(B) Kapitel 4 - Bidjan und Elaina - Teil 2

Außerhalb der Stadt unterwegs
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Cassiopeia
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von Cassiopeia »

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Elaina
14. Oktober 712
Alter Wall
Nachmittag
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Elaina sah Bidjan nach und machte sich dann daran, in einer Windgeschützten Stelle ihr Lager her zu richten. Felle, Decken, ihre spärliche Kleidung und Waffen sowie ein kleines Feuer waren schließlich bereit, als Bidjan zurück kehrte. Elaina hatte einen Tee aufgesetzt und nahm den kleinen Kessel gerade vom Feuer, als sie Bidjan zurück kehren sah. Lächelnd stand sie erwartungsvoll auf, endlich Essen, hoffte sie.
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LaBerg
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von LaBerg »

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Bidjan
14. Oktober 712
Nachmittag
Alter Wall
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Bidjan hatte sich ein ganzes Stück vom Lager entfernt als er auf dem Boden eine Spur von einem Tier entdeckte. Er stieg vom Pferd herunter und befestigte die Zügel an einem Stein, dann folgte er zu Fuß der Spur weiter. Plötzlich entdeckte er gut im Wüstensand getarnt in einiger Entferung eine Gruppe mit Erdmännchen. Wie gut selbige schmeckten wusste er zwar nicht genau, aber essen würde man sie sich können.
Vorsichtig nahm er den Bogen und zielte auf das Erdmännchen, welches sich gerade zur Wache auf die Hinterbeine stellte. Einen Augenblick später durbohrte der Pfeil das Herz des Tieres. Elig lief Bidjan zu seiner Beute, um sie mitzunehmen. Die anderen Erdmännchen waren in ihrem Bau verschwunden.
Das gute war Bidjan entdeckte in der Nähe des Erdmännchenbaus noch ein paar Datteln, die er ebenfalls einpackte. Das sollte ein vernünftiges Abendessen geben.
Auf dem Rückweg konnte er nun deutlich schneller reiten und erreichte so zügig das Lager, wo Elaina bereits wartete.
"Es gibt Erdmännchen und Datteln", verkündete Bidjan und legte die Beute neben dem Feuer ab, wo er das Tier gleich ausnehmen wollte.
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Cassiopeia
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von Cassiopeia »

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Elaina
14. Oktober 712
Alter Wall
Nachmittag
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Elaina lachte und nickte erfreut.
"Klingt nach einem Festmahl", freute sie sich ehrlich und war gespannt, wie Erdmännchen schmecken würde. Das hatte sie noch nie probiert, aber einmal war schließlich immer das erste Mal.
So stellte sie die zuvor bereits gesuchten Stöcker zusammen um ein kleines Gerüst über dem Feuer zu bauen, auf welchem sie das Tier braten konnten. Das Ausnehmen überließ sie Bidjan, er war darin deutlich geschickter als sie. Schließlich hing das Erdmännchen am Spieß, Elaina lief bereits das Wasser im Mund zusammen.
"Es kommt mir ewig her vor, dass ich Tageslicht gesehen habe und ein frisch erlegtes Tier gegessen. Dabei waren wir kaum drei Tage fort.... unglaublich, wie einen die Dunkelheit dort unten einnimmt."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

Beitrag von LaBerg »

