Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
- Cassiopeia
- Co-Leitung
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- Registriert: Mi 25. Nov 2009, 02:28
- Einherjer: Askil, Mingus
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- Ascalon: Khori, Haakan
- Das Erbe der Götter: Liara, Elaina, Karim, Sinaya, Milima
- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
- Scyta: Jester Rogue
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:12 Uhr
Leevke bekam kaum mit, wie die anderen gingen. Schon gar nicht sah sie, wie Vivi sich noch einmal besorgt zu ihr umdrehte. Sie war wie benommen, seit sie das Foto entdeckt hatte. Irgendwie hatten die Gedanken an Brendan und Lene eine gewisse Schwelle bisher nicht übertreten - bis jetzt. Jetzt war alles wieder da und ihr schlechtes Gewissen bereitete ihr Bauchschmerzen.
Neun Jahre... neun lange Jahre hatte sie keinen Ton gesagt, keinen Brief beantwortet oder irgendein Lebenszeichen von sich gegeben. Aber sie lebte, sie war wieder da und sie wollte die letzten neun Jahre hinter sich lassen.
Doch leider konnte sie die Zeit nicht zurück drehen oder ausschneiden, als wären sie nie passiert. Konnte den Schmerz, den sie Brendan und Lene zugefügt hatte, nicht ungeschehen machen. Konnte ihr eigenes Herz nicht heilen...
Erst, als sie leise aufschluchzte merkte sie, dass sie weinte. Hastig wischte sie sich über die Augen und stand auf. Ihr ganzer Körper schien zu schmerzen, doch sie wusste, dass sie es verdient hatte, dass dieser Schmerz nur ein geringer Preis war für das, was sie getan hatte.
Ein letztes Mal sah sie auf das Meer, welches ihr plötzlich wie ein Weg in die Unendlichkeit erschien. Ein Weg ohne Wiederkehr...
Abrupt drehte sie sich um und ging in Richtung Haus, trat durch die nur angelehnte Tür nach innen. Leise trat sie zur Küche, sah hinein.
"Entschuldigt", murmelte sie und setzte sich, "danke, dass ihr gewartet habt." Ihre Stimme klang irgendwie tonlos, fand sie und das Spiegelei wollte nicht richtig schmecken. Sie musste sich zum Essen zwingen, doch ihr Magen schien wie zugeschnürt; sie sagte kaum ein Wort. Ihre Gedanken kreisten um die Zeit vor neun Jahren, um ihre Freundschaft und Liebe und über ihren Versuch, neu anzufangen. War es klug, da Briefe an die Vergangenheit zu schreiben?
Unsicher sah sie Vivi an - auch sie hatte zu ihrer Vergangenheit gehört, die sie nun wieder ihrer Gegenwart wurde... und konnte sie es wirklich ertragen, keine Briefe zu schreiben, es nicht wenigstens zu versuchen und sich für das zu Entschuldigen, was sie Lene und Brendan angetan hatte? Auch, wenn neun Jahre wohl zu spät waren...
"Ich... habe keinen Hunger", murmelte sie verlegen und legte das Besteck nach wenigen Bissen weg. Dann sah sie Vivi mit einem fast flehenden können-wir-reden-Blick an, ehe sie ihn wieder senkte und ihre Hände in ihrem Schoß knetete.
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:12 Uhr
Leevke bekam kaum mit, wie die anderen gingen. Schon gar nicht sah sie, wie Vivi sich noch einmal besorgt zu ihr umdrehte. Sie war wie benommen, seit sie das Foto entdeckt hatte. Irgendwie hatten die Gedanken an Brendan und Lene eine gewisse Schwelle bisher nicht übertreten - bis jetzt. Jetzt war alles wieder da und ihr schlechtes Gewissen bereitete ihr Bauchschmerzen.
Neun Jahre... neun lange Jahre hatte sie keinen Ton gesagt, keinen Brief beantwortet oder irgendein Lebenszeichen von sich gegeben. Aber sie lebte, sie war wieder da und sie wollte die letzten neun Jahre hinter sich lassen.
