie. Sie biss sich auf die Unterlippe und senkte wieder den Blick. Jetzt war es raus. Sie spürte Erleichterung, weil Feli es jetzt endlich wusste - es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, dabei glaubte sie, dass es kaum mehr als ein paar Tage her war, dass ihr ihre Gefühle für Josh bewusst geworden waren.
Egal, was sie tut, ich hoffe sehr, dass sie mich nicht hasst.
One day, when I'm 80 years old and sitting in a rocking chair, I'll be reading Harry Potter.
And they will say to me, "After all this time?"
And I will answer: "Always."
Monalisa

Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Monalisa »

Felicia Theyer
Ort: Felicias Zimmer
Datum: Fr, 3. Oktober
Zeit: 18:11 Uhr

Als Rachel sagte, dass sie mit Feli über Josh sprechen wollte, da zog sich in Felis Innerem etwas zusammen und sie wollte etwas sagen, doch Rachel redete weiter. Scheinbar wollte sie sich erstmal alles von der Seele reden.
Während ihre Freundin sprach fühlte Feli sich, als läge ein Stein in ihrem Magen und der wurde immer schwerer bis Rachel sagte, dass Josh Feli anders ansah als sie selber. In dem Moment spürte sie einen Hauch Hoffnung, der jedoch gleich wieder verflog, als die ehemalige Gryffindor von ihren Gefühlen für Josh erzählte.
Feli wusste nicht, was sie als nächstes tun oder sagen sollte. Wäre es sinnvoller, Rachel zu erzählen, dass auch sie sich in Josh verliebt hatte, oder sollte sie lieber den Mund halten und hoffen, dass die beiden glücklich zusammen werden würden, während sie selber wohl irgendwann über ihn hinwegkommen würde.
Sie wusste es wirklich nicht und sie wollte auch nicht, dass Rachel ihretwegen auf Josh verzichten sollte, schließlich hatte diese noch nie so großes Glück mit Jungs gehabt und jetzt wo sie verliebt war wollte Feli ihr das nicht versauen. Aber andererseits war sie sich nicht sicher, was sie tun würde, wenn die beiden zusammen kommen würden. Erst vorgestern hatte sie mit Mary darüber gesprochen und sich selber ihre Gefühle eingestanden. Sollte sie sie jetzt schon wieder verleugnen?
Sie war so tief in ihre Gedanken versunken gewesen, dass sie ganz vergessen hatte, dass sie Rachel noch gar nichts erwidert hatte, also fing sie vorsichtig an zu sprechen. „Also erstmal kann ich dir versichern, dass Josh und ich nicht zusammen sind. Und wir stehen auch nicht kurz davor, also brauchst du dir keine Gedanken darüber zu machen, sondern kannst handeln. Ich würde mich für euch zwei freuen.“
Ein Kloß bildete sich in Felis Hals und sie musste schlucken. Sie konnte es Rachel nicht sagen. Das war unmöglich. Sobald ihre Freundin über Josh redete, leuchteten ihre Augen und sie wirkte so glücklich. Ja, sie war wirklich in ihn verliebt und sie hatte ihn auch verdient.
Felicia versuchte Rachel anzulächeln, doch so ganz gelang es ihr nicht, da der Kloß in ihrem Hals immer größer wurde. Sie hoffte, dass es Rachel nicht aufgefallen war, auch wenn sie nicht wirklich daran glaubte.
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Rachel
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Re: Felicias Zimmer

Beitrag von Rachel »

Rachel Wreeland
Ort: Felicias Zimmer
Datum: Fr, 3. Oktober
Zeit: 18.14 Uhr
_______________

Eine Furche der Skepsis bildete sich auf Rachels Stirn, als sie Felis Reaktionen auf das Gesagte beobachtete. Gleichzeitig fühlte sie noch immer diese unangenehme Schwere im Magen und musste sich zurückhalten, nicht einfach hinauszugehen und so zu tun, als sei nichts gewesen. Es war schwer, diese Stille zu ertragen, aber ihr Körper war unfähig, irgendetwas zu tun. Also wartete sie nur auf Felicias Antwort und als ihr Gegenüber sprach, hörte sie deutlich das nervöse Zittern in ihrer Stimme. Was sie sagte, passte nicht zu ihrem Gesichtsausdruck und ihren fahrigen Gesten.
"Feli, ich ... so einfach ist es leider nicht.", sagte Rachel und hoffte, dass sie nicht zu weit in die Privatsphäre ihrer Freundin vordringen würde, immerhin gingen ihre Gefühle sie eigentlich nichts an, wenn sie nicht darüber reden wollte. "Josh hat sich mir gegenüber bisher nicht anders verhalten als sonst, zumindest habe ich davon nichts bemerkt, also weiß er vermutlich nichts von meinen ... meinen Gefühlen. Ehrlich gesagt bin ich froh darüber." Sie atmete aus und ließ den Blick durch das Zimmer schweifen auf der Suche nach den richtigen Worten. "Auch wenn ihr nicht zusammen seid ... Entschuldige bitte, aber ich muss dich fragen. Es ist dir nicht egal, oder?"
Was auch immer Felicia bedrückte, es hatte etwas mit Josh zu tun, sonst hätte sie nicht so merkwürdig reagiert. Rachel erinnerte sich, dass Feli und Josh im letzten Jahr viel miteinander gemacht hatten. Vielleicht gab es da etwas, was Rachel nicht wusste.
"Ich will dich nicht dazu zwingen, mir irgendwas zu sagen, aber ... ich muss es einfach wissen. Wenn da etwas bei dir ist, dann wäre es wohl wirklich besser, wenn ich das wüsste, sonst ... verhalte ich mich am Ende noch wie eine Idiotin." Rachel verzog hilflos das Gesicht und hoffte, dass Feli sie verstand. Auf keinen Fall wollte sie irgendwas kaputtmachen. Wenn sie nicht sicher war, dass Josh und Feli einfach nur befreundet waren, könnte sie ihren Gefühlen nie wirklich nachgeben. Und wahrscheinlich hätte sie dann auch gar keine Chance dazu.
One day, when I'm 80 years old and sitting in a rocking chair, I'll be reading Harry Potter.
And they will say to me, "After all this time?"
And I will answer: "Always."
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