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Bidjan
14. Oktober 712
Nachmittag
Alter Wall
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Als die Arbeit endlich erledigt war und es nur noch darum ging den Spieß mit dem Erdmännchen weiterzudrehen, setzte sich Bidjan neben Elaina in den Sand. "Ja, so dauernd ohne Tageslicht zu sein, ist definitiv nichts für mich. Ich glaube wenn ich in dieser Wallanlage hätte länger leben müssen, wäre ich igendwann verrückt geworden. Die drei Tage haben mir vollkommen ausgereicht", stimmte Bidjan Elaina zu.
"Irgendwie fühle ich mich in solchen Anlagen immer wie in den Kerkern des Palasts. Nicht, dass ich dort oft gewesen wäre, aber ab und an musste ich schon mal einen Gefangenen dort aufsuchen. Der einzige Unterschied ist, dass die Kerker deutlich feuchter sind und mit Stahlgittern verhindert wird, dass man wieder raus kann..."
Bidjan schüttelte die finsteren Gedanken ab und besann sich darauf, dass sie doch einen schönen Abend in Zweisamkeit genießen konnten. "Heute dürfen wir glücklicherweise später wieder einen der schönen Sonnenuntergänge bewundern. Das gefällt mir deutlich besser als die dunklen Höhlen", meinte Bidjan lächelnd und drehte den Spieß etwas weiter. Er war wirklich gespannt, wie das Erdmännchen schmecken würde.
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Elaina
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"Ich frage mich, wie es hier aussah, als der Wall noch genutzt wurde und eine riesige Abwehranlage war. Wie eine gewaltige Verteidigungsanlage mit Zinnen und Wehrgängen und meterdicken Mauern und immer den Blick nach Westen... und wenn ich mir die Karte in Erinnerung rufe, die du gefunden hast, dann war dort zu der Zeit noch freies Land, wo also jederzeit der erklärte Feind hätte auftauchen können."
Das erklärte auch, warum der Wall heute so nah an der Küste stand. Chairo würde kaum über das Wasser ziehen - seine Armeen eventuell durch Schiffe, aber dafür lag der Wall wiederum zu sehr Landeinwärts. Wenn aber ein Großteil des Landes nun überspült war, gab das eine logische Erklärung.
"Das wiederum würde bedeuten, dass es in der Bucht von Quie zahlreiche versunkene Städte gibt?", überlegte sie und fand die Vorstellung sehr schwer, über Land von hier nach Jaraa in direkter Linie zu gelangen.
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Bidjan
14. Oktober 712
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Bidjan nickte leicht, wobei er nachdenklich ins Feuer und auf das aufgespießte Erdmännchen blickte. "Ja, mit der Karte im Hinterkopf ergibt der Wall wirklich deutlich mehr Sinn... Wenn das mit der Bucht Lorn war, dann war das sozusagen eine Verstärkung des Walls..."
Wieviele Städte und vorallem Menschen waren wohl bei der Erschaffung der Bucht ums Leben gekommen. Daran erinnerte sich heute niemand mehr. Damals wurde dies sicher von Generation zu Generation weitergegeben.
"Man kann sich wirklich kaum vorstellen, was da mit der Erschaffung der Bucht alles versunken ist. Städte, Menschen, Wälder, Felder und Tiere. Damit wird wohl auch deutlich warum die Menschen bereit waren alles daran zu setzen die Götter irgendwie zu bannen oder zu töten."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Elaina nickte und schluckte etwas. Die Vorstellung war wirklich unheimlich, fand sie.
"Es ist mir eher ein Rätsel, dass sich dennoch so viele ihrer Unterstützer fanden. Die Götter haben offenbar willkürlich und ohne Rücksicht die Landschaft verändert und zerstört, wie es ihren Zwecken diente. Die Menschen waren ihnen egal, auch die eigenen Heere. Die Götter hatten schließlich Zeit. Menschen werden neu geboren und bilden neue Heere... wenn ich mir das so verdeutliche, verstehe ich sie immer mehr. Selbst die, die dafür waren, die Götter ganz zu töten und dafür jegliche Magie auszulöschen."
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Re: (B) - Kapitel 4 (Ardakan)