Doch leider konnte sie die Zeit nicht zurück drehen oder ausschneiden, als wären sie nie passiert. Konnte den Schmerz, den sie Brendan und Lene zugefügt hatte, nicht ungeschehen machen. Konnte ihr eigenes Herz nicht heilen...
Erst, als sie leise aufschluchzte merkte sie, dass sie weinte. Hastig wischte sie sich über die Augen und stand auf. Ihr ganzer Körper schien zu schmerzen, doch sie wusste, dass sie es verdient hatte, dass dieser Schmerz nur ein geringer Preis war für das, was sie getan hatte.
Ein letztes Mal sah sie auf das Meer, welches ihr plötzlich wie ein Weg in die Unendlichkeit erschien. Ein Weg ohne Wiederkehr...
Abrupt drehte sie sich um und ging in Richtung Haus, trat durch die nur angelehnte Tür nach innen. Leise trat sie zur Küche, sah hinein.
"Entschuldigt", murmelte sie und setzte sich, "danke, dass ihr gewartet habt." Ihre Stimme klang irgendwie tonlos, fand sie und das Spiegelei wollte nicht richtig schmecken. Sie musste sich zum Essen zwingen, doch ihr Magen schien wie zugeschnürt; sie sagte kaum ein Wort. Ihre Gedanken kreisten um die Zeit vor neun Jahren, um ihre Freundschaft und Liebe und über ihren Versuch, neu anzufangen. War es klug, da Briefe an die Vergangenheit zu schreiben?
Unsicher sah sie Vivi an - auch sie hatte zu ihrer Vergangenheit gehört, die sie nun wieder ihrer Gegenwart wurde... und konnte sie es wirklich ertragen, keine Briefe zu schreiben, es nicht wenigstens zu versuchen und sich für das zu Entschuldigen, was sie Lene und Brendan angetan hatte? Auch, wenn neun Jahre wohl zu spät waren...
"Ich... habe keinen Hunger", murmelte sie verlegen und legte das Besteck nach wenigen Bissen weg. Dann sah sie Vivi mit einem fast flehenden können-wir-reden-Blick an, ehe sie ihn wieder senkte und ihre Hände in ihrem Schoß knetete.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:37 Uhr
Vivi spürte den Blick von Leevke mehr aus sich, als das sie ihn sah und seufzte innerlich. Nicht nur, dass die Hollänerin nicht wirklich etwas gegessen hatte, nun konnte sie selbst scheinbar auch nicht aufessen.
"Bringst du Ayden ins Bett", bat Vivi ihren Mann leise und sagte ihm stumm, dass sie ihm später alles erklären würde.
"Natürlich Schatz", sagte er und gab ihr einen liebevollen Kuss.
Sie erhob sich und trat nach draußen, sie wusste, dass Leevke ihr folgen würde, und atmete kurz tief durch.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:37 Uhr
Vivi spürte den Blick von Leevke mehr aus sich, als das sie ihn sah und seufzte innerlich. Nicht nur, dass die Hollänerin nicht wirklich etwas gegessen hatte, nun konnte sie selbst scheinbar auch nicht aufessen.
"Bringst du Ayden ins Bett", bat Vivi ihren Mann leise und sagte ihm stumm, dass sie ihm später alles erklären würde.
"Natürlich Schatz", sagte er und gab ihr einen liebevollen Kuss.
Sie erhob sich und trat nach draußen, sie wusste, dass Leevke ihr folgen würde, und atmete kurz tief durch.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:40 Uhr
Unsicher folgte Leevke Vivi, nahm unterwegs ihre Jacke mit und legte sie sich über die Schultern. Sie blickte auf den Boden, als sie zu Vivi trat, gemeinsam setzten sie sich auf die Bank vor dem Haus.
Leevke zog die Beine an, ihre Hände waren kalt.
"Wenn... wenn Kjell dich damals ohne ein Wort hätte sitzen lassen und... und nach neun langen Jahren bekommst du wieder einen Brief von ihm, einfach so aus heiterem Himmel, während du dein neues Leben lebst, vielleicht sogar... mit einem neuen Mann..." Sie unterbrach sich, atmete einmal tief durch.
