Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Für kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
19:07 Uhr

Leevke sah Vivi aus großen Augen etwas erschreckt an, ehe sie ihren Gesichtsausdruck für Ayden etwas kontrollierte. Ihr Herz klopfte schnell, ihr Messer klirrte gegen den Teller.
Dann schluckte sie hastig und nickte. Das Wochenende war immerhin noch fünf Tage hin, bis dahin konnte einiges besser werden... oder?
"Ich... ich soll mitkommen?", fragte sie unsicher, Ayden nickte begeistert und auch Vivi und Kjell nickten zustimmend.
"Ich weiß nicht... also... eh, ja", sagte sie schließlich leise stotternd. Dann straffte sie sich, atmete tief durch. "Ich... ich würde gern mit kommen", sagte sie, fühlte sich aber nicht ganz wohl. Reichten ihre Tränke bis dahin? Sie konnte sich keine Alpträume bei wildfremden Menschen erlauben. Sie würde sparsam sein müssen.
Die Wirklichkeit ist nur etwas für Menschen, die mit Büchern nichts anfangen können.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
19:09 Uhr

Vivi sah die leichte Unsicherheit von Leevke und seufzte kurz. „Schatz, gehst du schon einmal vor. Ich komme gleich nach und dann lese ich dir etwas vor ja?“, sagte sie zu Ayden, welcher nickte, zu Kjell ging, ihn umarmte, ihm einen Kuss gab und ihm eine gute Nacht wünschte. Auch Leevke sagte er liebevoll mit einem kleinen Kuss auf die Wange gute Nacht. Sie war froh, dass immer jemand ein Auge auf Ayden hatte, denn er war so vertrauensselig, schloss jeden sofort in sein kleines Herz, dass es beängstigend war. Aber sie liebte ihren Sohn auch dafür. Schließlich verschwand er die Treppe nach oben und sie wusste, dass er sich schon mal ein Buch heraussuchen würde, bevor er sich in sein Bett kuschelte und auf sie wartete.
„Leevke, wir müssen nicht zu meinen Großeltern fahren, auch wenn ich und Ayden uns freuen würden und meine Großeltern sicherlich auch. Aber Kjell wäre sicherlich froh, wenn er der großen Stadt entkommen würde“, meinte sie und lächelte. „Überleg es dir in Ruhe und sag mir morgen bescheid, wenn du dir das noch nicht zutraust, ist das vollkommen in Ordnung, dann verschieben wir das. In Ordnung?“, fragte sie ihre Freundin und stand auf. „Ich bringe kurz Ayden ins Bett. Wollen wir uns danach auf die Terrasse hinten setzen? Wir könnten ein Glas Wein trinken und etwas spielen?“, meinte sie und grinste. Sie liebte Spiele einfach und würde gerne einmal wieder einen Spielabend machen.
Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben.
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
19:11 Uhr

Leevke nickte etwas beschämt, war Vivi dennoch unendlich dankbar, dass sie sogar auf Familienausflüge eingeladen wurde.
"Ich... ich weiß noch nicht, ob ich das schaffe, aber ich sage euch Donnerstag bescheid, ja?", meinte sie und hoffte, bis dahin eine Antwort gefunden zu haben. Doch eigentlich hatte sie sich schon entschieden, hatte Ayden bereits nach so kurzer Zeit in ihr Herz geschlossen und dass er sie sogar umarmt hatte, hatte ihr wieder einmal gezeigt, wie liebevoll Menschen, besonders Kinder, sein konnten. Konnte sie da einfach absagen?
"Und ein Spieleabend klingt super, Terasse ebenfalls. Wein habe ich vor Jahren zuletzt getrunken, aber ein kleines Glas trinke ich gerne", sagte sie und lächelte nun. War nun doch froh, keinen Stärkungstrank mehr genommen zu haben, das hätte... unangenehm werden können.
Vivi entschwand nach oben und Leevke und Kjell räumten den Tisch ab, setzten sich schließlich schon einmal nach draußen, unterhielten sich etwas zögernd, aber immerhin. Als Vivi zurück kehrte, strahlte Leevke sie an, als habe sie sie ewig nicht gesehen.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
19:39 Uhr