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Bidjan
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"Und jetzt beginnt alles von Neuem", seufzte Bidjan und drehte den Spieß wieder ein Stück weiter.
"Wir wissen nicht, ob es damals ein Kompromiss war die Götter zu bannen oder die Menschen vielleicht gar keinen weg kannten einen Gott gänzlich zu töten." Bidjan überlegte einen Moment was es erforderte einen Gott zu töten. War ein Mennsch überhaupt dazu im Stande?
"Ich frage mich gerade, ob es für einen Menschen übehaupt möglich wäre einen Gott zu töten. Wir vermuten einen Bann kann man erzeugen in dem man seinen Lebensraum wegnimmt und ihn wie in einem Gefängnis einsperrt. Aber um ihn zu töten, müsste man ihm seine Magie entziehen. Ein Gott mag das mit einem anderen Gott tun können. Sie bestehen schließlich aus Reiner Magie. Wäre ein Mensch irgendwie in der Lage dies zu tun. Wäre er dann hinterher nicht selbst in gewisser Weise ein Gott?"
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Elaina
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Elaina blickte Bidjan an. Etwas von dem, was er gerade gesagt hatte, war enorm wichtig. Nur konnte sie nicht ganz bestimmen, was.
Wäre er nicht selbst in gewisser Weise ein Gott?
"Was ist, wenn die Götter einmal Menschen waren?", fragte sie gerade heraus. "Was ist, wenn sie die Menschen mit eben jenem Versprechen an sich binden - göttlich zu werden? Die Menschen erhalten nach und nach neue Kräfte. Erst sind sie einfache Magier, dann werden sie irgendwann zu Fen in der Hoffnung, eines Tages selbst ganz aus Magie zu bestehen, nur, dass dies nie eintreten wird. Was ist, wenn der umgekehrte Weg für die Götter gilt? Menschen, denen das Übertreten in eine rein magische Daseinsform gelang und die nun über tausende von Jahen ihre Stärke demonstrieren..." Sie brach ab und hielt einen Moment inne, ehe sie leicht den Kopf schüttelte.
"Entschuldige, ich rede vermutlich wieder einmal Unsinn. Aber etwas an dem Gedanken von dir sagt mir, dass da etwas Wichtiges dran ist. Götter sind Magie. Wenn sie einen anderen Gott töten, nehmen sie diese Magie in sich auf und werden so stärker. Menschen bestehen aber nur zu einem vergleichsweise winzigen Teil aus Magie, selbst wenn sie Fen sind. Daher können sie niemals die Kräfte eines Gottes entwickeln und niemals eienen Gott töten." Sie sah Bidjan überlegend an und versuchte die Gedanken irgendwie zu ordnen und fest zu halten, ehe sie ganz fort waren.
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Bidjan
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Bidjan blickte überlegend zu Elaina. So verkehrt waren ihre Gedanken nicht. "Ich glaube so verkehrt liegst du mit deinen Überlegungen nicht. Der Beweis dafür ist die Teleportmagie", begann er langsam seine Antwort zu formulieren. "Menschliche Teleportmagier bei gebannten Göttern gibt es nicht, weil sie nur innerhalb des Tagesradius Magie wirken können und diese viel zu schwach ist. Die Fen, dürften noch in der Lage sein kleinere Teleportationen durchzuführen, aber sicher nicht viel weiter als sich aus einem Gefahrenbereich zu bringen. Für den Zugriff auf die vollen Kräfte brauchen sowohl Fen wie auch Menschen einen befreiten Gott."
Bidjan hielt inne und versuchte weiter die verschiedenen Gedanken zu ordnen. "Meinst du es gibt soetwas wie eine Gesamtmenge an verfügbarer Magie, die zum größten Teil in den Göttern beheimatet ist und zu einem sehr kleinen Teil in den Fens?" Irgendwie ergab das aber auch keinen Sinn, weil dann müsste die Kraft der Fen mit jedem gewirkten Zauber weniger werden, solang ihr Gott gebannt war. Und vorallem was geschah mit der Magie, die in einen Zauber gesteckt wurde.
"Jedenfalls glaube ich, dass du recht hast und kein Mensch oder Fen genug Macht hat einen Gott zu töten..." Bidjan schluckte. "Meinst du es wäre möglich, dass ein Fen die Magie eines anderen Fen in sich aufzunehmen kann und so stärker wird? Eben wie bei den Göttern nur im kleinen?"
Viele Grüße
LaBerg
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