"Ich weiß nicht, ob ich das machen soll, Vivi. Lene... darf ich ihr einfach so schreiben? Darf ich einfach so alles wieder aufwühlen von damals, was ich ihr angetan habe? Andererseits... ich weiß nicht, ob ich es... ob ich ihr nicht schreiben kann..."
Fragend sah sie Vivi an, schluckte kurz und fühlte sich irgendwie grausam.
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:40 Uhr
Unsicher folgte Leevke Vivi, nahm unterwegs ihre Jacke mit und legte sie sich über die Schultern. Sie blickte auf den Boden, als sie zu Vivi trat, gemeinsam setzten sie sich auf die Bank vor dem Haus.
Leevke zog die Beine an, ihre Hände waren kalt.
"Wenn... wenn Kjell dich damals ohne ein Wort hätte sitzen lassen und... und nach neun langen Jahren bekommst du wieder einen Brief von ihm, einfach so aus heiterem Himmel, während du dein neues Leben lebst, vielleicht sogar... mit einem neuen Mann..." Sie unterbrach sich, atmete einmal tief durch.
"Ich weiß nicht, ob ich das machen soll, Vivi. Lene... darf ich ihr einfach so schreiben? Darf ich einfach so alles wieder aufwühlen von damals, was ich ihr angetan habe? Andererseits... ich weiß nicht, ob ich es... ob ich ihr nicht schreiben kann..."
Fragend sah sie Vivi an, schluckte kurz und fühlte sich irgendwie grausam.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:37 Uhr
"Puh", sagte Vivi und sah überlegend in die Ferne. "Das ist eine schwere Frage, gehen wir ein Stück?", wollte sie wissen und als Leevke sich nickend erhob, lief sie einfach langsam los. Irgendwie brauchte sie selbst gerade diese Bewegung. Sich vorzustellen, dass Kjell einfach aus ihrem Leben verschwunden wäre, einfach, ohne ein Wort gegangen wäre, schmerzte sie, obwohl sie wusste, dass er es nicht getan hatte, wohl auch nie tun würde.
Eine Weile liefen sie einfach schweigend, bis Vivi meinte, eine Antwort gefunden zu haben. "Ich glaube, ich wäre als erstes ziemlich wütend, sauer und würde mich fragen, was ihm einfällt, sich jetzt so plötzlich zu melden, aber ich glaube das wäre nur am Anfang so, der anfängliche Schock, die anfängliche Wut, denn auf der anderen Seite wäre ich wohl unendlich erleichtert von ihm zu hören und zu wissen, dass es ihm gut geht", sagte sie und sah ihre Freundin von der Seite her einen Moment an. "Aber ich finde du solltest ihr schreiben, du solltest es zumindest versuchen. Du musst es ja nicht heute tun, gehe in kleinen Schritten vorwärts und versuche nicht alles auf einmal, das kann nicht klappen. Immer nur Schritt für Schritt", sagte sie lächelte Leevke liebevoll an.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:37 Uhr
"Puh", sagte Vivi und sah überlegend in die Ferne. "Das ist eine schwere Frage, gehen wir ein Stück?", wollte sie wissen und als Leevke sich nickend erhob, lief sie einfach langsam los. Irgendwie brauchte sie selbst gerade diese Bewegung. Sich vorzustellen, dass Kjell einfach aus ihrem Leben verschwunden wäre, einfach, ohne ein Wort gegangen wäre, schmerzte sie, obwohl sie wusste, dass er es nicht getan hatte, wohl auch nie tun würde.
