Seite 2 von 36
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 20:24
von vojka
***************
Auf der India
früher Morgen
***************
Franz nickte, er wusste, dass sie recht hatte, aber der Hals tat so weh, aber er wollte Nekele wieder lächeln sehen und vielleicht hatte er so ja die Chance, dass sie zumindest ein kleines Lächeln zu stande brachte. So nickte er und ließ sich helfen, denn die Kraft, das Glas alleine zu halten hatte er zur Zeit einfach nicht.
"Schon merkwürdig, vor fünf Tagen war ich noch fit und nun, nun werde ich sterben", flüsterte er leise.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 20:30
von Siria
Auf der India
früher Morgen/Mittag
"Wir werden alle sterben." sprach Aarne fast flüsternd. Eben war Nekele noch erleichtert, dass Franz etwas trank und nun hörte sie solche Worte. Es zerriss sie förmlich.
"Redet nicht so. Wir tun alles, um euch zu retten." sie tränkte eines der Tüche im kalten Wasser und legte es Aarne um den Bauch.
"Redet nicht vom Sterben, Frankreich ist bald erreicht. Es wird bald Hilfe kommen!" versuchte sie so aufbauend wie möglich zu sagen und legte sogar ein Lächeln auf ihre Lippen.
Sie gab den Männern zu trinken, wickelte die nassen,kalten Tücher um ihre Bäuche und Waden. Und als sie durchwar, konnte sie wieder von vorne beginnen, da die Tücher wieder warm war. So ging es Stunde um Stunde. Aarne wurde dabei immer schwächer.
Verdammt. Er darf nicht sterben.
Sie stand wieder bei Franz, der geschlafen hatte. Er hatte seine Augen geöffnet. Sie strich mit einem kühlen Tuch über seine Stirne. "Siehst du, du bist noch nicht tot." sagte sie lächelnd und hielt im ein Glas mit Wasser entgegen
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 20:52
von vojka
***************
Auf der India
Mittag
***************
Franz versuchte ein Lächeln, als er Nekele blinzelnd ansah. "Richtig, ich lebe, die Frage ist nur wie lange noch. Du weißt es so gut wie ich", sagte er und schloß die Augen wieder, es war einfach zu anstrengend sie offen zu halten, er wollte nur noch schlafen, schlafen und nie wieder aufwachen.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:05
von Siria
Auf der India
Mittag
Nekele hätte am Liebsten aufgeschrien. Wenn die Männer jetzt aufgaben, dann war dies wirklich gefährlich. Aber sie konnte nicht schreien, nicht hier. Sie strich abermals sanft über die Strin von Franz. "Nicht aufgeben, hörst du!" sprach sie leise und machte erneut das Tuch im kalten Wasser nass.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:18
von vojka
***************
Auf der India
Mittag
***************
Franz sah Nekele an, versuchte sich jedes kleine Detail von ihr einzuprägen, wollte sie nicht vergessen, wo immer er auch hingehen würde.
"Ich gebe nicht auf, ich bin nur realistisch", sagte er und hätte ihr am liebsten über die Wange gestreichelt, ihr gesagt, wie wunderschön sie in diesem Moment aussah, wie froh er war, dass er sie hatte kennenlernen dürfen, aber er sagte nichts, kein Wort verließ seine Lippen, wusste er doch, dass Nekele nie etwas für ihn empfinden würde, aber in diesem Moment wurde ihm klar, dass er sehr wohl etwas für die junge Piratin empfand und er sie wo immer seine nächste Reise ihn auch hinbringen möge, er sie dort vermissen würde.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:35
von Siria
Auf der India
Mittag
Es war so grausam, dass Franz so negativ sprach. Sie konnte nicht darauf antworten, legte stattdessen abermals ein kühles Tuch auf seine Stirn. Nekele wußte nicht, wie lange sie es noch durchhalten würde, das Leiden ihrer Freunde zu sehen.
"Schlaf ein wenig." sprach sie zu Franz und strich ihm über die Wange. Dann verließ sie die Quarantänestation. Wie immer, wusch sie sich gründlich, zog sich frische Sachen an...
Sie betrat das Deck. Die Sonne blendete und kurz blieb Nekele einfach stehen. Dann suchte sie Kara, sie mußte mit ihr sprechen.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:44
von Tjeika
================
Auf der India
Mittag
================
Kara stand noch immer an Deck, steuerte das Schiff und versuchte so schnell, wie nur möglich zu fahren. Vielleicht würden sie, wenn alles gut war und die Winde auf ihrer Seite waren, heute Abend schon die französische Küste erreichen - Kara hoffte es innig!
Als jemand hinter sie trat, drehte sie sich um. Nekele war an sie herangetreten und sie wirkte mehr als nur besorgt.
"Was ist passiert?"
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:47
von Siria
Auf der India
Mittag
Nekele hielt Sicherheitsabstand zu Kara, obwohl sie diese irgendwie gerne umarmt hätte. Sie fühlte sich so erschöpft.
"Kara, wir müssen uns beeilen. Ich weiß nicht, wie lange es noch gut geht. Franz und Thies haben Fieber. Sie sprechen vom Tod... es ist... ich weiß nicht wie ich ihnen noch Mut zusprechen kann."
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 21:58
von Tjeika
================
Auf der India
Mittag
================
Kara schloss für eine Sekunde die Augen. Atmete einmal tief durch und seufzte dann.
"Hoffen wir, dass der Wind auf unserer Seite ist", sagte sie leise und nickte Nekele zu.
"Bleib bei ihnen - und wenn sie es nicht wollen, sieh' es als direkten Befehl", sagte sie dann zwinkernd.
"Wenn wir zu spät sein sollten, was ich nicht hoffe, möchte ich nicht, dass sie alleine sind... wenn... wenn", Kara konnte es nicht einmal aussprechen.
Re: Auf dem Meer - 06. Mai 1530
Verfasst: So 11. Apr 2010, 22:06
von Siria
Auf der India
Mittag
Nekele drehte sich der Magen um, in dem gar nichts war. Sie merkte, wie ihr das Blut aus dem Kopf wich, wie sich alles drehte, aber sie blieb stehen und blickte einfach nur Kara an.
Sie wollte das nicht hören, wollte nicht hören, dass einer von ihnen sterben konnte. Natürlich wollte sie sie nicht alleine lassen, aber sie wollte auch nicht dabei sein. Sie wollte sie nicht sterben sehen.
Abwesend nickte sie Kara zu. Sie mußten einfach die Küste erreichen. Warum waren sie nur so weit gefahren, schoss es abermals durch ihren Kopf.
Sie drehte sich von Kara weg, sie fühlte sich leer und traurig. Sie wollte wieder zu den Männern gehen, wollte versuchen, dass sie etwas Suppe zu sich nahmen. Es sah alles so hoffungslos aus. Sie drehte sich noch mal zu Kara. "Wir werden es schaffen, nicht wahr?"