Vivi genoss die Momente abends mit Ayden auf dessen Bett zu sitzen, zu kuscheln und ihm dabei eine Geschichte vor zu lesen. Es war immer wieder ein Ritual. Einer machte ihn fürs Bett fertig, der andere brachte ihn dahin. So hatten beide, obwohl sie beide arbeiteten, immer sehr intensive Momente mit dem kleinen Mann und keiner von beiden wollte dies ändern. Aber das mussten es ja auch nicht, zumindest nicht solange sich kein Geschwisterchen ankündigte, aber das durfte gerne noch ein, bis zwei Jahre warten, bis sie ihren Meister in Tränken hatte, denn mittendrin unterbrechen wie sie es bei Ayden mit ihren Ausbildungen getan hatte, wollte sie dieses Mal nicht.
Schließlich lag ihr Sohn friedlich in seinem Bett und es würde sicherlich nicht lange dauern, bis er eingeschlafen war.
So machte sie sich auf den Weg zu den anderen und nahm unterwegs ihren Kasten mit den Spielen mit, den sie schon in Hogwarts gehabt hatte. Allerdings war der Inhalt in den letzten Jahren noch um einiges gewachsen, konnte sie doch einfach nicht widerstehen, wenn sie ein Spiel sah, was interessant klang, dann musste sie es einfach kaufen, aber Kjell hatte sich schon daran gewöhnt und sagte dazu auch nichts, solange sie ihn nicht zwang jeden Abend mit ihr zu spielen.
„Sucht ihr ein Spiel aus“, sagte sie zu beiden, nachdem sie den Kasten auf den Tisch gestellt hatte und nahm dankend das Glas Wein von Kjell entgegen um daran zu nippen.
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Cassiopeia
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
19:42 Uhr

Leevke nickte begeistert und lachte leise, als sie Vivis alte Spielekiste sah. "Das Ding gibt es wirklich immer noch?", murmelte sie und machte sich sogleich daran, den Inhalt zu begutachten, der beträchtlich angewachsen war seit ihrer Hogwartszeit.
Begeistert zog sie schließlich ein verkleinertes Spiel heraus - Cluedo.
"Oh, damit haben wir einige Kaminabende zu gebracht", sagte sie grinsend und sah Vivi und Kjell erwartungsvoll an. "Habt ihr Lust?"
Beide bejahten und so bauten sie schnell das Spiel auf, zogen eine Spielfigur und verteilten die Karten. Leevke würfelte und zog mit ihrer Figur in die Bibliothek.
"Also... ich sage, es war Reverend Green in der Bbliothek mit... der Rohrzange", sagte sie und legte die benötigte Rohrzange und besagten Reverend Green hinein.
"Hat jemand etwas dagegen?", woltle sie dann wissen und nippte an ihrem Wein, der ihr ungeheur kostbar erschien. Sie wollte diesen Abend genießen, sog jeden Moment wie ein Schwamm in sich auf, man wusste nie, was der nächste Morgen brachte und vielleicht war auch alles nur ein Traum... doch dann wollte Leevke nie wieder aufwachen.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
19:46 Uhr

Vivi lächelte. Es war schön Leevke so entspannt zu sehen, blieb nur zu hoffen, dass es etwas länger anhielt, denn so gefiel ihr die junge Frau schon sehr viel besser.
„Kann sein“, antwortete Kjell nachdem er seine Karten eingehend gemustert hatte.
„Nö kann es nicht“, sagte Vivi und reichte Leevke die Rohrzange verdeckt, damit diese sie sich ansehen konnte. Nun war Kjell mit dem Würfeln dran, aber er schaffte es von seiner Position aus nicht in einen Raum. Nun würfelte Vivi und auch sie schaffte es nicht in einen Raum und seufzte. „Juhu mein Glück geht schon wieder los, immer ein Feld vor einem Raum bleibe ich stehen“, sagte sie und seufzte. „Aber mit meiner Kiste hast du Recht“, fügte sie noch hinzu, wurde aber von Kjell unterbrochen.
„Stimmt du kannst ja auch an keinem Spielzeuggeschäft vorbei gehen ohne es zu betreten. Anfangs dachte ich ja noch, du willst etwas für Ayden kaufen aber nein, die Frau Mama kauft lieber Spiele für sich“, sagte er und lachte.
Vivi streckte Kjell einfach ganz undamenhaft die Zunge heraus. „Du stellst mich hier gerade so hin, als würde ich Ayden nie etwas kaufen, aber das muss ich ja auch nicht, denn der Herr Papa verwöhnt seinen Sprössling ja auch wo es geht und wenn du es nicht kaufst, dann bestimmt Mary oder Lars“, sagte sie und schüttelte den Kopf. Es war wirklich so, wenn Ayden mal einen Wunsch hatte und sie nein sagte, kaufte es entweder Kjell oder einer der Paten, egal, was sie gesagt hatte, aber sie hatte es schon fast aufgegeben gegen Windmühlen zu kämpfen.
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Beitrag von Cassiopeia »

Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
19:52 Uhr

Levke lachte und machte den nächsten Zug, doch dieses Mal hatte Kjell etwas dagegen. Es war schön, sie über ihre Familie sprechen zu hören, schien so selbst verständlich und doch war es das für Leevke nicht. Es würde einige Zeit dauern, bis sie sich daran gewöhnt hatte, doch sie wusste, hoffte zumindest, dass Vivi ihr diese Zeit geben würde.
"Mary und Lars sind Paten?", fragte sie nach und grinste dann. "Aber ich kann dich gut verstehen, Spiele machen wirklich Spaß", pflichtete sie Vivi bei. Man konnte sich unterhalten und doch im Spiel eintauchen, wenn einem nicht nach Reden war, das fand Leevke sehr angenehm.
"Oh Vivi, ich find es klasse, dass du die nächsten zwei Wochen frei hast, auch wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, dass du wegen mir von der Arbeit fern bleibst", sagte sie, sah ihr Freundin dennoch glücklich an. Die Zeit würde ihr gut tun und sie war nicht ganz so allein.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

Beitrag von vojka »

Vivien Marie Djurhuus
auf Svínoy / Vivis Haus
Montag, 30.08.2010
19:57 Uhr

Vivi nickte. „Ja, Mary und Lars sind Aydens Paten. Ich hab Mary sogar gefragt, bevor ich wusste dass ich schwanger war“, meinte sie lachend und erinnerte sich an die damalige Zeit zurück, wo sie Angst hatte schwanger zu sein und das alles nicht zu schaffen. Und nun? Nun würde sie es nicht mehr anders haben wollte, Ayden war ihr kostbarster Besitz, wenn man das so sagen konnte, denn Kinder besaß man nicht, man hatte nur das Privileg sich um diese zu kümmern.
„Es war komisch damals“, sagte sie als sie Leevkes ungläubigen Blick sah. „Ich hatte bemerkt, dass ich vergessen hatte den Verhütungstrank zu nehmen, Mary wollte gerade mit ihrem damaligen Freund und jetzigen Mann zusammen ziehen. Naja und sie war traurig, ich war traurig und da hab ich sie zur Patin gemacht, noch vor dem Schwangerschaftstest“, sagte sie lachend. Damals war es zwar nicht lustig gewesen, aber jetzt im Nachhinein betrachtet schon irgendwie und nun war Mary selbst Mutter einer 19 Monate alten Tochter.
„Und was dein schlechtes Gewissen betrifft, wo musst du keins haben. Ich hatte das letzte Mal vor Monaten Urlaub, deshalb hatte Amelie auch nichts dagegen, dass ich mir frei nehme, auch wenn es etwas spontan war, so hat sie damit gerechnet. Und ich freue mich endlich mal wieder die Füße hochlegen zu können“, sagte sie und würfelte.
„Ha, Also ich sag es war die werte Lady, in der Küche mit dem Zauberstab ähm Rohr“, sagte sie und sah die anderen beiden fragend an.
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Leevke van der Zon
Vivis Haus, Svínoy
Montag, 30.08.2010
19:52 Uhr