Eine Weile liefen sie einfach schweigend, bis Vivi meinte, eine Antwort gefunden zu haben. "Ich glaube, ich wäre als erstes ziemlich wütend, sauer und würde mich fragen, was ihm einfällt, sich jetzt so plötzlich zu melden, aber ich glaube das wäre nur am Anfang so, der anfängliche Schock, die anfängliche Wut, denn auf der anderen Seite wäre ich wohl unendlich erleichtert von ihm zu hören und zu wissen, dass es ihm gut geht", sagte sie und sah ihre Freundin von der Seite her einen Moment an. "Aber ich finde du solltest ihr schreiben, du solltest es zumindest versuchen. Du musst es ja nicht heute tun, gehe in kleinen Schritten vorwärts und versuche nicht alles auf einmal, das kann nicht klappen. Immer nur Schritt für Schritt", sagte sie lächelte Leevke liebevoll an.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
- Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:53 Uhr
Leevke nahm jedes Wort genau auf, was Vivi sagte und dachte darüber nach. "Ja... ja, vielleicht wäre es so", murmelte sie, die Hände in den Hosentaschen ihrer neuen Hose vergraben. Ihr Herz klopfte, doch sie musste es Vivi jetzt erzählen.
"Ich muss dir etwas sagen", sagte sie leise, konnte Vivi dabei nicht wirklich ansahen, zu sehr war ihr Blick in der Vergangenheit gefangen. "Es... es gab da noch jemanden. Nachdem ich.. abgehauen bin, habe ich lange Zeit niemanden mehr angesehen. Zu sehr habe ich mich geschämt und konnte Lene doch nicht vergessen. Dann kamen die Tränke und... irgendwann war Nathan da." Sie machte eine kurze Pause, das Foto lag unter ihrem Kopfkissen in ihrem Zimmer. "Er versuchte, mir zu helfen, aber... ich hab es nicht geschafft." Wieder eine Pause, sie wusste nicht, ob sie es schaffte, den Rest auch zu erzählen. "Seine Freunde waren Muggel. Sie fuhren gern Straßenrennen mit illegal umgebauten Autos und von einem Ausflug mit seinen drei Freunden... kamen nur drei zurück." Ihre Stimme zitterte, ihre Hände verkrampften sich in einander, doch sie sprach irgendwie weiter, den Blick starr auf den Boden gerichtet. "Ich war nie bei seinem Grab und doch... habe ich den Brief an dich auch wegen ihm geschrieben, weil er an mich glaubte und... ich will es wegen ihm schaffen, weißt du? Sein Tod war so früh, so verdammt früh und irgendwie habe ich das Gefühl, wenn ich es schaffe, von dem Mist weg zu kommen, dann kann ich auch mit ihm abschließen..."
Sie holte zitternd Luft und schloss kurz die Augen, als sie stehen blieb. "Ich... wollte nur, dass du das weißt. Ich weiß, dass er mich geliebt hat, obwohl ich ihm die drei so wichtigen Worte nie sage konnte. Die habe ich... bisher nur einer Person gesagt und irgendwie... irgendwie habe ich Angst und weiß doch nicht, wovor..." Fast verzweifelt sah sie Vivi nun an, ihr Herz klopfte schnell und in ihren Augen brannten Tränen.
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:53 Uhr
Leevke nahm jedes Wort genau auf, was Vivi sagte und dachte darüber nach. "Ja... ja, vielleicht wäre es so", murmelte sie, die Hände in den Hosentaschen ihrer neuen Hose vergraben. Ihr Herz klopfte, doch sie musste es Vivi jetzt erzählen.
"Ich muss dir etwas sagen", sagte sie leise, konnte Vivi dabei nicht wirklich ansahen, zu sehr war ihr Blick in der Vergangenheit gefangen. "Es... es gab da noch jemanden. Nachdem ich.. abgehauen bin, habe ich lange Zeit niemanden mehr angesehen. Zu sehr habe ich mich geschämt und konnte Lene doch nicht vergessen. Dann kamen die Tränke und... irgendwann war Nathan da." Sie machte eine kurze Pause, das Foto lag unter ihrem Kopfkissen in ihrem Zimmer. "Er versuchte, mir zu helfen, aber... ich hab es nicht geschafft." Wieder eine Pause, sie wusste nicht, ob sie es schaffte, den Rest auch zu erzählen. "Seine Freunde waren Muggel. Sie fuhren gern Straßenrennen mit illegal umgebauten Autos und von einem Ausflug mit seinen drei Freunden... kamen nur drei zurück." Ihre Stimme zitterte, ihre Hände verkrampften sich in einander, doch sie sprach irgendwie weiter, den Blick starr auf den Boden gerichtet. "Ich war nie bei seinem Grab und doch... habe ich den Brief an dich auch wegen ihm geschrieben, weil er an mich glaubte und... ich will es wegen ihm schaffen, weißt du? Sein Tod war so früh, so verdammt früh und irgendwie habe ich das Gefühl, wenn ich es schaffe, von dem Mist weg zu kommen, dann kann ich auch mit ihm abschließen..."
Sie holte zitternd Luft und schloss kurz die Augen, als sie stehen blieb. "Ich... wollte nur, dass du das weißt. Ich weiß, dass er mich geliebt hat, obwohl ich ihm die drei so wichtigen Worte nie sage konnte. Die habe ich... bisher nur einer Person gesagt und irgendwie... irgendwie habe ich Angst und weiß doch nicht, wovor..." Fast verzweifelt sah sie Vivi nun an, ihr Herz klopfte schnell und in ihren Augen brannten Tränen.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:59 Uhr
Vivi schluckte kurz. Sie war sich zwar sicher gewesen von Leevke mehr zu erfahren, wenn sie nur wartete, aber in diesem Moment hatte sie damit nicht gerechnet und es berührte sie wirklich tief. Mit eine traurigen Lächeln trat sie auf Leevke zu und nahm sie in den Arm, hielt sie fest und merkte, wie es an ihrem Hals feucht wurde, aber es störte sie nicht sonderlich. Leevke sollte weinen, das würde einen Teil ihres Seelenschmerzes mitnehmen, so hoffte Vivi zumindest. "Er wäre sicherlich sehr stolz auf dich, dass du schon so weit gekommen bist und auch noch weiter kommst", flüsterte sie und war sich nicht einmal sicher, ob Leevke sie überhaupt verstanden hatte.
"Nathan, ist das der Mann auf dem Foto?", wollte Vivi leise, zögerlich wissen, nicht sicher ob Leevke das schaffen würde jetzt noch weiter darüber zu sprechen.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
18:59 Uhr
Vivi schluckte kurz. Sie war sich zwar sicher gewesen von Leevke mehr zu erfahren, wenn sie nur wartete, aber in diesem Moment hatte sie damit nicht gerechnet und es berührte sie wirklich tief. Mit eine traurigen Lächeln trat sie auf Leevke zu und nahm sie in den Arm, hielt sie fest und merkte, wie es an ihrem Hals feucht wurde, aber es störte sie nicht sonderlich. Leevke sollte weinen, das würde einen Teil ihres Seelenschmerzes mitnehmen, so hoffte Vivi zumindest. "Er wäre sicherlich sehr stolz auf dich, dass du schon so weit gekommen bist und auch noch weiter kommst", flüsterte sie und war sich nicht einmal sicher, ob Leevke sie überhaupt verstanden hatte.
"Nathan, ist das der Mann auf dem Foto?", wollte Vivi leise, zögerlich wissen, nicht sicher ob Leevke das schaffen würde jetzt noch weiter darüber zu sprechen.
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:05 Uhr
Leevke klammerte sich an Vivi fest und weinte einfach, war unendlich froh, dass ihre Freundin da war und sie wieder einmal hielt, ihr einfach Halt gab, den sie so dringend brauchte. Sie versuchte, sich zu beruhigen, schaffte es aber nur langsam. Wäre Nathan wirklich stolz auf sie gewesen? Sie würde es nie erfahren, aber sie hoffte es so sehr...
Noch einmal schluchzte sie leise auf, merkte, wie Vivi ihr beruhigend über den Rücken strich. Sie war nicht allein...
Erst, als Vivi nach Nathan fagte, hielt sie kurz inne, nickte dann an ihrer Schulter. "Ja, er ist... vor einem halben Jahr gestorben", wisperte sie und wieder waren da Tränen, wieder tat es so unglaublich weh, dass sich alles in ihr verkrampfte. Sie zitterte, konnte nur mühsam atmen. Mit einem dumpfen Gefühl wurde ihr bewusst, dass es das erste Mal gewesen war, dass sie mit jemandem über Nathan geredet hatte.