Nun war es Leevke, die den Kopf schüttelte und Vivi die Küche zeigte. Es dauerte noch einige Runden, bis Vivi selbst schließlich aus einem Verdacht eine Anklage machte und Recht behielt. Es war kurz nach neun und Leevke gähnte fast ununterbrochen.
"Entschuldigt, ich glaube, ich muss ins Bett, der Tag war... nicht ohne", sagte sie und war wirklich erstaunt, was heute alles passiert war. War sie wirklich erst seit dem Mittag hier?
"Ich denke, ich werde wirklich nach oben gehen, es war ein super schöner Abend, ich habe lange nicht mehr... gelacht, es war... wirklich schön", sagte sie etwas verlegen und ging schließlich hinein. Verdammt, das bisschen Wein hatte bei ihrem Gewicht schon nach einem halben Glas Auswirkungen, wie peinlich!
So leise wie möglich ging sie die Stufen hoch, sie wollte Ayden nicht wecken. Aufatmend schloss sie die Tür hinter sich, setzte sich auf ihr Bett, als ihr Blick wieder auf ihr Bünde fiel. Sollte sie...?
Eine Sekunde später hatte sie es in der Hand, kramte zwei Dinge heraus: eine halbvolle Phiole mit Schlaftrank und ein Foto.
Es war mit einer Muggelkamera gemacht, zeigte zwei fröhliche, lachende Gesichter, die sich verliebt ansahen.
Zärtlich, als könne sie ihn direkt spüren, strich sie über Nathans Wange, das Foto war schon abgegriffen an der Stelle. Wieder krampfte sich alles in ihr zusammen, wieder war ihr, als hätte sie gerade erst von dem Unfall erfahren.
Vier Freunde, die eine Spritztour machen wollten. Nur drei waren zurück gekehrt, zwei von ihnen schwer verletzt.
Sie schluckte, als die ersten Tränen sich lösten, es tat so gut und so verdammt weh zugleich. Wieso nur hatte er das tun müssen? Wieso hatte er sich nicht mit Magie schützen können? Wieso hatte er sie verlassen, sie allein gelassen? Sie war doch Nichts ohne ihn. Sie brauchte ihn doch, er war ihr Halt. Aber die Träume wollten einfach nicht lebendig werden.
Schluchzend sank sie in sich zusammen, sie hätte ihm so gern erzählt, was sie getan hatte, wäre er stolz auf sie? Würde er sie besuchen wollen, ihr viel Glück wünschen, sich freuen, dass sie einen Weg aus dem Tal suchte, den Weg, den er ihr so oft zeigen wollte? Sie würde es schaffen, für ihn.
Mit zittriger Hand umfasste sie die Phiole, küsste das Foto und entkorkte dann den Flakon um ihn an die Lippen zu setzen.
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vojka
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Re: Das Glück Freunde zu haben (Hogwarts-Ableger)

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Vivien Marie Djurhuus
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Montag, 30.08.2010
21:03 Uhr

Vivi hatte Leevke lächelnd eine gute Nacht gewünscht und mit Kjell zusammen schnell alles weggeräumt. Als sie in die Küche kam, viel ihr Blick auf den Topf mit der Suppe. Leevke hatte doch noch einen Teller essen wollen und auch sollen. Kurz entschlossen füllte sie etwas in eine kleine Schüssel und brachte sie nach oben. Dort konnte sie sie immer noch erwärmen mit ihrem Zauberstab, aber sie würde sich so beim Transport nicht die Finger verbrennen.
Schließlich kam sie oben an und hörte ein leises Schluchzen aus Leevkes Zimmer. Einen Moment stockte sie, sollte sie anklopfen oder einfach so hinein gehen? Würde die Holländerin das Klopfen überhaupt bemerken oder sich erschrecken?
Sie entschied sich fürs Anklopfen, aber es kam keine Reaktion, so öffnete sie die Tür und sah ins Zimmer hinein. Als sie sah, wie Leevke gerade einen Trank trinken wollte griff sie nach ihrem Zauberstab und ließ ihn schnell zu sich her schweben.
„Leevke, was soll das? Warum schluckst du…“, sie sah sich die Phiole kurz genauer an, schnupperte am Inhalt und schüttelte sich, „einen Schlaftrank? Und dann auch noch einen von solcher Qualität? Wie lange nimmst du die schon?“, fragte sie als ihr ein böser Verdacht kam. Leevke musste schon lange von diesen Tränken abhängig sein? Nicht nur Blick sprach eindeutig dafür, auch dieser Trank, den kein normaler Mensch freiwillig nehmen würde. Sie schloss für eine Sekunde die Augen, das durfte doch nicht wahr sein. Sie wusste nicht, ob sie jetzt geschockt oder besorgt sein sollte. Egal was bei Leevke los war, es schien noch schlimmer zu sein, als sie gedacht hatte.
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