Verlegen löste sie sich von Vivi und sah sie mit rot geränderten Augen an.
"Wenn ich jetzt... wenn ich jetzt Lene schreibe, dann hab ich das Gefühl, einen von beiden zu hintergehen. Als würde ich mein Gewissen reinwaschen wollen, aber dem ist nicht so! Als hätte ich sie betrogen und würde nun wieder angekrochen kommen, wo er mich verlassen hat, das fühlt sich so falsch an... kaum ist er weg, bin ich davor, meiner Exfreundin einen Brief zu schreiben, als hätte es ihn nicht gegeben... ich weiß nicht, wie ich ihr das erklären soll und möchte es am liebsten sofort tun und doch... ich kann nicht einfach hingehen und sagen es tut mir leid. Ich kann nichts ungeschehen machen, was ich getan habe und es tut mir wirklich unendlich leid. Aber ich hab... so Angst vor der Abweisung, dass sie genau das von mir denkt und doch... ich hätte es kaum anders verdient, oder?", sagte sie und wusste, dass es bitter und unendlich traurig klang und senkte ihren Blick auf ihre Schuhspitzen.
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:05 Uhr
Leevke klammerte sich an Vivi fest und weinte einfach, war unendlich froh, dass ihre Freundin da war und sie wieder einmal hielt, ihr einfach Halt gab, den sie so dringend brauchte. Sie versuchte, sich zu beruhigen, schaffte es aber nur langsam. Wäre Nathan wirklich stolz auf sie gewesen? Sie würde es nie erfahren, aber sie hoffte es so sehr...
Noch einmal schluchzte sie leise auf, merkte, wie Vivi ihr beruhigend über den Rücken strich. Sie war nicht allein...
Erst, als Vivi nach Nathan fagte, hielt sie kurz inne, nickte dann an ihrer Schulter. "Ja, er ist... vor einem halben Jahr gestorben", wisperte sie und wieder waren da Tränen, wieder tat es so unglaublich weh, dass sich alles in ihr verkrampfte. Sie zitterte, konnte nur mühsam atmen. Mit einem dumpfen Gefühl wurde ihr bewusst, dass es das erste Mal gewesen war, dass sie mit jemandem über Nathan geredet hatte.
Verlegen löste sie sich von Vivi und sah sie mit rot geränderten Augen an.
"Wenn ich jetzt... wenn ich jetzt Lene schreibe, dann hab ich das Gefühl, einen von beiden zu hintergehen. Als würde ich mein Gewissen reinwaschen wollen, aber dem ist nicht so! Als hätte ich sie betrogen und würde nun wieder angekrochen kommen, wo er mich verlassen hat, das fühlt sich so falsch an... kaum ist er weg, bin ich davor, meiner Exfreundin einen Brief zu schreiben, als hätte es ihn nicht gegeben... ich weiß nicht, wie ich ihr das erklären soll und möchte es am liebsten sofort tun und doch... ich kann nicht einfach hingehen und sagen es tut mir leid. Ich kann nichts ungeschehen machen, was ich getan habe und es tut mir wirklich unendlich leid. Aber ich hab... so Angst vor der Abweisung, dass sie genau das von mir denkt und doch... ich hätte es kaum anders verdient, oder?", sagte sie und wusste, dass es bitter und unendlich traurig klang und senkte ihren Blick auf ihre Schuhspitzen.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:07 Uhr
Vivi seufzte, was sollte sie Leevke dazu sagen? Sie hatte das Gefühl sie würde sich dabei nur wiederholen, aber trotzdem antwortete sie. "Ich kann dir nur raten es ruhig angehen zu lassen, dränge dich selbst nicht und vielleicht magst du mit Kaia darüber sprechen, sie kann dir sicherlich besser helfen als ich. Oder du fragst Brendan nach Lene, ich glaube die beiden haben noch Kontakt, wobei ich mir da nicht sicher bin", sagte sie und lief weiter, konnte einfach nicht stehen bleiben.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:07 Uhr
Vivi seufzte, was sollte sie Leevke dazu sagen? Sie hatte das Gefühl sie würde sich dabei nur wiederholen, aber trotzdem antwortete sie. "Ich kann dir nur raten es ruhig angehen zu lassen, dränge dich selbst nicht und vielleicht magst du mit Kaia darüber sprechen, sie kann dir sicherlich besser helfen als ich. Oder du fragst Brendan nach Lene, ich glaube die beiden haben noch Kontakt, wobei ich mir da nicht sicher bin", sagte sie und lief weiter, konnte einfach nicht stehen bleiben.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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- Kampf um Choma: Toyan, Tazanna, Aceio
- Scyta: Jester Rogue
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Leevke van der Zon
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:09 Uhr
Ruhig angehen, ja, das hatte Vivi bereits gesagt. Doch in Leevke schien alles darauf zu brennen, am besten sofort die Briefe anzufangen, denn wenn sie noch länger darüber nach grübelte, würde sie doch nur wieder kneifen. Vielleicht sollte sie gleich am Abend anfangen...
"Hättest du vielleicht Pergament für mich?", fragte sie schüchtern und sah Vivi verlegen an. "Meines ist... nicht mehr sehr schön und das wäre mir etwas peinlich..." Was auch immer dabei heraus kommen würde, sie würde sich nachher an den Briefen vresuchen, eher fand sie keine Ruhe, das wusste sie.
Vielleicht sollte sie wirklich Kaja fragen, doch bis Montag konnte sie unmöglich warten, bis dahin wäre sie sicher durchgedreht...
Färöer Inseln / vor Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:09 Uhr
Ruhig angehen, ja, das hatte Vivi bereits gesagt. Doch in Leevke schien alles darauf zu brennen, am besten sofort die Briefe anzufangen, denn wenn sie noch länger darüber nach grübelte, würde sie doch nur wieder kneifen. Vielleicht sollte sie gleich am Abend anfangen...
"Hättest du vielleicht Pergament für mich?", fragte sie schüchtern und sah Vivi verlegen an. "Meines ist... nicht mehr sehr schön und das wäre mir etwas peinlich..." Was auch immer dabei heraus kommen würde, sie würde sich nachher an den Briefen vresuchen, eher fand sie keine Ruhe, das wusste sie.
Vielleicht sollte sie wirklich Kaja fragen, doch bis Montag konnte sie unmöglich warten, bis dahin wäre sie sicher durchgedreht...
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)
Vivien Marie Djurhuus
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:11 Uhr
"Natürlich", sagte Vivi und lächelte. "Lass uns zurück zum Haus gehen."
Sie drehte sich um zusammen gingen sie langsam zurück zum Haus, wo Vivi Leevke mit in ihr kleines Büro nahm, welches von einem riesigen Schreibtisch dominiert wurde, aber auch viele Regal mit Büchern waren zu finden.
"Hier findest du Pergament, darunter findest du auch richtiges Briefpapier, du kannst dir etwas aussuchen und auch immer welches nehmen, wenn du etwas brauchst, sag nur bescheid, wenn es zur neige geht", meinte sie und lächelte. Du kannst die Briefe gerne hier schreiben", fügte sie noch hinzu und verließ den Raum, den Rest würde Leevke auch alleine finden.
Färöer Inseln / Vivis Haus
Freitag, 11.09.2010
19:11 Uhr
"Natürlich", sagte Vivi und lächelte. "Lass uns zurück zum Haus gehen."
Sie drehte sich um zusammen gingen sie langsam zurück zum Haus, wo Vivi Leevke mit in ihr kleines Büro nahm, welches von einem riesigen Schreibtisch dominiert wurde, aber auch viele Regal mit Büchern waren zu finden.
"Hier findest du Pergament, darunter findest du auch richtiges Briefpapier, du kannst dir etwas aussuchen und auch immer welches nehmen, wenn du etwas brauchst, sag nur bescheid, wenn es zur neige geht", meinte sie und lächelte. Du kannst die Briefe gerne hier schreiben", fügte sie noch hinzu und verließ den Raum, den Rest würde Leevke auch alleine finden.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.